Institut für Waldorf-Pädagogik

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Institut für Waldorf-Pädagogik
Gründung 1973
Trägerschaft Witten/Annen Institut für Waldorf-Pädagogik e.V.
Ort Witten
Vorstand Marion Körner
Alexander Kubitza
Martin Schlüter
Gerhard Stocker
Studenten 226
Website www.wittenannen.de
Altbau
Altbau
Turm
Turmbau
Teichbau

Das Witten/Annen Institut für Waldorf-Pädagogik ist eine 1973 gegründete Ausbildungsstätte für Lehrkräfte an Waldorfschulen in Witten-Annen. Die Leitgedanken der Wittener Lehrerbildung fasste Johannes Kiersch 1978 in seinem Buch Freie Lehrerbildung zusammen.

Mit der 1994 eingeführten Studienordnung wurde die Grundlage für die Anerkennung als „Einrichtung zur Lehrerbildung im tertiären Bereich“ gelegt, wie zuletzt im Mai 2009 durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen bestätigt.

Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Studiengänge werden angeboten:

  • Klassenlehrer/in an Waldorfschulen (Klasse 1 bis 8) mit zusätzlicher Qualifikation in mindestens einem Fach
  • Musiklehrer/in Klasse 1 bis 12 an Waldorfschulen
  • Eurythmist/in
  • Qualifizierung zum Klassen- und Fachlehrer an Waldorfschulen - postgradual (AZWV)

Allgemeine Bereiche des Dualen Pädagogikstudiums[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildungsort Institut

  • wissenschaftliches Arbeiten
  • Reflexion der schulpraktischen Phasen des Studiums
  • Selbstschulung durch künstlerisches Üben in den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Sprache/Schauspiel, Eurythmie
  • das Lernen durch praktische Arbeit in Gebäude- und Gartenpflege und im selbstverwalteten Studienbeihilfefonds

Ausbildungsort Schule

  • von Dozenten des Instituts und Mentoren an Schulen begleitete jährliche Praxisphasen im Unterrichten und im Lebensraum Schule

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel der Ausbildung ist der Lehrer als Forscher, Erziehungs-Künstler und Unternehmer.

Abschluss und Weiterbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abschluss mit Diplom bietet das Institut in Kooperation mit Waldorfschulen Begleitung in der Berufseinführungsphase an. Weiterbildungsangebote bilden eine Ergänzung zum Konzept lebenslangen Lernens.

Neben dem Pädagogik-Studium wird am Institut für Waldorf-Pädagogik auch eine Ausbildungen zum Gärtner angeboten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Bücher wurden von Mitarbeitern des Instituts für Waldorf-Pädagogik verfasst und zeigen Grundfragen der Freien Lehrerbildung auf, wie sie sich im Wesentlichen aus der Praxis der Lehrerbildung am Institut ergeben haben.

  • Johannes Kiersch: Freie Lehrerbildung. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1978, ISBN 3-7725-0291-1.
  • Johannes Kiersch, Fritz Bohnsack (Hrsg.): Alternative Konzepte für die Lehrerbildung. Verlag Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2001, ISBN 3-7815-1139-1.
  • Johannes Kiersch: Argumente für die Waldorfschule. Flensburger-Hefte-Verlag, Flensburg 2004, ISBN 3-926841-33-8.
  • Michael Kalwa: Begegnung mit Musik. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1997, ISBN 3-7725-0277-6.
  • Michael Kalwa: Mentor sein. Ein Leitfaden. DRUCKtuell, Gerlingen 2004, ISBN 3-927286-38-9.
Nicht-anthroposophische Literatur zur Rolle des Waldorf-Lehrers
  • Franz J. Krämer, Georg Scherer, Franz-Josef Wehnes: Anthroposophie und Waldorfpädagogik. Information/Kritik. Plöger, Annweiler 1987, ISBN 3-924574-09-X.
  • Werner Helsper u. a.: Autorität und Schule. Die empirische Rekonstruktion der Klassenlehrer-Schüler-Beziehung an Waldorfschulen. Aus der Reihe: Studien zur Schul- und Bildungsforschung Bd. 27. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15359-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Institut für Waldorf-Pädagogik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 27′ 31″ N, 7° 22′ 44″ O