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Institut de France

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gebäude und Eingang des Institut de France
Eingang zum Institut de France
Institut de France von der Pont des Arts aus gesehen
Kuppel des Institut de France
Informationstafel am Gebäude des Institut de France

Das Institut de France ist eine wissenschaftliche Vereinigung in Frankreich mit Sitz im Collège des Quatre Nations in Paris. Es hat seinen Sitz im 6. Arrondissement unter der Anschrift 23 Quai de Conti, 75006 Paris. Sein (metaphorischer) Spitzname lautet Parlement des savants[1] (deutsch „Parlament der Gelehrten“) und seine Devise Perpétuer, soutenir, éclairer[2] (deutsch etwa „Bewahren, unterstützen, erleuchten“).

Das Institut de France wurde nach Auflösung der königlichen Akademien während der Französischen Revolution am 25. Oktober 1795 als Institut National des Sciences et Arts als Dachorganisation und oberstes Organ der neuen, nunmehr staatlichen Akademien gegründet. Es vereint folgende Organisationen:

Akademie Institutionstyp Schwerpunkt Zuständigkeiten
Académie française Sprachakademie Sprache oberste Autorität in Frankreich für die Pflege, Regulierung und Weiterentwicklung der französischen Sprache
Académie des Beaux-Arts Kunstakademie Kunst Förderung, Bewahrung und Würdigung der bildenden Künste und Musik
Académie des Inscriptions et Belles-Lettres Altertumsakademie Altertumswissenschaften Erforschung von Geschichte, Archäologie, Philologie und klassischen Kulturen
Académie des sciences Wissenschaftsakademie Natur- und Technikwissenschaften Forschung in Mathematik, Natur- und Technikwissenschaften
Académie des sciences morales et politiques Moral-/Sozialakademie Moral- und Sozialwissenschaften moralische, politische, rechtliche, wirtschaftliche und soziale Wissenschaften

An der Spitze des Institut de France stehen als Präsidenten im jährlichen Wechsel der Ständige Sekretär der Académie française bzw. die Präsidenten der anderen angeschlossenen Akademien. Der für eine Dauer von drei Jahren gewählte Kanzler (chancelier de l’Institut de France) ist aktuell Xavier Darcos.

Das Institut de France wird durch Privatunternehmen und Einzelpersonen gefördert und gibt jährliche Publikationen durch die Akademien und die wissenschaftlichen Gesellschaften heraus. Besondere Pflege wird der naturwissenschaftlichen und naturgeschichtlichen Forschung zuteil durch das Collège de France und das Muséum national d’histoire naturelle.

Das Institut de France verleiht zahlreiche Preise, darunter den Prix Bordin, den Osiris-Preis, den D’Animale-Preis, den Prix Montyon („Montyon-Preis“)[3] und den Jaffe-Preis.

Kulturgut des Institut de France und der angeschlossenen Akademien

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Das Institut de France und die ihm angeschlossenen Akademien verwalten folgende Stiftungen:

Commons: Institut de France – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Restaurer le palais de l’Institut de France pour l’ouvrir à la modernité. (PDF) Institut de France, S. 7, abgerufen am 27. November 2025 (französisch).
  2. Institut de France. Institut de France, abgerufen am 27. November 2025 (französisch).
  3. Sabine Seffert: Die Wertung der Montyon-Preise für die Leistung deutscher Orthopäden des 19. Jahrhunderts am Beispiel von Bernhard Heine (1800–1846). Königshausen & Neumann, Würzburg 1986 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 40).