Ingolf Wunder

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Ingolf Wunder. XVII International Music Festival. Krystyna Jamroz, Polen, Busko-Zdrój, 6. Juli 2011

Ingolf Wunder (* 8. September 1985 in Klagenfurt) ist ein österreichischer Pianist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach anfänglichem Violinstudium wechselte er erst mit 14 Jahren zum Klavier und debütierte 1999 im Wiener Konzerthaus. Er studierte am Kärntner Landeskonservatorium in Klagenfurt und am Konservatorium Linz sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Wunder ist Gewinner des zweiten Preises beim Internationalen Internationalen Chopin-Wettbewerb[1] 2010 in Warschau, Polen. Er gewann auch drei Spezialpreise: für das beste Concerto, die beste Polonaise-Fantasie und den Publikumspreis.

2006 erschien seine erste CD mit Werken von Frédéric Chopin und Maurice Ravel sowie Franz Liszt. Im Juni 2011 erschien seine zweite CD ausschließlich mit Werken von Chopin bei der Deutschen Grammophon.[2] Weitere CDs bei der Deutschen Grammophon: 300[3], Klavierkonzerte mit Vladimir Ashkenazy[4] und Chopin & Liszt in Warsaw[5].

Skandal beim Internationalen Chopin-Wettbewerb 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2010 erreichte er beim Internationalen Chopin-Wettbewerb unter über 80 Teilnehmern den zweiten Platz.[1] Während des Wettbewerbs wurde Wunder allgemein als der beste Teilnehmer erachtet – als Publikumsliebling und nach Punkten Führender. Doch in der letzten Phase des Wettbewerbs verabschiedete sich die Jury vom Punkte-System und suchte die Gewinner nur auf der Grundlage der letzten Runde aus. Obwohl Wunder den Preis für das beste Konzert gewann (in der letzten Runde war nur das Konzert zu spielen), wurde ihm nicht die Goldmedaille verliehen (verliehen an Julianna Awdejewa). Das erschütterte die Warschauer Öffentlichkeit, welche die Ereignisse als einen Skandal, der dem Ivo-Pogorelich-Fall des Jahres 1980 ähnlich war, ansah.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Volker Hagedorn: Duell der Pianisten. In: Die Zeit. 11. November 2010, abgerufen am 7. Oktober 2015.
  2. Ingolf Wunder. Chopin Recital. In: Website der Deutschen Grammophon, abgerufen am 14. Juni 2011.
  3. Ingolf Wunder. 300. In: Website der Deutschen Grammophon.
  4. Tchaikovsky & Chopin. Ingolf Wunder. St. Petersburg Philharmonic Orchestra. Vladimir Ashkenazy. In: Website der Deutschen Grammophon.
  5. Chopin & Liszt in Warsaw – Ingolf Wunder. In: Website der Universal Music Polska.