Ingenuinus

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Statuen der heiligen Bischöfe Ingenuin und Albuin am Kassianaltar im Brixner Dom, wo ihre Reliquien verehrt werden

Ingenuinus oder Ingenuin, deutsch Jenewein, († um 605 in Säben, Südtirol) war der zweite historisch verbürgte Bischof von Säben. Er wird als Heiliger verehrt.[1]

Leben[Bearbeiten]

Von seinem Leben ist nur wenig bekannt. Er war wahrscheinlich von 577 bis etwa 605 Bischof von Säben[2] und romanischer Abstammung. Sein Bistum, das sich mit weiten Teilen der ehemaligen Provinz Raetia secunda deckte, war damals zwischen Langobarden und Franken umkämpft.

Der Name Ingenuinus bedeutet wohl „der kleine Kniende“. Im Mittelalter wurde dieser Cognomen zu Jenewein germanisiert.[3] Von 588 bis 590 nahm er an der Synode von Marano bei Aquileia teil. Im Jahr 590 fielen die Franken über den Reschen ins Etschtal ein. Dabei zerstörten sie einige langobardisch-romanische Festungen. Bei der Belagerung des Festung Verucca bei Trient vermittelte Ingenuin mit Angellus von Trient. 591 unterzeichnete er mit anderen Bischöfen ein Schreiben an Kaiser Maurikios, in dem er sich im Rahmen des Dreikapitelstreits gegen Papst Gregor den Großen stellte.

Weil er unter dem Einfall der arianischen Langobarden, der heidnischen Bajuwaren und der Slawen zu leiden hatte, wurde er zwischen Mitte des 10. Jahrhunderts und Anfang des 12. Jahrhunderts als Märtyrer verehrt, heute gilt er als Bekenner.[4]

Ingenuin wurde zuerst wohl in Säben bestattet. Später (um 990) sind seine Reliquien in den Dom von Brixen übertragen worden.[5] In Säben hat man 1982 ein Bischofsgrab gefunden, das zeitlich zu Ingenuin passt.[6]

Gedenktag[Bearbeiten]

Sein Gedenktag ist der 5. Februar. Er wird als Patron der Bergleute angerufen und mit den Heiligen Kassian und Albuin als dritter Patron des Bistums Bozen-Brixen (Brixen) verehrt.[7]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gelmi, 26-28
  2. Gelmi, 47
  3. Gelmi, 41
  4. Gelmi, 68-70
  5. Gelmi, 48f
  6. Gelmi, 65-67
  7. Gelmi, 60f