Insolvenzberatung

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Der Begriff, "Insolvenzberatung" ist nicht gesetzlich definiert. Eine Insolvenzberatung kann der Vorsorge zwecks Vermeidung einer Insolvenz dienen, ebenso gesetzlich zulässiger und nicht strafbarer Vermögenssicherung. Unter Kaufleuten hat die Insolvenzberatung vielfach die Funktion, rechtzeitig zu ermitteln und erkennen, ob bereits eine Insolvenz eingetreten ist (§§ 16 Eröffnungsgrund,17 Zahlungsunfähigkeit,19 Überschuldung Insolvenzordnung) und damit die Pflicht besteht, einen Insolvenzantrag zu stellen (§§ 13, 13a, 15, 15a Insolvenzordnung). Damit soll persönlicher Haftung vorgebeugt werden. Bei natürlichen Personen, welche keine Kaufleute sind, dient die Insolvenzberatung nach der Insolvenzordnung in den meisten Fällen der Einleitung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens. Bei Verbrauchern hat die Insolvenzberatung das Ziel, ihm aufzuzeigen, welche Möglichkeiten der Entschuldung innerhalb welchen Zeitrahmens möglich sind. Es handelt sich dabei um die klassische Schuldnerberatung. Die Klienten sind überschuldet und können ihre Zahlungsverpflichtungen nicht mehr leisten. Die Schulden sind mit den freien Geldmitteln des Haushaltseinkommens nicht in absehbarer Zeit rückzahlbar.

Die Insolvenzberatung wird von öffentlichen und freien Trägern (insbesondere Kommunen und Wohlfahrtsverbänden) und auch von privaten Anbietern durchgeführt. Die Beratung durch öffentliche oder freie Träger ist kostenfrei.

Dem Antrag auf Eröffnung eines gerichtlichen Schuldenbefreiungsverfahrens mit dem Ziel der Zahlungsentpflichtung durch Gerichtsbeschluss ist eine Bescheinigung eines Anwaltes oder einer staatlich anerkannten Insolvenzberatungsstelle über die Erfolglosigkeit eines außergerichtlichen Einigungsversuchs beizufügen (§ 305 Insolvenzordnung).

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