Insektensterben

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Begriff Insektensterben bezeichnet den Rückgang der Zahl bzw. Biomasse der Insekten und/oder der Artenzahl von Insekten (Biodiversität) in einem Gebiet. Es ist Teil der Biodiversitätskrise, die seit der Ausbreitung des Menschen in allen Familien des Lebens festzustellen ist.

Ein Rückgang der Zahl von Insekten wird in der Ökologie als besonders problematisch angesehen, da Insekten vielen anderen Arten als Nahrung dienen. Mitunter zahlreiche Amphibien, Vögel und Fledermäuse sind auf Insekten als Nahrung angewiesen. Ein Rückgang der Insekten gefährdet also auch viele andere Arten in ihrem Bestand. Zudem ist die Bestäubung durch Insekten für viele Pflanzen, darunter zahlreiche Nutzpflanzen, unverzichtbar. Insekten sind unter anderem auch als Destruenten von großer ökologischer Bedeutung. Insbesondere Dungkäfer sind für die Grünland-Bewirtschaftung von besonderer Bedeutung, weil nur sie die rasche Zersetzung des Kots der Nutztiere einleiten.[1] Des Weiteren sind manche Insekten Zeigertiere und damit Bioindikatoren. Unter den Insekten finden sich aber auch Lästlinge, Schädlinge und einige Arten können als Krankheitsüberträger für den Menschen gefährlich werden (z. B. asiatische Tigermücke).

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1992 hat das Umweltprogramm der Vereinten Nationen angesichts der Bedrohung der Biodiversität eine Konferenz einberufen und mit der dort verabschiedeten Konvention für biologische Vielfalt auf die Bedrohung der Artenvielfalt reagiert; hierin hat sich auch Deutschland zu deren Schutz verpflichtet. Dabei gehören geschätzt mehr als 60 Prozent aller Tierarten zu den Insekten, allein in Deutschland haben Entomologen bislang rund 33.000 Arten beschrieben, wovon derzeit mehr als 7.800 (ca. 25 Prozent, ein Viertel) auf der Roten Liste gefährdeter Arten geführt werden.[2]

Dabei ist durch vergleichende ökologische Untersuchungen belegt, dass sich nicht nur die Vielfalt der Insekten im Industriezeitalter in vielen Regionen drastisch vermindert hat. Allerdings ist bei den Insekten wie bei allen Wirbellosen die Datengrundlage schlechter als bei den Wirbeltieren. Neben der Artenzahl hat dabei auch deren Abundanz abgenommen: bei der am besten untersuchten Gruppe der Schmetterlinge schätzungsweise um ca. ein Drittel in den vergangenen 40 Jahren.[3] Als besonders besorgniserregend wird dabei angesehen, dass neben seltenen Arten, deren Erhaltung im besonderen Fokus des Artenschutzes steht, offenbar auch bisher noch als häufig und weit verbreitet geltende Arten starke Bestandseinbrüche zeigen, die oft lange Zeit nicht bemerkt werden.[4]

Seit längerem mit Besorgnis betrachtet werden auch Beobachtungen, die auf einen Rückgang von Insekten hinweisen, die als Bestäuber von Blütenpflanzen dienen.[5][6] Hier hat unter dem Schlagwort Bienensterben eine öffentliche Debatte eingesetzt, die insbesondere die Honigbiene betrifft. Diese Art ist allerdings ein domestizierbares Nutztier, das in großen Teilen ihres Verbreitungsgebiets durch die Imkerei vom Menschen eingeführt wurde, und deren Bestandshöhe damit nicht nur von natürlichen Faktoren abhängt. Aber auch die natürlichen Bestäuber, deren Ökosystemdienstleistung durch Bestäubung von Kulturpflanzen auch für den Menschen schon rein ökonomisch noch weitaus bedeutsamer ist[7][8], gehen womöglich in gleicher Weise zurück.

Vermutlich hängt auch der weithin beobachtete Rückgang insektenfressender Vogelarten, insbesondere in Agrarlandschaften, mit einem Rückgang der Insekten als ihrer Nahrungsbasis zusammen.[9][10][11] Insektenfressende Vögel verbrauchen schätzungsweise 400–500 Millionen Tonnen Beute pro Jahr.[12]

Studien im deutschen Raum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lange Zeit gab es wenige exakte Daten zu einem Rückgang der Biomasse bei Insekten.[13] Kritische Wissenschaftler führen das auf den Rückgang öffentlich finanzierter Forschung in der Taxonomie und Ökotoxikologie seit den 1990er Jahren zurück.[14] Bei der Verwendung des Begriffs häufig zitiert ist ein Rückgang von 80 Prozent seit Ende der 1980er Jahre. Die Zahl wurde manchmal auf ganz Deutschland bezogen, manchmal nur auf bestimmte Regionen, teilweise war von „bis zu“ 80 Prozent die Rede. Die Zahl geht zurück auf eine Veröffentlichung unbezahlter Forscher des Entomologischen Vereins Krefeld aus dem Jahre 2013. Diese betreiben seit Jahrzehnten dutzende Messstellen für Fluginsekten in Nordrhein-Westfalen. In der Veröffentlichung wurden die zwei Messstellen im Orbroicher Bruch (Naturschutzgebiet Orbroich, Stadt Krefeld) herangezogen, um die Jahre 1989 und 2013 zu vergleichen: Dabei wurde bei einer Messstelle ein Gewichtsrückgang von 77 Prozent festgestellt, bei der anderen ein Rückgang von 80 Prozent. Eine andere Studie der Universität Göttingen kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Bei einer großflächigen Untersuchung von Trockenrasen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen wurde ein Individuenrückgang von bis zu 73 Prozent der Zikadenpopulationen festgestellt.[15] Das entspricht einem durchschnittlichen Biomasseverlust von 54 Prozent.[16] Für den Vergleich wurden Daten aus den 1960ern herangezogen und mit neu erhobenen Daten von 2008 bis 2010 verglichen.

Die Messungen des Entomologischen Vereins Krefeld erfolgten mit jeweils an den Messstellen angebrachten Malaise-Fallen, die 1989 und 2013 zu ähnlichen Zeitpunkten innerhalb des Jahres geleert wurden (z. B. Leerung 8. Mai 1989 und Leerung 5. Mai 2013) – in beiden Jahren jeweils 24 mal.[17][18] An den beiden Messstellen wurde ein Rückgang der Fluginsekten-Biomasse von 77 bzw. 80 Prozent festgestellt.[19][18] Über die Krefelder Studie wurde 2017 in der Zeitschrift Science berichtet.[20] Auch in einem großen Artikel in der New York Times wurden die Ergebnisse der Studien intensiv erläutert.[21]

Insgesamt hatte der Verein an 88 Standorten fliegende Insekten gesammelt, ihre Arten bestimmt und sie gewogen. Während dabei 1995 noch 1,6 Kilogramm in den Untersuchungsfallen gefunden worden seien, seien es heute oft nur 300 Gramm. Diese Biomasseverluste von bis zu 80 Prozent beträfen unter anderem Schmetterlinge, Bienen und Schwebfliegen.[22] Dabei bezieht sich die Zahl 80 Prozent nur auf die Messwerte[18] der Jahre 1989 und 2013 an zwei Messstellen im Krefelder Naturschutzgebiet Orbroicher Bruch.[23] Die Ergebnisse der vom Krefelder Verein mit dem NABU zusammen durchgeführten Untersuchung[24] wurden im Januar 2016 dem Umweltausschuss des Deutschen Bundestags vorgestellt.

Im Oktober 2017 wurden die um zahlreiche weitere untersuchte Gebiete erweiterten Ergebnisse in Zusammenarbeit mit einem internationalen Wissenschaftlerteam in der Fachzeitschrift PLOS ONE publiziert. Diese Langzeitstudie dokumentiert anhand von Malaisefallen die Bestandszahlen in 63 deutschen Schutzgebieten in unterschiedlichen Jahren, jeweils im Zeitraum von 1989 bis 2016, wobei 37 Gebiete einmal, 20 zweimal, fünf dreimal und eine Stelle in vier Jahren untersucht wurden. Nach der Studie nahm die Masse der Fluginsekten in den untersuchten Gebieten um durchschnittlich 6,1 Prozent pro Jahr, kumuliert um über 75 (74,8–78,5) Prozent ab, im Hochsommer um etwa 80 (79,7–83,4) Prozent. Der Rückgang erstreckte sich dabei ohne wesentliche Trendunterschiede über alle untersuchten Biotoptypen. Der dabei mitdokumentierte Anstieg der mittleren Jahrestemperatur und der Nährstoffe hatte keinen Einfluss auf das Ergebnis, diese Faktoren wirkten sich im Gegenteil positiv auf die Insekten-Biomasse aus, wirkten also dem beobachteten Trend eher entgegen. Auch Änderungen der Vegetation und Landnutzung in den Schutzgebieten selbst, die häufig als wesentlich für den Rückgang angesehen werden, waren nicht hinreichend, um den Rückgang zu erklären. Nach Ansicht der Autoren spiegeln die Ergebnisse großräumige Trends wider, am wahrscheinlichsten die in großem Stil intensivierte landwirtschaftliche Bodennutzung (erhöhte Maßnahmenintensität und -frequenz, etwa von Pflügen und Pestizideinsatz).[25] Da entsprechende Daten weltweit nur an wenigen Stellen erhoben worden sind, so dass der Rückgang von Experten zwar generell als hochwahrscheinlich eingeschätzt wird, dies aber sehr selten mit harten Daten untermauert werden konnte, hat die Studie öffentlich viel Aufmerksamkeit erregt.[26] Die gesammelten Insekten werden von den Forschern aufgehoben, um vielleicht einmal zu untersuchen, um welche Arten es sich handelt und ob es Veränderungen gab, zum Beispiel in der Zahl der Arten.[25]

Bei einer umfassenden Untersuchung über den Zeitraum zwischen 2008 und 2017 an insgesamt 290 Standorten in drei Regionen, in der Schwäbischen Alb in Süddeutschland, im Hainich in Thüringen sowie in der Schorfheide in Brandenburg, wurde sowohl in offenen Wiesenflächen wie auch in Waldgebieten ein massiver Rückgang der Biomasse, Anzahl und Artenanzahl der untersuchten Gliederfüßer (neben Insekten auch Spinnen sowie Hundert- und Tausendfüßer) festgestellt. Dabei ging im Grasland die gesamte Biomasse um durchschnittlich 67 Prozent, die Artenanzahl um 78 Prozent und die Gesamtzahl der Tiere um 34 Prozent zurück, wobei vor allem seltenere Arten betroffen sind. In Waldgebieten gingen die Biomasse um 41 Prozent und die Artenanzahl um 36 Prozent zurück.[27]

Internationale Studien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang 2019 wurde eine Übersichtsarbeit der beiden in Australien arbeitenden Forscher Francisco Sánchez-Bayo und Kris A. G. Wyckhuys in der wissenschaftlichen Zeitschrift Biological Conservation veröffentlicht, die sich mit der weltweiten Dimension des Phänomens befasste.[28] Die Studie fand ein breites internationales Medienecho, weit über Fachkreise hinaus.[29][30][31][32][33][34] Die beiden Forscher werteten 73 Studien zum Insektensterben aus verschiedenen Weltregionen aus und kamen zu dem Schluss, dass es in den vorangegangenen Jahrzehnten zu einer massiven Abnahme der Biomasse und der Biodiversität der Insekten gekommen war. Sie prognostizierten ein Aussterben von etwa 40 Prozent aller Insektenspezies in den nächsten Jahrzehnten, falls sich diese Entwicklung fortsetze. Von den Landinsekten seien besonders die Lepidoptera, Hymenoptera und Dungkäfer gefährdet, während vier große aquatische Taxa (Odonata, Plecoptera, Trichoptera und Ephemeroptera) schon jetzt einen erheblichen Teil ihrer Spezies eingebüßt hätten. Als wesentlichen Grund für den Verlust an Biomasse und Biodiversität benannten die Forscher den Verlust von Lebensräumen, hauptsächlich bedingt durch die intensivierte Landwirtschaft. Weitere Faktoren seien die Verschmutzung durch Agrochemikalien, invasive Spezies und der globale Klimawandel.

Untersuchungen anhand von Schmetterlingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schwalbenschwanz ist inzwischen in Mitteleuropa eine gefährdete Art.

Schmetterlinge gehören zu den besser untersuchten Insektengruppen, so dass für diese Gruppe auch einige der wenigen Langzeituntersuchungen vorliegen, anhand derer ein Rückgang nicht nur vermutet, sondern anhand von Daten auch nachgewiesen werden kann. Obwohl es auch Kritiker gibt, werden die Daten für die Schmetterlinge überwiegend als vergleichbar mit solchen für die gesamte Insektenfauna angesehen[35] und können deshalb als Modellgruppe herangezogen werden. Aufgrund des extremen Aufwands, der mit quantitativen Untersuchungen verbunden ist, liegen auch für diese Gruppe in erster Linie Messungen der relativen Häufigkeit vor, die aber als methodisch gut abgesichert gelten. Weltweit am besten untersucht ist die Fauna der Insel Großbritannien. Die Gruppe der Nachtfalter („macro-moths“, d. h. nur die Großschmetterlinge) wird seit 1968 durch ein Netz von Lichtfallen (gut 80 Fallen pro Jahr, in wechselnden Gebieten, im Durchschnitt gut 7 Jahre pro Gebiet) des Rothamsted Insect Survey, betrieben von Rothamsted Research[36] erforscht. Für die Tagfalter liegen die umfangreichen Beobachtungen des UK Butterfly Monitoring Scheme[37][38], mit jährlich herausgegebenen Berichten, vor. Bei beiden Datensätzen handelt es sich um von einem Netz von speziell geschulten ehrenamtlichen Bearbeitern nach einem standardisierten Protokoll gesammelten Beobachtungen, also um Bürgerwissenschaft (Citizen Science). Aufgrund des Mangels quantitativer Daten wurde hier teilweise aus einem verkleinerten Verbreitungsgebiet von Arten auf ihre abnehmende Häufigkeit geschlossen.

Die Daten zu den Nachtfaltern zeigen Arten mit zunehmendem und solche mit abnehmendem Bestand, wobei allerdings die abnehmenden Arten klar überwiegen, sie machen etwa zwei Drittel aller Arten aus.[39][40] Der Rückgang von 337 bisher als häufig und weit verbreitet geltenden Arten war insgesamt so stark, dass er bei 71 davon nach den Kriterien des IUCN für eine Aufnahme in die Rote Liste gefährdeter Arten ausreichen würde. Als wichtigster Grund für die Abnahme erwies sich abnehmende Qualität (Degradation) der Habitate durch landwirtschaftliche Bodennutzung, wobei die Daten keinen Rückschluss auf einzelne Teilursachen zuließen.[41][42] Weil vergleichbare Daten nur an wenigen Stellen vorliegen, ist ein direkter Vergleich schwierig. Bei einem vergleichbaren Monitoringprojekt mittels Lichtfallen in Ungarn.[43] zeigten sich allerdings dieselben Trends, einschließlich einer langfristigen Abnahme der Gesamtabundanz. Bei den Nachtfaltern gab es, wie bei den Tagfaltern, Arten, die aufgrund der Klimaerwärmung ihr Verbreitungsgebiet nach Norden ausweiten konnten. Ebenso wie bei den Tagfaltern[44] nahmen aber von diesen mehr Arten aufgrund von Habitatverschlechterungen im Bestand ab, als von der Arealerweiterung profitieren konnten. Bei den Tagfaltern in England, dem am besten untersuchten Gebiet, zeigten seit 1976 überschlägig etwa 65 Prozent der ausgewählten Artengruppe (55 Arten, davon 25 weit verbreitete und häufige) einen negativen Bestandstrend, 33 Prozent einen positiven, wobei die Werte für die letzte Dekade ein etwas erfreulicheres Bild zeigen.[45]

Insekten als Bestäuber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rückgang von Insekten, die Blüten bestäuben, hat auch wegen der unmittelbar drohenden wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Ernte von Kulturpflanzen besondere Aufmerksamkeit gefunden. Die UN-Organisation Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services IPBES, die, ähnlich der Funktion des Intergovernmental Panel on Climate Change IPCC, bei der Frage des Klimawandels als Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Politik in Fragen der Biodiversität dienen soll[46], stellte 2016 ihren ersten großen Bericht (assessment report) zu diesem Thema vor.[47] Die Bearbeiter kommen in der Zusammenfassung des Berichts[48] zu dem Schluss: „Wild pollinators have declined in occurrence and diversity (and abundance for certain species) at local and regional scales in North West Europe and North America.“ („Wildbestäuber haben in Nordwesteuropa und Nordamerika sowohl auf lokaler als auch auf regionaler Ebene an Vorkommen und Vielfalt (und bei bestimmten Arten auch an Häufigkeit) abgenommen.“) Im Bericht wird auf einen nachgewiesenen Rückgang von Hummel-Arten (Bombus spp.) und anderen Wildbienen hingewiesen, wobei einem generellen Rückgangstrend der meisten Arten bisher ein Anstieg einiger weniger Arten, darunter oft vom Menschen eingeführter, entgegen stand. In einigen Fällen ist nachgewiesen, dass der weltweite Transport vom Menschen gezüchteter Bestäuber-Arten durch eingeschleppte Parasiten und Krankheiten direkt zum Rückgang autochthoner Arten führte. Dabei liegen außerhalb von Europa und Nordamerika nur wenige Studien vor. Außerhalb des Berichts (an dessen Zustandekommen zahlreiche Experten, darunter auch solche aus industrienahen Institutionen[49][50], beteiligt waren) weisen einige der Hauptautoren des Berichts in einem unabhängigen Statement[6] auf, aus ihrer persönlichen Sicht, wesentliche Schlussfolgerungen daraus hin. Sie nennen dabei an erster Stelle die Notwendigkeit verschärfter Zulassungsverfahren für Pestizide.

Insekten auf Windschutzscheiben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als grobes Indiz dafür, dass die Biomasse der Insekten gegenüber früher zurückgegangen sein müsse, wird die Beobachtung angeführt, dass früher mehr Insekten an der Windschutzscheibe von Autos gewesen seien. Ob diese Beobachtung zutrifft und ob sie ein Indiz für ein Insektensterben wäre, wird allerdings unterschiedlich gewertet.[51] So weist der Umweltwissenschaftler Josef Settele darauf hin, auch die Aerodynamik der Autos sei verbessert, was umso mehr einen Unterschied macht, je leichter das Tier ist, wodurch etwa Mücken jetzt öfter an der Scheibe vorbeigeleitet werden.[52][53][54] Der amerikanische Entomologe John Acorn spricht von einem Mem, dessen erste Verwendung er ins Jahr 1997 zurückverfolgen konnte.[55]

Methoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Nachweis eines Insektensterbens sind Daten zur Abundanz von Insekten in früheren Jahren mit aktuellen Daten erforderlich, die ggf. einen in der Zwischenzeit eingetretenen Rückgang belegen können (Monitoring). Obwohl es zahlreiche anekdotische Berichte über zurückgegangene Insektenzahlen, auch aus Deutschland, gibt[56], existieren, auch weltweit, nur wenige einen längeren Zeitraum abdeckende Datensätze.[57][58] Die Analyse dieser Daten ist zudem schwierig und methodisch anspruchsvoll. Da Insektenpopulationen zu starken Populationsschwankungen von Jahr zu Jahr neigen, die oft mit den Wetterbedingungen korrelieren[59], sind Zeitreihen, die einen langen Zeitraum abdecken, für einen statistisch absicherbaren Nachweis eines Rückgangs notwendig. Alle vorliegenden Zeitreihen beruhen dabei auf Messungen der relativen Häufigkeit[57] mittels automatisch wirkenden Fallen (Fangautomaten), wie Lichtfallen oder Malaisefallen. Um hier Messfehler in vertretbarem Rahmen zu halten, können nur Daten miteinander direkt verglichen werden, die mit einer standardisierten und einheitlichen Methodik erhoben worden sind. Eine Umrechnung der relativen Häufigkeiten in absolute Zahlen (absolute Populationsgröße oder Populationsdichte) ist anhand dieser Methoden nur unter besonderen Umständen möglich.[60] Auch besondere Fangtechniken, die für einzelne, oft wirtschaftlich bedeutsame Arten entwickelt worden sind[61], können nicht eingesetzt werden, da ja nicht im Voraus bekannt ist, wie die Gesamtentwicklung auf die einzelnen Arten verteilt ist. Bei den meisten Zeitreihen steht die Entwicklung der Biodiversität, meist anhand der Gesamt-Artenzahl, im Vordergrund des Interesses, so dass nur sehr wenige Datensätze erhoben worden sind, anhand derer auch die Gesamthäufigkeit der Fluginsekten abgeschätzt werden kann.[57]

Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Extrem artenarme „Agrarsteppe“ in der Region Palouse (USA)

Zu den Ursachen des Rückgangs zählen Insektenkundler z. B. Biotopverluste bei Pflanzen aufgrund erhöhten Stickstoffgehalts (beispielsweise durch Eutrophierung von Magerrasen), Zerstückelung der Landschaft[62] und Pestizideinsatz[62][63] inklusive des Einsatzes von Tierarzneimitteln (im Speziellen von Antiparasitika).[1] Als weitere Ursachen genannt werden Monokulturen in der Landwirtschaft und die geringe Anzahl von Hecken und Randstreifen auf Feldern.[54] Biotopverbindungen werden häufiger unterbrochen und so eine Wanderung erschwert.[62] Eine der Ursachen für den Rückgang der Zahl der Schmetterlingspopulationen ist, dass Raupen eine Pflanze vor allem dann befressen, wenn sie Stickstoffmangel hat. Durch Dünger auf benachbarten Feldern oder durch Stickoxide aus Autoabgasen nehmen Pflanzen jedoch mehr Stickstoff als früher auf und wachsen stärker.[62][64] Antibiotika und Hormone aus dem Abwasser können auch eine Gefahr für Insekten werden.[65]

Auch die zunehmende Lichtverschmutzung wirkt sich auf Insekten aus.[66] Dabei sind verschiedene Wirkmechanismen unterscheidbar: Insekten werden durch Lichtquellen angelockt und immobilisiert, wodurch sie Aktivitätszeit einbüßen und leichter Opfer von Prädatoren werden. Durch Störung der Orientierung können ihnen Teile des potenziellen Lebensraums abgeschnitten werden und so verloren gehen. Insbesondere bei wasserlebenden (aquatischen) Insekten können Lampen sogar als Falle wirken, die ganze Lebensräume leer fangen.[67] Wesentliche Effekte wurden etwa für nachtlebende, bestäubende Schmetterlingsarten (Lepidoptera) erschlossen.[68]

Der gegenwärtige Klimawandel wirkt über verschiedene sich verändernde Klimaparameter, wie Temperatur, Niederschlag oder Luftfeuchtigkeit, in komplexer Weise direkt und indirekt auf das Vorkommen und die Entwicklung von Insekten ein. Empirische Studien hierzu sind rar, sie untersuchten bislang primär die Wirkung steigender Temperaturen und waren häufig auf Regionen in den gemäßigten Zonen beschränkt.[69] Generell deuten die Befunde darauf hin, dass Insekten in gemäßigten Breiten eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Temperaturänderungen haben als in den gleichbleibend temperierten Tropen.[70] Dementsprechend ist in den Tropen auch bei einer relativ schwach ausgeprägten Erwärmung mit gravierenderen Wirkungen zu rechnen, während in höheren Breiten bei einer unter einer kritischen Temperaturschwelle bleibenden Erwärmung sogar eine Steigerung der Fitness möglich sein könnte.[71] Die Auswertung von Daten aus deutschen Naturschutzgebieten deutet darauf hin, dass die steigenden Temperaturen dem beobachteten Trend zu abnehmender Insektenbiomasse dort bislang eher entgegengewirkt haben (Hallmann u. a., 2017).[25] Der anhand einer Auswertung von Fängen in den Jahren 1976 bis 2012 dokumentierte gravierende Biomasserückgang in einem tropischen Regenwaldgebiet nahe Luquillo, Puerto Rico, ist hingegen nach Ansicht der Forscher in erster Linie auf die höheren Temperaturen zurückzuführen.[72]

Die von Hallmann u. a. 2017 veröffentlichte Langzeitstudie – die ein Insektensterben von 76 Prozent in Schutzgebieten innerhalb Deutschlands im Zeitraum 1989 bis 2016 schätzt – konnte keine klaren Ursachen identifizieren. Die Rückgänge seien, zumindest anhand der zur Verfügung stehenden Daten, nicht allein mit Lebensraumzerstörung, Klimawandel oder Landnutzungsänderungen – und damit auch der Verarmung der Agrarlandschaften – zu erklären. Josef Settele von der Biozönosenforschung am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle sieht dies als einen der wenigen Schwachpunkte des Langzeit-Monitorings: „Die Autoren konnten nicht alle klimatisch relevanten Faktoren einschließen. Nach ihrer eigenen Aussage sind noch weitere Analysen nötig. Daher kann das Klima als wichtiger Faktor nicht ausgeschlossen werden. Die vereinfachte Darstellung, dass Wetterveränderungen oder Änderungen der Landnutzung den Gesamtrückgang nicht erklären können, ist zumindest irreführend.“[73] Jan Christian Hebele vom Lehrstuhl Terrestrische Ökologie, TU München geht davon aus, dass Pestiziden ein beträchtlicher Anteil am Rückgang der Insekten zukommt. Insbesondere bei kleineren Naturschutzgebieten kann über Luftverfrachtung eine Kontamination der Fläche erfolgen. Dicks et al. sehen die Landwirtschaft als einen Hauptgrund für den Bestandsrückgang an Bestäubern an.[74] Nicht nur Landwirte, sondern insbesondere Agrarpolitiker und auch Verbraucher in ihrem Einkaufsverhalten stünden in der Verantwortung.[75]

Laut einer 2018 veröffentlichte Modellanalyse der DLR könnten Windkraftanlagen regional eine Rolle beim Rückgang mancher Fluginsekten-Populationen spielen.[76] Das Bundesamt für Naturschutz sah vor dem Hintergrund der bisher bekannten Hauptursachen keinen unmittelbaren Handlungsbedarf.[77] Aus Sicht der Autoren wäre eine „empirische Überprüfung der in [ihrer] Studie theoretisch berechneten Verluste als nächster Schritt sehr sinnvoll“.[78]

Datenerhebung und Diskussion in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Debatte zum Thema Insektensterben, vorher überwiegend in der Fachöffentlichkeit geführt, intensivierte sich durch die Antwort der Bundesregierung, vertreten durch die Ministerin Hendricks, auf eine kleine Anfrage von verschiedenen Abgeordneten der Grünen vom 14. Juli 2017[79], die auch von überregionalen Zeitungen aufgegriffen wurde. Das Ministerium teilte darin unter anderem mit, dass es derzeit keine belastbare, bundesweit repräsentative Datenbasis zur Einschätzung von Langzeitveränderungen von Vorkommen und Bestandsgrößen der Insektenfauna in Deutschland gibt. Unter Federführung des BfN sei aber eine Studie „Biodiversitätsverluste in FFH-Lebensraumtypen des Offenlandes“ beim Entomologischen Verein Krefeld in Auftrag gegeben worden, die bis zum Jahr 2018[veraltet] vorliegen soll. Kommentatoren wie der Journalist Bernd Ulrich weisen darauf hin, dass der Ruf nach Langzeitstudien bei katastrophalen ökologischen Entwicklungen wie dem Insektensterben dazu führen kann, dass Gegenmaßnahmen so lange verzögert werden, dass es bei einem zweifelsfreien wissenschaftlichen Nachweis schon zu spät für wirksame Gegenmaßnahmen wäre. Negative Entwicklungen mit langfristigem, schleichendem Verlauf, ohne spektakuläre, fernsehtaugliche Katastrophen als Nachrichtenaufhänger, hätten es besonders schwer, in der öffentlichen Debatte noch wahrgenommen zu werden.[80]

In einem Fachgespräch des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit des deutschen Bundestags[81] zu dem Thema wurde unter anderem die Reduktion des Pestizideinsatzes gefordert.

Naturschützer wie der BUND fordern, dass möglichst schnell ein dauerhaftes bundesweites Insektenmonitoring aufgebaut wird und als kritisch bekannte Insektizide intensiv überprüft werden. Gefordert wird unter anderem ein Verbot der Neonicotinoide, eine Realisierung und umgehende Veranlassung und Finanzierung von Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität wie z. B. die Renaturierung von Ackerrändern (Ackerrandstreifen) sowie die Umsetzung der gesetzlich vorgeschriebenen Gewässerrandstreifen, eine großflächige Neuausweisung bzw. Vergrößerung von Schutzgebieten nach Naturschutz- und Landeswaldgesetz sowie die Förderung des Arten-, Biotop- und Landschaftsschutzes wie auch der biologischen Landwirtschaft.[82]

Auch der Agrarreport 2017 des Bundesamtes für Naturschutz[83] stellt für Deutschland fest, der Gesamtbestand der Insekten in Deutschland habe in den letzten drei Jahrzehnten deutlich abgenommen; dies betrifft sowohl die Artenzahlen wie auch die Insektenpopulationen. Der Rückgang der Insektenbiomasse sei dabei in Agrarlandschaften besonders ausgeprägt. Neben anderen Auswirkungen der intensivierten Landwirtschaft werden vom Bundesamt insbesondere Insektizide der Wirkstoffklasse der Neonicotinoide als kritisch hervorgehoben. Ende 2017 gab das Bundesamt für Naturschutz bekannt, dass es infolge der 2016 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gestarteten Naturschutz-Offensive 2020 ein umfangreiches Insekten-Monitoring in Auftrag gegeben habe.[2] Im Oktober 2018 stellte Bundesumweltministerin Svenja Schulze die Maßnahmenvorschläge für das im Koalitionsvertrag vereinbarte Aktionsprogramm Insektenschutz vor. Es soll unter anderem ein grundlegender Wandel beim Fördersystem für die Landwirtschaft und beim Umgang mit Pestiziden herbeigeführt werden.[84]
Ebenfalls im Oktober fand das Internationale Insektenschutzsymposium der Universität Hohenheim im Naturkundemuseum Stuttgart statt. Beim vorgestellten 9-Punkte-Plan steht die „Einschränkung des Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft“ an erster Stelle.[85][86]

Gleichwohl werden zur Schädlingsbekämpfung in deutschen Nutzwäldern immer noch hohe Mengen Pestizide wie Cyhalothrin und Tebufenozid versprüht.[87][88]

Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. Mai 2019 hat die Europäische Kommission die Europäische Bürgerinitiative „Rettet die Bienen!“ registriert. Die Organisatoren rufen damit die Kommission auf, rechtliche Vorschriften zu erlassen, die sicherstellen, dass Lebensräume für Insekten erhalten und verbessert werden. Innerhalb eines Jahres müssen nun eine Million Unterstützungs-Unterschriften aus sieben Ländern gesammelt werden.[89]

Zitat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ich vermisse die Balz der Großtrappen auf den Feldern. Ich vermisse die Rufe des Braunkehlchens, das Trällern der Feldlerchen und der Goldammern. Ihnen fehlen die Insekten als Nahrung. Die Küken sterben einen leisen Tod, und niemand bemerkt diese Tragödie. Nur die Stille auf den Feldern wirkt bedrückend.“

Ernst Paul Dörfler: Wo ist das Braunkehlchen, Herr Dörfler? In: Der Spiegel Nr. 25/15. Juni 2019, S. 52.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas H. Segerer, Eva Rosenkranz: Das große Insektensterben. Was es bedeutet und was wir jetzt tun müssen. oekom verlag, München 2018, ISBN 978-3-96238-049-6.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Nicolas Schoof, Rainer Luick: Antiparasitika in der Weidetierhaltung – ein unterschätzter Faktor des Insektensterbens? Nr. 51(10). Naturschutz und Landschaftsplanung, 2019, S. 486–492 (researchgate.net).
  2. a b Bundesweites Monitoring – Inventur bei deutschen Insekten. In: Deutschlandfunk. (deutschlandfunk.de [abgerufen am 26. November 2017]).
  3. Rodolfo Dirzo, Hillary S. Young, Mauro Galetti, Gerardo Ceballos, Nick J. B. Isaac, Ben Collen (2014): Defaunation in the Anthropocene. Science 345 (6195): 401–406; doi:10.1126/science.1251817.
  4. Kevin J. Gaston & Richard A. Fuller (2007): Biodiversity and extinction: losing the common and the widespread. Progress in Physical Geography 31(2): 213–225; doi:10.1177/0309133307076488.
  5. Peter G. Kevan & Blandina F. Viana (2003): The global decline of pollination services. Biodiversity 4 (4): 3–8; doi:10.1080/14888386.2003.9712703.
  6. a b Lynn V. Dicks, Blandina Viana, Riccardo Bommarco, Berry Brosi, María del Coro Arizmendi, Saul A. Cunningham, Leonardo Galetto, Rosemary Hill, Ariadna V. Lopes, Carmen Pires, Hisatomo Taki, Simon G. Potts (2016): Ten policies for pollinators. Science 354 (6315): 975-976; doi:10.1126/science.aai9226.
  7. John E. Losey & Mace Vaughan (2006): The Economic Value of Ecological Services Provided by Insects. BioScience 56(4): 311-323; doi:10.1641/0006-3568(2006)56[311:TEVOES]2.0.CO;2.
  8. Lucas A. Garibaldi, Ingolf Steffan-Dewenter, Rachael Winfree, Marcelo A. Aizen, Riccardo Bommarco, Saul A. Cunningham, Claire Kremen, Luísa G. Carvalheiro, Lawrence D. Harder, Ohad Afik, Ignasi Bartomeus, Faye Benjamin, Virginie Boreux, Daniel Cariveau, Natacha P. Chacoff, Jan H. Dudenhöffer, Breno M. Freitas, Jaboury Ghazoul, Sarah Greenleaf, Juliana Hipólito, Andrea Holzschuh, Brad Howlett, Rufus Isaacs, Steven K. Javorek, Christina M. Kennedy, Kristin Krewenka, Smitha Krishnan, Yael Mandelik, Margaret M. Mayfield, Iris Motzke, Theodore Munyuli, Brian A. Nault, Mark Otieno, Jessica Petersen, Gideon Pisanty, Simon G. Potts, Romina Rader, Taylor H. Ricketts, Maj Rundlöf, Colleen L. Seymour, Christof Schüepp, Hajnalka Szentgyörgyi, Hisatomo Taki, Teja Tscharntke, Carlos H. Vergara, Blandina F. Viana, Thomas C. Wanger, Catrin Westphal, Neal Williams, Alexandra M. Klein (2013): Wild Pollinators Enhance Fruit Set of Crops Regardless of Honey Bee Abundance. Science 340 (6127): 1608–1611; doi:10.1126/science.1230200.
  9. Tim G. Benton, David M. Bryant, Lorna Cole, Humphrey Q.P. Crick (2002): Linking agricultural practice to insect and bird populations: a historical study over three decades. Journal of Applied Ecology 39: 673–687; doi:10.1046/j.1365-2664.2002.00745.x.
  10. Silke Nebel, Alex Mills, Jon D. McCracken, Philip D. Taylor (2010): Declines of Aerial Insectivores in North America Follow a Geographic Gradient. Avian Conservation and Ecology 5(2): 1. online.
  11. Caspar A. Hallmann, Ruud P. B. Foppen, Chris A. M. van Turnhout, Hans de Kroon, Eelke Jongejans (2014): Declines in insectivorous birds are associated with high neonicotinoid concentrations. Nature 511: 341–343; doi:10.1038/nature13531.
  12. Martin Nyffeler, Çağan H. Şekercioğlu, Christopher J. Whelan (2018): Insectivorous birds consume an estimated 400–500 million tons of prey annually; doi:10.1007/s00114-018-1571-z
  13. Monika Sax, Mathias Tertilt: Zahl der Insekten um 75 Prozent gesunken. In: WDR Wissen, 20. Juli 2017, Zitat: „Das globale Insektensterben hat Anfang 2016 eine internationale Studie des Weltrats für Biodiversität bestätigt. In manchen Regionen sind bis zu 40 Prozent der Fluginsekten vom Aussterben bedroht.“
  14. Manfred Ronzheimer: Artenschwund und Fächersterben: Wissenschaftliche Sorgenkinder. Der Artenschwund und das Verschwinden von Lehrstühlen, die sich mit der biologischen Vielfalt beschäftigen, gehen Hand in Hand. taz, 19. Januar 2018, abgerufen am 20. Januar 2018.
  15. Sebastian Schuch, Karsten Wesche, Matthias Schaefer: Long-term decline in the abundance of leafhoppers and planthoppers (Auchenorrhyncha) in Central European protected dry grasslands. In: Biological Conservation. Band 149, Nr. 1, 2012, S. 75–83, doi:10.1016/j.biocon.2012.02.006.
  16. Sebastian Schuch, Stefan Meyer, Julian Bock, Roel van Klink, Karsten Wesche: Drastische Biomasseverluste bei Zikaden verschiedener Grasländer in Deutschland innerhalb von sechs Jahrzehnten. In: Natur und Landschaft. Band 94, Nr. 4, 2019, S. 141–145, doi:10.17433/4.2019.50153677.
  17. Insektensterben: Hat es sich bald ausgekrabbelt? In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 22. Juli 2017, abgerufen am 8. August 2017.
  18. a b c Sorg, M.; Schwan, H.; Stenmans, W. & A. Müller: Ermittlung der Biomassen flugaktiver Insekten im Naturschutzgebiet Orbroicher Bruch mit Malaise-Fallen in den Jahren 1989 und 2013. (PDF) In: Mitteilungen aus dem Entomologischen Verein Krefeld Vol. 1 (2013), S. 1-5. Entomologischer Verein Krefeld, 2013, abgerufen am 26. Juli 2017.
  19. Tina Baier: Gibt es ein Insektensterben in Deutschland? In: sueddeutsche.de. 8. August 2017. Zitat: „Von den südöstlichen Juraausläufern beispielsweise, einem Naturschutzgebiet im Osten von Regensburg, liegen Daten vor, die bis ins Jahr 1840 zurückreichen. Damals gab es dort 117 verschiedene Schmetterlingsarten. Heute sind es nur noch 71.“
  20. Where have all the insects gone?, Science 10. Mai 2017.
  21. Brooke Jarvis: The Insect Apocalypse Is Here. In: The New York Times. 27. November 2018, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 12. Dezember 2018]).
  22. NABU: Dramatisches Insektensterben: Rückgang um 80 Prozent in Teilen Deutschlands Abgerufen am 17. Juli 2016.
  23. Jens Voss: Medienkritik: Krefelder Entomologen verteidigen ihre Zahlen zum Insektensterben. Abgerufen am 26. Juli 2017.
  24. Entomologischer Verein Krefeld
  25. a b c Casper A. Hallmann, Martin Sorg, Eelke Jongejans, Henk Siepel, Nick Hofland, Heinz Schwan, Werner Stenmans, Andreas Müller, Hubert Sumser, Thomas Hörren, Dave Goulson, Hans de Kroon: More than 75 percent decline over 27 years in total flying insect biomass in protected areas. In: PLOS ONE. Band 12, Nr. 10, 2017, S. e0185809, doi:10.1371/journal.pone.0185809.
  26. 75 Prozent weniger Insekten: „Wir befinden uns mitten in einem Albtraum“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. Oktober 2017. Abgerufen am 18. Oktober 2017.
  27. Sebastian Seibold, Martin M. Gossner, Nadja K. Simons, Nico Blüthgen, Jörg Müller, Didem Ambarlı, Christian Ammer, Jürgen Bauhus, Markus Fischer, Jan C. Habel, Karl Eduard Linsenmair, Thomas Nauss, Caterina Penone, Daniel Prati, Peter Schall, Ernst-Detlef Schulze, Juliane Vogt, Stephan Wöllauer & Wolfgang W. Weisser: Arthropod decline in grasslands and forests is associated with landscape-level drivers. In: Nature. Band 574, Oktober 2019, S. 671–674, doi:10.1038/s41586-019-1684-3.
  28. Francisco Sánchez-Bayo, Kris A. G. Wyckhuys: Worldwide decline of the entomofauna: A review of its drivers. In: Biological Conservation. Band 232, 2019, S. 8–27, doi:10.1016/j.biocon.2019.01.020 (englisch).
  29. Matt McGrath: Global insect decline may see 'plague of pests'. BBC News, 11. Februar 2019, abgerufen am 11. Februar 2019 (englisch).
  30. Leonie Sontheimer: Studie bestätigt globales Insektensterben. Zeit online, 11. Februar 2019, abgerufen am 11. Februar 2019.
  31. Euan McKirdy: Massive insect decline could have 'catastrophic' environmental impact, study says. CNN, 11. Februar 2019, abgerufen am 11. Februar 2019 (englisch).
  32. Chris Baynes: Mass insect extinction within a century threatens 'catastrophic' collapse of nature’s ecosystems, scientists warn. Independent, 11. Februar 2019, abgerufen am 11. Februar 2019 (englisch).
  33. Les insectes pourraient disparaître de la planète d’ici 100 ans. Le Monde, 11. Februar 2019, abgerufen am 11. Februar 2019 (französisch).
  34. Carlos Fresneda: El apocalipsis de los insectos. El Mundo, 11. Februar 2019, abgerufen am 11. Februar 2019 (spanisch).
  35. J.A. Thomas (2005): Monitoring change in the abundance and distribution of insects using butterflies and other indicator groups. Philosophical Transactions of the Royal Society LondonSeries B 360 (1454): 339–357. doi:10.1098/rstb.2004.1585
  36. The Insect Survey. Rothamstdead Research
  37. UK Butterfly Monitoring Scheme (UKBMS) Home Page
  38. E. Pollard, T.J. Yates: Monitoring Butterflies for Ecology and Conservation: The British Butterfly Monitoring Scheme. Springer Verlag, 1994. 274 Seiten. ISBN 978-0-412-63460-4
  39. Kelvin F. Conrad, Ian P. Woiwod, Mark Parsons, Richard Fox, Martin S. Warren (2004): Long-term population trends in widespread British moths. Journal of Insect Conservation 8: 119–136. doi:10.1023/B:JICO.0000045810.36433.c6
  40. Kelvin F.Conrad, Martin S.Warren, RichardFox, Mark S.Parsons, Ian P.Woiwoda (2006): Rapid declines of common, widespread British moths provide evidence of an insect biodiversity crisis. Biological Conservation 132 (3): 279-291. doi:10.1016/j.biocon.2006.04.020
  41. Richard Fox (2013): The decline of moths in Great Britain: a review of possible causes. Insect Conservation and Diversity 6: 5–19. doi:10.1111/j.1752-4598.2012.00186.x
  42. Richard Fox, Tom H. Oliver, Colin Harrower, Mark S. Parsons, Chris D. Thomas, David B. Roy (2014): Long-term changes to the frequency of occurrence of British moths are consistent with opposing and synergistic effects of climate and land-use changes. Journal of Applied Ecology 51: 949–957. doi:10.1111/1365-2664.12256
  43. F. Szentkirályi (2002): Fifty year long insect survey in Hungary: T.Jermys contributions to light-trapping. Acta Zoologica Academiae Scientarium Hungaricae 48 (supplementum 1): 85-105.
  44. M.S. Warren, J.K. Hill, J.A. Thomas, J. Asher, R. Fox, B. Huntley, D.B. Roy, M.G. Telfer, S. Jeffcoate, P. Harding, G. Jeffcoate, S.G. Willis, J.N. Greatorex-Davies, D. Moss, C. D. Thomas (2001): Rapid responses of British butterflies to opposing forces of climate and habitat change. Nature 411: 65-69. doi:10.1038/35102054
  45. United Kingdom Butterfly Monitoring Scheme. Annual Report 2016.
  46. Network-Forum for Biodiversity Research Germany(NeFo) and project ValuES of the Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) (editors): The Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES). A brief introduction for scientists, policy makers, and practitioners. Brochure, online, 19 Seiten. PDF
  47. IPBES (2016): The assessment report of the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services on pollinators, pollination and food production. S.G. Potts, V. L. Imperatriz-Fonseca, and H. T. Ngo, (editors). Secretariat of the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, Bonn, Germany. 552 pages. PDF
  48. IPBES (2016): Summary for policymakers of the assessment report of the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services on pollinators, pollination and food production. S.G. Potts, V. L. Imperatriz-Fonseca, H. T. Ngo, J. C. Biesmeijer, T. D. Breeze, L. V. Dicks, L. A. Garibaldi, R. Hill, J. Settele, A. J. Vanbergen, M. A. Aizen, S. A. Cunningham, C. Eardley, B. M. Freitas, N. Gallai, P. G. Kevan, A. Kovács-Hostyánszki, P. K. Kwapong, J. Li, X. Li, D. J. Martins, G. Nates-Parra, J. S. Pettis, R. Rader, and B. F. Viana (eds.). Secretariat of the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, Bonn, Germany. 36 pages. PDF
  49. Axel Hochkirch, Philip J. K. McGowan, Jeroen van der Sluijs (2014): Biodiversity reports need author rules. Nature 516: 170.
  50. Anne Larigauderie (2015): IPBES responds on conflicts of interest. Nature 517: 271.
  51. Sarah Knapton: The windscreen phenomenon’ - why your car is no longer covered in dead insects. The Telegraph, 26. August 2017.
  52. Gudrun Riedl, Bayerischer Rundfunk: #factfox: Warum kleben keine Insekten mehr auf der Windschutzscheibe. 25. Mai 2017.
  53. Falter, Heuschrecken und Fliegen: Umweltministerium warnt vor Insektensterben. In: Spiegel Online. 15. Juli 2017 (spiegel.de [abgerufen am 19. Oktober 2017]).
  54. a b Frankfurter Rundschau: Insektensterben: „Pestizide sind nicht die einzige Ursache“. In: Frankfurter Rundschau.
  55. John Acorn (2016): The windshield anecdote. American Entomologist 62 (4): 262–264. doi:10.1093/ae/tmw086
  56. vgl. z. B. Josef H. Reichholf: Gewinner und Verlierer in der bayerischen Flora und Fauna in den letzten 50 Jahren: Terrestrische Wirbeltiere. In: Claudia Deigele, Wolfgang W. Weisser (Hrsg.): Wie viel Wissenschaft braucht der Naturschutz? Eine kritische Bestandsaufnahme. Rundgespräche der Kommission für Ökologie/Forum Ökologie Band 44: 67-79, ISBN 978-3-89937-200-7
  57. a b c Kelvin F. Conrad, Richard Fox, Ian P. Woiwod: Monitoring Biodiversity: Measuring Long-term Changes in Insect Abundance. In: A.J.A. Stewart, T.R. New,O.T. Lewis (editors): Insect Conservation Biology. Proceedings of the Royal Entomological Society’s 23rd Symposium. CABI, Wallingford 2007, ISBN 978-1-84593-254-1, S. 203–225.
  58. Anne E. Magurran, Stephen R. Baillie, Stephen T. Buckland, Jan McP. Dick, David A. Elston, E. Marian Scott, Rognvald I. Smith, Paul J. Somerfield, Allan D. Watt (2010): Long-term datasets in biodiversity research and monitoring: assessing change in ecological communities through time. Trends in Ecology and Evolution 25: 574–582. doi:10.1016/j.tree.2010.06.016
  59. Joseph S. Elkinton: Population Ecology. In: Vincent H. Resh, Ring T. Cardé (editors): Encyclopedia of Insects. Academic Press (Elsevier), San Diego 2003. ISBN 0-12-586990-8.
  60. Sergei Petrovskii, Daniel Bearup, Danish Ali Ahmed, Rod Blackshaw (2012): Estimating insect population density from trap counts. Ecological Complexity 10: 69–82; doi:10.1016/j.ecocom.2011.10.002.
  61. vgl. Lee W. Cohnstaedt, Kateryn Rochon, Adrian J. Duehl, John F. Anderson, Roberto Barrera, Nan-Yao Su, Alec C. Gerry, Peter J. Obenauer, James F. Campbell, Tim J. Lysyk, Sandra A. Allan (2012): Arthropod Surveillance Programs: Basic Components, Strategies, and Analysis. Annals of the Entomological Society of America 105 (2): 135–149; doi:10.1603/AN11127.
  62. a b c d Renate Ell, Bayerischer Rundfunk: Insektensterben: Weniger Insekten – nur ein Eindruck oder eine Tatsache? 26. Juli 2017 (br.de [abgerufen am 8. August 2017]).
  63. Dramatisches Insektensterben in Deutschland – NABU. Abgerufen am 20. Oktober 2017.
  64. Der Falter-Forscher mag es kunterbunt. In: Mittelbayerische Zeitung.
  65. Alice Lanzke: Studie: Insektensterben durch Antibiotika im Wasser? In: aerztezeitung.de. 2. November 2017, abgerufen am 18. August 2019.
  66. Travis Longcore & Catherine Rich (2004): Ecological light pollution. Frontiers in Ecology and the Environment 2(4): 191–198. doi:10.1890/1540-9295(2004)002[0191:ELP]2.0.CO;2
  67. Gerhard Eisenbeis & Andreas Hänel: Light pollution and the impact of artificial night lighting on insects. Chapter 15 in: M.J. McDonnell, A.H. Hahs, J.H. Breuste (editors): Ecology of Cities and Towns, Cambridge University Press, Cambridge 2009, ISBN 978-0-521-86112-0, auf S. 243–263.
  68. Callum J. MacGregor, Michael J.O. Pocock, Richard Fox, Darren M. Evans (2015): Pollination by nocturnal Lepidoptera, and the effects of light pollution: a review. Ecological Entomology 40(3): 187–198. doi:10.1111/een.12174 (open access)
  69. Christelle Robinet und Alain Roques: Direct impacts of recent climate warming on insect populations. In: Integrative Zoology. 2010, doi:10.1111/j.1749-4877.2010.00196.x.
  70. Jennifer M. Sunday, Amanda E. Bates und Nicholas K. Dulvy: Global analysis of thermal tolerance and latitude in ectotherms. In: Proceedings of the Royal Society B. November 2010, doi:10.1098/rspb.2010.1295.
  71. Curtis A. Deutsch u. a.: Impacts of climate warming on terrestrial ectotherms across latitude. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. Mai 2008, doi:10.1073/pnas.0709472105.
  72. Bradford C. Lister und Andres Garcia: Climate-driven declines in arthropod abundance restructure a rainforest food web. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. Oktober 2018, doi:10.1073/pnas.1722477115.
  73. Joachim Müller: Wir befinden uns mitten in einem Albtraum; faz.net vom 18. Oktober 2017, abgerufen am 19. Otbober 2017
  74. Lynn V. Dicks et al.: Ten policies for pollinators. In: Science. Band 354, Nr. 6315, 25. November 2016, S. 975–976.
  75. Ohne Insekten bricht alles zusammen in Zeit Online, 20. Oktober 2017, abgerufen am 20. Oktober 2017.
  76. Modellanalyse liefert Hinweise auf Verluste von Fluginsekten in Windparks in Energiewirtschaftliche Tagesfragen, F. Trieb, T. Gerz, M. Geiger, 68. Jg. (2018) Heft 11, siehe PDF-Direktdownload
  77. Insektenrückgang - potenzieller Einfluss der Windenergienutzung in Deutschland? (PDF) Bundesamt für Naturschutz, 21. Mai 2019, abgerufen am 14. September 2019.
  78. DLR-Studie zu Wechselwirkungen von Fluginsekten und Windparks www.dlr.de, 26. März 2019
  79. Kleine Anfrage: Insekten in Deutschland und Auswirkungen ihres Rückgangs. Antwort der Bundesregierung, Bundestags-Drucksache 18/13142 Auszug aus DIP, dem Dokumentations- und Informationssystem für Parlamentarische Vorgänge
  80. Bernd Ulrich: Die Wahrheit auf sechs Beinen. Die Zeit Nr. 44, 26. Oktober 2017, S. 3.
  81. Video des Fachgesprächs
  82. Insektensterben: Offener Brief/Resolution der Umweltbewegung. 21. Dezember 2016
  83. BfN Bundesamt für Naturschutz (Herausgeber): Agrar-Report 2017. Biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft. Bonn – Bad Godesberg Juni 2017, 1. Auflage. PDF. darin Kapitel 2.1.4 Beispiel: Insekten
  84. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit: Aktionsprogramm Insektenschutz In: bmu.de, 10. Oktober 2018, abgerufen am 14. Oktober 2018.
  85. Forscher präsentieren Neun-Punkte-Plan gegen Insektensterben In: swr.de, 19. Oktober 2018, abgerufen am 29. Oktober 2018.
  86. 9-Punkte-Plan gegen das Insektensterben In: bienen-nachrichten.de, 25. Oktober 2018, abgerufen am 29. Oktober 2018.
  87. Jens Blankennagel: Umstrittenes Insektengift-Einsatz in Brandenburg: Ab Montag fällt „Karate flüssig“ vom Himmel. In: berliner-kurier.de. 3. Mai 2019, abgerufen am 4. Mai 2019.
  88. Fränkische Wälder mit Insektengift besprüht: Dieser Schädling ist der Grund. In: nordbayern.de. 2. Mai 2019, abgerufen am 4. Mai 2019.
  89. Europäische Kommission – Vertretung in Deutschland: „Rettet die Bienen!“: Kommission registriert Europäische Bürgerinitiative, vom 15. Mai 2019, abgerufen am 16. Mai 2019.