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Initiative Kirche von unten

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Die Initiative Kirche von unten (IKvu; ursprünglich Katholikentag von unten (Kvu), nach Joh 8,23 EU[1]) ist ein ökumenisches Netzwerk von ursprünglich etwa 45 amtskirchen- und gesellschaftskritischen Gruppen und Initiativen. Sie wurde im Jahre 1980 auf Grund von Problemen mit der römisch-katholischen Kirche beim Katholikentag 1978 in Freiburg im Breisgau gegründet.

Wesen und Geschichte

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Das Selbstverständnis der Initiative beruht auf der „Perspektive der Basis“. Der „kritische Dialog mit den kirchlichen Institutionen“ ist ihr nach eigenen Angaben ebenso wichtig wie die „konstruktive Auseinandersetzung mit der herrschenden Politik.“ Infolgedessen engagiert sie sich in verschiedenen Projekten zur Reform der Kirchen sowie in der Friedens- und Fairhandelsbewegung. Das Verhältnis der Initiative zur römisch-katholischen Kirche ist gespannt. Beim Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin erregten ihre ökumenischen Abendmahlsgottesdienste großes Aufsehen und führten zur Suspension der beteiligten römisch-katholischen Priester Gotthold Hasenhüttl und Bernhard Kroll.

Seit der Jahrtausendwende ließ die Bedeutung der „Initiative Kirche“ nach und die die Aktivitäten der angesschlossenen Gruppen nahmen ab. Ein Grund dafür ist, dass das Zentralkomitee der deutschen Katholiken offener mit früheren Tabuthemen umgeht. Dadurch ging der Bedarf nach Alternativen zurück.

Dorothee Sölle-Preis für aufrechten Gang

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2011 vergab das ökumenische Netzwerk Initiative Kirche erstmals den Dorothee Sölle-Preis für aufrechten Gang zur Erinnerung an Dorothee Sölle. Erste Preisträgerin war die Flüchtlingsbeauftragte der Nordelbischen lutherischen Kirche Fanny Dethloff. Renate Wind und Uwe-Karsten Plisch hielten die Laudatio auf dem 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden.[2]

2013 wurde der Preis auf dem 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg zum zweiten Mal vergeben. Ausgezeichnet wurde Jutta Lehnert, Pastoralreferentin im Bistum Trier, für ihr jugendpolitisches Engagement und ihren Einsatz gegen sexualisierte Gewalt in der Kirche. Die Laudatio hielt Britta Baas von Publik-Forum.[3]

2015 erhielt Boniface Mabanza Bambu die Auszeichnung im Rahmen des „Zentrums Frieden“ anlässlich des 35. Evangelischen Kirchentags in Stuttgart. Ausgezeichnet wurde er für den konsequenten Einsatz für afrikanische Perspektiven in Europa.[4] Die Laudatio wurde von dem Befreiungstheologen Ben Khumalo-Seegelken gehalten.[5][6] Bambu hat in Kinshasa studiert und an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Münster 2007 promoviert.[7] Seit 2008 arbeitet er für die Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) bei der Werkstatt Ökonomie.[8]

Anlässlich des 95. Geburtstags von Dorothee Sölle wurde der Preis 2024 ein viertes Mal vergeben. In der Cantate-Domino-Kirche in Frankfurt am Main wurden zwei Preisträgerinnen ausgezeichnet. Carlotta Israel[9] erhielt den Preis für ihr Engagement für gesellschaftliche Vielfalt in religiösen und akademischen Räumen, für den Abbau intersektional diskriminierender Strukturen und Feminismus. Das machte Renate Jost in ihrer Laudatio deutlich.[10] Katharina von Kellenbach[11] erhielt den Preis für ihr Eintreten gegen antijüdischen und antisemitischen Traditionen in der Kirche, wie Daniela Kalscheuer in ihrer Laudatio hervorhob.[12]

Jahr Preisträger oder Preisträgerinnen
Institutuion
Verdienste
Laudatio
Rahmen der Preisvergabe
2011 Fanny Dethloff,
Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche
Arbeit mit Flüchtlingen und Menschen, wies auf schlechte Bedingungen an den EU-Außengrenzen hin,
Renate Wind
33. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Dresden.
2013 Jutta Lehnert,
Bistum Trier
Jugendpolitik und Einsatz gegen sexualisierte Gewalt in der Kirche,
Britta Baas
34. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Hamburg.
2015 Boniface Mabanza Bambu,
Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika, Heidelberg
konsequenter Einsatz für afrikanische Perspektiven in Europa, Kommentar: Bambu wurde 2007 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster promoviert.[13]
Ben Khumalo-Seegelken
35. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Dresden.
2024 Carlotta Israel
Universität Oldenburg,
Institut für Evangelische Theologie
Engagement für gesellschaftliche Vielfalt in religiösen Räumen, Abbau intersektional diskriminierender Strukturen und Feminismus,
Renate Jost
Katharina von Kellenbach
Evangelischen Akademie zu Berlin
Eintreten gegen antijüdischen und antisemitischen Traditionen in der Kirche,
Daniela Kalscheuer
Cantate-Domino-Kirche, in Frankfurt am Main, 95. Geburtstag von Dorothee Sölle

Mitgliedsinitiativen

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Zu den Mitgliedsinitiativen gehören (Stand 2025):

Zu den ehemaligen Mitgliedsinitiativen gehören (Stand 2025):

Einzelnachweise

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  1. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 25. September 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ikvu.de
  2. Der „Dorothee Sölle-Preis für Aufrechten Gang“ wird vom Ökumenischen Netzwerk Initiative Kirche von unten (IKvu) 2011 zum ersten Mal vergeben, Bernd Hans Göhrig, Ökumenisches Netzwerk Initiative Kirche von unten, Mai 2005
  3. Britta Baas, Internetauftritt von Publik-Forum
  4. Preisverleihung 2015, Bernd Hans Göhrig, Ökumenisches Netzwerk Initiative Kirche von unten.
  5. Vita, Homepage von Ben Khumalo-Seegelken
  6. Laudatio, Ben Khumalo-Seegelken, Ökumenisches Netzwerk Initiative Kirche von unten, Stuttgart, 4. Juni 2015
  7. Zur Person: Boniface Mabanza Bambu, Ellen Korelus-Bruder, Rheinpfalz, 21. August 2017
  8. Dr. Boniface Mabanza Bambu, Werkstatt Ökonomie
  9. Carlotta Israel, auf eulemagazin.de
  10. Laudatio für Carlotta Israel, Renate Jost
  11. Dorothee Sölle-Preis für aufrechten Gang, Ökumenisches Netzwerk Initiative Kirche von unten, 2024
  12. Katharina von Kellenbach, Ökumenisches Netzwerk Initiative Kirche von unten, Frankfurt am Main, 28. September 2024
  13. Boniface Mabanza Bambu, Verlagsgruppe Patmos, Ostfildern