Ingo Naujoks

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Ingo Naujoks am Set von Lauf um Dein Leben – Vom Junkie zum Ironman

Ingo Naujoks (* 1. März 1962 in Bochum) ist ein deutscher Schauspieler.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingo Naujoks wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach seinem Zivildienst beim DRK bewarb er sich an der Schauspielschule Bochum, bestand aber die Aufnahmeprüfung nicht. Naujoks begann seine Schauspielerlaufbahn als Mitglied der freien Theatergruppe Theater Kohlenpott, bevor er sein eigenes Projekt Theatersyndikat Pavians Paten aus der Taufe hob. Mit dieser Gruppe beteiligte sich Naujoks am Genokalypseprojekt der Dortmunder Künstlerin Karin Kahlhofer, an dem unter anderen der Klarinettist Theo Jörgensmann teilnahm. 1989 erhielt Naujoks ein erstes festes Engagement am Schlosstheater Moers. Nebenbei war er Sänger der Punkband Fishbüro.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naujoks spielte in Detlev Bucks Film Karniggels den Autodieb „Elle“. 1994 trat er in Keiner liebt mich von Doris Dörrie als Lasse, Teilnehmer eines Volkshochschulkurses für „selbstbestimmtes Sterben“, auf. 1996 war er in Jürgen Eggers Debütfilm Harald passend zu seinem Geburtsort Frido, die Karikatur eines Ruhrgebiets-Einwohners mit niedrigem Bildungsniveau. 1995–2000 spielte er in der Krimiserie Die Straßen von Berlin auf Pro7 den Soko-Ermittler Karnowsky. 1999 spielte er – durch Oberlippenbart und Pomade kaum zu erkennen – in dem Fernsehfilm „Tournee ins Paradies“ den schrillen Goldi, der als Inhaftierter mit Freigang souverän das Leben eines Amateurmusikers, gespielt von Armin Rohde, im Griff hat.

1999 bis 2001 folgte ein Abstecher ins Comedy-Genre. In der Fernsehserie Anke, die auf Sat.1 ausgestrahlt wurde, spielte er Tom, den Exfreund von Anke Engelke. 2001 und 2002 folgten zwei Abstecher ins Thriller-Genre. In dem Thriller Nur mein Sohn war Zeuge rettete er als 35-jähriger Kommissar Peter Nowak sorbischer Herkunft den einzigen Zeugen eines Mordes und dessen Mutter (Andrea Sawatzki). Dabei gefährdete er durch seine leidenschaftliche Naivität immer wieder sich und seine Schützlinge. 2002 folgte Tattoo, ein weiterer Spielfilm. In einer Nebenrolle spielte er den Junkie Stefan Kreiner, welcher seine Tattoos für Geld an Sammler verkauft und den Polizisten einen wichtigen Hinweis gibt.

In den Jahren darauf spielte Naujoks vorwiegend Rollen in unterschiedlichen TV-Serien. Sowohl 2003 als auch 2007 übernahm er Gastrollen in zwei Folgen der RTL-Action-Serie Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei. Noch einmal erschien er 2003 in „Nachts wenn der Tag beginnt“ als Polizist (Horst Rüssmann). Dabei hält ihn das Kompetenzgerangel mit seiner Kollegin davon ab, effektiv in den Fall einzugreifen. Darüber hinaus spielte Naujoks 2003 bis 2005 in der Fernsehserie Bewegte Männer mit. In den Komödien Pommery und Hochzeitstorte und Pommery und Leichenschmaus spielte er den Bräutigam Raphael des um eine Generation älteren Familienoberhaupts, der nach fünf Jahren im Knast (illegaler Pelzhandel) Künstler geworden ist. Regelmäßige Auftritte hatte er in der Krimiserie Tatort. Er spielte die Figur Martin Felser, eines zunächst erfolglosen, dann aber zunehmend erfolgreicher werdenden Krimiautoren. Zusammen mit der Kommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) bewohnte er eine große Wohnung und war oft ihr Mädchen für alles. Anfang 2010 stieg Ingo Naujoks beim Tatort aus.

Für Aufmerksamkeit sorgten ebenfalls einige originell-ungewöhnliche Rollen in einigen Werbespots. 2004 spielte Naujoks in einem Werbespot der LBS einen Aussteiger, dessen kleine Tochter ihm erklärt, später auch einmal „Spießer“ werden zu wollen. Von der deutschen Postbank AG konnte Naujoks wiederum für eine Girokonto-Kampagne gewonnen werden, die im März 2012 startete.[1][2] Von Ende Juni bis Anfang September 2010 spielte Naujoks auf der Freilichtbühne der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg die Rolle des Charles Leveret im Stück Halbblut. Seit 2012 ist er in der ARD Serie Heiter bis tödlich: Morden im Norden in einer Hauptrolle zu sehen und im Juni 2013 spielte er in der RTL-Serie Gute Zeiten, schlechte Zeiten eine Gastrolle als Edzard Wilhelm Krüger. In diese kehrte er Anfang 2014 kurzfristig zurück.[3]

Privat ist Ingo Naujoks Vater einer Tochter und eines Sohnes.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehserien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musikvideo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Faust jr. – Die Wissensdetektei. Fall 1: Die letzten Dinosaurier. Von Sven Preger und Ralph Erdenberger. Igel-Genius, Dortmund. ISBN 978-3-89353-281-0.
  • 2009: Faust jr. – Die Wissensdetektei. Fall 2: Der Schatz der Nibelungen. Von Ralph Erdenberger und Sven Preger. Igel-Genius, Dortmund. ISBN 978-3-89353-282-7.
  • 2010: Faust jr. – Die Wissensdetektei. Fall 3: Wahre Vampire. Von Ralph Erdenberger und Sven Preger. Igel-Genius, Dortmund. ISBN 978-3-89353-309-1.
  • 2011: Faust jr. – Die Wissensdetektei. Fall 4: Störtebekers Totenkopf. Von Ralph Erdenberger und Sven Preger. Igel-Genius, Dortmund. ISBN 978-3-89353-346-6.
  • 2011: Faust jr. – Die Wissensdetektei. Fall 5: Das Amulett des Tutanchamun. Von Ralph Erdenberger und Sven Preger. Igel-Genius, Dortmund. ISBN 978-3-89353-312-1.
  • 2012: Faust jr. – Die Wissensdetektei. Fall 6: Der einsame Astronaut. Von Sven Preger und Ralph Erdenberger. Igel-Genius, Dortmund. ISBN 978-3-89353-415-9.
  • 2012: Faust jr. – Die Wissensdetektei. Fall 7: Die Rückkehr des Rattenfängers. Von Ralph Erdenberger und Sven Preger. Igel-Genius, Dortmund. ISBN 978-3-89353-435-7.
  • 2013: Faust jr. – Die Wissensdetektei. Fall 8: Der erste Mensch. Von Ralph Erdenberger und Sven Preger. Igel-Genius, Dortmund. ISBN 978-3-89353-456-2.
  • 2013: Faust jr. – Die Wissensdetektei. Fall 9: Der unsterbliche Artus. Von Sven Preger und Ralph Erdenberger. Igel-Genius, Dortmund. ISBN 978-3-7313-1014-3.
  • 2014: Faust jr. - Die Wissensdetektei. Fall 10: Phantom der Tiefsee. Von Ralph Erdenberger und Sven Preger. Igel-Genius, Dortmund. ISBN 978-3-7313-1033-4.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Prominentes Werbegesicht: LBS-Spießer Ingo Naujoks wirbt für die Postbank bei horizont.net. Abgerufen am 10. April 2013.
  2. TV-Spot Postbank bei YouTube. Abgerufen am 10. April 2013.
  3. Ingo Naujoks spielt Tuners Vater bei GZSZ auf gzsz.rtl.de