Institut für Angewandte Trainingswissenschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Logo

Das 1992 gegründete Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) ist ein zentrales Forschungsinstitut des deutschen Spitzen- und Nachwuchsleistungssports mit Sitz in Leipzig. Rechtlich wird das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft gemeinsam mit dem Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) in Berlin durch den gemeinsamen Trägerverein IAT/FES des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) vertreten.

Dem Trägerverein gehören 24 Spitzenverbände, sechs Landessportbünde, die Trainerakademie Köln sowie der DOSB an. Das IAT arbeitet darüber hinaus mit den Olympiastützpunkten, dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft und verschiedenen universitären sportwissenschaftlichen Einrichtungen zusammen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut wurde 1992 gegründet. Es ging aus dem Forschungsinstitut für Körperkultur und Sport (FKS) der DDR hervor. Im Art. 39 des Einigungsvertrages wurde festgelegt, dass der Spitzensport und seine Entwicklung auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, soweit er erhaltenswert sei, weiter gefördert werden solle. Hierzu zählte auch das FKS, das in angemessener Form im vereinten Deutschland fortgeführt werden sollte.

Aufgaben und Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgabe ist die begleitende Trainings- und Wettkampfforschung im deutschen Leistungssport mit dem Ziel, die jeweiligen Leistungspotenziale deutscher Spitzensportler zu erkennen und auszuschöpfen. Das Institut unterstützt rund 1.000 Sportler mit ihren Trainern aus 18 Sommersportarten und sechs Wintersportarten. Basis der Zusammenarbeit sind längerfristige Kooperationsvereinbarungen mit den jeweiligen Spitzenverbänden. Das IAT gibt Trainingsempfehlungen sowie sportmedizinische Gesundheits- und Therapieempfehlungen. Darüber hinaus entwickelt das Institut Mess- und Informationssysteme und sorgt für deren praktische Anwendung. Forschung am IAT betreiben Trainingswissenschaftler, Sozialwissenschaftler, Sportmediziner, Ingenieure, Mathematiker, Physiker und Informatiker. Von den 102 Mitarbeitern des Hauses verfügen fast zwei Drittel über eine akademische Ausbildung.

Das Institut pflegt verschiedene Datenbanken (SPONET mit dem individualisierten Fachinformationsservice SPRINT, SPOWiS, Zweitschrift Theorie und Praxis Leistungssport, Wasserspringen, Gewichtheben, Triathlon) und veröffentlicht die Zeitschrift für Angewandte Trainingswissenschaft u. a. mit Olympiaanalysen, die in einem Volltextarchiv auf der Homepage des IAT angeboten wird.

Das Institut umfasst folgende Fachbereiche:

  • die drei trainingswissenschaftlichen Bereiche für
    • Ausdauer (Kanu, Lauf/Gehen, Radsport, Rudern, Schwimmen, Triathlon, Biathlon, Eisschnelllauf, Skilanglauf)
    • Kraft-Technik (Gerätturnen, Gewichtheben, Wurf/Stoß/Mehrkampf, Wasserspringen, Eiskunstlauf, Skeleton, Skispringen/Nordische Kombination) und
    • Technik-Taktik (Badminton, Handball, Hockey, Volleyball, Boxen, Judo, Ringen)
  • sowie die Fachbereiche
    • Sportmedizin (Sportmedizinische Ambulanz, Klinisch-Chemisches Labor, Anthropometrie, Sportkardiologie, Sportorthopädie, Funktionsdiagnostik)
    • MINT (Sportinformatik, Informations- u. Kommunikationstechnologien, Biomechanik, Messplatzentwicklung) und
    • IKS (Trainingswissenschaftliche Fachinformation, Literaturdatenbanken, Länderanalysen, Wissenschaftliche Bibliothek).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]