Innernzell

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Innernzell
Innernzell
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Innernzell hervorgehoben
Koordinaten: 48° 51′ N, 13° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Freyung-Grafenau
Verwaltungs­gemeinschaft: Schönberg
Höhe: 636 m ü. NHN
Fläche: 22,13 km2
Einwohner: 1561 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94548
Vorwahlen: 08554, 09908Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: FRG, GRA, WOS
Gemeindeschlüssel: 09 2 72 128
Gemeindegliederung: 19 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstr. 3
94548 Innernzell
Webpräsenz: www.innernzell.de
Bürgermeister: Josef Kern (CSU)
Lage der Gemeinde Innernzell im Landkreis Freyung-Grafenau
Landkreis RegenLandkreis DeggendorfLandkreis PassauSchöfwegWaldhäuserwaldSchönbrunner WaldSchlichtenberger WaldSankt OswaldPleckensteiner WaldPhilippsreuter WaldMauther ForstSpiegelauGraineter WaldAnnathaler WaldZentingWaldkirchenThurmansbangSpiegelauSchönberg (Niederbayern)NeuschönauSankt Oswald-RiedlhütteSaldenburgRöhrnbachRingelaiPhilippsreutPerlesreutNeureichenauMauthJandelsbrunnInnernzellHohenau (Niederbayern)HinterschmidingGrainetGrafenau (Niederbayern)FürsteneckFreyungEppenschlagSchöfwegLeopoldsreuter WaldFrauenberger und Duschlberger WaldHaidmühleÖsterreichTschechienKarte
Über dieses Bild

Innernzell ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schönberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Wald im Bayerischen Wald. Innernzell befindet sich an der B 533 rund 14 km westlich von Grafenau, 23 km von der Bundesautobahn 3 (Ausfahrt Hengersberg) und 28 km von Deggendorf entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 19 Ortsteile:[2]

Es existieren die Gemarkungen Gmünd, Hilgenreith und Innernzell.

Blick auf Innernzell
Die Pfarrkirche St. Nikolaus

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Urbar von Kloster Osterhofen wird Cell 1353 erwähnt. Im Jahr 1395 besaßen die Edlen von Hals in Czell drei Güter als Lehen des Bischofs von Passau. 1471 wurde die Filiale zum Vikariat der Pfarrei Aicha vorm Wald erhoben. In der Landkarte des Philipp Apian von 1568 ist der Ort als Iñera Zell eingetragen. 1578 brannte das gesamte Dorf einschließlich der Kirche ab.

In einer Beschreibung der Landgüter im Landgericht Bärnstein 1597 werden zwölf Güter der Hofmark als zum Kloster Osterhofen gehörig erwähnt, während allein die Tafern dem Landgericht Bärnstein gehörte. Um 1600 wurde eine weitläufige Pfarrei eingerichtet, die unter anderem auch Schöfweg betreute. Im Österreichischen Erbfolgekrieg plünderten 1742 ungarische Husaren das Dorf.

Innernzell gehörte im Kurfürstentum Bayern zum Rentamt Straubing und nach der Auflösung von Kloster Osterhofen zum Damenstift St. Anna (München). Das Damenstift hatte Ende des 18. Jahrhunderts sowohl die Besitzungen des Klosters Osterhofen (Grundherren in Innernzell) als auch die Dachsberger Hofmark Ranfels (Vogtei) erworben. Ein von Kurfürst Karl Theodor zugesichertes Herrschaftsgericht wurde 1802 widerrufen. 1818 entstand die heutige politische Gemeinde. 1842 wurde im klassizistischen Stil eine neue Kirche erbaut.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1945 oder 1946 wurden die gesamte bis dahin selbständige Gemeinde Gmünd und ein Teil von Hilgenreit eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kam ein Teil der Gemeinde Solla hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1396 Einwohner
  • 1970: 1530 Einwohner
  • 1987: 1542 Einwohner
  • 1991: 1602 Einwohner
  • 1995: 1660 Einwohner
  • 2000: 1701 Einwohner
  • 2005: 1677 Einwohner
  • 2010: 1621 Einwohner
  • 2015: 1561 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 wie folgt zusammen:

  • CSU: 7 Sitze (61,97 % der Stimmen)
  • CWU: 5 Sitze (38,03 % der Stimmen)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Josef Kern (CSU), der bei der Kommunalwahl 2014 im ersten Wahlgang mit 58,49 % der gültigen Stimmen wiedergewählt wurde.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Schräglinks geteilt von Silber und Blau, darin ein schrägliegender von Rot und Gold geteilter Bischofsstab, darunter drei, eins zu zwei gestellte goldene Kugeln.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut der amtlichen Statistik gab es 1998 im produzierenden Gewerbe 207 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze; in sonstigen Wirtschaftsbereichen waren 117 Arbeitsplätze sozialversicherungspflichtig. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Wohnort in der Gemeinde Innernzell gab es insgesamt 604.

Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier Betriebe, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 63 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 901 ha, davon waren 790 ha Dauergrünfläche.

In Innernzell befindet sich der Hauptverwaltungsstandort der Karl Bau GmbH.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 82 Kindern
  • Volksschulen: eine mit 13 Lehrern und 194 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111213/104950&attr=OBJ&val=655
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 473

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Innernzell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien