Initiative Schwarze Menschen in Deutschland

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e. V. (englisch Initiative of Black People in Germany; ISD bzw. ISD Bund e.V.) ist ein deutscher Interessenverein Afrodeutscher mit Sitz in Frankfurt am Main. Der Verein möchte ein „schwarzes Bewusstsein“ fördern, Rassismus entgegentreten und die Vernetzung „schwarzer Menschen“ und deren Organisationen unterstützen.

Hadija Haruna-Oelker und Tahir Della bilden den Bundesvorstand des Vereins.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstanden ist der Verein – ursprünglich noch Initiative Schwarze Deutsche (englisch Initiative of Black Germans), auch Initiative Schwarze Deutsche und Schwarze in Deutschland – anlässlich eines ersten Treffens im November 2015 in Wiesbaden[1], nahezu zeitgleich mit der Berliner Bewegung ADEFRA e. V. – Schwarze Frauen in Deutschland.[2] Insgesamt gab es 1986 um die 30 Gründungsmitglieder.[3]

Der Verein, der bundesweit in mehreren deutschen Städten Untergruppierungen hat, gab unter anderem anlässlich seines knapp 30-jährigen Bestehens im Jahr 2015 beim Orlanda Verlag den Sammelband Spiegelblicke heraus.[1] Unter anderem initiierte der Verein die Ausstellung „Homestory Deutschland“, die von der Bundeszentrale für politische Bildung im Rahmen des Projekts „Africom“ gefördert wurde.[4]

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schwarze Organisierung in Deutschland. Bundeszentrale für politische Bildung, 10. August 2008. (online)
  • Sascha Zinflou: Schwarze Organisierung in Deutschland. Geschichte und Politik der Initiative Schwarze Deutsche. In: Marianne Bechhaus-Gerst; Reinhard Klein-Arendt: AfrikanerInnen in Deutschland und schwarze Deutsche. Geschichte und Gegenwart. Beiträge zur gleichnamigen Konferenz vom 13.–15. Juni 2003 im NS-Dokumentationszentrum (EL-DE-Haus) Köln. LIT Verlag, Münster 2004, S. 227 ff. ISBN 978-3-825-86824-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Jean Pierre Ziegler; Michael Götting; Roy Adoma: Wie Schwarze Menschen in Deutschland leben. Vier Geschichten von 1925 bis heute. In: Vice, 15. Februar 2015.
  2. Maria Höhn; Martin Klimke: Ein Hauch von Freiheit? Afroamerikanische Soldaten, die US-Bürgerrechtsbewegung und Deutschland. transcript Verlag, 2016, S. 309. ISBN 978-3-839-43492-5
  3. Andreas Pretzel: Volker Weiß: Zwischen Autonomie und Integration. Schwule Politik und Schwulenbewegung in den 1980er und 1990er Jahren. Männerschwarm Verlag, 2013, S. 217. ISBN 978-3-863-00159-9.
  4. Be the change – Werde aktiv! ISD.
  5. Alexander Isele: Nichtbetroffene bestimmen, was Rassismus ist. Tahir Della im Gespräch über Racial Profiling und die alltägliche strukturelle Fremdenfeindlichkeit in Deutschland. Neues Deutschland, 9. Januar 2017.