Ingrid-Marie

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Ingrid-Marie
Malus-Ingrid-Marie.jpg
Art Kulturapfel (Malus domestica)
Gruppe Renetten
Herkunft Insel Fünen (Dänemark)
Institut Gartenbauschule Flemløse
Züchtungsjahr 1910
Abstammung

Zufallssämling

Liste von Apfelsorten
Ansicht der Frucht
Ingrid-Marie

Ingrid-Marie, auch Hoed Orange, ist eine der traditionellen Apfelsorten des Alten Landes.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingrid-Marie wurde um 1910 auf dem Gelände der Gartenbauschule Flemløse auf der Insel Fünen (Dänemark) als Zufallssämling gezogen. Als eine der Elternsorten wird Cox-Orange vermutet. Die kräftigrote feste Schale, deren Farbe sich im äußersten Fruchtfleisch fortsetzen kann, legt eine Verwandtschaft mit Renettensorten nahe.

Ingrid-Marie eignet sich vor allem für nicht zu warme, eher feuchte Standorte.

Die Früchte sind Mitte bis Ende September reif und etwa bis Januar lagerfähig.

Der süß-saure Geschmack von Ingrid-Marie zeigt Anklänge an Cox-Orange, wobei der Baum wesentlich ertragreicher und widerstandsfähiger als Cox-Orange ist. Heute wird Ingrid-Marie immer mehr von süßeren und ertragreicheren Sorten verdrängt.

Besonders anfällig ist diese Sorte für Obstbaumkrebs.

Sorten die von Ingrid-Marie abstammen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Apfelsorte Elstar ist eine Kreuzung von Ingrid-Marie mit Golden Delicious. Weitere von Ingrid-Marie abstammende Sorten sind Alice, Aroma, Ingol, Kim und Odin [1].

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Hartmann, Eckhart Fritz: Farbatlas alte Obstsorten, Ulmer Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5672-6, S. 91.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ingrid Marie – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sortenblatt Ingrid Marie, NFC National Fruit Collection, United Kingdom