Insert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Fachbegriffe aus Film, Videoschnitt, Tontechnik und Maschinenbau. Für Insert im Sinne der Diplomatik siehe Transsumpt und für Inserts in der Werbung siehe Werbetrenner.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Insert (Neutrum) im Film ist eine informative Texteinblendung oder ein Zwischentitel innerhalb eines Filmes, die zumeist das Verständnis der Handlung unterstützt bzw. den Film so erst verständlich macht. Dies ist nicht mit den Credits zu verwechseln, denn Inserts dienen der zusätzlichen Information z. B. bezüglich Ort, Zeit, historischem Kontext oder ähnlichem. Sie sind also zumeist ein notwendiger Teil der Handlung und der Dramaturgie.

Ein Beispiel für den üblichen Einsatz von Inserts ist z. B. der Prologtext von Gladiator, der den Zuschauer über die Umstände in der Mitte des 2. Jahrhunderts aufklärt. Inserts sind auch übliche Angaben, die darüber Aufschluss geben, wie viel Zeit zwischen zwei Szenen vergangen ist. Im Film 28 Days Later wird dieses Insert auch gleichzeitig zur Filmtitelangabe.

Während das Insert oft wichtige Informationen übermittelt, werden im Film Psycho zu Anfang Wochentag, Tageszeit und Uhrzeit eingeblendet. Daten, die im weiteren Verlauf unbedeutet bleiben.

Inserts werden auch im Fernsehen eingesetzt, etwa für Einblendungen in Sportübertragungen.

Videoschnitt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Schnitt und der Nachbearbeitung von Videomaterial bezeichnet Insert einen einfügenden Schnitt – im Unterschied zum Assemble, bei dem weiteres Material an das bestehende angefügt wird.

Tontechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Tontechnik ist das Insert eine spezielle Buchse zum Einschleifen eines Effektgerätes in den Signalweg, meist von Dynamikprozessoren wie Kompressoren und Gates. Auch Equalizer werden „insertiert“.

Maschinenbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Insert bezeichnet man im Maschinenbau, speziell bei Hybridstrukturen in Kombination mit Faserverbundwerkstoffen, ein meist metallisches Bauteil, welches die Hauptfunktion der Krafteinleitung in den Faserverbund übernimmt. Da sich eine direkte Anbindung eines Faserverbundelementes meist nicht kraftflussgerecht gestalten lässt, werden beispielsweise bei Wellen Metallinserts verwendet, die ein Drehmoment über Formschluss in eine gewicklte Struktur übertragen. Wird ein solches Element auf das Äußere einer Struktur aufgebracht, spricht man von einem Outsert. Die Funktionsweise ist jedoch analog der des Inserts. Ähnliche Elemente finden sich beispielsweise bei Spritzgussteilen im Fahrzeugbau, bei denen Muttern oder andere Anschlusselemente eingebracht werden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Kamp, Manfred Rüsel: Vom Umgang mit Film. 1. Auflage, Cornelsen, ISBN 3-06-102824-2
  • Hubert Henle: Das Tonstudio Handbuch. 5.Auflage, GC Carstensen Verlag, München, 2001, ISBN 3-910098-19-3
  • Siegfried Stitz, Walter Keller: Spritzgießtechnik: Verarbeitung - Maschine - Peripherie: Verarbeitung, Maschinen, Peripherie 2. Auflage, Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, ISBN 3446229213