Ingo Appelt (Komiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ingo Appelt 2004

Ingo Appelt (* 20. April 1967 in Essen) ist ein deutscher Komiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Appelts Mutter Ilka war von 1969 bis 1980 mit dem Fußballspieler Günter Fürhoff, der ab 1978 beim Würzburger FV in der Zweiten Bundesliga-Süd spielte, verheiratet.[1] So lebte Appelt zwischen seinem 11. und 26. Lebensjahr in Würzburg.[2] Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Maschinenschlosser. Appelt engagierte sich gewerkschaftlich und hatte 1989 seinen ersten Auftritt auf der Jugendkonferenz der IG Metall, seit 1993 ist er hauptberuflich Kabarettist. Einem breiteren Publikum wurde er als Gast bei RTL Samstag Nacht, im Quatsch Comedy Club auf ProSieben und mit einem Auftritt am Arosa Humor-Festival vertraut. Bekannt wurde er durch die Parodie des damaligen Verteidigungsministers Rudolf Scharping (SPD) sowie anderer Prominenter wie Helmut Kohl, Michael Mittermeier, Gerhard Schröder, Til Schweiger oder Herbert Grönemeyer. Er gilt als ein Vertreter des schwarzen Humors.

Später kam Appelt mit einer eigenen wöchentlichen „Ingo Appelt Show“ zu ProSieben, die jedoch Ende November 2000 nach elf von 13 geplanten Folgen aufgrund schlechter Einschaltquoten und „geschmacklicher Entgleisung“ abgesetzt wurde. Appelt hatte Kinderpuppen wie Fußbälle weggetreten, was seine Karriere im Fernsehen vorerst beendete. Daraufhin wurde es um ihn ruhig. Seine „Superstar“-Tournee konnte größere Erfolge verbuchen und seine Fernsehauftritte wurden ab 2002 wieder häufiger.

Im September 2006 wurde er neuer Anchorman der RTL-Comedyshow Freitag Nacht News. Da die Einschaltquoten der Show jedoch stark zurückgingen, wurde sie bereits am 29. Dezember des gleichen Jahres abgesetzt.

In der ProSieben-Märchenadaption von Hans im Glück, die im Rahmen der Sendereihe Die Märchenstunde produziert wurde, spielte Appelt eine der Hauptrollen an der Seite von Christian Ulmen, Nora Tschirner und Märchenerzähler Thomas Fritsch. Die Erstausstrahlung von Hans im Glück – Tauschrausch im Märchenwald war am 25. September 2006 auf ProSieben. In der Folge Schneewittchen – 7 Zipfel und ein Horst, die 2007 in der 4. Staffel lief, war er als Jäger zu sehen.

Seit dem 7. Mai 2007 moderierte er die Comedy-Talkshow u. A. w. g. – um Antwort wird gebeten auf Comedy Central.

In dem Film African Race – Die verrückte Jagd nach dem Marakunda, der am 1. Januar 2008 auf RTL ausgestrahlt wurde, spielte er eine kleine Nebenrolle.

Im April und Mai 2008 war er in einigen Folgen der ProSieben-Sendung Noch Besserwissen – Die große Show des unnützen Wissens zu sehen. Seit dem 18. Januar 2010 moderiert er die RTL-2-Comedysendung Fun Club – Comedystars live.

Appelt war Mitglied der 15. Bundesversammlung, die am 18. März 2012 zusammentrat und Joachim Gauck zum deutschen Bundespräsidenten wählte.[3]

Im August 2012 wurde bekannt, dass Appelt im Visier der Düsseldorfer al-Qaida-Zelle stand.[4] Bei der Auswertung von Unterlagen seien die Namen von Prominenten gefunden worden, die als mögliche Anschlagsziele dienen sollten, darunter auch Appelt.

Seit dem 9. Oktober 2013 ist Appelt in der Fernsehshow Mario Barth deckt auf! zu sehen, in der er gemeinsam mit Mario Barth Fälle von vermeintlicher Steuerverschwendung präsentiert.[5][6]

Seit dem 9. Oktober 2014 ist Appelt Moderator der BR-Sendung Kabarett aus Franken.[7]

Seit 2015 geht Appelt mit seinem Bühnenprogramm "Besser...ist besser" deutschlandweit auf Tour. Vorab tourte er mit dem Programm "Frauen sind Göttinnen".

Ingo Appelt heiratete im Juni 2016 in Las Vegas Sonja Guha-Thakurta.[8] Sie war die Barchefin des Quatsch Comedy Clubs in Berlin.[9][10]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Tanz für mich (mit Aquagen)

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997: Der Abräumer
  • 1998: Feuchte Seite
  • 2004: Schlicht Böse (nie öffentlich erschienen, aber im Umlauf)
  • 2004: Superstar
  • 2008: Männer muss man schlagen
  • 2011: Frauen sind Göttinnen – Wir können nur noch beten

DVD & Blu ray[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Quatsch Comedy Club - Das Beste Vol. 1, 2000 (DVD)
  • African Race, 2007 (DVD)
  • Ingo Appelt: Männer muss man schlagen, 2008 (DVD)
  • RTL Samstag Nacht: 1993-1998, 2010 (DVD) & 2015 (Blu-ray)
  • Nightwash - 10 Jahre, 2011 (DVD)
  • Laurel & Hardy: Die komische Liebesgeschichte von Dick & Doof Their Lives And Magic, 2012 (DVD)
  • 20 Jahre Quatsch Comedy Club, 2012 (DVD)

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008: Männer muss man schlagen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RWE-Legende Fürhoff hat „Staub und Dreck gefressen“, abgerufen am 26. Januar 2016
  2. http://ingo-appelt.de/news/kabarettsendung-mit-neuerungen-ab-herbst-2014.html abgerufen am 4. Oktober 2014
  3. Comedian Ingo Appelt erstaunt über Gaucks Humor
  4. al-Qaida
  5. Die neue Comedy-Show mit Star-Comedian Mario Barth, 24. September 2013, abgerufen am 19. November 2014
  6. Ingo Appelt macht sich auf RTL über die Stadt Lübeck lustig, 15. Oktober 2014, abgerufen am 19. November 2014
  7. br.de: Ingo Appelt präsentiert "Kabarett aus Franken"
  8. Hochzeit in Rubrik Personalien, in Bunte 45/2016, Seite 109
  9. barakademie.eu: Sonia wird jahrgangsbeste Barmixerin
  10. article.wn.com: Komiker Ingo Appelt über seinen Heiratsantrag beim „Deutschen Comedypreis“ in Köln