Inger (Lohmar)

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Inger
Stadt Lohmar
Koordinaten: 50° 50′ 8″ N, 7° 16′ 7″ O
Höhe: 181 m
Eingemeindung: 1. August 1969
Postleitzahl: 53797
Vorwahl: 02246

Inger ist ein Stadtteil von Lohmar im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen.[1] Bis 1969 war Inger eine eigenständige Gemeinde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inger liegt im südöstlichen Lohmar. Umliegende Ortschaften und Weiler sind Fischburg im Norden, Bich, Birkhof, Hove und Hagen im Nordosten, Birk und Hochhausen (zu Neunkirchen-Seelscheid) im Osten bis Südosten, Heide und Albach im Süden sowie Krölenbroich, Lohmarhohn und Algert im Westen.[2]

In Inger entspringt der Kierbach, ein linker Nebenfluss des Jabaches. Dieser entspringt im Jabachtal zwischen Krahwinkel und Winkel.[2]

Gemeinde Inger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemalige Honnschaft Inger gehörte vom 14. Jahrhundert an bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zum Amt Blankenberg im Herzogtum Berg. Von 1806 bis 1814 war Inger Teil der Mairie Lohmar im Arrondissement Siegburg, später im Arrondissement Mülheim am Rhein, das dem Département Rhein zugeordnet war. Nach den auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam das Rheinland zum Königreich Preußen. Die Gemeinde Inger wurde der Bürgermeisterei Lohmar (ab 1927 Amt Lohmar) im Kreis Siegburg (ab 1825 Siegkreis) im Regierungsbezirk Köln zugeordnet.[3]

Nach einer Statistik aus dem Jahre 1888 gehörten zur Gemeinde Inger die Ortschaften (damalige Schreibweise): Albach, Algert, Bich, Birk, Breidenbach, Freiheit, Hagen, Heide, Hove, Inger, Kröhlenbroich, Neuenhaus und Winkel.[4] In einem Adressbuch aus dem Jahre 1901 wurde zusätzlich noch die Ortschaft Franzhäuschen (ein Haus) angegeben.[5]

Im Jahr 1885 hatte die Gemeinde 666 Einwohner, die in 154 Häusern lebten. Die Einwohner gehörten ausnahmslos dem katholischen Glauben an. Die Gemarkung der Gemeinde betrug 707 ha davon waren 422 ha Ackerland, 54 ha Wiesen und 179 ha Wald.[4]

Zum 1. August 1969 wurde das Amt Lohmar, zu dem die Gemeinde Inger bis dahin verwaltungsmäßig gehörte, im Rahmen der kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn (Bonn-Gesetz) aufgelöst und die Gemeinde Inger in die neu gebildete amtsfreie Gemeinde Lohmar eingegliedert.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1816 691
1843 787
1871 726
1905 662
1961 1263

Quelle: Volkszählungen 1816 bis 1970[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadtporträt, Lohmar in Kürze (Memento des Originals vom 2. Februar 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lohmar.de auf der Homepage der Stadt Lohmar
  2. a b Topographische Karte 1:25000
  3. Archive in NRW: Verwaltungszugehörigkeit Lohmar
  4. a b Gemeindelexikon für das Königreich Preußen (PDF; 1,5 MB), Band XII Provinz Rheinland, Verlag des Königlich statistischen Bureaus (Hrsg.), 1888, S 116
  5. Grosses Landes-Adressbuch für die einzelnen Staaten und Provinzen des Deutschen Reiches, Hannover: Berenberg, 1901, S. 171
  6. Gesetz zur kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn (Bonn-Gesetz) vom 1. Juli 1969; § 13
  7. Volkszählungsergebnisse von 1816 bis 1970 der Städte und Gemeinden. Beiträge zur Statistik des Rhein-Sieg-Kreises, Bd. 17/ Siegburg 1980, S. 74.