Insektensterben

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Begriff Insektensterben bezeichnet den Rückgang der Artenzahl von Insekten (Biodiversität) oder der Zahl der Insekten in einem Gebiet.

Ein Rückgang der Zahl von Insekten wird in der Ökologie als besonders problematisch angesehen, da Insekten vielen anderen Wildtieren als Nahrung dienen. Zahlreiche Arten von Amphibien, Vögel und Fledermäusen sind auf Insekten angewiesen, sodass deren Rückgang auch viele andere Arten in ihrem Bestand gefährdet. Zudem ist die Bestäubung durch Insekten für viele Pflanzen, darunter zahlreiche Nutzpflanzen, unverzichtbar. Insekten sind unter anderem auch als Destruenten von großer ökologischer Bedeutung. Des Weiteren sind manche Insekten Zeigertiere und damit Bioindikatoren.

Evidenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch vergleichendes Untersuchen von Ökologen ist belegbar, dass sich, neben zahlreichen anderen Lebewesen, die Biodiversität der Insekten im Industriezeitalter in vielen Regionen drastisch vermindert hat. Allerdings ist bei den Insekten, wie bei allen Wirbellosen, die Datenbasis schlechter als bei den Wirbeltieren. Neben der Artenzahl hat dabei auch deren Abundanz abgenommen, bei der am besten untersuchten Gruppe, den Schmetterlingen nach einer Abschätzung um etwa ein Drittel in den vergangenen 40 Jahren.[1] Als besorgniserregend wird dabei insbesondere auch angesehen, dass neben seltenen Arten, deren Erhaltung im besonderen Fokus des Artenschutzes steht, offenbar auch bisher noch als häufig und weit verbreitet geltende Arten starke Bestandseinbrüche zeigen, die oft lange Zeit nicht bemerkt werden.[2]

Seit längerem mit Besorgnis betrachtet werden auch Beobachtungen, die auf einen Rückgang von Insekten, die als Bestäuber von Blütenpflanzen dienen, hinweisen.[3][4] Hier hat unter dem Schlagwort Bienensterben eine öffentliche Debatte eingesetzt, die insbesondere die Honigbiene betrifft. Diese Art ist allerdings ein domestizierbares Nutztier, das in großen Teilen ihres Verbreitungsgebiets durch die Imkerei vom Menschen eingeführt wurde, und deren Bestandshöhe damit nicht nur von natürlichen Faktoren abhängt. Aber auch die natürlichen Bestäuber, deren Ökosystemdienstleistung durch Bestäubung von Kulturpflanzen auch für den Menschen schon rein ökonomisch noch weitaus bedeutsamer ist[5][6], gehen vermutlich in gleicher Weise zurück.

Vermutlich hängt auch der weithin beobachtete Rückgang insektenfressender Vogelarten, insbesondere der Agrarlandschaften, mit einem Rückgang der Insekten als ihrer Nahrungsbasis ab.[7][8][9]

Studien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lange Zeit gab es wenige exakte Daten zu einem Rückgang der Biomasse bei Insekten.[10] Bei der Verwendung des Begriffs häufig zitiert ist ein Rückgang von 80 % seit Ende der 1980er Jahre. Die Zahl wurde manchmal auf ganz Deutschland bezogen, manchmal nur auf bestimmte Regionen, teilweise war von 80 %, teilweise von bis zu 80 % die Rede. Die Zahl geht zurück auf eine 2013 gemachte Veröffentlichung unbezahlter Forscher des Entomologischen Vereins Krefeld. Diese betreiben seit Jahrzehnten dutzende Messstellen für Fluginsekten in Nordrhein-Westfalen. In der Veröffentlichung wurden die zwei Messstellen im Orbroicher Bruch (Naturschutzgebiet Orbroich, Stadt Krefeld) herangezogen, um die Jahre 1989 und 2013 zu vergleichen: Dabei wurde bei einer Messstelle ein Gewichtsrückgang von 77 % festgestellt, bei der anderen ein Rückgang von 80 %.

Die Messungen erfolgten mit jeweils an den Messstellen angebrachten Malaise-Fallen, die 1989 und 2013 zu ähnlichen Zeitpunkten innerhalb des Jahres geleert wurden (z. B. Leerung 8. Mai 1989, und Leerung 5. Mai 2013) – in beiden Jahren jeweils 24 mal.[11][12] An den beiden Messstellen wurde ein Rückgang der Fluginsekten-Biomasse von 77 % und 80 % festgestellt.[13][12] Über die Krefelder Studie wurde 2017 in der Zeitschrift Science berichtet.[14]

Insgesamt hatte der Verein an 88 Standorten fliegende Insekten gesammelt, ihre Arten bestimmt und sie gewogen. Während dabei 1995 noch 1,6 Kilogramm in den Untersuchungsfallen gefunden worden seien, seien es heute oft nur 300 Gramm. Diese Biomasseverluste von bis zu 80 Prozent beträfen unter anderem Schmetterlinge, Bienen und Schwebfliegen.[15] Dabei bezieht sich die Zahl 80 Prozent nur auf die Messwerte[12] der Jahre 1989 und 2013 an zwei Messstellen im Krefelder Naturschutzgebiet Orbroicher Bruch.[16] Die Ergebnisse der vom Krefelder Verein mit dem NABU zusammen durchgeführten Untersuchung[17] wurden im Januar 2016 dem Umweltausschuss des Deutschen Bundestags vorgestellt.

Im Oktober 2017 wurden die um zahlreiche weitere untersuchte Gebiete erweiterten Ergebnisse in Zusammenarbeit mit einem internationalen Wissenschaftlerteam in der Fachzeitschrift PLOS ONE publiziert. Diese Langzeitstudie dokumentiert anhand von Malaisefallen die Bestandszahlen in 63 deutschen Schutzgebieten in unterschiedlichen Jahren, jeweils im Zeitraum von 1989 bis 2016, wobei 37 Gebiete einmal, 20 zweimal, fünf dreimal und eine Stelle in vier Jahren untersucht wurden. Nach der Studie nahm die Masse der Fluginsekten in den untersuchten Gebieten um durchschnittlich 6,1 % pro Jahr, kumuliert um über 75 (74,8–78,5) % ab, im Hochsommer um etwa 80 (79,7–83,4) %. Der Rückgang erstreckte sich dabei ohne wesentliche Trendunterschiede über alle untersuchten Biotoptypen. Der dabei mit dokumentierte Anstieg der mittleren Jahrestemperatur und der Nährstoffe hatte keinen Einfluss auf das Ergebnis, diese Faktoren wirkten sich im Gegenteil positiv auf die Insekten-Biomasse aus, wirkten also dem beobachteten Trend eher entgegen. Auch Änderungen der Vegetation und Landnutzung in den Schutzgebieten selbst, die häufig als wesentlich für den Rückgang angesehen werden, waren nicht hinreichend, um den Rückgang zu erklären. Nach Ansicht der Autoren spiegeln die Ergebnisse großräumige Trends wider, am wahrscheinlichsten die im großen Stil intensivierte landwirtschaftliche Bodennutzung (erhöhte Maßnahmenintensität und -frequenz, etwa von Pflügen und Pestizideinsatz).[18] Da entsprechende Daten weltweit nur an wenigen Stellen erhoben worden sind, so dass der Rückgang von Experten zwar generell als hoch wahrscheinlich eingeschätzt wird, dies aber sehr selten mit harten Daten untermauert werden konnte, hat die Studie öffentlich viel Aufmerksamkeit erregt.[19]

Die gesammelten Insekten werden von den Forschern aufgehoben, um vielleicht einmal zu untersuchen, um welche Arten es sich handelt, und ob es Veränderungen gab, zum Beispiel in der Zahl der Arten.[18]

Untersuchungen anhand von Schmetterlingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schwalbenschwanz ist inzwischen in Mitteleuropa eine gefährdete Art.

Schmetterlinge gehören zu den besser untersuchten Insektengruppen, so dass für diese Gruppe auch einige der wenigen Langzeituntersuchungen vorliegen, anhand derer ein Rückgang nicht nur vermutet, sondern anhand von Daten auch nachgewiesen werden kann. Obwohl es auch Kritiker gibt, werden die Daten für die Schmetterlinge überwiegend als vergleichbar mit solchen für die gesamte Insektenfauna angesehen[20] und können deshalb als Modellgruppe herangezogen werden. Aufgrund des extremen Aufwands, der mit quantitativen Untersuchungen verbunden ist, liegen auch für diese Gruppe in erster Linie Messungen der relativen Häufigkeit vor, die aber als methodisch gut abgesichert gelten. Weltweit am besten untersucht ist die Fauna der Insel Großbritannien. Die Gruppe der Nachtfalter („macro-moths“, d.h. nur die Großschmetterlinge) wird seit 1968 durch ein Netz von Lichtfallen (gut 80 Fallen pro Jahr, in wechselnden Gebieten, im Durchschnitt gut 7 Jahre pro Gebiet) des Rothamsted Insect Survey, betrieben von Rothamsted Research[21] erforscht. Für die Tagfalter liegen die umfangreichen Beobachtungen des UK Butterfly Monitoring Scheme[22][23], mit jährlich herausgegebenen Berichten, vor. Bei beiden Datensätzen handelt es sich um von einem Netz von speziell geschulten ehrenamtlichen Bearbeitern nach einem standardisierten Protokoll gesammelten Beobachtungen, also um Bürgerwissenschaft (Citizen Science). Aufgrund des Mangels quantitativer Daten wurde hier teilweise aus einem verkleinerten Verbreitungsgebiet von Arten auf ihre abnehmende Häufigkeit geschlossen.

Die Daten zu den Nachtfaltern zeigen Arten mit zunehmendem und solche mit abnehmenden Bestand, wobei allerdings die abnehmenden Arten klar überwiegen, sie machen etwa zwei Drittel aller Arten aus.[24][25] Der Rückgang von 337 bisher als häufig und weit verbreitet geltenden Arten war insgesamt so stark, dass er bei 71 davon nach den Kriterien des IUCN für eine Aufnahme in die Rote Liste gefährdeter Arten ausreichen würde. Als wichtigster Grund für die Abnahme erwies sich abnehmende Qualität (Degradation) der Habitate durch landwirtschaftliche Bodennutzung, wobei die Daten keinen Rückschluss auf einzelne Teilursachen zuließen.[26][27] Weil vergleichbare Daten nur an wenigen Stellen vorliegen, ist ein direkter Vergleich schwierig. Bei einem vergleichbaren Monitoringprojekt mittels Lichtfallen in Ungarn.[28] zeigten sich allerdings dieselben Trends, einschließlich einer langfristigen Abnahme der Gesamtabundanz. Bei den Nachtfaltern gab es, wie bei den Tagfaltern, Arten, die aufgrund der Klimaerwärmung ihr Verbreitungsgebiet nach Norden ausweiten konnten. Ebenso wie bei den Tagfaltern[29] nahmen aber von diesen mehr Arten aufgrund von Habitatverschlechterungen im Bestand ab, als von der Arealerweiterung profitieren konnten. Bei den Tagfaltern in England, dem am besten untersuchten Gebiet, zeigten seit 1976 überschlägig etwa 65 Prozent der ausgewählten Artengruppe (55 Arten, davon 25 weit verbreitete und häufige) ein negativen Bestandstrend, 33 Prozent einen positiven, wobei die Werte für die letzte Dekade ein etwas erfreulicheres Bild zeigen.[30]

Insekten als Bestäuber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rückgang von Insekten, die Blüten bestäuben, hat auch wegen der unmittelbar drohenden wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Ernte von Kulturpflanzen besondere Aufmerksamkeit gefunden. Die UN-Organisation Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services IPBES, die ähnlich der Funktion des Intergovernmental Panel on Climate Change IPCC bei der Frage des Klimawandels, als Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Politik in Fragen der Biodiversität dienen soll[31] stellte 2016 ihren ersten großen Bericht (assessment report) zu diesem Thema vor.[32] Die Bearbeiter kommen in der Zusammenfassung des Berichts[33] zu dem Schluss: „Wild pollinators have declined in occurrence and diversity (and abundance for certain species) at local and regional scales in North West Europe and North America.“ („Wildbestäuber haben in Nordwesteuropa und Nordamerika sowohl auf lokaler als auch auf regionaler Ebene an Vorkommen und Vielfalt (und bei bestimmten Arten auch an Häufigkeit) abgenommen.“) Im Bericht wird auf einen nachgewiesenen Rückgang von Hummel-Arten (Bombus spp.) und anderen Wildbienen hingewiesen, wobei einem generellen Rückgangstrend der meisten Arten bisher ein Anstieg einiger weniger Arten, darunter oft vom Menschen eingeführter, entgegen stand. In einigen Fällen ist nachgewiesen, dass der weltweite Transport vom Menschen gezüchteter Bestäuber-Arten durch eingeschleppte Parasiten und Krankheiten direkt zum Rückgang autochthoner Arten führte. Dabei liegen außerhalb von Europa und Nordamerika nur wenige Studien vor. Außerhalb des Berichts (an dessen Zustandekommen zahlreiche Experten, darunter auch solche aus industrienahen Institutionen[34][35] beteiligt waren) weisen einige der Hauptautoren des Berichts in einem unabhängigen Statement[4] auf, aus ihrer persönlichen Sicht, wesentliche Schlussfolgerungen daraus hin. Sie nennen dabei an erster Stelle die Notwendigkeit verschärfter Zulassungsverfahren für Pestizide.

Insekten auf Windschutzscheiben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als qualitatives Indiz dafür, dass die Biomasse der Insekten gegenüber früher zurückgegangen sein müsse, wird die Beobachtung angeführt, dass früher mehr Insekten an der Windschutzscheibe von Autos gewesen seien. Ob diese Beobachtung zutrifft, und ob sie ein Indiz für ein Insektensterben wäre, wird allerdings unterschiedlich gewertet. So weist der Umweltwissenschaftler Josef Settele darauf hin, auch die Aerodynamik der Autos sei verbessert, was umso mehr einen Unterschied macht, je leichter das Tier ist, wodurch etwa Mücken jetzt öfter an der Scheibe vorbeigeleitet werden.[36][37][38] Der amerikanische Entomologe John Acorn spricht von einem Mem, dessen erste Verwendung er ins Jahr 1997 zurückverfolgen konnte.[39]

Methoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Nachweis eines Insektensterbens sind Daten zur Abundanz von Insekten in früheren Jahren mit aktuellen Daten erforderlich, die ggf. einen in der Zwischenzeit eingetretenen Rückgang belegen können (Monitoring). Obwohl es zahlreiche anekdotische Berichte über zurückgegangene Insektenzahlen, auch aus Deutschland, gibt[40] existieren, auch weltweit, nur wenige einen längeren Zeitraum abdeckende Datensätze.[41][42] Die Analyse dieser Daten ist zudem schwierig und methodisch anspruchsvoll. Da Insektenpopulationen zu starken Populationsschwankungen von Jahr zu Jahr neigen, die oft mit den Wetterbedingungen korrelieren[43] sind Zeitreihen, die einen langen Zeitraum abdecken, für einen statistisch absicherbaren Nachweis eines Rückgangs notwendig. Alle vorliegenden Zeitreihen beruhen dabei auf Messungen der relativen Häufigkeit[41] mittels automatisch wirkenden Fallen (Fangautomaten), wie Lichtfallen oder Malaisefallen. Um hier Messfehler in vertretbarem Rahmen zu halten, können nur Daten miteinander direkt verglichen werden, die mit einer standardisierten und einheitlichen Methodik erhoben worden sind. Eine Umrechnung der relativen Häufigkeiten in absolute Zahlen (absolute Populationsgröße oder Populationsdichte) ist anhand dieser Methoden nur unter besonderen Umständen möglich.[44] Auch besondere Fangtechniken, die für einzelne, oft wirtschaftlich bedeutsame Arten entwickelt worden sind[45] können nicht eingesetzt werden, da ja nicht im Voraus bekannt ist, wie sich die Gesamtentwicklung auf die einzelnen Arten aufteilt. Bei den meisten Zeitreihen steht die Entwicklung der Biodiversität, meist anhand der Gesamt-Artenzahl, im Vordergrund des Interesses, so dass nur sehr wenige Datensätze erhoben worden sind, anhand derer auch die Gesamthäufigkeit der Fluginsekten abgeschätzt werden kann.[41]

Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Extrem artenarme „Agrarsteppe“ in der Region Palouse (USA)

Zu den Ursachen des Rückgangs zählen Insektenkundler z. B. Biotopverluste bei Pflanzen aufgrund erhöhten Stickstoffgehalts (Stichwort Eutrophierung von Magerrasen), Zerstückelung der Landschaft[46] und Pestizideinsatz.[46][47] Als mögliche Ursachen genannt werden Klimawandel, Monokulturen in der Landwirtschaft und die geringe Anzahl von Hecken und Randstreifen auf Feldern.[38]. Biotopverbindungen werden häufiger unterbrochen und so eine Wanderung erschwert.[46] Eine der Ursachen für den Rückgang der Zahl der Schmetterlingspopulationen ist, dass Raupen eine Pflanze vor allem dann befressen, wenn sie Stickstoffmangel hat. Durch Dünger auf benachbarten Feldern oder durch Stickoxide aus Autoabgasen nehmen Pflanzen jedoch mehr Stickstoff als früher auf, und wachsen stärker.[46][48]

Auch die zunehmende Lichtverschmutzung wirkt sich auf Insekten aus.[49]. Dabei sind verschiedene Wirkmechanismen unterscheidbar: Insekten werden durch Lichtquellen angelockt und immobilisiert, wodurch sie Aktivitätszeit einbüßen und leichter Opfer von Prädatoren werden. Durch Störung der Orientierung können ihnen Teile des potenziellen Lebensraums abgeschnitten werden und so verloren gehen. Insbesondere bei wasserlebenden (aquatischen) Insekten können Lampen sogar als Falle wirken, die ganze Lebensräume leer fangen.[50] Wesentliche Effekte wurden etwa für nachtlebende, bestäubende Schmetterlingsarten (Lepidoptera) erschlossen.[51]

Der Anstieg der Temperatur in einem Gebiet führt jedoch zur Erhöhung der Biomasse von Insekten.

Nach der ersten Langzeitstudie – die 2017 von einem Insektensterben von 76 % in Schutzgebieten innerhalb Deutschlands seit 1989 ausgeht – sind die Ursachen unklar. Die Rückgänge seien, zumindest anhand der zur Verfügung stehenden Daten, nicht allein mit Lebensraumzerstörung, Klimawandel oder Landnutzungsänderungen – und damit auch der Verarmung der Agrarlandschaften – zu erklären. Josef Settele von der Biozönosenforschung am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle sieht dies als einen der wenigen Schwachpunkte des Langzeit-Monitorings: „Die Autoren konnten nicht alle klimatisch relevanten Faktoren einschließen. Nach ihrer eigenen Aussage sind noch weitere Analysen nötig. Daher kann das Klima als wichtiger Faktor nicht ausgeschlossen werden. Die vereinfachte Darstellung, dass Wetterveränderungen oder Änderungen der Landnutzung den Gesamtrückgang nicht erklären können, ist zumindest irreführend.“[52] Jan Christian Hebele vom Lehrstuhl Terrestrische Ökologie, TU München geht davon aus, dass Pestiziden ein beträchtlicher Anteil am Rückgang der Insekten zukommt. Insbesondere bei kleineren Naturschutzgebieten kann über Luftverfrachtung eine Kontamination der Fläche erfolgen. Dicks et al. sehen die Landwirtschaft als einen Hauptgrund für den Bestandsrückgang an Bestäubern an.[53] Nicht nur Landwirte, sondern insbesondere Agrarpolitiker und auch Verbraucher in ihrem Einkaufsverhalten stünden in der Verantwortung.[54]

Diskussion in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Debatte zum Thema Insektensterben, vorher überwiegend in der Fachöffentlichkeit geführt, intensivierte sich durch die Antwort der Bundesregierung, vertreten durch die Ministerin Hendricks, auf eine kleine Anfrage von verschiedenen Abgeordneten der Grünen vom 14. Juli 2017[55], die auch von überregionalen Zeitungen aufgegriffen wurde. Das Ministerium teilte darin unter anderem mit, dass es derzeit keine belastbare, bundesweit repräsentative Datenbasis zur Einschätzung von Langzeitveränderungen von Vorkommen und Bestandsgrößen der Insektenfauna in Deutschland gibt. Unter Federführung des BfN sei aber eine Studie „Biodiversitätsverluste in FFH-Lebensraumtypen des Offenlandes“ beim Entomologischen Verein Krefeld in Auftrag gegeben worden, die bis zum Jahr 2018 vorliegen soll. Kommentatoren wie der Journalist Bernd Ulrich weisen darauf hin, dass der Ruf nach Langzeitstudien bei katastrophalen ökologischen Entwicklungen wie dem Insektensterben dazu führen kann, dass Gegenmaßnahmen so lange verzögert werden, dass es bei einem zweifelsfreien wissenschaftlichen Nachweis schon zu spät für wirksame Gegenmaßnahmen wäre. Negative Entwicklungen mit langfristigem, schleichenden Verlauf, ohne spektakuläre, fernsehtaugliche Katastrophen als Nachrichtenaufhänger, hätten es besonders schwer, in der öffentlichen Debatte noch wahrgenommen zu werden.[56]

In einem Fachgespräch des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit des deutschen Bundestags[57] zu dem Thema wurde unter anderem die Reduktion des Pestizideinsatzes gefordert.

Naturschützer wie der BUND fordern, dass möglichst schnell ein dauerhaftes bundesweites Insektenmonitoring aufgebaut wird und als kritisch bekannte Insektizide intensiv überprüft werden. Gefordert wird unter anderem ein Verbot der Neonikotinoide, eine Realisierung und umgehende Veranlassung und Finanzierung von Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität wie z.B. die Renaturierung von Ackerrändern (Ackerrandstreifen) sowie die Umsetzung der gesetzlich vorgeschriebenen Gewässerrandstreifen, eine großflächige Neuausweisung bzw. Vergrößerung von Schutzgebieten nach Naturschutz- und Landeswaldgesetz sowie die Förderung des Arten-, Biotop- und Landschaftsschutzes wie auch der biologischen Landwirtschaft.[58]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rodolfo Dirzo, Hillary S. Young, Mauro Galetti, Gerardo Ceballos, Nick J. B. Isaac, Ben Collen (2014): Defaunation in the Anthropocene. Science 345 (6195): 401–406. doi:10.1126/science.1251817
  2. Kevin J. Gaston & Richard A. Fuller (2007): Biodiversity and extinction: losing the common and the widespread. Progress in Physical Geography 31(2): 213–225. doi:10.1177/0309133307076488
  3. Peter G. Kevan & Blandina F. Viana (2003): The global decline of pollination services. Biodiversity 4 (4): 3–8. doi:10.1080/14888386.2003.9712703
  4. a b Lynn V. Dicks, Blandina Viana, Riccardo Bommarco, Berry Brosi, María del Coro Arizmendi, Saul A. Cunningham, Leonardo Galetto, Rosemary Hill, Ariadna V. Lopes, Carmen Pires, Hisatomo Taki, Simon G. Potts (2016): Ten policies for pollinators. Science 354 (6315): 975-976. doi:10.1126/science.aai9226
  5. John E. Losey & Mace Vaughan (2006): The Economic Value of Ecological Services Provided by Insects. BioScience 56(4): 311-323. doi:10.1641/0006-3568(2006)56[311:TEVOES]2.0.CO;2
  6. Lucas A. Garibaldi, Ingolf Steffan-Dewenter, Rachael Winfree, Marcelo A. Aizen, Riccardo Bommarco, Saul A. Cunningham, Claire Kremen, Luísa G. Carvalheiro, Lawrence D. Harder, Ohad Afik, Ignasi Bartomeus, Faye Benjamin, Virginie Boreux, Daniel Cariveau, Natacha P. Chacoff, Jan H. Dudenhöffer, Breno M. Freitas, Jaboury Ghazoul, Sarah Greenleaf, Juliana Hipólito, Andrea Holzschuh, Brad Howlett, Rufus Isaacs, Steven K. Javorek, Christina M. Kennedy, Kristin Krewenka, Smitha Krishnan, Yael Mandelik, Margaret M. Mayfield, Iris Motzke, Theodore Munyuli, Brian A. Nault, Mark Otieno, Jessica Petersen, Gideon Pisanty, Simon G. Potts, Romina Rader, Taylor H. Ricketts, Maj Rundlöf, Colleen L. Seymour, Christof Schüepp, Hajnalka Szentgyörgyi, Hisatomo Taki, Teja Tscharntke, Carlos H. Vergara, Blandina F. Viana, Thomas C. Wanger, Catrin Westphal, Neal Williams, Alexandra M. Klein (2013): Wild Pollinators Enhance Fruit Set of Crops Regardless of Honey Bee Abundance. Science 340 (6127): 1608-1611 doi:10.1126/science.1230200
  7. Tim G. Benton, David M. Bryant, Lorna Cole, Humphrey Q.P. Crick (2002): Linking agricultural practice to insect and bird populations: a historical study over three decades. Journal of Applied Ecology 39: 673–687. doi:10.1046/j.1365-2664.2002.00745.x
  8. Silke Nebel, Alex Mills, Jon D. McCracken, Philip D. Taylor (2010): Declines of Aerial Insectivores in North America Follow a Geographic Gradient. Avian Conservation and Ecology 5(2): 1. online
  9. Caspar A. Hallmann, Ruud P. B. Foppen, Chris A. M. van Turnhout, Hans de Kroon, Eelke Jongejans (2014): Declines in insectivorous birds are associated with high neonicotinoid concentrations. Nature 511: 341–343. doi:10.1038/nature13531
  10. Monika Sax, Mathias Tertilt: Zahl der Insekten um 75 Prozent gesunken. In: WDR Wissen, 20. Juli 2017, Zitat: „Das globale Insektensterben hat Anfang 2016 eine internationale Studie des Weltrats für Biodiversität bestätigt. In manchen Regionen sind bis zu 40 Prozent der Fluginsekten vom Aussterben bedroht.“
  11. Insektensterben: Hat es sich bald ausgekrabbelt? In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 22. Juli 2017, abgerufen am 8. August 2017.
  12. a b c Sorg, M.; Schwan, H.; Stenmans, W. & A. Müller: Ermittlung der Biomassen flugaktiver Insekten im Naturschutzgebiet Orbroicher Bruch mit Malaise-Fallen in den Jahren 1989 und 2013. In: Mitteilungen aus dem Entomologischen Verein Krefeld Vol. 1 (2013), pp. 1-5. Entomologischer Verein Krefeld, 2013, abgerufen am 26. Juli 2017.
  13. Tina Baier: Gibt es ein Insektensterben in Deutschland? In: sueddeutsche.de. 8. August 2017. Zitat: „Von den südöstlichen Juraausläufern beispielsweise, einem Naturschutzgebiet im Osten von Regensburg, liegen Daten vor, die bis ins Jahr 1840 zurückreichen. Damals gab es dort 117 verschiedene Schmetterlingsarten. Heute sind es nur noch 71.“
  14. Where have all the insects gone?, Science 10. Mai 2017
  15. NABU: Dramatisches Insektensterben: Rückgang um 80 Prozent in Teilen Deutschlands Abgerufen am 17. Juli 2016.
  16. Jens Voss: Medienkritik: Krefelder Entomologen verteidigen ihre Zahlen zum Insektensterben. Abgerufen am 26. Juli 2017.
  17. Entomologischer Verein Krefeld
  18. a b Casper A. Hallmann, Martin Sorg, Eelke Jongejans, Henk Siepel, Nick Hofland, Heinz Schwan, Werner Stenmans, Andreas Müller, Hubert Sumser, Thomas Hörren, Dave Goulson, Hans de Kroon: More than 75 percent decline over 27 years in total flying insect biomass in protected areas. In: PLOS ONE. Band 12, Nr. 10, 2017, S. e0185809, doi:10.1371/journal.pone.0185809.
  19. 75 Prozent weniger Insekten: „Wir befinden uns mitten in einem Albtraum“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. Oktober 2017. Abgerufen am 18. Oktober 2017.
  20. J.A. Thomas (2005): Monitoring change in the abundance and distribution of insects using butterflies and other indicator groups. Philosophical Transactions of the Royal Society LondonSeries B 360 (1454): 339–357. doi:10.1098/rstb.2004.1585
  21. The Insect Survey. Rothamstdead Research
  22. UK Butterfly Monitoring Scheme (UKBMS) Home Page
  23. E. Pollard, T.J. Yates: Monitoring Butterflies for Ecology and Conservation: The British Butterfly Monitoring Scheme. Springer Verlag, 1994. 274 Seiten. ISBN 978 0412634604
  24. Kelvin F. Conrad, Ian P. Woiwod, Mark Parsons, Richard Fox, Martin S. Warren (2004): Long-term population trends in widespread British moths. Journal of Insect Conservation 8: 119–136. doi:10.1023/B:JICO.0000045810.36433.c6
  25. Kelvin F.Conrad, Martin S.Warren, RichardFox, Mark S.Parsons, Ian P.Woiwoda (2006): Rapid declines of common, widespread British moths provide evidence of an insect biodiversity crisis. Biological Conservation 132 (3): 279-291. doi:10.1016/j.biocon.2006.04.020
  26. Richard Fox (2013): The decline of moths in Great Britain: a review of possible causes. Insect Conservation and Diversity 6: 5–19. doi:10.1111/j.1752-4598.2012.00186.x
  27. Richard Fox, Tom H. Oliver, Colin Harrower, Mark S. Parsons, Chris D. Thomas, David B. Roy (2014): Long-term changes to the frequency of occurrence of British moths are consistent with opposing and synergistic effects of climate and land-use changes. Journal of Applied Ecology 51: 949–957. doi:10.1111/1365-2664.12256
  28. F. Szentkirályi (2002): Fifty year long insect survey in Hungary: T.Jermys contributions to light-trapping. Acta Zoologica Academiae Scientarium Hungaricae 48 (supplementum 1): 85-105.
  29. M.S. Warren, J.K. Hill, J.A. Thomas, J. Asher, R. Fox, B. Huntley, D.B. Roy, M.G. Telfer, S. Jeffcoate, P. Harding, G. Jeffcoate, S.G. Willis, J.N. Greatorex-Davies, D. Moss, C. D. Thomas (2001): Rapid responses of British butterflies to opposing forces of climate and habitat change. Nature 411: 65-69. doi:10.1038/35102054
  30. United Kingdom Butterfly Monitoring Scheme. Annual Report 2016.
  31. Network-Forum for Biodiversity Research Germany(NeFo) and project ValuES of the Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) (editors): The Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES). A brief introduction for scientists, policy makers, and practitioners. Brochure, online, 19 Seiten. PDF
  32. IPBES (2016): The assessment report of the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services on pollinators, pollination and food production. S.G. Potts, V. L. Imperatriz-Fonseca, and H. T. Ngo, (editors). Secretariat of the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, Bonn, Germany. 552 pages. PDF
  33. IPBES (2016): Summary for policymakers of the assessment report of the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services on pollinators, pollination and food production. S.G. Potts, V. L. Imperatriz-Fonseca, H. T. Ngo, J. C. Biesmeijer, T. D. Breeze, L. V. Dicks, L. A. Garibaldi, R. Hill, J. Settele, A. J. Vanbergen, M. A. Aizen, S. A. Cunningham, C. Eardley, B. M. Freitas, N. Gallai, P. G. Kevan, A. Kovács-Hostyánszki, P. K. Kwapong, J. Li, X. Li, D. J. Martins, G. Nates-Parra, J. S. Pettis, R. Rader, and B. F. Viana (eds.). Secretariat of the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, Bonn, Germany. 36 pages. PDF
  34. Axel Hochkirch, Philip J. K. McGowan, Jeroen van der Sluijs (2014): Biodiversity reports need author rules. Nature 516: 170.
  35. Anne Larigauderie (2015): IPBES responds on conflicts of interest. Nature 517: 271.
  36. Gudrun Riedl, Bayerischer Rundfunk: #factfox: Warum kleben keine Insekten mehr auf der Windschutzscheibe. 25. Mai 2017.
  37. Falter, Heuschrecken und Fliegen: Umweltministerium warnt vor Insektensterben. In: Spiegel Online. 15. Juli 2017 (spiegel.de [abgerufen am 19. Oktober 2017]).
  38. a b Frankfurter Rundschau: Insektensterben: „Pestizide sind nicht die einzige Ursache“. In: Frankfurter Rundschau.
  39. John Acorn (2016): The windshield anecdote. American Entomologist 62 (4): 262–264. doi:10.1093/ae/tmw086
  40. vgl. z.B. Josef H. Reichholf: Gewinner und Verlierer in der bayerischen Flora und Fauna in den letzten 50 Jahren: Terrestrische Wirbeltiere. In: Claudia Deigele, Wolfgang W. Weisser (Hrsg.): Wie viel Wissenschaft braucht der Naturschutz? Eine kritische Bestandsaufnahme. Rundgespräche der Kommission für Ökologie/Forum Ökologie Band 44: 67-79, ISBN 978-3-89937-200-7
  41. a b c Kelvin F. Conrad, Richard Fox, Ian P. Woiwod: Monitoring Biodiversity: Measuring Long-term Changes in Insect Abundance. In: A.J.A. Stewart, T.R. New,O.T. Lewis (editors): Insect Conservation Biology. Proceedings of the Royal Entomological Society’s 23rd Symposium. CABI, Wallingford 2007, ISBN 978-1-84593-254-1, S. 203–225.
  42. Anne E. Magurran, Stephen R. Baillie, Stephen T. Buckland, Jan McP. Dick, David A. Elston, E. Marian Scott, Rognvald I. Smith, Paul J. Somerfield Allan D. Watt (2010): Long-term datasets in biodiversity research and monitoring: assessing change in ecological communities through time. Trends in Ecology and Evolution 25: 574–582. doi:10.1016/j.tree.2010.06.016
  43. Joseph S. Elkinton: Population Ecology. In: Vincent H. Resh, Ring T. Cardé (editors): Encyclopedia of Insects. Academic Press (Elsevier), San Diego 2003. ISBN 0-12-586990-8.
  44. Sergei Petrovskii, Daniel Bearup, Danish Ali Ahmed, Rod Blackshaw (2012): Estimating insect population density from trap counts. Ecological Complexity 10: 69–82. doi:10.1016/j.ecocom.2011.10.002
  45. vgl. Lee W. Cohnstaedt, Kateryn Rochon, Adrian J. Duehl, John F. Anderson, Roberto Barrera, Nan-Yao Su, Alec C. Gerry, Peter J. Obenauer, James F. Campbell, Tim J. Lysyk, Sandra A. Allan (2012): Arthropod Surveillance Programs: Basic Components, Strategies, and Analysis. Annals of the Entomological Society of America 105 (2): 135–149. doi:10.1603/AN11127
  46. a b c d Renate Ell, Bayerischer Rundfunk: Insektensterben: Weniger Insekten – nur ein Eindruck oder eine Tatsache? 26. Juli 2017 (br.de [abgerufen am 8. August 2017]).
  47. Dramatisches Insektensterben in Deutschland – NABU. Abgerufen am 20. Oktober 2017.
  48. Der Falter-Forscher mag es kunterbunt. In: Mittelbayerische Zeitung.
  49. Travis Longcore & Catherine Rich (2004): Ecological light pollution. Frontiers in Ecology and the Environment 2(4): 191–198. [[doi:10.1890/1540-9295(2004)002[0191:ELP]2.0.CO;2]]
  50. Gerhard Eisenbeis & Andreas Hänel: Light pollution and the impact of artificial night lighting on insects. Chapter 15 in: M.J. McDonnell, A.H. Hahs, J.H. Breuste (editors): Ecology of Cities and Towns, Cambridge University Press, Cambridge 2009, ISBN 978 0521861120, auf Seite 243-263.
  51. Callum J. MacGregor, Michael J.O. Pocock, Richard Fox, Darren M. Evans (2015): Pollination by nocturnal Lepidoptera, and the effects of light pollution: a review. Ecological Entomology 40(3): 187–198. doi:10.1111/een.12174 (open access)
  52. Joachim Müller: Wir befinden uns mitten in einem Albtraum; faz.net vom 18. Oktober 2017, abgerufen am 19. Otbober 2017
  53. Lynn V. Dicks et al.: Ten policies for pollinators. In: Science. Band 354, Nr. 6315, 25. November 2016, S. 975–976.
  54. Ohne Insekten bricht alles zusammen in Zeit Online, 20. Oktober 2017, abgerufen am 20. Oktober 2017
  55. Kleine Anfrage: Insekten in Deutschland und Auswirkungen ihres Rückgangs. Antwort der Bundesregierung, Bundestags-Drucksache 18/13142 Auszug aus DIP, dem Dokumentations- und Informationssystem für Parlamentarische Vorgänge
  56. Bernd Ulrich: Die Wahrheit auf sechs Beinen. Die Zeit Nr. 44, 26. Oktober 2017, Seite 3.
  57. Video des Fachgesprächs
  58. Insektensterben: Offener Brief/Resolution der Umweltbewegung. 21. Dezember 2016