Informationsfluss

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Informationsfluss (Begriffsklärung) aufgeführt.

Unter Informationsfluss (auch: Informationsstrom) versteht man den Weg, den mündliche oder schriftliche Daten nehmen, um bei einem oder bei mehreren Empfängern einzutreffen. Die wissenschaftliche Betrachtung des Informationsflusses in Organisationen nennt sich Informationslogistik, in der Informationstechnik spricht man von Datenfluss.

Beim Informationsfluss ist zu beachten, dass die Empfänger die Information rechtzeitig erhalten. Bei Störungen im Informationsfluss kann es zu Fehlentscheidungen, Missverständnissen oder ganzen Fehlschlägen kommen. Besonders folgenreich ist es, wenn die Information eine Person erreicht, die für die Weiterleitung verantwortlich ist, die Information jedoch nicht oder nicht rechtzeitig weiterleitet (Beispiel: Ein Mitarbeiter verpasst eine Konferenz, weil ihm niemand Bescheid gesagt hat).

Die Güte des Informationsflusses z. B. in Unternehmen, oder im Familienleben ist wesentlich von sozialen Faktoren abhängig. Das heißt, dass ein gehemmter Informationsfluss in Organisationen oft ein Symptom dafür ist, dass organisatorische oder personelle Konflikte vorliegen.

Nicht funktionierende Flüsse können zu Informationsverlusten führen und weitreichende Folgen haben.

Technisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Informationsfluss lässt sich durch den Datendurchsatz messen und beziffern. Er sollte nicht größer sein als die durch die Bandbreite gegebene maximale Datenmenge. Ansonsten entsteht ein Bottleneck und die Dauer der Übertragung verlängert sich.

Informationsflüsse haben häufig mehrere Stationen.

Das Konzept des Informationsflusses lässt sich zum Debuggen übermittelnder Systeme verwenden. Eine Störung ist im zeitlichen Abschnitt vor dem Fehler nicht erkennbar. Danach findet keine oder nur noch fehlerhafte Übertragung statt. Vgl. Datendurchsatz 1 GB (vor der Störung) zu 0 bit (nach der Störung).

Informationsflüsse sind oft Vorstufen von Synchronisierungsprozessen bei denen Daten aus verschiedenen Quellen zu einem Datenbestand zusammengeführt (Merge) werden.

Im Bereich des Datenschutzes entspricht die kontrollierte Übermittlung einer Schleuse zwischen Sender und Empfänger. Diese kann geöffnet oder verschlossen sein (Genehmigungsverfahren).

Anwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sendung eines UDP oder TCP-Paketes lässt sich mit Hilfe des Informationsflusses modellieren (Informatik). Das Medium ist an dieser Stelle die Leitung bzw. das Ethernet. Das Paket passiert zwischen Sender und Empfänger viele Stationen.

Im neuronalen (Psychologie, Neurologie) entspricht die Impulsweiterleitung einem Informationsfluss. Das Debugging lässt sich verwenden, um den Läsionsort der Störung festzustellen.