Ingenried

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ingenried
Ingenried
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ingenried hervorgehoben

Koordinaten: 47° 49′ N, 10° 47′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs­gemeinschaft: Altenstadt (Oberbayern)
Höhe: 802 m ü. NHN
Fläche: 17,44 km2
Einwohner: 1089 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86980
Vorwahl: 08868
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 133
Gemeindegliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marienplatz 2
86972 Altenstadt
Website: www.ingenried.de
Erster Bürgermeister: Georg Saur
Lage der Gemeinde Ingenried im Landkreis Weilheim-Schongau
AmmerseeLandkreis OstallgäuLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis StarnbergLandkreis Landsberg am LechWildsteigWielenbachWessobrunnWeilheim in OberbayernSteingadenSindelsdorfSeeshauptSchwabsoienSchwabbruckSchongauRottenbuchRaistingPremPolling (bei Weilheim)PenzbergPeitingPeißenbergPählObersöcheringOberhausen (bei Peißenberg)IngenriedIffeldorfHuglfingHohenpeißenbergHohenfurchHabachEglfingEberfingBurggenBöbingBernried am Starnberger SeeBernbeurenAntdorfAltenstadt (Oberbayern)Karte
Über dieses Bild
Ingenried zur Löwenzahnblüte
Ingenried an einem Wintermorgen

Ingenried ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingenried liegt in der Region Oberland am Westrand des Pfaffenwinkels auf rund 800 m Höhe.

Die Gemeinde hat fünf amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Die fünf Orte bilden zugleich die fünf Gemarkungen, die es auf dem Gemeindegebiet gibt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Welfen schenkten ihren Besitz in Ingenried 1147 an das neu gegründete Kloster Steingaden, dem der Augsburger Bischof Konrad von Hirscheck 1156 auch die Kirche überließ.

Der ehemalige Gerichtsort des Klosters Steingaden kam durch Tausch 1785 mit der Hochgerichtsbarkeit an das Hochstift Augsburg. Es gehörte damit zum Hochstift Augsburg bzw. St. Mang Füssen. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Verwaltungszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Ingenried am 1. Juli 1972 dem Regierungsbezirk Oberbayern zugeordnet. Bis dahin gehörte es zum Landkreis Marktoberdorf im Regierungsbezirk Schwaben.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0688 Einwohner
  • 1970: 0648 Einwohner
  • 1987: 0687 Einwohner
  • 1991: 0737 Einwohner
  • 1995: 0785 Einwohner
  • 2000: 0822 Einwohner
  • 2005: 0870 Einwohner
  • 2010: 0910 Einwohner
  • 2015: 1019 Einwohner

Von 1988 bis 2008 wuchs Ingenried um 193 Einwohner bzw. ca. 28 %. Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 699 auf 1076 um 377 Einwohner bzw. um 53,9 %.

Politik und Öffentliche Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Georg Saur.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Ingenried
Blasonierung: „Gespalten von Silber und Rot; vorne ein senkrecht gestellter blauer Rost, hinten ein silberner Greifenlöwe.“[4]

Wappengeschichte: Der Rost im vorderen Feld des Wappens ist das Attribut des heiligen Laurentius, des Reichsheiligen der Karolinger. Der Rost erinnert damit an die frühe Rodungs- und Siedlungstätigkeit zur Zeit der Karolinger (Sachsensiedlung). Der heilige Laurentius wird auch mit der im Jahr 955 auf dem Lechfeld geschlagenen Schlacht gegen die Ungarn in Verbindung gebracht, die sich bis in die Gegend von Ingenried auswirkte. Der heilige Laurentius gilt deshalb auch als Schutzpatron der Gemeinde gegen alle äußeren Gefahren. Der Löwe mit dem Greifenkopf erinnert an die über 600-jährige enge historische Verbindung zum Prämonstratenserkloster Steingaden. Die Rodungssiedlung Ingenried wurde schon 1156 von Papst Hadrian IV. als Klosterbesitz bestätigt. Die Anwesen unterstanden bis zum Übergang an das Kloster St. Mang in Füssen im Jahr 1785 der Steingadener Grundherrschaft. Der Greifenlöwe wurde 1441 in das Abteiwappen aufgenommen und gilt als ältestes Wappenbild der Welfen, die 1147 das Kloster Steingaden stifteten.[5] Dieses Wappen wird seit 1977 geführt.[6]

Auerbergland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingenried ist Mitgliedsgemeinde der die Grenzen der Regierungsbezirke Schwaben und Oberbayern überschreitenden interkommunalen Zusammenschlusses Auerbergland.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein bedeutendes Kulturdenkmal ist die katholische Pfarrkirche St. Georg in Ingenried.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Ingenried und Liste der Bodendenkmäler in Ingenried

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 33 Kindern

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Boos (1762–1825), Priester, geboren im Ortsteil Huttenried

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Rösch, Manfred Renn, Mathias Rösch, Barbara Rösch: Die Geschichte der Gemeinde Ingenried. Herausgegeben von der Gemeinde Ingenried, Ingenried 2002 (ohne ISBN). [nicht ausgewertet]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ingenried – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Ingenried in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 4. September 2019.
  3. Gemeinderat. Gemeinde Ingenried, abgerufen am 24. August 2020.
  4. Eintrag zum Wappen von Ingenried in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  5. Zitat Eintrag zum Wappen von Ingenried in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  6. Eintrag zum Wappen von Ingenried in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte m.w.N.