Ines Geipel

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Ines Geipel (2019)

Ines Geipel (zeitweise Ines Schmidt, * 7. Juli 1960 in Dresden) ist eine deutsche Schriftstellerin, Publizistin und Hochschullehrerin. Sie ist Professorin an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ am Lehrstuhl für Deutsche Verskunst. Die Themenfelder ihrer literarischen und publizistischen Werke sind die Folgen der beiden deutschen Diktaturen, verfemte Literatur Ostdeutschlands und die deutsche Gewaltgeschichte. Sie war maßgeblich daran beteiligt, die Dichterin Inge Müller (1925–1966) bekannt zu machen; zusammen mit Joachim Walther gründete sie das Archiv der unterdrückten Literatur der DDR. Als junge Frau war sie Mitglied der DDR-Nationalmannschaft (Leichtathletik). Von 2013 bis Dezember 2018 war sie Vorsitzende des Doping-Opfer-Hilfevereins und Initiatorin der beiden Entschädigungsfonds der Bundesregierung für die Doping-Opfer der DDR.

Leben

In der DDR

Ines Geipel wuchs in Dresden auf. Ihr Vater war Direktor des Dresdner Pionierpalastes „Walter Ulbricht“ und außerdem Inoffizieller Mitarbeiter in der Abteilung IV des Ministeriums für Staatssicherheit.[1] Hierbei handelte es sich um eine Spezialeinheit für das Ausspähen von Objekten und die Vorbereitung von Sabotage auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.[2] Im Jahr 1974 schickten ihre Eltern sie nach Thüringen auf die Internatsschule in Wickersdorf, eine „Spezialschule mit erweitertem Russischunterricht“.

Geipel betrieb ab 1977 Leistungssport beim SC Motor Jena, insbesondere Sprint und Weitsprung. Die 4-mal-100-Meter-Staffel des SC Motor Jena mit Startläuferin Geipel gewann von 1981 bis 1985 fünfmal hintereinander bei den DDR-Leichtathletik-Meisterschaften. Wie ihre Staffelkolleginnen Bärbel Wöckel, Ingrid Auerswald und Marlies Göhr war Geipel in das staatlich organisierte Dopingprogramm der DDR eingebunden und erhielt zumindest 1983 und 1984 erhebliche Mengen des anabolen Steroids Oral-Turinabol.[3] Von 1982 bis 1984 war sie mit dem Kugelstoßer Mathias Schmidt verheiratet.[4] Geipel war Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) bis zum Sommer 1989.[5]

Anfang 1984 war Geipel in einem Trainingslager in Mexiko-Stadt, das der Vorbereitung der DDR-Leichtathleten auf die Olympischen Sommerspiele 1984 in Los Angeles dienen sollte. Sie verliebte sich dort in einen mexikanischen Sportler und wollte nach den Spielen im Westen bleiben. Dazu kam es nicht, weil die DDR sich dem Olympiaboykott der Sowjetunion anschloss. Doch wurde diese Geschichte durch einen Spitzel dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) zugetragen, das im August 1984 eine Operative Personenkontrolle gegen Geipel eröffnete. Neben dem „Vorkommnis in Mexico“ wurden ihr auch Kontakte zu einer Person aus Jenaer Bürgerrechtskreisen zur Last gelegt. Sie wurde durch mehrere inoffizielle Mitarbeiter (IM) ausgespäht.[6] Im Oktober 1985[6] wurde sie aus dem Leistungssportsystem der DDR ausgeschlossen („ausdelegiert“).[7] Nach dieser Ausdelegierung schloss das MfS die Operative Personenkontrolle ab.[8] Ihre offizielle Verabschiedung aus der Nationalmannschaft erfolgte traditionell im Rahmen der 37. DDR-Meisterschaften im Jenaer Ernst-Abbe-Stadion, die vom 27. bis 29. Juni 1986 stattfanden.[9]

Bereits seit 1980 studierte sie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Germanistik.[6] Im Juni 1989 brachte sie zusammen mit einer anderen Studentin an der Sektionswandzeitung der Literatur- und Kunstwissenschaften im Universitätshochhaus einen Text an, der „Solidarität und Trauer“ für die Opfer des Tian’anmen-Massakers ausdrückte und die öffentliche Unterstützung der DDR-Organe für das chinesische Vorgehen beklagte. Da Geipel Mitglied der SED war, drängte die Universitätsparteileitung auf ein Parteiverfahren gegen sie und ließ davon auch nicht ab, als die Mitgliederversammlung der Sektion dagegen stimmte.[10] Ihr wurde die Promotionsmöglichkeit entzogen.[11] Das Parteiverfahren wurde schließlich erst im September 1989 eröffnet, als Geipel bereits im Westen war.[12]

In der Bundesrepublik

Geipel flüchtete Ende August 1989 über Ungarn aus der DDR und ging nach Darmstadt, wo sie an der Technischen Universität ein Magisterstudium der Philosophie und Soziologie absolvierte. Ab 1994 erhielt sie Lehraufträge für Philosophie und Literaturwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Technischen Universität Darmstadt und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Zudem war sie Mitarbeiterin des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung.[13] Seit 2001 lehrt sie in Berlin an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch als Professorin für Deutsche Verssprache.[14]

Erste Veröffentlichungen Geipels ab 1996 behandelten das Werk von Autorinnen, die in der DDR unbeachtet blieben oder unterdrückt wurden, etwa Inge Müller und Susanne Kerckhoff. Gemeinsam mit Joachim Walther baute sie ein Archiv unterdrückter Literatur in der DDR auf und gab eine Buchreihe „Die Verschwiegene Bibliothek“ heraus. Ab 1999 publizierte sie auch belletristische Werke, insbesondere Romane, sowie einen Gedichtband. Seit 2001 erscheinen von ihr vor allem Sachbücher zu den Themen Doping, Amokläufe und DDR-Vergangenheit, teilweise mit autobiografischen Zügen.

Geipel trat im Jahr 2000 als eine von 22 Nebenklägern im Berliner Hauptprozess gegen den einstigen DTSB-Chef Manfred Ewald und den Vizechef des Sportmedizinischen Dienstes der DDR Manfred Höppner auf. In diesem Prozess um das staatlich organisierte Doping in der DDR wurden die Angeklagten im Jahr 2000 wegen Beihilfe zur Körperverletzung in 20 Fällen, darunter dem Fall der Nebenklägerin Geipel, rechtskräftig verurteilt; eine Revision Ewalds wurde vom Bundesgerichtshof abgewiesen. Aufgrund der Gefahr der Verjährung hatte das Gericht einen Großteil der ursprünglich angeklagten Fälle eingestellt und sich auf die Nebenkläger beschränkt.[15] Geipel schrieb ein Buch über diesen Prozess: Verlorene Spiele. Journal eines Doping-Prozesses. Anlässlich der Buchvorstellung initiierte sie eine Petition an den Bundestag zur Entschädigung von DDR-Dopingopfern,[16] die dazu beitrug, dass der Bundestag ein Dopingopfer-Hilfegesetz verabschiedete.[17] Geipel erhielt auch selbst eine Entschädigung nach diesem Gesetz.

Die 4-mal-100-Meter-Staffel des SC Motor Jena nach ihrem Sieg bei den DDR-Leichtathletik-Meisterschaften 1984. Ganz rechts: Ines Geipel (damals Schmidt)

2005 bat die ehemalige Athletin den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) um Streichung ihres Namens aus seiner Rekordliste. In der DLV-Rekordliste sind unter „Deutsche Rekorde“ die 42,20 Sekunden der 4x100-Meter-Staffel des SC Motor Jena von den DDR-Leichtathletik-Meisterschaften 1984 als Bestzeit für Vereine aufgeführt, 2005 wurden dort die Namen aller vier Läuferinnen genannt.[18] Geipel verlangte die Streichung ihres Namens, da der Rekord durch Einbindung in das DDR-Dopingsystem zustande gekommen war. Der Verband stand diesem Ansinnen anfangs ablehnend gegenüber. Im Mai 2006, nach Androhung von juristischen Schritten durch Geipel, wurde ihr Name durch ein Sternchen ersetzt, mit der Anmerkung: „Name auf Antrag der Sportlerin gestrichen“.[19]

Geipel engagierte sich in der gemeinnützigen Hilfsorganisation Doping-Opfer-Hilfe und übernahm mehrfach Sprecherfunktionen für diesen Verein.[20] Im März 2013 wurde sie zur Vorsitzenden der Doping-Opfer-Hilfe gewählt.[21] Unter ihrer Führung verlegte der Verein seinen Sitz von Weinheim nach Berlin und eröffnete dort eine Beratungsstelle für Dopingopfer. Sie intensivierte zudem die Öffentlichkeitsarbeit und trat auf Informationsveranstaltungen im ganzen Land auf; sie galt als „das Gesicht und die Stimme der Opfer“.[22] 2018 kam es zu öffentlich ausgetragenen Konflikten: Vier frühere Mitstreiter Geipels (Henner Misersky, Werner Franke, Gerhard Treutlein, Claudia Lepping) warfen der Doping-Opfer-Hilfe unter Geipels Führung vor, für eine übermäßige Ausweitung des Opferbegriffs einzutreten, insbesondere würden die Kriterien der unwissentlichen Dopingeinnahme und der kausalen Verknüpfung von Doping und Gesundheitsschäden nicht mehr ernstgenommen. Geipel wies die Vorwürfe zurück und äußerte, die Dopingopfer würden durch diese Kritik kriminalisiert und unwürdig behandelt. Im Dezember 2018 trat sie nicht mehr zur Vorstandswahl an.[23] 2019 wählte die Mitgliederversammlung der Doping-Opfer-Hilfe sie zur Ehrenvorsitzenden.[24]

Ines Geipel wurde 2011 wegen ihres Engagements für in der DDR unterdrückte Literatur und für ihre Aufarbeitung des DDR-Zwangsdoping-Systems samt Entschädigung der Doping-Opfer mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.[25] 2017 wurde Geipel mit dem Goldenen Band der Sportpresse ausgezeichnet.[26] 2020 erhielt sie den Lessing-Preis für Kritik.[27]

Geipel ist im Beirat für die Errichtung des Mahnmals für die Opfer der kommunistischer Gewaltherrschaft und Senatorin der Deutschen Nationalstiftung.[28][29]

Literarische Produktion

Über Literatur in der DDR

Ines Geipel begann ihre schriftstellerische Karriere 1996 mit der Herausgabe eines Bands unter dem Titel Irgendwo; noch einmal möcht ich sehn, der Texte von und zu[30][31] Inge Müller versammelt und beim Aufbau Verlag erschien. Um diesen Band gab es Streit. Brigitte Maria Mayer, die Witwe von Inge Müllers vormaligen Ehemann Heiner Müller, lehnte eine von Wolf Biermann beigetragene „Ballade“[32][33] ab, die Heiner Müller in ein schlechtes Licht rückte, und setzte den Verlag unter Druck, wie Der Spiegel am 10. Juni 1996 meldete.[30] Anlässlich der Enthüllung einer von ihr gestifteten Gedenkstele für Inge Müller am 4. Juni[33] hatte sie ungeplant Kenntnis vom eigentlich schon für die Veröffentlichung im August vorgesehenen Manuskript erhalten.[34] In einer auf den 16. Juni datierten „Nachbemerkung“ zum „Nachwort“ berichtet Geipel, Biermann habe gedroht, bei Streichung auch seinen zweiten Beitrag (einen Brief) zurückzuziehen, Geipel, dann ihre Herausgeberschaft niederzulegen. Nur die „Ballade“ entfiel,[35][31] für Geipel noch ein Scheitern der Konzeption.[33] Der Band wurde nach nur einer Auflage vom Markt genommen. Das erregte Aufsehen, die Sicherung des weit zerstreuten Nachlasses wie auch Geipels 2002 erschienene Inge-Müller-Biografie Dann fiel auf einmal der Himmel um[31] (die viel Lob erntete) verhalfen der Berlinerin zu einer umfassenden Rezeption als gesamtdeutsche Dichterin (eventuell in Zusammenwirken mit Sonja Hilzingers Inge-Müller-Textsammlung Daß ich nicht ersticke am Leisesein ebenfalls von 2002).[36][37]

Im Jahre 1999 gab Ines Geipel den Band Die Welt ist eine Schachtel. Vier Autorinnen in der frühen DDR: Susanne Kerckhoff, Eveline Kuffel, Jutta Petzold, Hannelore Becker heraus. Dieser wie auch die Arbeiten zu Inge Müller bildeten den Fundus für das 2001 gegründete „Archiv unterdrückter Literatur in der DDR“, das die Autorin gemeinsam mit ihrem Schriftstellerkollegen Joachim Walther aufgebaut hat und das mittlerweile über 100 Vor- und Nachlässe von in der DDR unveröffentlicht gebliebenen Autoren umfasst.[38][39] Das Archiv wird seit 2005 durch die Edition „Die Verschwiegene Bibliothek“, Büchergilde Gutenberg, Frankfurt/M., ergänzt, deren Herausgeber Ines Geipel und Joachim Walther sind.[40][41] Für diese Edition und die Gründung des „Archivs unterdrückter Literatur“ wurden Geipel und Walther mit dem Antiquaria-Preis zur Förderung der Buchkultur ausgezeichnet.

2009 erschien Geipels Buch Zensiert, verschwiegen, vergessen über die Lebensbilder von zwölf zur Zeit der DDR verfemten[42] Autorinnen, von denen vier unter den Bedingungen der DDR-Diktatur zugrunde gingen.[43][44][45]

2015 erschien in Zusammenarbeit mit Joachim Walther das Buch Gesperrte Ablage. Unterdrückte Literaturgeschichte in Ostdeutschland 1945–1989. Das Buch dokumentiert (im Anhang) das „Archiv unterdrückter Literatur in der DDR“.[39][46][47]

Eigene Belletristik

1999 erschien Geipels erster Roman Das Heft. Antje Rávik Strubel schrieb über ihn: „Wenn Kafka und Herta Müller je ein Buch zusammen geschrieben hätten, dann so eins.“[48] 1999 erschien außerdem der Gedichtband Diktate.

2005 erschien ihr zweiter Roman Heimspiel. Eine junge Frau flieht 1989 aus der DDR über Ungarn in den Westen. Geschildert werden ihre Erinnerungen an eigenartige Eltern während dieser Tage. Alles erinnert auch sehr an Ines Geipels Biografie. Vom Sprachstil sind die Rezensenten großer Tageszeitungen gelangweilt bis überaus beeindruckt.[49] Die Welt schrieb: „Ein Buch des Abschieds, fast eine Elegie auf eine schmerzhafte, schmerzende Heimat, vor brillanten Bildern überbordend.“

2017 erschien ihr dritter Roman „Tochter des Diktators“ über Beate Matteoli, die Adoptivtochter von Walter Ulbricht. Der „Tagesspiegel“ schrieb: „Genau das ist Ines Geipels Schreiben: der warme Blick einer Entkommenen auf die Untergegangenen.“[50]

Doping in der DDR und global

2001 veröffentlichte die ehemalige DDR-Leistungssportlerin Verlorene Spiele. Journal eines Doping-Prozesses. Das Buch spielte eine maßgebende Rolle bei der Befürwortung des Entschädigungsfonds für im DDR-Sport Geschädigte, der noch im selben Jahr in Höhe von zwei Millionen Euro vom Bundestag beschlossen wurde.

Dem nachkommunistischen Doping wandte sich Geipel im Jahr der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking mit No Limit. Wie viel Doping verträgt die Gesellschaft zu. Dafür besuchte sie zwar auch das dort geplante Dopingkontrolllabor, doch jenseits des Spitzensports geht es um Doping im Fitnessstudio bis hin zum Neuro-Enhancement und zur Gentechnik.[51][52]

Heutige Gesellschaft: Amokläufe

2004 erschien ihre intensiv diskutierte „literarische Dokumentation“ Für heute reicht’s. Amok in Erfurt.[53] Das Buch basiert auf den Ermittlungsakten der Polizei und warf Fragen zur Aufklärung des Amoklaufs von Erfurt auf und den Sicherheitskräften Versagen, den Rettungskräften wenig Professionalität während des Einsatzes in der Schule vor.[54][55] Die von der thüringischen Landesregierung eingesetzte Gasser-Kommission, die keine eigene Ermittlungskompetenz hatte, kam dagegen zu dem Ergebnis, dass sich die Darstellung der Ermittlungsbehörden weitgehend bestätigt habe. Es habe zwar Mängel bei der Kommunikation zwischen den Einsatzkräften und Versäumnisse, Vorbereitungen für den SEK-Einsatz zu treffen, gegeben, doch letztlich ohne schwere Folgen.[56] Die Kommission erklärte zudem, dass in diesem Buch hinsichtlich „dessen Ego-Shooter-Aktivitäten ein […] nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmendes Bild von Robert Steinhäuser gezeichnet“ werde und „an dieser Stelle ohne gesichertes Faktenwissen offensichtlich ins Blaue hinein geschrieben“ worden sei; ein Freund von Steinhäuser „kenne niemanden aus dem nahen Umfeld von Robert Steinhäuser, mit dem die Autorin gesprochen habe.“[57] Der Autorin konnten entgegen der Kritik jedoch keine Fehler nachgewiesen werden.[58] 2012 folgte Der Amok-Komplex oder die Schule des Tötens über weitere Amokläufe bzw. Massenmorde zwischen 1996 und 2011: Port Arthur, Emsdetten, Winnenden und Utøya. Nach dem Anschlag eines Heranwachsenden 2016 in München wies Geipel insbesondere darauf hin, dass wir „über die Idealitätskrankheit dieser jungen Männer sprechen“ sollten, und erkannte auch hier Parallelen zu früheren Amokläufen. Es brauche „Angebote, um sie an die Gesellschaft zu binden“.[59]

Leben in der DDR

In ihrem 2019 veröffentlichten Buch Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass greift Geipel das für die DDR-Geschichte so signifikante Thema des Verschweigens aus der Sicht mehrerer Generationen auf. Dabei bricht sie zum einen das „toxische Schweigen“ auf, mit dem nicht nur die SS-Vergangenheit ihrer beiden Großväter, sondern auch die Tätigkeit des Vaters für das MfS verhüllt wurde. Den Anstoß erhielt die Autorin von ihrem todkranken Bruder, mit dem sie in ihrer Kindheit den Gewaltexzessen des Vaters ausgeliefert war. Dass das MfS ihren Vater unter acht Identitäten in Westdeutschland als IM der Abteilung IV[60] für Spionage und Sabotagevorbereitungen einsetzte, erfuhr sie erst 2004 durch Einsicht in die Akte „IM Gerhard“. Der sechs Jahre jüngere Bruder hatte seinerseits die in der SED-Diktatur auferlegten gesellschaftlichen Zwänge in der DDR bis zur Selbstverleugnung verdrängt. Zum anderen sieht Geipel in diesen Verdrängungsmustern eine sich wechselseitig bedingende Wesensähnlichkeit mit dem „aggressiven Angstsystem, den Schweigegeboten und Lügen, auf denen die DDR ihren Staat aufbaute und auf die der Osten später mit einem kollektiven Gedächtnisverlust reagierte.“[61] Geipel beleuchtet historisch interessante Zusammenhänge zwischen den Anfangsjahren der Sowjetischen Besatzungszone und den 70er und 80er Jahren der späteren DDR. Sie schildert, wie das Konzentrationslager Buchenwald beim staatlichen Neuanfang im sowjetischen Machtbereich als vermeintlicher Gründungsmythos vereinnahmt und umgedeutet wurde. Walter Ulbricht schütze ehemalige kommunistische Funktionshäftlinge, die von Mithäftlingen schwer belastet wurden. Der Grund, so macht Geipel an den Quellen deutlich, resultierte aus Ulbrichts „strategischer Geschichtspolitik“,[62] denn dieser stellte mit seinem Viertel von Moskau-Rückkehrern gegenüber den drei Vierteln Buchenwald-Häftlingen die Minderheit dar. Die „anfangs so selbstbewussten Buchenwaldkommunisten ... waren über diesen Weg in der Hand der Parteispitze, erpressbar und für die neue Moskau-Linie problemlos einzusetzen.“[63] Ein beachtlicher Aktionismus sei nötig gewesen, so führt die Autorin weiter aus, bis der SED diese „prekäre Achsendrehung über die Jahre sogar gelang.“[64] Schließlich leisteten Jugendliche in der DDR, darunter auch die 14-jährige Geipel, jahrzehntelang ihr Gelöbnis zur Jugendweihe auf dem Gelände des Konzentrationslagers.[65] Die Autorin bezieht in ihre Betrachtung auch den Roman Nackt unter Wölfen des kommunistischen Buchenwaldhäftlings Bruno Apitz von 1958 mit ein, der nach anfänglichen Parteibedenken zu einem Schlüsselroman der frühen DDR werden konnte. Erst mit diesem Roman und seiner weiteren Verwertung in den DDR-Medien wandelte sich die Instrumentalisierung des Lagers endgültig zu einem „Buchenwald-Staccato“, das, so Geipel, „Programm geworden (war), ein Absolutum, die Staatsdoktrin schlechthin. Eine gedächtnispolitische Hypnose, unter der Millionen Ostdeutsche DDR-loyal gemacht wurden, insbesondere, weil in ihr die seelischen Tiefenformate der postfaschistischen DDR verhandelt und in der Folge betoniert wurden. Verschweigen, wegerzählen, umdeuten, nivellieren, ausblenden, vermeiden, vergessen. Es waren Mimikry-Angebote der Macht. Das Mehrheitsbewusstsein nahm sie an.“[66] Ines Geipel „schreibt die Geschichte der DDR als ein Drama der jahrzehntelangen Schuldverdrängung“,[61] in dem die zahlreichen Belege für antisemitische Übergriffe in den Schubläden der SED-Funktionäre verschwanden, während in der Spätphase des Regimes „die versprengte, linke Punk-Szene kriminalisiert und zerrieben, die grassierende Skinhead-Kultur aber ignoriert oder sogar geduldet wurde. Auffallend oft, so Geipel, waren Skins Kinder von Stasi-Mitarbeitern, die dann Straftaten der eigenen Söhne deckten.“[61]

Auszeichnungen

Publikationen

Bücher

Hörspiele

  • 1997: Gemeinsam mit Heike Tauch: Ach du lieber Augustin, wie fröhlich ich bin. Regie: Ulrich Gerhardt (Hörspiel nach Inge Müller, Irgendwo, noch einmal möcht’ ich sehn. ORB/DLF)[68]
  • 2002: Die Russische (DLF/SR)[69]

Literatur

  • Susanne Hochreiter: Joining in the Conversation. Bemerkungen zu Aufgaben und Haltungen der Biographik anlässlich Ines Geipels Versuch über Inge Müller. In: Christian von Zimmermann, Nina von Zimmermann (Hrsg.): Frauenbiographik. Lebensbeschreibungen und Porträts (= Mannheimer Beiträge zur Sprach- und Literaturwissenschaft. Band 63). Narr, Tübingen 2005, ISBN 3-8233-6162-7, S. 287–310 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Anke Gilleir: „Ophelia, die der Fluss nicht behalten hat“: Inge Müller im Gedächtnis. In: Arne De Winde, Anke Gilleir (Hrsg.): Literatur im Krebsgang: Totenbeschwörung und memoria in der deutschsprachigen Literatur nach 1989 (= Amsterdamer Beiträge zur neueren Germanistik. Band 64). Rodopi, Amsterdam / New York 2008, ISBN 978-90-420-2322-2, S. 109–124, doi:10.1163/9789004332973_008 (Diskussion von Geipels Biografie in der Google-Buchsuche [abgerufen am 14. März 2019]): „This essay investigates the meaning of the different memories of Inge Müller; […] focusing on Ines Geipel‘s extensive biography – it tries to show how and to what extent literary remembrance is caught in a struggle between narcissistic figuration and the impossibility of representation.“
  • Eintrag Geipel, Prof. Ines in Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der deutschen Leichtathletik 1898–2005, Leichtathletik-Fördergesellschaft, Darmstadt 2005, zugänglich über das World Biographical Information System Online.
  • Jutta Braun: Ines Geipel: Vergifteter Rekord. In: Jutta Braun, Michael Barsuhn (Hrsg.): Zwischen Erfolgs- und Diktaturgeschichte. Perspektiven der Aufarbeitung des DDR-Sports in Thüringen. Die Werkstatt, Göttingen 2015, S. 83–92.

Filme

  • Ines Geipel: Vom Sprinten zum Schreiben. Fernseh-Porträt von Radio Bremen für arte, 2008.
  • Einzelkämpfer (2013): Dokumentarfilm über vier Spitzensportler der ehemaligen DDR, darunter Ines Geipel. Filmpremiere auf der Berlinale 2013.

Rundfunkberichte

Weblinks

Commons: Ines Geipel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Fernsehfilm von Radio Bremen für arte: "Ines Geipel: Vom Sprinten zum Schreiben", 2008.
  2. BSTU: Geschichte der Spezialkampfführung (Abteilung IV des MfS). Abgerufen am 3. April 2021.
  3. Brigitte Berendonk: Doping-Dokumente: Von der Forschung zum Betrug, Springer, Berlin/Heidelberg 1991, S. 120 und 197.
  4. Eintrag Geipel, Prof. Ines in Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der deutschen Leichtathletik 1898–2005, Leichtathletik-Fördergesellschaft, Darmstadt 2005, zugänglich über das World Biographical Information System Online.
  5. Tom Bräuer: Das Netzwerk der Aktivisten. Der Zusammenschluss von Studenten im „Reformhaus“ 1989. In: Robert Gramsch, Tobias Kaiser (Hrsg.): Engagement und Ernüchterung. Jenaer Studenten 1988–1995. Glaux, Jena 2009, S. 77–108, hier: S. 93; Herbert Gottwald: Der besondere Fall Jena. Die Universität im Umbruch 1989–1991. Steiner, Stuttgart 2014, S. 38.
  6. a b c J. Braun, M. Barsuhn: Zwischen Erfolgs- und Diktaturgeschichte. Perspektiven der Aufarbeitung des DDR-Sports im Thüringen. Hrsg.: Werkstatt-Verlag. Göttingen 2015, ISBN 3-7307-0082-0, S. 83.93.
  7. ZOV Sportverräter. Spitzenathleten auf der Flucht. Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung. Zentrum Deutsche Sportgeschichte Berlin-Brandenburg e. V., Berlin 2011, ISBN 978-3-00-035054-2, Zitat S. 26.
  8. Der Abschlussbericht war auf den 23. April 1986 datiert. Siehe: Jutta Braun: Ines Geipel: Vergifteter Rekord. In: Jutta Braun, Michael Barsuhn (Hrsg.): Zwischen Erfolgs- und Diktaturgeschichte. Perspektiven der Aufarbeitung des DDR-Sports in Thüringen. Werkstatt, Göttingen 2015, S. 83–92, hier: S. 91.
  9. Der Leichtathlet, Verbandsorgan des DVfL der DDR vom 4. Juli 1986.
  10. Tom Bräuer: Das Netzwerk der Aktivisten. Der Zusammenschluss von Studenten im „Reformhaus“ 1989. In: Robert Gramsch, Tobias Kaiser (Hrsg.): Engagement und Ernüchterung. Jenaer Studenten 1988–1995. Glaux, Jena 2009, S. 77–108, hier: S. 93; Herbert Gottwald: Der besondere Fall Jena. Die Universität im Umbruch 1989–1991. Steiner, Stuttgart 2014, S. 37–38.
  11. Jutta Braun: Ines Geipel: Vergifteter Rekord. In: Jutta Braun, Michael Barsuhn (Hrsg.): Zwischen Erfolgs- und Diktaturgeschichte. Perspektiven der Aufarbeitung des DDR-Sports in Thüringen. Werkstatt, Göttingen 2015, S. 83–92, hier: S. 91.
  12. Tom Bräuer: Das Netzwerk der Aktivisten. Der Zusammenschluss von Studenten im „Reformhaus“ 1989. In: Robert Gramsch, Tobias Kaiser (Hrsg.): Engagement und Ernüchterung. Jenaer Studenten 1988–1995. Glaux, Jena 2009, S. 77–108, hier: S. 93; Herbert Gottwald: Der besondere Fall Jena. Die Universität im Umbruch 1989–1991. Steiner, Stuttgart 2014, S. 37–38.
  13. Eintrag Geipel, Prof. Ines in Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der deutschen Leichtathletik 1898–2005, Leichtathletik-Fördergesellschaft, Darmstadt 2005, zugänglich über das World Biographical Information System Online; Ines Geipel, Internationales Biographisches Archiv 03/2018 vom 16. Januar 2018, ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 06/2020, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar).
  14. Website der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«
  15. Klaus Marxen, Gerhard Wörle, Moritz Vornbaum: Die strafrechtliche Aufarbeitung von DDR-Unrecht. Eine Bilanz. 2., neu bearbeitete Auflage. De Gruyter, Berlin 2020, S. 139. „Es ist erst mal gut.“ In Der Spiegel, 18. Juli 2000, online. Der Prozess. In: Der Spiegel, 18. Juli 2000, online. Kerstin Rebien: Der Goldrausch und die vergessenen Frauen. In Freitag, 28. Juli 2000, online.
  16. Markus Völker: „Es ist ein hässliches Leben“. In: Die Tageszeitung vom 8. Mai 2001, online.
  17. Michael Reinsch: Schneller, höher, weiter – in die Dopingfalle. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 5. Dezember 2001, online.
  18. Deutsche Rekorde. Auf der Seite des Deutschen Leichtathletikverbands, https://www.leichtathletik.de. Siehe auch Jutta Heess, Markus Völker: Die falschen Rekorde. In: taz vom 23. Dezember 2005, online.
  19. Stichtag 5. Mai 2006 – Ines Geipel erzwingt Streichung aus Rekord-Liste. In: www1.wdr.de, 5. Mai 2011, abgerufen am 11. März 2016; siehe auch Deutsche Rekorde. Auf der Seite des Deutschen Leichtathletikverbands, https://www.leichtathletik.de.
  20. Etwa: Verein Doping-Opfer-Hilfe: Doping-Testsystem ist ein Placebo. In: Deutschlandfunk Kultur, 20. August 2009, online. Ohne „Täve“ Schur: 21 Mitglieder für „Hall of Fame“. In: Volksstimme, 12. Mai 2011, online.
  21. Geipel: Vorsitzende des Dopingopfer-Hilfe-Vereins. In: Der Westen vom 3. März 2013, online.
  22. Anne Armbrecht: Geipels Vermächtnis. In: Die Zeit vom 8. Dezember 2018, online.
  23. Markus Völker: Hilfe, Opfer! Streit im Doping-Opfer-Hilfeverein. In: Die Tageszeitung vom 14. Oktober 2018, online. DOH-Vorsitzende Ines Geipel tritt zurück. In: Süddeutsche Zeitung, 4. Dezember 2018, online. Geipel gibt Vorsitz ab. „Unwürdiges Gezerre“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. Dezember 2018, online. Peter Ahrens, Benjamin Knaack: Konflikte mit der Chefin. In: Der Spiegel, 6. Dezember 2018, online. Anno Hecker, Michael Reinsch: Streit um Doping-Opfer-Hilfe: Sind Opfer Versager? In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30. Januar 2019, online. Thomas Purschke: DDR-Staatsdoping: Nicht nur Opfer. In: Die Tageszeitung vom 7. Dezember 2020, online. Ines Geipel, Internationales Biographisches Archiv 03/2018 vom 16. Januar 2018, ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 06/2020, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar).
  24. Opferrente als Ziel. In: Süddeutsche Zeitung vom 27. November 2019, online.
  25. Hohe Ehrung für Ines Geipel. In: Thüringische Landeszeitung, 16. Juli 2011.
  26. Ines Geipel mit "Goldenem Band" ausgezeichnet. In: Berliner Morgenpost. 15. November 2017 (archive.org [abgerufen am 6. Juli 2020]).
  27. Lessing-Preis für Kritik. Abgerufen am 26. Oktober 2020.
  28. Beirat für das Mahnmal für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft tritt zusammen. Aktuelle Meldung vom 16.06.20. Abgerufen am 21. April 2021.
  29. Gremien. Abgerufen am 21. April 2021.
  30. a b Das Veto der Witwe. In: Der Spiegel. Nr. 24, 1996 (online – auch auf planetlyrik.de).
  31. a b c Peter Walther (Hrsg.): Musen und Grazien in der Mark. Ein historisches Schriftstellerlexikon. Lukas Verlag, Berlin 2002, ISBN 978-3-931836-69-6, Eintrag „Müller, Inge“, S. 158 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 11. März 2019]): „Mit Beiträgen zu ihrem Werk (u. a. von Herta Müller, Adolf Endler, Reinhard Jirgl, Heiner Müller, Annett Gröschner und Wolf Biermann)“
  32. Wolf Biermann: Legende vom Selbstmord der Inge Müller im Jahre '66. In: Die Tageszeitung. 11. Juni 1996, abgerufen am 12. März 2019.
  33. a b c Ines Geipel (Hrsg.): Irgendwo; noch einmal möcht ich sehn. 1996, S. 351–353, Nachwort, Nachbemerkung (planetlyrik.de, Google-Buchsuche Anfang/Ende [abgerufen am 10. März 2019]).
  34. Peter Walther: The Ballad of Inge and Heiner. In: Die Tageszeitung. 11. Juni 1996, abgerufen am 12. März 2019.
  35. Reinhard Tschapke: Beleidigter Dichter, gekränkte Witwe. In: welt.de. 30. Juli 1996, abgerufen am 11. März 2019: „Nur unter Zwang nahm der Aufbau-Verlag vor Wochen aus dem fast fertigen Band eine umstrittene Biermann-Ballade wieder heraus. Ein zweiter Barden-Beitrag blieb dagegen. Es ist ein Brief, den Wolf Biermann 1988 an Torsten Heyme schrieb.“
  36. Rena Lehmann: Verschüttete Erinnerung. Ines Müller als erinnernde und nicht-erinnerte Autorin. In: Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat. Band 17, Nr. 17, 2005, ISSN 0948-9878, S. 20–41, hier S. 31 f. (Volltext [PDF; 174 kB]): „Die Zeitungen reagierten 1996 mit weitaus umfangreicheren Berichten als noch 1985. […] Sie wurde nun als eine der wichtigsten Nachkriegsdichterinnen wahrgenommen. […] Nur sechs Jahre nach Herausgabe des Bandes von Ines Geipel erschien Inge Müllers Biographie von Ines Geipel im Henschel Verlag. Etwa zeitgleich brachte der Aufbau-Verlag eine weitere Textsammlung [Fn.: Inge Müller: Daß ich nicht ersticke am Leisesein. Hrsg. von Sonja Hilzinger. Berlin: Aufbau-Verlag, 2002.] auf den Markt, der die meisten im Nachlaß auffindbaren Texte der Autorin enthält. Seit dem Erscheinen der beiden umfangreichen Veröffentlichungen kann von der „vergessenen Autorin“ keine Rede mehr sein. […] Sie zählt heute zum Kanon der deutschen Literatur.“
  37. Ingeborg Gleichauf: Vielleicht werde ich plötzlich verschwinden. Gesammelte Texte von Inge Müller und die Inge-Müller-Biografie von Ines Geipel. In: literaturkritik.de. 1. August 2002, abgerufen am 17. März 2019.
  38. Michael Bienert: Das Archiv unterdrückter Literatur. Mundtot, aber nicht für immer. In: Stuttgarter Zeitung. 11. Januar 2011 (Volltext auf text-der-stadt.de [abgerufen am 18. März 2019]).
  39. a b Katja Stopka: I. Geipel u. a.: Gesperrte Ablage. In: H-Soz-Kult. 31. Mai 2016, abgerufen am 10. März 2019 (Rezension).
  40. Simone Neteler: Die „Verschwiegene Bibliothek“. In: Deutschlandfunk. 1. Juli 2005, abgerufen am 9. März 2019.
  41. Publikationen der Reihe Die verschwiegene Bibliothek. Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, abgerufen am 11. März 2016.
  42. Ines Geipel. In: literaturtipps.de. Abgerufen am 13. März 2019.
  43. Martin Straub: Unter der Decke des DDR-Alltags. (Memento vom 16. Dezember 2013 im Internet Archive) In: Thüringische Landeszeitung. 3. Juni 2009 (Rezension).
  44. Sabine Brandt: Zum Schweigen gebracht. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 14. Juli 2009.
  45. Rezensionsnotizen zu Zensiert, verschwiegen, vergessen bei perlentaucher.de
  46. Geipel, Walther: Gesperrte Ablage, Inhaltsverzeichnis in der Google-Buchsuche
  47. Geipel, Walther: Gesperrte Ablage, Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek (PDF; 137 KiB)
  48. Und was verschenken Sie? Zehn Schriftsteller plaudern ihr Weihnachtsgeheimnis aus, hier: Antje R. Strubel. In: welt.de, 15. Dezember 2001, abgerufen am 12. März 2019.
  49. Rezensionsnotizen zu Heimspiel bei perlentaucher.de, abgerufen am 17. März 2019.
  50. Staatskind in der Mitten. Abgerufen am 26. Oktober 2020.
  51. Doping und Sp(r)itzenathleten. Die pharmakologische Aufrüstung der Körper. In: Die Berliner Literaturkritik. 18. September 2008, abgerufen am 13. März 2019.
  52. Ines Geipel: No Limits. Klett-Cotta, Stuttgart 2008, S. 87 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 13. März 2019]).
  53. Rezensionsnotizen zu Für heute reicht’s. Amok in Erfurt bei perlentaucher.de (Januar/Februar 2004).
  54. Torsten Harmsen: „Für heute reicht’s“: Ines Geipels „literarisches Sachbuch“ über den Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium: Finales Rettungs-Chaos. In: Berliner Zeitung, 2. Februar 2004.
  55. HENNING KOBER: Unheil, das nicht vom Himmel fiel. In: Die Tageszeitung: taz. 14. Februar 2004, ISSN 0931-9085, S. 20 (taz.de [abgerufen am 26. Oktober 2020]).
  56. Bericht der Kommission Gutenberg-Gymnasium des Landes Thüringen, S. 292 f. Abgerufen am 16. November 2015 (PDF; 2,97 MB).
  57. Bericht der Kommission Gutenberg-Gymnasium des Landes Thüringen, S. 338. Abgerufen am 16. November 2015 (PDF; 2,97 MB).
  58. HENNING KOBER: Unheil, das nicht vom Himmel fiel. In: Die Tageszeitung: taz. 14. Februar 2004, ISSN 0931-9085, S. 20 (taz.de [abgerufen am 26. Oktober 2020]).
  59. Ines Geipel im Gespräch mit Änne Seidel: Gewaltprävention: „Unterscheidung von Terror und Amok wirkungslos“. Deutschlandfunk, 24. Juli 2016, abgerufen am 24. Juli 2016.
  60. Abteilung IV (Diversion). Lexikon des BStU. Abgerufen am 14. März 2021.
  61. a b c Alex Rühle: Vergletschert. In: Süddeutsche Zeitung, 1. März 2019.
  62. Ines Geipel: Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass. Stuttgart 2019, S. 65.
  63. Ines Geipel: Umkämpfte Zone, S. 63.
  64. Ines Geipel: Umkämpfte Zone, S. 64.
  65. Vgl. Ines Geipel: Umkämpfte Zone, S. 59.
  66. Ines Geipel: Umkämpfte Zone, S. 70 f.
  67. Udo Scheer: Ines Geipel: Verlorene Spiele. Journal eines Dopingprozesses. In: Deutschlandfunk, 23. April 2001 (Rezension).
  68. ARD-Hörspieldatenbank. Inge Müller: Ach du lieber Augustin, wie fröhlich ich bin. Deutsches Rundfunkarchiv, abgerufen am 9. März 2019.
  69. Hörspiel: Ein Internat in der DDR - Die Russische. Abgerufen am 26. Oktober 2020.