Infanterie-Regiment „von Courbière“ (2. Posensches) Nr. 19

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Infanterie-Regiment „von Courbière“ (2. Posensches) Nr. 19

Aktiv 1. Juli 1813 bis Januar 1919
Staat Königreich Preußen
Streitkräfte Preußische Armee
Truppengattung Infanterie

Das Infanterie-Regiment „von Courbière“ (2. Posensches) Nr. 19 war ein Infanterieverband der preußischen Armee.

Benennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • von der Aufstellung bis Ende März 1815: 7. Reserve Infanterie-Regiment
  • von Ende März 1815 bis Anfang November 1816: 19. Infanterie-Regiment
  • von Anfang November 1816 bis Mitte März 1823: 19. Infanterie-Regiment (4. Westpreußisches)
  • von Mitte März 1823 bis Anfang Juli 1860: 19. Infanterie-Regiment
  • von Anfang Juli 1860 bis Ende Januar 1889: 2. Posensches Infanterie-Regiment Nr. 19
  • von Ende Januar 1889 (zum Geburtstag von Kaiser Wilhelm II) bis zur Auflösung: Infanterie-Regiment „von Courbière“ (2. Posensches) Nr. 19

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegelmarke des 3ten Bataillons, zwischen 1889 und 1918

Das Regiment wurde am 1. Juli 1813 durch AKO aus dem III. Musketier-, dem I. und II. Reserve-Bataillon des 7. Infanterie-Regiments in Glatz gebildet. 1815 wurde das III. Bataillon in Füsilier-Bataillon umbenannt. Im Jahr 1859 wurden viele Offizier und Mannschaften an das Infanterie-Regiment Nr. 59 abgegeben. Am 1. April 1881 kam die 10. Kompanie an das Infanterie-Regiment Nr. 99 und am 1. April 1887 die 8. Kompanie an das Infanterie-Regiment Nr. 16. Das Regiment wurde 1889 zu Ehren des Generalfeldmarschalls Wilhelm René de l’Homme de Courbière (1733–1811) benannt. Am 2. Oktober 1893 wurde das IV. (Halb-)Bataillon gebildet, aber am 1. April 1897 das IV. Bataillon an das 154. Infanterie-Regiment Nr. 154 abgegeben.

Gefechtskalender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Befreiungskriege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1813
Das Regiment kämpft während der Befreiungskriege von 1813 bis 1815 bei der Belagerung von Glogau, dem Gefecht bei Zerbau, der Schlacht bei Großgörschen, der Schlacht bei Bautzen sowie dem Gefecht bei Neukirch. In der Schlacht bei Dresden im August 1813 war das Regiment Teil der 10. Brigade des II. Armee-Korps, ferner kämpft es bei Kulm sowie in den Gefechten bei Hellendorf, Prina und Nollendorf. Ferner bei der Völkerschlacht von Leipzig und der Belagerung von Erfurt.
1814
Es kämpfte in den Gefechten bei Sarrechamps, Champeaubert und Gue-a-Tremes. Anschließend befand es sich bei Laon, Claye und zum Schluss in der Schlacht bei Paris.
1815
Im Sommerfeldzug von 1815 war das Regiment bei der 4. Brigade des I. Armee-Korps eingesetzt. Es kämpfte bei Wavre, bei Sevres und Meudon.
Auszeichnungen

Polen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Unruhen von 1848 nahm es an den Gefechten bei Xions, Miloslaw und Rogalin teil.

Auszeichnung

Deutscher Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1866 war das Regiment zunächst bei der Division Beyer, dann der Division Goeben in der Main-Armee. Mit dieser Unterstellung kämpfte es bei Dermbach, Kissingen, Aschaffenburg und Gerchsheim.

Auszeichnung

Deutsch-Französischer Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Regiment wurde während des Deutsch-Französischen Kriegs 1870 Teil der 3. Reserve-Division. Es kämpfte bei Ausfallgefecht bei La-Grange-aux-Bois, Colombey, Noisseville. Ferner befand es sich bei den Gefechten von Chieulles, Peltre, Bellevue sowie bei Saint-Quentin, weiterhin bei den Belagerungen von Metz, Mezieres und Peronne.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regimentschefs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommandeure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum
Oberst Arnold von Schutter Juli 1813 bis Mai 1816
Oberst Anton von Zglinitzki Mai 1816 bis Ende März 1830
Oberst Ferdinand von Valentini März 1830 bis Juni 1831
Oberst Ferdinand von Grabowski 8. Juni 1831 bis zum 29. März 1838
Oberst von Szwykowski März 1838 bis Dezember 1942
Oberst Meinhard von Ising 13. Januar 1843 bis zum 5. März 1846
Oberst Ulrich von der Horst Ende März 1846 bis Anfang Mai 1847
Oberst Elias Blumenthal 20. Mai 1847 bis zum 9. August 1849
Oberst Otto Scherbening 14. August 1849 bis zum 13. Juni 1854
Oberst Eduard von Müller 13. Juni 1854 bis zum 15. Juni 1857
Oberst Konstantin von Voigts-Rhets 15. Juni 1857 bis zum 3. Mai 1858
Oberst Otto von Gansauge 3. Juni 1858 bis zum 18. Oktober 1861
Oberst Otto von Glasenapp 18. Oktober 1861 bis zum 19. Mai 1866
Oberst Otto von Henning auf Schönhoff 1866 bis zum 6. Juni 1868
Oberst William von Goeben 6. Juni 1868 bis zum 13. April 1872
Oberst Edmund Müller 13. April 1872 bis 5. Februar 1878
Oberst Alfred von Lewinski 5. Februar 1878 bis zum 17. November 1880
Oberst Theodor von dem Knesebeck 1880
Oberst Vogel von Falckenstein 1885
Oberst Hermann Blecken von Schmeling 23. September 1886 bis zum 26. Mai 1887
Oberst von Hirsch 1887
Oberst von Schweinichen 1889
Oberst von Brause 1890
Oberst von Scheven 1894
Oberst Hiepe 1896
Oberst Thomas von Issendorff Ende Juli 1897 bis 17. Mai 1901
Oberst von Lueder 1901
Oberst Otto von Below 1906
Oberst Max Eugen Hermann Schrötter 1914
Major Arthur von Oertzen 1914 bis Ende 1918

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paul von Abel, Stammliste der königliche preußischenn Armee, 1904, S.64
  • Georg Alt, Das königliche preußische stehende Heer, 1869, Band 1, S.169f
  • Rudolf von Leszczynski: 50 Jahre Geschichte des königlich preussischen 2. posenschen Infanterie-Regiments Nr. 19, 1813 bis 1863. P. Brück, 1863.
  • Offizier-Stammliste des Infanterie-Regiments v. Courbiere (2. Posensches) Nr. 19. Görlitz 1913,