Initiative Schwarze Menschen in Deutschland

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Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (kurz ISD beziehungsweise ISD-Bund e. V.) ist Interessenverein Schwarzer Menschen in Deutschland mit Sitz in Berlin. Der Verein hat über 200 aktive Mitglieder,[1] möchte die Interessen Schwarzer Menschen in Deutschland vertreten, Rassismus, Benachteiligungen und Ausbeutung aufzeigen und bekämpfen sowie für Gerechtigkeit in der Migrationsgesellschaft eintreten.[2]

Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V.
(ISD-Bund e.V.)
Vorsitz: Tahir Della
Gründungsdatum 1986
Mitglieder 30 (1986)
Sitz: Lausitzerstraße 10
10999 Berlin
Website: https://isdonline.de

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Initiative ist Mitte der 1980er-Jahre nahezu zeitgleich mit der Berliner Bewegung ADEFRA e. V. – Schwarze Frauen in Deutschland entstanden.[3] Anlass dafür war die umfangreiche Recherche zu dem Buch Farbe bekennen von Katharina Oguntoye, May Ayim, Dagmar Schultz (Hrsg.).[4] Ein Buch, in dem Schwarze Frauen „generationsübergreifend ihre Geschichte und Gegenwart in der deutschen Gesellschaft dokumentierten“.[5]

Der Verein, dessen Lokalgruppen bundesweit in mehreren deutschen Städten aktiv sind, gab unter anderem anlässlich seines 30-jährigen Bestehens im Jahr 2015 beim Orlanda Verlag den Sammelband Spiegelblicke – Perspektiven Schwarzer Bewegung in Deutschland heraus.[6] Ferner initiierte der Verein die Ausstellung Homestory Deutschland, die von der Bundeszentrale für politische Bildung im Rahmen des Projekts Africom gefördert wurde.[7]

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Spiegelblicke – Perspektiven Schwarzer Bewegung in Deutschland, ISBN 978-3-944666-23-5
  • Homestory Deutschland – Ausstellungskatalog
  • Homestory Deutschland – Jugendreader zur Ausstellung

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schwarze Organisierung in Deutschland. Bundeszentrale für politische Bildung, 10. August 2008. (online)
  • Sascha Zinflou: Schwarze Organisierung in Deutschland. Geschichte und Politik der Initiative Schwarze Deutsche. In: Marianne Bechhaus-Gerst; Reinhard Klein-Arendt: AfrikanerInnen in Deutschland und schwarze Deutsche. Geschichte und Gegenwart. Beiträge zur gleichnamigen Konferenz vom 13.–15. Juni 2003 im NS-Dokumentationszentrum (EL-DE-Haus) Köln. LIT Verlag, Münster 2004, S. 227 ff. ISBN 978-3-8258-6824-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. - HelpDirect.org. Abgerufen am 3. April 2021.
  2. Über uns. In: Initiative Schwarze Menschen in Deutschland. 14. Mai 2018 (isdonline.de [abgerufen am 28. August 2018]).
  3. Maria Höhn; Martin Klimke: Ein Hauch von Freiheit? Afroamerikanische Soldaten, die US-Bürgerrechtsbewegung und Deutschland. transcript Verlag, 2016, S. 309. ISBN 978-3-8394-3492-5
  4. Bundeszentrale für politische Bildung: Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) | bpb. Abgerufen am 28. August 2018.
  5. Oguntoye, Katharina, Ayim, May, Schultz, Dagmar: Farbe bekennen Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte. 4. Auflage. Orlanda Frauenverlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-944666-20-4.
  6. Jean Pierre Ziegler; Michael Götting; Roy Adoma: Wie Schwarze Menschen in Deutschland leben. Vier Geschichten von 1925 bis heute. In: Vice, 15. Februar 2015.
  7. Be the change – Werde aktiv! ISD.
  8. Alexander Isele: Nichtbetroffene bestimmen, was Rassismus ist. Tahir Della im Gespräch über Racial Profiling und die alltägliche strukturelle Fremdenfeindlichkeit in Deutschland. Neues Deutschland, 9. Januar 2017.