Inge Jastram

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Inge Jastram (* 1934 in Naumburg (Saale)) ist eine deutsche Grafikerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch der Schule in Naumburg (Saale) und einer Lehre zur Schneiderin begann sie ein Studium zur Modezeichnerin in Erfurt, welches sie aber abbrach. Von 1952 bis 1957 studierte sie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und erhielt ihr Diplom als Buchgrafikerin. Ihre Mentoren waren Werner Klemke, Paul Kuhfuss und Ursula Wendorff-Weidt.

Mit ihrem Mann Jo Jastram zog sie Ende der 1950er Jahre nach Rostock, seit 1973 lebten beide auf einem Hof in Kneese bei Marlow. Ihr gemeinsamer Sohn ist der Bildhauer Jan Jastram.

Inge Jastram war in der DDR vor allem für den Hinstorff Verlag und den Eulenspiegel-Verlag als Buch- und Zeitungsillustratorin tätig und zeichnete u. a. Wandbilder mit Feliks Büttner. Sie hat sich in den 70er und 80er Jahren als Buchillustratorin und mit architekturbezogenen Arbeiten eine Reputation geschaffen. Nach der politischen Wende 1989/1990 zeichnete sie zunächst hauptsächlich Porträts von Prostituierten in Berlin, später wendete sie sich auch den Porträts von Kindern zum Thema Prostitution zu, um die Gesellschaft aufzurütteln. Ihre Technik als eine der besten Radiererinnen Deutschlands unterstreicht sie durch ihr thematisches Schaffen für ganz eigene Gefühlswelten, erotische Phantasien, Eitelkeiten und Koketterien, aber auch durch einen gesellschaftspolitischen Anspruch zur Unterstützung von Minderheiten. Sie bekennt sich in ihrem künstlerischen Schaffen ausdrücklich zu einer Wahlverwandtschaft mit Henri de Toulouse-Lautrec und George Grosz. Inge Jastram besticht durch ihre Perfektion der graphischen Technik und handwerkliche Fähigkeit. Seit 2004 hat sie ihr Schaffen mit Zeichnungen und Aquarellen erweitert. Nach dem Tod ihres Mannes Jo Jastram im Januar 2011 hat sich Inge Jastram vorerst zurückgezogen.

Ausstellungen (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Galerie Möller, Warnemünde
  • Galerie W. Ehrler, Frankfurt am Main
  • Kunsthalle Rostock
  • raum5, Galerie Berlin
  • Bernstein-Museum, Galerie Ribnitz
  • Atelier M. Havemann, Hagenah
  • Galerie Wolkenbübel, Berlin
  • Kunstverein Wernigerode
  • Multikulturelles Zentrum, Templin
  • Bildungszentrum Rostock

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Illustrationen in einer Ausgabe von Gedichten und Chansons von Klaus Mann (Edition Frank Albrecht, 1999)
  • Illustrationen im Gedichtband „Laterne, Nacht und Sterne“ von Wolfgang Borchert (Verlag Faber & Faber)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]