Insingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Insingen
Insingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Insingen hervorgehoben
Koordinaten: 49° 18′ N, 10° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Rothenburg ob der Tauber
Höhe: 399 m ü. NHN
Fläche: 21,32 km2
Einwohner: 1184 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91610
Vorwahl: 09869
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 169
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hausener Str. 7
91610 Insingen
Webpräsenz: www.insingen.de
Bürgermeister: Peter Köhnlechner (Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Insingen im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-RiesAnsbachFürthLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis FürthLandkreis RothLandkreis Weißenburg-GunzenhausenUnterer WaldLehrbergAdelshofen (Mittelfranken)Bechhofen (Mittelfranken)Bruckberg (Mittelfranken)Buch am WaldBurkColmbergDentlein am ForstDiebachDietenhofenDinkelsbühlDombühlEhingen (Mittelfranken)FeuchtwangenFlachslandenGebsattelGerolfingenGeslauHeilsbronnInsingenLangfurthLeutershausenLichtenau (Mittelfranken)Merkendorf (Mittelfranken)MönchsrothNeuendettelsauNeusitzOberdachstettenOhrenbachPetersaurachRöckingenRothenburg ob der TauberRüglandSachsen bei AnsbachSchillingsfürstSchnelldorfSchopfloch (Mittelfranken)SteinsfeldUnterschwaningenWassertrüdingenWeidenbach (Mittelfranken)WeihenzellWeiltingenWettringen (Mittelfranken)WiesethWindelsbachWindsbachWittelshofenWörnitz (Gemeinde)Wolframs-EschenbachWilburgstettenOrnbauMitteleschenbachHerriedenDürrwangenBurgoberbachAurach (Landkreis Ansbach)ArbergBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Insingen ist eine Gemeinde im Landkreis Ansbach in Mittelfranken. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rothenburg ob der Tauber.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insingen liegt im Naturpark Frankenhöhe.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insingen besteht aus neun Ortsteilen[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn):

Insingen Friedhofsmauer und Kirche

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insingen gehörte zum Reichsstift Rothenburg und ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis; Teile der Vogtei lagen im preußischen Fürstentum Ansbach.

Eine Besonderheit ist, dass Insingen einer der wenigen fränkischen Orte ist, für den eine frühneuzeitliche Dorfordnung erhalten ist. Sie wurde am 27. April 1620 im „rothenburgischen Wirtshause“ in Insingen den Einwohnern verkündet.[3] Insingen zählte damals 56 Bauern und Köbler, die als „Gemeinrechte“ galten, d.h. als Einwohner mit von der Dorfordnung festgelegten Rechten und Pflichten.[4]

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort – wie weite Teile Frankens – zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[5] Im Jahre 1818 entstand mit dem Gemeindeedikt die heutige politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Lohr eingegliedert.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 60,89 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  Wählergemeinschaft Insingen     8 Sitze  (69,3 %)
  Wählergemeinschaft Insingen - Nord 4 Sitze (30,7 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister Peter Köhnlechner.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Schräg rechts geteilt, unten drei Mal geteilt von silber und blau, oben in gold ein schräg rechts liegender roter Krebs.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insingen ist Mitglied im Tourismusverband Romantisches Franken.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insingen liegt nahe der Autobahn A 7 (Anschlussstelle 109 - Wörnitz).

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insingen ist seit 2006 Sitz des Degener Verlags, des bedeutendsten genealogischen Verlags in Deutschland.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Insingen. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 21–23 (Digitalisat).
  • Eduard Otto: Ein fränkisches Dorf zu Anfang des 17. Jahrhunderts. In: Zeitschrift für Social- und Wirthschaftsgeschichte, Jg. 7 (1899), S. 331–355.
  • Gottfried Stieber: Insingen. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, S. 515–517 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Insingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayrische Landesbibliothek online - Insingen
  3. Eduard Otto: Ein fränkisches Dorf zu Anfang des 17. Jahrhunderts. In: Zeitschrift für Social- und Wirthschaftsgeschichte, Jg. 7 (1899), S. 331–355, hier S. 332.
  4. Eduard Otto: Ein fränkisches Dorf zu Anfang des 17. Jahrhunderts. In: Zeitschrift für Social- und Wirthschaftsgeschichte, Jg. 7 (1899), S. 331–355, hier S. 333.
  5. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 706.