Inntaler Primel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Inntaler Primel
Inntaler Primel (Primula daonensis) Illustration in .mw-parser-output .Person{font-variant:small-caps}Anton Hartinger, Atlas der Alpenflora (1882)

Inntaler Primel (Primula daonensis)
Illustration in Anton Hartinger, Atlas der Alpenflora (1882)

Systematik
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Unterfamilie: Primuloideae
Gattung: Primeln (Primula)
Untergattung: Auriculastrum
Sektion: Auricula
Art: Inntaler Primel
Wissenschaftlicher Name
Primula daonensis
Leyb.

Die Inntaler Primel oder Inntaler Rotdrüsen-Primel[1] (Primula daonensis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Primeln (Primula) innerhalb der Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Sie ist eng verwandt mit der Behaarten Primel (Primula hirsuta).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Inntaler Primel ist ein ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von bis zu 10 Zentimetern. Die oberirdischen Pflanzenteile sind drüsenhaarig behaart. Die grundständigen Laubblätter sind beiderseits drüsig behaart und im jungen Zustand gegen die Oberseite eingerollt.

Die Tragblätter sind 1 bis 3 Millimeter lang und eiförmig. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Blütenkrone ist rosa- bis purpurfarben mit einem weißen Schlund und trichterförmig ausgebreiteten, ausgerandeten Kronlappen. Die Kronröhre ist an ihrer Außenseite drüsig behaart.

Unterscheidungsmerkmale der Inntaler Primel gegenüber der Behaarten Primel: Die Inntaler Primel besitzt stets rote Drüsen. Ihr Blütenstandsschaft ist in der Regel länger als die Blätter. Die Blütenstiele sind 2 bis 6 Millimeter, der Kelch bis 4 Millimeter lang. Die Kelchzähne sind kürzer, bis 1,5 Millimeter lang und stumpf.

Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 62, 63 oder 64.[2]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom südöstlichen Graubünden[1] über die Bergamasker Alpen über Adamello und Judikarien bis zum Ortler. In Österreich die Inntaler Primel ausgestorben und war ehemals im Oberinntal und im Paznauntal verbreitet. Die Inntaler Primel kommt vorwiegend in der alpinen Höhenstufe, in Höhenlagen von 1600 bis 2800 Metern vor. Hier gedeiht diese Art auf sauren Böden in Krummseggenrasen, auf Schutt und in Silikatfeldern.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen. Erkennen und bestimmen (= Steinbachs Naturführer). Neue bearbeitete Auflage. Mosaik, München 1996, ISBN 3-576-10558-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.
  2. Konrad Lauber, Gerhart Wagner: Flora Helvetica. Flora der Schweiz. Verlag Paul Haupt, Bern, Stuttgart, Wien, 1996, ISBN 3-258-05405-3, S. 440.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Inntaler Primel (Primula daonensis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien