Inferenz (Linguistik)

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Die Inferenz beschreibt in der Linguistik und in der Logik eine Schlussfolgerung.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Inferenz ist eine komplexe Aufgabe. Damit werden semantisch verkettete Sprachterme vielfältig in Beziehungen gesetzt, die automatisch wieder verwendet werden können. In der propositionalen Inferenz werden bekannte natürlichsprachliche Ausdrücke benutzt, um Schlüsse zu ziehen.

Nach der Tableaux-Methode wird syntaktisch, aber auf der Grundlage semantischer Intuitionen eine Beziehung gefunden[1] und durch Attributierung notiert. Tableaux-Systeme[2] sind Werkzeuge für die Generierung semantischer Modelle mit Inferenzen zwischen natürlichsprachlichen Begriffen, auch gleichfalls in verschiedenen Sprachen und Fachsprachen.

Spezielles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Inferenz ist eine Schlussfolgerung, die aus der wörtlichen Bedeutung eines Textes nicht erschließbar ist, aber für die Kohärenz des Textes notwendig ist. Beispiel: Das Kind verbrannte sich am Herd die Hand. Inferenz: Der Herd war eingeschaltet. Im Gegensatz dazu stehen Schlussfolgerungen, die sich logisch-semantisch (aus der wörtlichen Bedeutung des Textes) ergeben. Dies sind Präsuppositionen, hier z. B. Das Kind hat mindestens eine Hand, und Implikationen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monika Schwarz-Friesel, Manfred Consten: Einführung in die Textlinguistik. WBG, Darmstadt 2014, S. 70.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beweisbäume (PDF-Datei, 174 KB)
  2. A Tableau System for Natural Logic and Natural Reasoning (PDF-Datei, 217 KB)