Ingo Insterburg

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Ingo Insterburg (2012)

Ingo Insterburg, eigentlich Ingo Wetzker (* 6. April 1934 in Insterburg in Ostpreußen), ist ein deutscher Musik-Kabarettist, Komiker, Sänger, Multiinstrumentalist, Schriftsteller, Schauspieler, Komponist, Maler, Zeichner und Bastler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insterburg wurde in Ostpreußen geboren und wuchs in Bernburg (Saale) auf, das ab 1949 zur DDR gehörte. An der Oberschule Bernburg (heute Gymnasium Carolinum Bernburg) erwarb er das Abitur, danach emigrierte er 1953 nach West-Berlin und studierte dort von 1954 bis 1959 Kunstpädagogik an der Hochschule für Bildende Künste. 1959 begleitete er Klaus Kinski als Guitar-Ingo bei dessen Brechtballaden[1] und spielte als Solo-Gitarrist die EP Guitar-Ingo ein.[2] Zusammen mit Karl Dall, Jürgen Barz und Peter Ehlebracht gründete er 1967 die Komikergruppe Insterburg & Co., die in dieser Zusammensetzung bis 1979 bestand. Zu seinen bekanntesten Liedern dieser Zeit gehört Ich liebte ein Mädchen, in dem Insterburg seine meist wenig ergiebigen Liebesversuche in verschiedenen Stadtteilen Berlins, in deutschen Städten und dann in Staaten und Regionen der Erde besingt, bis diese ihn schließlich auf den Mars führen. Bis 1993 tourte Insterburg dann mit verschiedenen Besetzungen unter dem alten Bandnamen. 1994 löste Insterburg die Gruppe auf; fortan trat er als Solist auf. Seit 2012 bildet er mit Lothar „Black“ Lechleiter das Duo „Insterburg & Black“.[3]

Insterburg spielte in vier Kinofilmen mit und verfasste mehrere Bücher. Er baut viele seiner Instrumente selber. Dazu zählen zahlreiche eigene, oft skurrile Erfindungen, etwa Instrumente aus Küchengeräten wie ein Saxophon aus einem Abwasserschlauch.[4]

Ingo Insterburg lebt in Berlin, er ist geschieden und hat einen Sohn.[5] Bis zu seinem 70. Lebensjahr war er passionierter Marathonläufer.

Insterburg ist Ehrenmitglied im Vegetarierbund Deutschland.[6]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bühnenprogramme (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingo Insterburg (2016)
  • Kunst & Müll[7]
  • Ich liebte ein Mädchen[8]
  • Höhepunkte aus zwei Künstlerleben[9]

Diskografie als Solokünstler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1959: Guitar-Ingo (Amadeo)
  • 1968: Barocke Liebeslyrik (mit Jürgen Barz)
  • 1995: Ingo Insterburg – ein Virtuose mit Zukunft, live aus dem Osslowski, Gotha (Wortart)
  • 1995: Ich liebte ein Mädchen in Pankow (BMG-Amiga, Maxi-CD)
  • 2000: Lanzarote (Single)
  • 2000: 3x7 Liebeslieder/Liebesspiel-Sonate (Conträr, Doppel-CD)
  • 2001: Rosenöl-Sonate/Alte Klassik – Neue Lieder (Conträr, Doppel-CD)
  • 2002: Gymnastiklehrerin à gogo (Single)

Literarische Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1972: Gedichte. Rautenberg, Leer.
  • 1973: Das Leben des Otto Darmstatt. Roman. Rautenberg, Leer, ISBN 3-7921-0121-1.
  • 1989: Das armseelige Liebesleben des intelligenten Johnny Käse. Bildungsroman. Otto Darmstatt Verlag.
  • 1989: Ekel-Lyrik.
  • 1993: Raucher- und Trinker-Lyrik. Otto Darmstatt Verlag.
  • 2001: Die ersten 23456 Tage meines Lebens. Berlin Concert & Media, Berlin, ISBN 3-93639900-X. (Neuauflagen 2003 mit Raucher- und Trinker-Lyrik und 2005 mit Raucher- und Trinker-Lyrik und 500 Zwei- und Mehrzeiler.)
  • 2014: 5555 Gedichte (Band 1). Berlin Concert & Media, Berlin, ISBN 978-3-936399-11-0.
  • 2014: 5555 Gedichte (Band 2). Berlin Concert & Media, Berlin, ISBN 978-3-936399-12-7.
  • 2014: Raucher- und Trinker-Lyrik. Buch und CD/Hörbuch. Berlin Concert & Media, Berlin, ISBN 978-3-936399-08-0.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • smago! Award 2014 in der Kategorie „Vorläufiges Lebenswerk – Kleinkunst“
  • Blaues Herz 2015[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Guitar-Ingo mit Klaus Kinski, abgerufen am 11. September 2017
  2. Diskografie auf der offiziellen Website, abgerufen am 27. August 2011
  3. Website von Ingo Insterburg, abgerufen am 2. September 2017
  4. Artikel im Focus von 2010, abgerufen am 27. August 2011
  5. Kurzbiografie auf der Website des Künstlers, abgerufen am 27. August 2011
  6. Vegetarierbund Deutschland: Ehrenmitglieder
  7. Vorstellung bei Waltrop - Festival, abgerufen am 27. August 2011
  8. Paul Spengler: Ingo Insterburg: Hintergründig und fast 80. In: Mitteldeutsche Zeitung. (mz-web.de [abgerufen am 11. September 2017]).
  9. gogol medien GmbH & Co. KG: Ingo Insterburg & Der Black - Höhepunkte aus zwei Künstlerleben. In: myheimat.de. (myheimat.de [abgerufen am 11. September 2017]).
  10. Theos Blaue Herzen, abgerufen am 11. September 2017