Intel-Kaby-Lake-Mikroarchitektur

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Kaby Lake (Mikroarchitektur)
Hersteller Intel
Herstellungsprozess 14 nm+
Sockel Sockel 1151
Verkaufsbezeichnung Core i3, 7. Generation
Core i5, 7. Generation
Core i7, 7. Generation
Xeon
Celeron
Pentium
Core-M
Anzahl der Kerne 2/2, 2/4, 4/4, 4/8
L3 cache 2/3/4/6/8 MB
Vorgänger Broadwell (tick)

Skylake (tock)

Nachfolger Coffee Lake

Kaby Lake ist der Codename einer Prozessor-Mikroarchitektur des Chipherstellers Intel, die im 3. Quartal 2016 veröffentlicht wurde. Wie die Broadwell- und Skylake-Prozessoren basieren auch die Kaby-Lake-Prozessoren auf einem 14 nm-Prozess. Intel nennt den Herstellungsprozess 14nm+ oder 14 nm erste Optimierung, durch geringere Leckströme können die Frequenzen etwas angehoben werden, die Mikroarchitektur des Kernes an sich ist gleich der Skylake-Mikroarchitektur [1].

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen der Skylake-Generation wurde der Takt bei Kaby-Lake ein wenig angehoben und die Turbo-Takt-Funktion verbessert, wodurch sich bei den Notebookprozessoren ein leichte Leistungsverbesserung von 15 bis 25 Prozent ergibt.[2] Bei manchen nicht Xeon-Modellen wurde die Option entfernt, ECC-Arbeitsspeicher zu verwenden.[3][4] Diese Taktsteigerungen bei gleicher Leistungsaufnahme werden durch Verbesserungen am 14-nm-Prozess möglich. Als neues Feature verfügt Kaby-Lake neben den höheren Taktraten zusätzlich über verbesserte Codec-Beschleunigung für H.265- und VP9-Videos. Außerdem wurde die Speed-Shift-Technologie verbessert, die unter Windows 10 für schnellere Reaktionen des Turbo-Boost sorgt.[5]

Desktop-Prozessoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaby-Lake-Desktopprozessoren sind mit dem Sockel 1151 sowie den 200er-Chipsätzen (Union Point) kompatibel.[6]
Viele Mainboardhersteller bieten aber BIOS-Updates an, die die Nutzung von Kaby-Lake-Prozessoren mit den 100er-Chipsätzen (Sunrise Point) ermöglichen.[7]

Wie gewohnt sind die Kaby-Lake-Prozessoren ebenfalls mit einer integrierten Grafikeinheit aus der HD-600-Serie[8] ausgestattet. Intel stellt jedoch nur Treiber für Windows 10 zum Download bereit. Außerdem gibt es mit dem i3-7350K das erste Core-i3-Modell mit frei wählbarem Multiplikator.

Befehlssätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sämtliche Prozessoren unterstützen SSE bis SSE4, AES, CLMUL, MPX und SGX, i3 und höher zusätzlich auch AVX bzw. AVX2, TSX, F16C, BMI sowie FMA.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. diverse Autoren: Kaby Lake Intel Microarchitecture. In: Wikichip. 28. September 2017, abgerufen am 2. Oktober 2017.
  2. Till Schönborn: Kaby Lake im Test: Skylake auf Steroiden. In: Notebookcheck. 12. September 2016, abgerufen am 3. Dezember 2016.
  3. Volker Rißka: Stärkster Pentium aller Zeiten: Ab 2017 immer mit zwei Kernen und vier Threads. In: ComputerBase. 11. Januar 2017, abgerufen am 26. Januar 2017.
  4. Wayne Manion: Kaby Lake Pentiums gain Hyper-Threading and lose ECC support. In: The Tech Report. 10. Januar 2017, abgerufen am 26. Januar 2017.
  5. Volker Rißka: Intel Kaby Lake enthüllt: Sechs Modelle mit deutlich mehr Takt für Notebooks & Co. In: ComputerBase. 30. August 2016, abgerufen am 3. Dezember 2016.
  6. Matthias Wellendorf: Intel mit Details zu Kaby Lake. Tom’s Hardware, 18. November 2015, abgerufen am 30. August 2016.
  7. Michael Günsch: Kaby-Lake-Support: Gigabyte liefert Beta-BIOS für neue Intel-CPUs. In: ComputerBase. 28. Oktober 2016, abgerufen am 31. Oktober 2016.
  8. Unterstützte Betriebssysteme für Intel® Grafik Produkte. Abgerufen am 29. November 2016.