Infanterie-Division Potsdam

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Die Infanterie-Division Potsdam war eine kurzlebige Einheit der Wehrmacht in der Endphase des Zweiten Weltkriegs.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 1945 wurde die Aufstellung der Infanterie-Division auf dem Truppenübungsplatz Döberitz im Wehrkreis III befohlen. Diese bestand aus den Resten der 85. Infanterie-Division, die zuvor bei schweren Kämpfen in Frankreich und am Niederrhein aufgerieben worden war. Die Aufstellung erfolgte im April als Teil der letzten Aufstellungswelle, der Divisionsname wurde am 8. April in Infanterie-Division Potsdam geändert. Als Divisionskommandeur fungierte Oberst d. R. Erich Lorenz.

Als Teil der 12. Armee kam die Division dann als nicht geschlossener und vollständiger Kampfverband im Harz zum Einsatz. Dort sollte ein Kampfraum zwischen Quedlinburg und Werningerode gegen die anrückenden Alliierten verteidigt werden. Das Grenadier-Regiment Potsdam 2 und das Pionier-Bataillon kamen gar nicht erst im Westen zum Einsatz, sondern mit der Infanterie-Division Ulrich von Hutten in Ostdeutschland. Aufgrund der überlegenen feindlichen Kräfte wurde die Division jedoch größtenteils zerschlagen. Mitte April waren die meisten Truppenteile im Harz eingeschlossen, am 20. April 1945 wurde die Division schließlich aufgelöst. Teile der Division ergaben sich danach der 8. US-Panzerdivision, einige Soldaten des Füsilier-Bataillons wurden hingegen noch zur Aufstellung der Infanterie-Division Scharnhorst verwendet.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Samuel W. Mitcham (2007). German Order of Battle. Volume Two: 291st – 999th Infantry Divisions, Named Infantry Divisions, and Special Divisions in WWII. PA; United States of America: Stackpole Books. S. 226, ISBN 978-0-8117-3437-0.
  • Heinz Ulrich: Die Infanterie-Division „Potsdam“ – Ihre Aufstellung und ihr Einsatz im April 1945 im Ostharz, an der Elbe und im Raum Köthen 2012.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Günther W. Gellermann: Die Armee Wenck, Bernard und Graefe, Bonn 2007, S. 244.