Ingo Gädechens

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Ingo Gädechens (2017)
Video-Vorstellung (2014)

Ingo Gädechens (* 30. Juli 1960 in Lübeck) ist ein deutscher Politiker (CDU) und seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gädechens besuchte von 1966 bis 1977 die Schule und schloss mit der mittleren Reife seine Schulzeit ab. Er war von 1977 bis 1984 Soldat auf Zeit (SaZ12) in der Bundesmarine, um anschließend Berufssoldat zu werden. Nachfolgend diente er als Truppenfachlehrer. In den Jahren 2000 bis 2007 war er Leiter der Marineortungsstelle Staberhuk auf Fehmarn. Von 2007 bis zu seiner Wahl in den Deutschen Bundestag war er für die Sicherheit im Seebereich Hohwachter Bucht auf dem Truppenübungsplatz Todendorf zuständig. Seit seiner Wahl in den Bundestag (2009) war Gädechens vom Dienst in der Bundeswehr freigestellt. Nach 37 Dienstjahren wurde Gädechens im September 2014 im Dienstgrad Stabsbootsmann[1] regulär aus der Bundeswehr entlassen.

Werdegang in der Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gädechens trat 1988 in die CDU ein. 1992 wurde er stellvertretender Kreisvorsitzender der CDU Ostholstein sowie CDU-Fraktionsvorsitzender des Stadtrats der Stadt Burg auf Fehmarn. Die CDU Ostholstein wählte ihn 2003 zum Kreisvorsitzenden. Er ist seit 2004 Mitglied im Landesvorstand der CDU Schleswig-Holstein.

Abgeordnetentätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gächechens im Bundestag, 2019

2009 errang Gädechens bei der Bundestagswahl das Direktmandat im Bundestagswahlkreis Ostholstein und wurde Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort ist er Ordentliches Mitglied im Verteidigungsausschuss.[2] Außerdem ist er stellvertretendes Mitglied im Tourismusausschuss und stellvertretendes Mitglied im Petitionsausschuss.

2013 wurde Gädechens zum Obmann und stellvertretenden verteidigungspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Verteidigungsausschuss gewählt.

In seiner bisherigen Amtszeit setzte er sich erfolgreich für die Erhaltung aller Bundeswehrstandorte in Ostholstein ein, die im Rahmen der Bundeswehrreform 2011 von der Schließung bedroht waren.[3]

Bei der Bundestagswahl am 22. September 2013 verteidigte Ingo Gädechens sein Direktmandat und konnte mit 45,8 Prozent seinen Erststimmenanteil deutlich ausbauen.[4]

Bei der Bundestagswahl 2017 konnte Ingo Gädechens sein Direktmandat gegen die Spitzenkandidatin der SPD in Schleswig-Holstein, Bettina Hagedorn, mit 41,5 Prozent gegenüber 30,8 Prozent für Hagedorn erneut verteidigen.[5]

Seit 2018 ist Ingo Gädechens, neben der Mitgliedschaft im Verteidigungsausschuss, zusätzlich ordentliches Mitglied im Haushaltsausschuss.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gädechens ist Mitglied im Beirat des Deutschen Feuerwehrverbandes.[6] Von Dezember 2014 bis September 2017 war Gädechens Mitglied und stellvertretender Vorsitzender im CDU-Bundesfachausschuss Außen-, Sicherheits-, Entwicklung- und Menschenrechtspolitik. Des Weiteren ist Ingo Gädechens Mitglied in der deutsch-russischen, deutsch-nordischen Parlamentariergruppe und Mitglied im Freundeskreis Berlin-Taipeh. Gädechens ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992 wurde Ingo Gädechens Stadtrat der Stadt Burg auf Fehmarn. Von 2004 bis 2009 hatte er das Amt des ersten Stadtrates und des stellvertretenden Bürgermeisters der fusionierten Stadt Fehmarn inne.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ingo Gädechens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans Krump: Der Mariner: Ingo Gädechens. In: das-parlament.de. Das Parlament, abgerufen am 10. Mai 2018.
  2. Mitglieder des Verteidigungsausschusses und im Haushaltsausschuss. (Memento des Originals vom 18. Mai 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundestag.de bundestag.de, online, abgerufen am 18. September 2014
  3. Dank aus Eutin an Ingo Gädechens. SHZ-Artikel vom 31. Oktober 2011
  4. Ostholsteiner Anzeiger: Ingo Gädechens (CDU) ist der strahlende Sieger. SPD und Grüne zeigen sich enttäuscht. Buchholz (FDP) spricht von einer „derben Klatsche“.
  5. Sein Triumph-Ingo Gaedechens zum dritten Mal direkt gewaehlt. Lübecker Nachrichten vom 25. September 2017
  6. Biografie beim Deutschen Bundestag (Memento des Originals vom 26. September 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundestag.de