Innsbrucker Straße

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Landesstraße B174 in Österreich
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Basisdaten
Gesamtlänge: 5,16 km

Bundesland:

Tirol

Egger-Lienz-Strasse.jpg
Egger-Lienz-Straße auf Höhe des Westfriedhofs

Die Innsbrucker Straße (B 174) ist eine Landesstraße in Österreich und liegt im Stadtgebiet von Innsbruck. Sie verläuft von der Anschlussstelle Innsbruck-Ost der Inntalautobahn (A 12) bis zum Anschluss an die B 171 in der Höttinger Au auf einer Länge von 5,2 km.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Innsbrucker Straße beginnt am Autobahnanschluss Innsbruck-Ost und verläuft in Ost-West-Richtung durch Amras und Pradl. Auf der 287 m langen Olympiabrücke überquert sie die Sill und die Gleisanlagen des Hauptbahnhofs. Anschließend führt sie durch Wilten, wo die Brennerstraße (B 182) nach Süden abzweigt. Auf der Höhe des Westbahnhofs wendet sie sich Richtung Nordwesten, kreuzt den Innrain (L 11 Völser Straße), überquert auf der Freiburger Brücke den Inn und führt durch die Höttinger Au, bis sie in die B 171 einmündet.

Sie heißt in ihrem Verlauf von Ost nach West Amraser-See-Straße - Burgenlandstraße - Olympiastraße - Olympiabrücke - Graßmayrstraße - Anton-Melzer-Straße - Egger-Lienz-Straße - Holzhammerstraße - Freiburger Brücke - Bachlechnerstraße. Die B 174 wird auch Südring genannt, weil sie das bebaute Stadtgebiet am südlichen Rand durchquert, obwohl sie eher eine Tangente darstellt. Nachts ist der Südring als der Innsbrucker Straßenstrich bekannt.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterführung beim Eisstadion Richtung Westen

Als Herzstück der Ost-West-Verbindung wurde am 3. Jänner 1964 die anlässlich der Olympischen Winterspiele 1964 errichtete Olympiabrücke eröffnet.[2] In der Folge wurden die Anschlussstrecken ausgebaut, Anfang der 1980er Jahre wurde die Freiburger Brücke errichtet und der Straßenzug in die Höttinger Au verlängert. Für den Ausbau des Südrings wurde 1981 das südwestliche Eck des Westfriedhofs abgetrennt, wofür zahlreiche Gräber des jüdischen Sektors aufgelassen oder umgebettet werden mussten.[3]

2006 wurde der Südring beim Eisstadion in eine 440 m lange Unterführung verlegt und die oberirdische Kreuzung mit der Mittelgebirgsstraße (L 9) als Kreisverkehr gestaltet.[4] Ebenso wurde die Olympiabrücke unter dem Wegfall der beiderseitigen Gehsteige auf vier Fahrspuren verbreitert, für Fußgänger und Radfahrer wurde südlich der bestehenden Brücke eine neue Brücke gebaut.[5]

Seit dem 1. Jänner 1973 gehört die Innsbrucker Straße zum Netz der Bundesstraßen in Österreich.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die B 174 ist einer der meistbefahrenen Straßenzüge der Stadt Innsbruck. Sie ist eine wichtige Verbindung von und zu den Anschlussstellen Innsbruck-West, -Mitte und -Ost der Inntalautobahn. Im Jahr 2016 wurden im Schnitt 43.072 Kraftfahrzeuge pro Tag gezählt.[7] Abgesehen von der Unterführung beim Eisstadion ist sie durchgehend vierspurig ausgebaut.

Der Südring wird im Großteil seines Verlaufs von der Linie T der IVB befahren, in kürzeren Abschnitten auch von weiteren Buslinien. Vom Westbahnhof bis zur Fritz-Konzert-Straße verkehrt die Straßenbahn (Linie 1 und Stubaitalbahn) auf einem eigenen Gleiskörper in der Mitte der Straße.

Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächsten neuralgischen Punkte dieses Straßenzuges, die ausgebaut werden sollen, sind die sogenannte Graßmayrkreuzung (Einmündung der Südbahnstraße und Leopoldstraße/B 182 Brennerstraße in die B 174; der Name leitet sich von der dort befindlichen Glockengießerei Grassmayr ab) und die westlich davon gelegenen Kreuzungen der B 174 mit der Tschamlerstraße/Fritz-Konzert-Straße und mit der Neuhauserstraße. Ziel der Umbaumaßnahmen ist es hier auch, den in Ost-West-Richtung laufenden Durchgangsverkehr durch die Führung in einer Unterflurtrasse kreuzungsfrei von der Egger-Lienz-Straße bis zur Olympiabrücke auf einer Ausbaulänge von 638 m zu führen und zusätzlich die Südbahnstraße und damit das Stadtzentrum auch für die Fahrtrichtung nach Osten an den Südring anzubinden. Damit wird die Leistungsfähigkeit in diesem Bereich wesentlich erhöht und zugleich die Lärmemissionen reduziert. Die Länge der erforderlichen Untertunnelung der B 174 beträgt 286 m. Ein Termin für den Baubeginn steht noch nicht fest.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Innsbrucker Straße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brutale Gewalt auf der Innsbrucker Rotlichtmeile. Tiroler Tageszeitung vom 6. März 2017
  2. Die Eröffnung der Olympiabrücke. In: Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck, Nr. 1, Jänner 1964, S. 1–3 (Digitalisat)
  3. Israelitische Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg: Friedhof
  4. Olympiabrücke freigegeben. Österreich-Journal vom 14. April 2006
  5. Martin Aschaber, Günter Guglberger, Karl Sporschill: Brücken in Tirol. Studienverlag, Innsbruck 2010, ISBN 978-3-7065-4957-8, S. 146–147.
  6. Kundmachung des Bundesministers für Bauten und Technik vom 3. September 1973 gemäß § 33 Abs. 4 des Bundesstraßengesetzes 1971 hinsichtlich des Landes Tirol, BGBl. Nr. 496/1973.
  7. Amt der Tiroler Landesregierung, Sachgebiet Verkehrsplanung (Hrsg.): Verkehr in Tirol – Bericht 2016. (PDF; 3,4 MB)
  8. Manfred Mitterwachauer: Stadt Innsbruck nimmt neuen Anlauf für Grassmayr-Kreuzung. Tiroler Tageszeitung vom 10. Februar 2015
 B174 
Die Innsbrucker Straße befand sich wie die anderen ehemaligen Bundesstraßen in der Bundesverwaltung. Seit 1. April 2002 steht sie unter Landesverwaltung und führt zwar das B in der Nummer weiterhin, nicht aber die Bezeichnung Bundesstraße.