Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung

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IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung
Kategorie: außeruniversitäre Forschungseinrichtung
Träger: keiner
Rechtsform des Trägers: gemeinnützige GmbH
Mitgliedschaft: Ecological Research Network (ECORNET)
Standort der Einrichtung: Berlin
Entstanden aus: Institut für Zukunftsforschung
Art der Forschung: Angewandte Forschung
Fachgebiete: Zukunftsforschung, Technologiebewertung
Leitung: Roland Nolte
Mitarbeiter: 36
Homepage: www.izt.de

Das IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung für Zukunftsforschung und Technologiebewertung in Berlin. Die Forschungstätigkeit richtet sich auf die Unterstützung von Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Gesellschaft[1] durch die Bereitstellung von Wissen zur Förderung innovativer Produkte, Prozesse und Dienstleistungen sowie praxisnahem Handlungswissen.

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) wurde – unter Beteiligung der Zukunftsforscher Robert Jungk, Dietrich Goldschmidt und Ossip K. Flechtheim – 1981 in Berlin von dem Physiker und Soziologen Rolf Kreibich sowie dem Architekten und Stadtplaner Jakob Schulze-Rohr gegründet.[2]

Die Motivation bei der Gründung bestand in einer festen Verankerung der wissenschaftlichen Zukunftsforschung in Deutschland. Das Forschungsinstitut hat sich von Beginn auf die Analyse und Mitgestaltung neuer Technologien ausgerichtet und verpflichtet sich dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung. Es ist international orientiert und kooperiert mit zahlreichen europäischen und außereuropäischen Forschungseinrichtungen, es versteht sich als unabhängig und gemeinnützig.

In bisher über 400 Forschungsprojekten beschäftigen sich die Studien[3] des IZT vor allem mit der Entwicklung und Bewertung ökologischer Produkte, der Erstellung neuer Strategien rationeller Energienutzung und der Bewertung der Einflüsse von Informations- und Kommunikationstechnologien auf Privatsphäre, Umwelt und Gesundheit.

30 Wissenschaftler aus Natur-, Sozial-, Kultur-, Wirtschafts-, Ingenieur-, und Geisteswissenschaften arbeiten am IZT in interdisziplinär ausgerichteten Projektteams. Die Forschungsergebnisse werden in Fachverlagen wie dem Springer Verlag sowie in drei eigenen Publikationsreihen des IZT veröffentlicht.[4] Geschäftsführer des IZT ist Roland Nolte.

Themenschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auftraggeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das IZT wirbt sein Budget überwiegend aus Drittmitteln ein.[5] Wichtige Kunden sind die EU-Kommission und internationale Organisationen, Bundes- und Länderministerien, Unternehmensverbände, Einzelunternehmen, Stiftungen und nationale Institutionen der Technikfolgenabschätzung.

Methoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das IZT hat langjährige Erfahrung mit den Methoden der partizipativen Zukunftsforschung (Zukunftswerkstätten, Szenarioentwicklung, Delphimethode etc.). In den laufenden Projekten werden Forschungsansätze aufgegriffen und weiterentwickelt, wie z. B. Nachhaltigkeitsbewertung, Roadmapping, Identifikation von Fokusgruppen, Benchmarking, Technologie-Früherkennung und Service-Engineering.

Gremien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der wissenschaftliche Beirat des IZT besteht aus:[6]

IZT-Zukunftspreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für „soziale Phantasie“ und kreative Innovationen vergibt das IZT seit 2004 den IZT-Zukunftspreis. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre verliehen und jeweils unter ein anderes relevantes Thema der Zukunftsforschung gestellt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auftraggeber und Zuwender
  2. „Architekt Jakob Schulze-Rohr gestorben“, Berliner Morgenpost, 24. November 2008
  3. Projekte
  4. Publikationen
  5. http://www.innovations-report.de/html/profile/profil-1099.html
  6. [1] Wissenschaftlicher Beirat des IZT (Stand Juli 2014)