Insel Hiddensee

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Insel Hiddensee
Insel Hiddensee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Insel Hiddensee hervorgehoben
Koordinaten: 54° 32′ N, 13° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Rügen
Amt: West-Rügen
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 19,03 km2
Einwohner: 1000 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km2
Postleitzahl: 18565
Vorwahl: 038300
Kfz-Kennzeichen: VR, GMN, NVP, RDG, RÜG
Gemeindeschlüssel: 13 0 73 040
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Amt West Rügen
Dorfplatz 2
18573 Samtens
Webpräsenz: www.amt-westruegen.de
Bürgermeister: Thomas Gens (HIDDENSEEpartei)
Lage der Gemeinde Insel Hiddensee im Landkreis Vorpommern-Rügen
RostockLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis RostockLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Vorpommern-GreifswaldAltenpleenGroß MohrdorfGroß MohrdorfGroß MohrdorfKlausdorf (bei Stralsund)KramerhofPreetz (bei Stralsund)ProhnSaal (Vorpommern)BarthDivitz-SpoldershagenFuhlendorf (Vorpommern)Fuhlendorf (Vorpommern)Fuhlendorf (Vorpommern)Fuhlendorf (Vorpommern)Karnin (bei Barth)Kenz-KüstrowLöbnitz (Vorpommern)LüdershagenPruchtenSaal (Vorpommern)TrinwillershagenBergen auf RügenBuschvitzGarz/RügenGustowLietzowParchtitzPatzigPoseritzRalswiekRappinSehlenAhrenshoopBorn a. DarßDierhagenPrerowWieck a. DarßWustrow (Fischland)FranzburgGlewitzGremersdorf-BuchholzMillienhagen-OebelitzPapenhagenRichtenbergSplietsdorfVelgastWeitenhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen)Wendisch BaggendorfElmenhorst (Vorpommern)SundhagenWittenhagenBaabeGöhren (Rügen)Lancken-GranitzSellinMönchgutZirkowGroß KordshagenJakobsdorfKummerow (bei Stralsund)Lüssow (bei Stralsund)Lüssow (bei Stralsund)Neu BartelshagenNieparsPantelitzSteinhagen (Vorpommern)WendorfZarrendorfAltenkirchen (Rügen)BreegeDranskeGloweLohmePutgartenSagardWiek (Rügen)Bad SülzeDettmannsdorfDeyelsdorfDrechowEixenGrammendorfGransebiethHugoldsdorfLindholzTribseesAhrenshagen-DaskowSchlemminRibnitz-DamgartenSemlowAltefährDreschvitzDreschvitzGingstInsel HiddenseeKluisNeuenkirchen (Rügen)Neuenkirchen (Rügen)RambinSamtensSchaprodeSchaprodeTrent (Rügen)Ummanz (Gemeinde)Ummanz (Gemeinde)Ummanz (Gemeinde)BinzGrimmenMarlowPutbusPutbusSassnitzStralsundStralsundSüderholzZingstZingstZingstKarte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Insel Hiddensee (bis zum 2. Februar 1993 Hiddensee) umfasst die Insel Hiddensee sowie einige ihr östlich vorgelagerte Inseln. Sie gehört seit 2005 zum Amt West-Rügen mit Sitz in der Gemeinde Samtens. Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Grieben, Kloster, Vitte und Neuendorf.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeindename „Insel Hiddensee“ bezieht sich direkt auf den Namen der Insel, welcher als „Hedinsey“ in der Prosa-Edda und als „Hithinsö“ in den Gesta Danorum des Saxo Grammaticus genannt wird. Beides bedeutet so viel wie „Insel des Hedin“ oder „Hedinsinsel“.[2] Der legendäre Norwegerkönig Hedin soll hier um eine Frau oder auch nur um Gold gekämpft haben. Unter dänischer Herrschaft war offiziell „Hedins-Oe“ gebräuchlich. Bis 1880 hieß die Insel auch in deutschen Karten noch „Hiddensjö“, 1929 in deutschen Reiseführern noch „Hiddensöe“. Die vollständige Eindeutschung und Umdeutung zu „Hiddensee“ ist also relativ jung.

Übersichtskarte von Hiddensee
Luftbild der Steilküste am Leuchtturm Dornbusch, Nordhaken der Insel Hiddensee

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den größten Teil des Gemeindegebietes nimmt die langgestreckte (16,8 Kilometer lange) Insel Hiddensee ein. Begrenzt wird die Insel durch den Schaproder Bodden und Vitter Bodden im Osten, den Gellenstrom (die Fahrrinne nach Stralsund) im Süden und die offene Ostsee nach Westen und Norden. Ebenfalls gehören einige kleinere, unbewohnte Inseln zum Gemeindegebiet: Fährinsel, Gänsewerder, Tedingsinsel und Plathe. Die an die Inseln angrenzenden Wasserflächen sind nicht Teil des Gemeindegebiets.

Die Gemeinde Insel Hiddensee hat vier Ortsteile (von Nord nach Süd):

Ortsteil Grieben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grieben ist das älteste, nördlichste und kleinste Dorf auf Hiddensee und liegt am östlichen Rand des Hochlandes der Insel. Der Name leitet sich vom slawischen grib (für „Pilz“) ab. Grieben hat keinen eigenen Hafen.

Ortsteil Kloster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Kloster hat seinen Namen vom ehemaligen Kloster der Zisterzienser, das von 1296 bis 1536 in der Nähe des heutigen Hafens von Kloster lag. Es wurde mit der Reformation aufgelöst. Heute gilt Kloster mit dem Gerhart-Hauptmann-Haus, der Inselkirche und dem Inselfriedhof mit den Grabstätten von Gerhart Hauptmann, Walter Felsenstein und Gret Palucca als das kulturelle Zentrum von Hiddensee. Es liegt direkt am Hochland, dessen höchste Erhebung der Dornbusch ist. In Kloster befinden sich die „Biologische Station Hiddensee“ und die „Vogelwarte Hiddensee“ als Außenstellen der Universität Greifswald, welche beide aus der 1930 entstandenen „Biologischen Forschungsanstalt Hiddensee“ hervorgegangen sind. Wegen der günstigen Lage der Insel weitab vom Festland besteht im Dornbuschwald eine Bienenbelegstelle.

Ortsteil Vitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vitte (sprich: Fitte) wurde erstmals 1513 urkundlich erwähnt, ist der Hauptort und zugleich der größte und zentrale Ort der Insel. Der Name ist eine Ableitung von „vit“; damit bezeichnete man früher Fischverkaufsstellen (zur Wortherkunft siehe auch Vitten). In Vitte steht das Rathaus mit der Gemeindeverwaltung. Außerdem ist hier der Fähranleger für die Lastenfähre, mit der die Fahrzeuge für die Ver- und Entsorgung von Schaprode auf der Insel Rügen aus übersetzen. Der Güterverkehr wird auf Anhänger, die von Elektroschleppern gezogen werden, umgeschlagen und auf der Insel an die Lebensmittelmärkte und Gaststätten verteilt. Teilweise werden kleinere Güter auch noch mit Pferdefuhrwerken ausgeliefert. Die Heidelandschaft auf Hiddensee, zwischen Vitte und Neuendorf gelegen, zählt ebenso zu Vitte. In Vitte steht das älteste noch erhaltene Haus der Insel, das „Hexenhaus“ (ehemals Sommerhaus von Adolf Reichwein). Darüber hinaus befinden sich in Vitte das (wohl letzte) Zeltkino, die Seebühne Hiddensee (Figurentheater) und eine Holländerwindmühle, die „Schwarze Mühle“.

Hafen von Neuendorf

Ortsteil Neuendorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuendorf ist der südlichste Ort auf Hiddensee. Die Einwohner von Neuendorf werden als „Die Süder“ bezeichnet. Große Teile von Neuendorf gleichen einer großen Wiese, auf der die Häuser wie an einer Schnur gezogen aufgereiht sind. Es gibt teilweise keine angelegten Wege, so dass einzelne Adressen nur direkt über die Wiese zu erreichen sind. Neuendorf hat einen eigenen Hafen.

Neuendorf besteht aus zwei ursprünglich eigenständigen Orten: Dem älteren, wohl schon aus dem 13. Jahrhundert stammenden Plogshagen im Süden und dem eigentlichen Neuendorf, das um 1700 durch die Absiedlung aus der Siedlung Glambek entstand. Überreste dieser Siedlung sind noch heute nordöstlich des Neuendorfer Ortsgebietes zu erkennen.

Südlich von Neuendorf liegt der so genannte Gellen, dessen Südteil, ein bedeutendes Vogelschutzgebiet, zur Schutzzone I des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft gehört und somit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orte auf der Insel Hiddensee bildeten bis in die 1930er Jahre die drei Gemeinden Kloster-Grieben, Vitte und Neuendorf-Plogshagen.[3] Zwischen 1937 und 1939 vereinigten sie sich zur Gemeinde Hiddensee, die damit das gesamte Inselgebiet umfasste.

Die Gemeinde gehörte bis 1990 zum Kreis Rügen im Bezirk Rostock und wurde anschließend Teil des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Seit den 1990er Jahren trägt sie den Namen Insel Hiddensee. 1996 erkämpfte sich die Gemeinde die Amtsfreiheit, die sie jedoch im Jahr 2005 im Zuge der Gebietsreform in Mecklenburg-Vorpommern wieder verlor. Seitdem gehört sie zum Amt West-Rügen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 wurde im November 2009 durch das Verwaltungsgericht Greifswald für ungültig erklärt. Der damalige Bürgermeister Manfred Gau (Bürger für Hiddensee) habe unerlaubt Einfluss auf den Wahlausgang genommen, da er versprach, die Fahrtkosten mit dem Inselbus zum einzigen Wahllokal persönlich zu übernehmen.[4][5] Darum stand den zehn Gemeindevertretern bis zur Wiederholungswahl kein ehrenamtlicher Bürgermeister vor. Am 19. September 2010 wurde der damalige CDU-Politiker Thomas Gens mit 51,76 % der Stimmen gegen Gau (48,24 %) gewählt.[6] Nachdem Gens als Direktkandidat der CDU für die Nachwahl zur Landtagswahl 2011 im Landtagswahlkreis Rügen I nominiert, aber elf Tage vor dieser Wahl aus der CDU ausgeschlossen worden war, löste sich der CDU-Ortsverband auf Hiddensee zum 31. Mai 2013 auf und die ehemaligen CDU-Mitglieder gründeten die neue politische Partei achtsame Demokraten-Die HIDDENSEEpartei.[7] Bei der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 trat die CDU wieder mit jeweils einem Kandidaten für die Wahl zur Gemeindevertretung bzw. für das Bürgermeisteramt an. Bei Letzterer setzte sich Amtsinhaber Gens mit 76,50 % der Stimmen gegen den Kandidaten der CDU, Wolfgang Siegel, (23,49 %) durch.[8]

Bei der Wahl zur Gemeindevertretung am 25. Mai 2014 wurden folgende Ergebnisse erzielt:[9]

Partei/Bewerber Prozent Sitze
achtsame Demokraten-Die HIDDENSEEpartei 63,2 6
Bürger für Hiddensee 33,9 4
CDU 2,9 -

Die Wahlbeteiligung lag bei 69 %.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Blau und Gold; rechts ein nach links gewendetes goldenes Seepferdchen; links eine blaue Hausmarke, bestehend aus Sparrenkopfschaft, Mittelkreuzsprosse und erhöhter Mittelkreuzsprosse sowie einer vorderen Fußabstrebe.“[10]

Die linke Flanke hat einen hellblauen Hintergrund mit einem gelben Seepferdchen (Silhouette der Insel), die rechte Flanke hat einen gelben Hintergrund, auf dem eine für Hiddensee typische Hausmarke in hellblau erscheint. Die Farbgebung Blau-Gelb dokumentiert die Zugehörigkeit zum schwedischen Königreich zwischen 1648 und 1815.

Bürgerliche Flagge? Flagge der Gemeinde Insel Hiddensee

Das durch den Weimarer Heraldiker Michael Zapfe gestaltete Wappen wurde am 29. Januar 1998 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 141 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde ist gleichmäßig und quer zur Längsachse des Flaggentuches von Gold (Gelb) und Blau gestreift. Auf der Mitte des Flaggentuchs liegt, auf jeweils ein Drittel der Länge des goldenen (gelben) und blauen Streifens übergreifend, das Gemeindewappen. Die Länge der Flagge verhält sich zur Höhe wie 5:3.[11]

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Das offizielle Signet des Seebades Hiddensee beruht auf einem Entwurf des Berliner Malers Torsten Schlüter aus dem Jahr 1996. Es stellt den Schriftzug Hiddensee und eine abstrahierte Küstenlinie auf weißem Grund dar.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewohner der Insel leben hauptsächlich vom Tourismus. Der Großteil der Besucher sind Tagestouristen, jährlich hat Hiddensee etwa 50 000 Besucher.[12] Schon vor 1990 war Hiddensee ein beliebter Urlaubsort, in den 1970er Jahren befanden sich in der Hauptsaison täglich bis zu 4000 Urlauber und 3000 Tagesausflügler auf der Insel.[13] Aufgrund der angestrebten Naturbelassenheit wurde der Tourismussektor kaum weiter ausgebaut, an den Besucherzahlen hat sich seither kaum etwas geändert [14].

Ein erheblicher Teil der Fläche Hiddensees wird für landwirtschaftliche Zwecke genutzt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Insel wird seit 1788 unterrichtet. Am Anfang übernahm dies der Küster. Die erste Schule in Vitte wurde am 2. November 1887 gegründet. 1990 wurde die Vitter Schule zu einer Realschule mit Haupt- und Grundschulteil, später „Regionale Schule mit Grundschule“. 2016/2017 werden 56 Schüler in der ersten bis zehnten Klasse unterrichtet.[15]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personentransport mit einer Pferdekutsche

Der private Kfz-Verkehr ist auf der gesamten Insel verboten. Für öffentliche Aufgaben und landwirtschaftliche Nutzung sind nur wenige Kraftfahrzeuge zugelassen. Dadurch ist die Insel nahezu autofrei. Ein Teil des Personen- und Warenverkehrs wird mit Pferdefuhrwerken durchgeführt. Zwischen den Ortsteilen Grieben, Kloster, Vitte und Neuendorf verkehrt ein Linienbus der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR). Schon vor der Wende war Hiddensee für privaten Autoverkehr gesperrt.

Zu erreichen ist die Insel von Stralsund sowie von Schaprode auf Rügen mit Personenfähren der „Reederei Hiddensee“, die in den Häfern Kloster, Vitte und Neuendorf anlegen. Die Fähre Vitte, die auch Fracht transportieren kann, läuft von Schaprode aus Vitte an. In der Sommersaison bestehen weitere Verbindungen mit Ralswiek, Breege, Wiek und Zingst. Außerdem gibt es Wassertaxiverbindungen mit Stralsund und Schaprode.

Sehenswürdigkeiten und Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

die in den Orten der Inseln Hiddensee wohnten oder häufig weilten oder hier arbeiteten oder auf der Insel leben (alphabetisch):

  • Erich Arendt (1903–1984) Lyriker und Übersetzer, hatte ein Haus auf Hiddensee
  • Elisabeth Büchsel (1867–1957), Malerin, Sommerwohnung im Haus der Familie Gau am südlichen Ende von Vitte
  • Werner Buhss (1949–2018), Dramatiker und Übersetzer, war lange Jahre den größten Teil des Jahres in Kloster mit dem Verfassen von Nachdichtungen der Dramen Gorkis, Shakespeares oder Tschechows befasst
  • Hanns Cibulka (1920–2004), Schriftsteller, zwischen 1970 und 1985 häufiger Gast in Kloster; Verfasser von Büchern über Hiddenseer Landschaften, z. B. „Sanddornzeit“, „Seedorn“
  • Manfred Domrös, Inselpastor von 1986 bis 2008, Mitbegründer der Initiative „Schwerter zu Pflugscharen“ in der DDR
  • Albert Einstein (1879–1955), Physiker – von seinen Aufenthalten kündet eine metallene Gedenkplatte an der Vogelwarte der Universität Greifswald in Kloster: Hier weilte Albert Einstein mehrfach während seiner Besuche auf Hiddensee.
  • Felix Emmel (1888–1960), erwarb 1921 ein Haus in Vitte am Hafen, welches nach 1989 in den Besitz seiner Nachkommen gelangte.
  • Alexander Ettenburg (1858–1919), Schauspieler und Dichter, bekannt als „Einsiedler von Hiddensee“
  • Hans Fallada (1893–1947), Schriftsteller, schrieb 1933 im Gasthaus Freese „Hotel am Meer“ im Örtchen Neuendorf seinen Roman Kleiner Mann – was nun?.
  • Walter Felsenstein (1901–1975), Opernregisseur, ist auf dem Inselfriedhof begraben. Landhaus „Pjerregard“ Hügelweg 19 am Ortsrand von Kloster.
  • Günter Fink (1913–2000), (Maler) stellte seit 1949 in Vitte am Norderende und in der Blauen Scheune aus, die er 1955 erwarb. Die Blaue Scheune gehört heute seiner Witwe Helga Fink.
  • Paul Herbert Freyer (1920–1983), Schriftsteller, Theaterintendant, lebte im Sommer in Neuendorf, verstarb in Neuendorf
  • Otto Gebühr (1877–1954), Schauspieler, besaß ein Haus in Kloster, 1934 erstmals auf Hiddensee als „Kaffeetrinker“ im „Gasthaus zur Heiderose“
  • Arnold Gustavs (1875–1956), der „alte Pastor“ – Heimatchronist und Autor, sowie sein Sohn, der Maler Eggert Gustavs
  • Gerhart Hauptmann (1862–1946), Schriftsteller, wohnte zwischen 1896 und 1899 jeden Sommer im „Gasthof zur Ostsee“ in Vitte, danach in der ehemaligen Pension „Haus am Meer“ (ist heute die Vogelwarte in Kloster); erwarb 1930 das Haus „Seedorn“ in Kloster, das heute als Gedenkstätte dient; er ist auf dem Inselfriedhof begraben.
  • Erich Heckel (1883–1970), Maler und Mitglied der „Brücke-Gruppe“, verbrachte 1912 einen erholsamen Sommerurlaub in Grieben, schuf insgesamt 35 Bilder nach Landschaften von Hiddensee.
  • Hanns Dieter Hüsch (1925–2005), Kabarettist, Schauspieler und Autor, weilte in den Sommern seit den 1990er Jahren mehrfach auf Hiddensee, mehrere Programme in der Inselkirche
  • Werner Klemke (1917–1994), Maler und Illustrator, mit eigenem Haus auf Hiddensee
  • Brigitte Köhler-Kliefert (1924–2001), malte auf der Insel
  • Käthe Kollwitz (1867–1945), weilte in den 1920er Jahren oft auf Hiddensee und war zu Gast bei dem Maler Leo Klein von Diepold in Kloster, im Norden von Vitte.
  • Käthe Kruse (1883–1968), Puppenherstellerin
  • Oskar Kruse (1847–1919), Maler, war Bauherr der „Lietzenburg“ auf Hiddensee, die später sein Bruder Max mit Ehefrau Käthe Kruse übernahm.
  • Henni Lehmann (1862–1937), Malerin, Wiesenweg 2 in Vitte
  • Käthe Löwenthal (1878–1942), Malerin, weilte 1912–1935 regelmäßig im Sommer in Vitte.
  • Klaus Müller (* 1941), Autor, segelte seit den 1980er Jahren regelmäßig auf Hiddensee, floh 1988 von Neuendorf mit einem Segelboot nach Dänemark und kehrte nach acht Monaten in die DDR zurück.
  • Hermann Muthesius (1861–1927), Architekt, besaß seit 1912 ein Haus am Süderende in Vitte.
  • Asta Nielsen (1881–1972), Stummfilmstar, Haus „Karusel“ in Vitte – Am Seglerhafen
  • Nikolaus Niemeier, Kunstmaler und Dichter, wohnte ab den 1920er Jahren in einem eigenen Haus am Norderende in Vitte; er schuf die Blumenmalerei in der Inselkirche in Kloster und verfasste Gedichte in niederdeutscher Sprache.
  • Gret Palucca (1902–1993), Tänzerin, 1948 erstmals auf der Insel; ab den 1960er Jahren besaß sie ein eigenes Sommerhaus am Norderende in Vitte. Palucca wurde 1993 auf dem Inselfriedhof in Kloster beerdigt.
  • Gisela Peschke (1942–1993), Malerin
  • Rosemarie Reichwein (1904–2002) und ihr Mann Adolf Reichwein (1898–1944), Reformpädagoge und Mitglied des Kreisauer Kreises, besaßen ab den 1930er Jahren ein Sommerhaus auf Hiddensee, das Hexenhaus, welches sich seit 1990 wieder in Familienbesitz befindet.
  • Joachim Ringelnatz (1883–1934), Dichter, war häufig Gast bei Asta Nielsen.
  • Robert Rompe (1905–1993), Physiker, besaß ein Sommerhaus in Kloster und ist auf dem Inselfriedhof beerdigt.
  • Aljoscha Rompe (1947–2000), DDR-Punk-Musiker, veranstaltete „Strand-Konzerte“ auf Hiddensee.
  • Torsten Schlüter (* 1959), Maler, hat auf Hiddensee sein zweites Atelier, arbeitet seit 1983 auf Hiddensee
  • Renate Seydel (* 1935), Schriftstellerin, Herausgeberin von Anthologien über Hiddensee, Inhaberin der Buchhandlung Koralle in Vitte
  • Thomas Wilkening (1956–2005), Fernsehproduzent, starb auf Hiddensee
  • Julie Wolfthorn (1864–1944), Malerin, Zeichnerin und Grafikerin sowie Opfer des NS-Regimes, lebte und arbeitete in Vitte

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hiddensee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Insel Hiddensee – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2017 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Alexander Ettenburg: Die Insel Hiddensee bei Rügen und das westliche Rügen. Bergen auf Rügen 1912. Neu herausgegeben von Tomas Güttler, Hamburg 2014, S. 5.
  3. Martin Reepel, Pommern. Das Handbuch für Reisen und Wandern im Pommerland., Verkehrsverband für Pommern, Stettin 1932, Nachdruck in der Reihe Reiseführer von Anno dazumal, Verlag Gerhard Rautenberg, Leer 1988, S. 175.
  4. Kommunalwahl auf Hiddensee ungültig. Archiviert vom Original am 20. Dezember 2015; abgerufen am 22. September 2010. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rueganer-anzeiger.de
  5. Nachricht in der Ostseezeitung. Archiviert vom Original am 10. September 2012; abgerufen am 22. September 2010.
  6. Kommunalwahl auf Hiddensee. Abgerufen am 22. September 2010.
  7. Neue Inselpartei auf Hiddensee gegründet. Abgerufen am 1. November 2014.
  8. Gesamtergebnis Bürgermeisterwahl Seebad Insel Hiddensee 25.05.2014. Abgerufen am 1. November 2014.
  9. Gesamtergebnis Gemeindevertretung Seebad Insel Hiddensee 25.05.2014 - Sitzverteilung. Abgerufen am 1. November 2014.
  10. Hauptsatzung § 2 Abs.1 (PDF; 264 kB)
  11. Hauptsatzung § 2 Abs.2 (PDF; 264 kB)
  12. http://www.ndr.de/ratgeber/reise/ruegen_hiddensee/Urlaub-an-der-Ostsee-Tipps-fuer-die-Insel-Hiddensee,hiddensee24.html
  13. Auto Straßenverkehr Heft 8/1979
  14. Hiddensee: Kein Platz für Hektik. In: Spiegel Online. 10. August 2002, abgerufen am 9. Juni 2018.
  15. Statistik der Schule 2016/2017 bei schule-hiddensee.de, abgerufen am 13. Juni 2017