Innalik

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Innalik
Ivnalik
Kommune Kommune Qeqertalik
Distrikt Kangaatsiaq
Geographische Lage 68° 26′ 43″ N, 53° 29′ 0″ WKoordinaten: 68° 26′ 43″ N, 53° 29′ 0″ W
Innalik (Grönland)
Innalik
Einwohner 0
(1970)
Zeitzone UTC-3

Innalik [ˈinːalik] (nach alter Rechtschreibung Ivnalik) ist eine wüst gefallene grönländische Siedlung im Distrikt Kangaatsiaq in der Kommune Qeqertalik.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innalik liegt an der Westspitze einer gleichnamigen Insel, einer der größeren des dortigen Schärengartens. Der nächstgelegenste Ort ist Kangaatsiaq 15 km südlich.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Besiedelung von Innalik ist nichts bekannt. 1915 lebten 42 Menschen am Wohnplatz. Davon waren acht Jäger und einer dieser war nebenher Katechet. 1911 wurde die Aufgabe Innaliks in Grønlands Landsråd vorgeschlagen. Die Entscheidung wurde vertagt und erst 1916 wurde die Frage erneut aufgeworfen. Es hieß, dass Innalik nur wegen Streit unter den Bewohnern von Qeqertarsuatsiaq gegründet worden war und dass Krankheiten unter den Einwohnern von Innalik grassierten. Offensichtlich wurde die Umsiedlung abgelehnt. Anschließend versuchte man die Bewohner zu überreden, aber ohne Erfolg. Tatsächlich wuchs die Einwohnerzahl sogar noch, weil einige Bewohner aus Imerissoq dazuzogen. 1930 hatte Innalik 63 Einwohner. 1932 wurde ein Fischhaus gebaut. 1952 fingen die Fischer durchschnittlich je etwa sechs Tonnen Dorsch. In den 1950er Jahren hatte Innalik etwa 100 Bewohner. 1969 wurde der Ort aufgegeben.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karte mit allen offiziellen Ortsnamen bestätigt vom Oqaasileriffik, bereitgestellt von Asiaq
  2. Jens Christian Madsen: Udsteder og bopladser i Grønland 1901–2000. Atuagkat, 2009, ISBN 978-87-90133-76-4, S. 125.