Initiative D21

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Initiative D21 e. V. ist, laut Eigendarstellung, Deutschlands größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft zur Ausgestaltung der Informationsgesellschaft.[1] Die Initiative wurde 1999 auf der Grundlage einer Idee von Alfons Rissberger[2][3] unter Federführung des damaligen IBM-Deutschland-Chefs Erwin Staudt mit Unterstützung des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder gegründet und umfasst ein branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt und hat seinen Sitz in Berlin.

Tätigkeitsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jährlich publiziert die D21 den D21-Digital-Index,[4] der die Entwicklung des Digitalisierungsgrads der deutschen Bevölkerung – ihren Zugang, ihre Kompetenz, ihre Offenheit sowie ihre Nutzungsvielfalt bezogen auf digitale Medien und das Internet untersucht. Die Studie ist eine Weiterentwicklung des (N)ONLINER Atlas (2001–2014) und mit rund 33.000 Befragten die umfangreichste und aussagekräftigste Studie zum Internetnutzungsverhalten der Deutschen. Der Index ermöglicht es, die Auswirkungen von Innovationen und Ereignissen für Wirtschaft und Gesellschaft detailliert, nachhaltig und im Zeitverlauf aufzuzeigen. Zudem erscheinen regelmäßig zahlreiche Sonderstudien wie "Medienbildung an deutschen Schulen",[5] "Mobile Internetnutzung"[6] oder der "eGovernment MONITOR".[7]

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Arbeitskreisen, Projekten, Workshops und Internetforen bietet die Initiative D21 zahlreichen gemeinschaftlichen Initiativen aus Staat und Wirtschaft eine gemeinsame Aktionsplattform. So sind zum Beispiel im Bereich IT-Kompetenzen in der Schule in der Vergangenheit zahlreiche Gemeinschaftsprojekte von Computerherstellern und Schulbuchverlagen entstanden. Die Initiative D21 richtet seit 2001 die Auftaktveranstaltung des Girls’Days im Bundeskanzleramt aus.[8] Weiterhin organisieren sich im Gütesiegelboard der D21 Anbieter von Gütesiegeln für Datenschutz, Datensicherheit und Verbraucherschutz im Internet.[9] Darüber hinaus thematisiert die Initiative auf ihren Jahreskongressen Schwerpunktthemen wie zum Beispiel 2010 die Netzpolitik der Zukunft und 2014 "Digitale Gesellschaft: Der Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland" im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.[10]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Initiative D21 ist ein gemeinnütziger Verein, in dem sich rund 400 Personen ehrenamtlich in Projektgruppen engagieren. Über 100 Unternehmen und Institutionen unterstützen den Verein als zahlende Voll- und Fördermitglieder. Die Bundesländer sind in den Arbeitsgruppen der Initiative vertreten.

D21 Mitglieder.png

Als erster eingetragener Verein in Deutschland hat die Initiative D21 ihren Vorstand 2003 online gewählt. Weitere Online-Wahlen fanden in den Jahren 2005, 2007, 2009 und 2011 statt. Das Präsidium setzt sich wie folgt zusammen:

Die Geschäfte führt seit 2014 Lena-Sophie Müller.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.initiatived21.de/ueber/ (Memento vom 12. September 2003 im Internet Archive)
  2. Multimedia für jedes Klassenzimmer. In: Der Spiegel. Nr. 38, 1999 (online).
  3. Erwin Staudt: Grusswort. In: 10 Jahre Initiative D21. 2009, S. 10 (initiatived21.de [PDF]).
  4. http://www.initiatived21.de/portfolio/d21-digital-index-2014 (Memento vom 7. November 2014 im Internet Archive)
  5. Medienbildung an deutschen Schulen. In: initiatived21.de. 8. November 2014, abgerufen am 8. Februar 2017.
  6. Mobile Internetnutzung 2014. In: initiatived21.de. 19. Dezember 2014, abgerufen am 8. Februar 2017.
  7. Startseite: eGovernment Monitor. In: egovernment-monitor.de. Abgerufen am 8. Februar 2017.
  8. Girls'Day
  9. D21 Gütesiegel Monitoring Board
  10. http://www.initiatived21.de/2015/01/fachkongress-digitale-gesellschaft (Memento vom 30. Januar 2015 im Internet Archive)