Inspektor Loulou – Die Knallschote vom Dienst

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Filmdaten
Deutscher Titel Inspektor Loulou – Die Knallschote vom Dienst
Originaltitel Inspecteur la Bavure
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1980
Länge 102 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Claude Zidi
Drehbuch Jean Bouchaud
Claude Zidi
Produktion Claude Berri
Musik Vladimir Cosma
Kamera Henri Decaë
Schnitt Nicole Saunier
Besetzung
Synchronisation

Inspektor Loulou – Die Knallschote vom Dienst ist eine französische Filmkomödie von Claude Zidi aus dem Jahr 1980.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michels Vater Jules Clément kam einst im Polizeidienst durch eine waghalsige Verhaftung ums Leben. Am Sterbebett versprach ihm sein Sohn, später einmal Polizist zu werden. Seither sind 20 Jahre vergangen und Michel besteht gerade so die Prüfung zum Polizeiinspektor. Weil er der Schlechteste des Jahrgangs ist, muss er in Paris bleiben. Ihm wird der kurz vor der Rente stehende Marcel Watrin als Partner zugeteilt. Nach einigen Startschwierigkeiten – Michel wird an seinem ersten Tag für einen Verbrecher gehalten und von seinen neuen Kollegen zusammengeschlagen – beginnt die Ermittlungsarbeit. Neben Watrin sitzt dabei auch die Journalistin Marie-Anne Prossant mit im Streifenwagen, die eine Reportage über die Arbeit der Männer schreiben will, um ihrem Vater, dem Pressemagnaten Louis Prossant zu beweisen, dass sie es auch ohne ihn zu etwas bringen kann. In einem Antiquariat nimmt Michel den Diebstahl zweier wertvoller Duellpistolen auf, die er wenig später von seinen halbkriminellen Freunden als Polizei-Einstandsgeschenk erhält. Michel bringt die Pistolen als Räuber verkleidet zurück in das Antiquariat, wo ihn sowohl die Verkäuferin als auch Marie-Anne erkennen. Ihr überraschend positives Bild von Michel wandelt sich jedoch schnell wieder: Die gesamte Pariser Polizei ist bereits seit Jahren hinter dem irren Dieb Roger Morzini her. Durch einen Zufall können sie ihn bei einem Diebstahl überraschen, doch verursacht Michel durch seine Unbedachtheit einen Unfall, der Morzini die Flucht ermöglicht.

Morzini taucht unter und lässt sich bei Dr. Haquenbusch nach einer Fotovorlage äußerlich dem Schauspieler Gérard Depardieu anpassen. Nach getaner Operation bringt er Haquenbusch um. Während der Genesungszeit sieht er ein Fernsehinterview mit Marie-Anne, in dem sie ihn als gestörten Mann bezeichnet und die Polizei als unfähig beschimpft. Morzini ruft Marie-Anne an und kündigt an, dass sie sich schon bald von seinem Charakter überzeugen könne. Marie-Anne bringt das Telefonat als Aufmacher in die Zeitung. Polizeidirektor Mottet ordnet an, Marie-Anne auffällig von den beiden unfähigsten Leuten der Polizei beschatten zu lassen. Sollte Morzini aufgrund weiterer Provokationen Marie-Annes ihre Entführung planen, solle ein zweites Expertenteam für seine Verhaftung sorgen. Zur offenen Überwachung werden Michel und Marcel ausgewählt. Morzini wiederum wird in seiner neuen Erscheinung nicht erkannt und tritt in Kontakt mit Michel, wobei er sich ihm als Kriminalautor Antoine Collard vorstellt. Michel freundet sich mit ihm an, verrät ihm wertvolle Insiderinformationen und gerät schon bald unter Verdacht, ein Maulwurf bei der Polizei zu sein, der für Morzini arbeitet. Als Morzini eines Tages bei Michel zum Essen eingeladen ist, gibt er vor, Marie-Anne im Rahmen seiner neuen Romanrecherchen einen Streich spielen zu wollen, da er mit ein wenig Tricks ja wie Morzini aussehen kann. Michel macht bei dem vorgeblichen Streich mit, organisiert ein heimliches Treffen von Morzini und Marie-Anne und hält die Kollegen von der Polizei mit einer Marie-Anne-Puppe zum Narren. Morzini wiederum nutzt die Zeit, um Marie-Anne zu einer entlegenen Villa zu bringen und von ihrem Vater ein Lösegeld in Höhe von einer Milliarde Francs zu fordern.

Michel wird als Helfer Morzinis festgenommen, heimlich mit einem Sender ausgestattet und mit einiger Schwierigkeit zur Flucht bewegt. Er bemerkt durch einen Zufall, dass in seine Kleidung ein Sender eingenäht ist, und kann diese an einen Bettler weitergeben. Seine Mutter versorgt ihn mit neuen Sachen, und Michel schreitet selbst zur Tat. Mit seinen halbkriminellen Freunden entführt er Morzinis Mutter und lässt dies im Fernsehen bekannt machen. Morzini ist wütend und will mit Marie-Anne fliehen, wird jedoch von Michel aufgehalten. Dieser zerstört mit einem Bagger die Villa, in der sich Morzini versteckt hält, und rettet per Baggerschaufel Marie-Anne. Mit ihr begibt er sich in ein Hotel, wo er in aller Ruhe die Übergabe des inzwischen beschafften Lösegeldes Louis Prossants organisiert.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inspektor Loulou – Die Knallschote vom Dienst wurde in Paris gedreht. Die Kostüme schuf Corinne Jorry, die Filmbauten stammen von Jean-Baptiste Poirot. Der Film lief am 3. Dezember 1980 in den französischen Kinos an, wo ihn 3,7 Millionen Zuschauer sahen.[1] Der Erfolg des Films in Frankreich führte zu einem Comic von Cabu Wolinsky und Jean-Pierre Hugot, der 1981 erschien.[2] In den deutschen Kinos war der Film ab 27. März 1981 zu sehen und wurde am 11. Mai 1985 im ZDF im deutschen Fernsehen gezeigt.[3] Im Jahr 2006 erschien der Film auf DVD.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle Darsteller Synchronsprecher[4]
Michel Clément Coluche Ronald Nitschke
Roger Morzini Gérard Depardieu Manfred Lehmann
Marie-Anne Prossant Dominique Lavanant Rita Engelmann
Vermillot Julien Guiomar Arnold Marquis
Dumeze Alain Mottet Peter Schiff
Louis Prossant Francois Perrot Joachim Cadenbach
Dr. Haquenbusch Clement Harari Heinz Theo Branding
Inspektor Gaffuri Martin Lamotte Wolfgang Pampel
Antiquitätenhändlerin Dany Saval Evelyn Maron
Marcel Watrin Hubert Deschamps Heinz Petruo
Marthe Clément Marthe Villalonga Agi Prandhoff
Philou Richard Anconina Claus Jurichs
Merlino Féodor Atkine Uwe Paulsen
Prüfer Jean Martin Hans Nitschke

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der film-dienst bezeichnete Inspektor Loulou – Die Knallschote vom Dienst als „Kriminalkomödie, deren schwaches Drehbuch und die einfallsarme Regie kaum Spannung aufkommen lassen.“[5] Der Filme nerve nur, stellte Cinema fest.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Un réalisateur à succès. allocine.fr.
  2. Vgl. Inspecteur la Bavure auf bedetheque.com
  3. Diese Woche im Fernsehen. In: Der Spiegel, Nr. 19, 1985, S. 228.
  4. Inspektor Loulou – Die Knallschote vom Dienst. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 2. März 2017.
  5. Inspektor Loulou – Die Knallschote vom Dienst. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  6. Vgl. cinema.de