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Intel Xeon (Sapphire Rapids)

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Produktion: seit 2022
Produzent: Intel
Prozessortakt: 2,0 GHz bis 3,7 GHz
UPI-Takt: 4,8 GT/s bis 16 GT/s
L3-Cachegröße: 22,5 MiB bis 112,5 MiB
Befehlssatz: x86/Intel 64 (AMD64)
Mikroarchitektur: Intel-Alder-Lake-Mikroarchitektur
Sockel: Sockel E – LGA4677
Name des Prozessorkerns: Alder Lake – Golden Cove

Mit über einem Jahr Verspätung wurde am 10. Januar 2023 die vierte Generation der „Intel Scalable Processors“ vorgestellt.[1] Sie löst die Ice Lake-Generation für 1-2 Sockel Server und die Cooper Lake-Generation für 4-8 Sockel Server ab. Es kommen sogenannte Golden Cove CPU-Kerne aus dem 10nm++ bzw. SuperFIN / Intel 7 Fertigungsprozess zum Einsatz, die auf der Intel-Alder-Lake-Mikroarchitektur basieren.

Im Unterschied zu den Core-Modellen aus der Alder-Lake Baureihe kommen bei den Scalable-Processor-Xeons keine Effizienz-Kerne zum Einsatz. Erstmalig werden die Server-CPUs aus mehreren Chips bzw. Tiles / Dies über EMIB-Brücken (Embedded Multi-Die Interconnect Bridge) zusammengesetzt, um eine höhere Kernanzahl zu erreichen, es gibt einen MCC-Chip, der bis zu 34 (max. 32 aktiv in 7x5 Anordnung) Kerne enthält sowie XCC-Varianten, die aus 4 Tiles zusammengesetzt sind und bis zu 64 Kernen (maximal 60 aktiv, in 4x4 Anordnung) enthalten.

VarianteKerne
(max.)
Anzahl
Chiplets
Fläche
Chiplet
Fläche
Package
gesamt
MCC 321ca. 490 mm²490 mm²
XCC 154ca. 400 mm²1600 mm²
MAX – XCC
HBM2e
15
0
4
4× 8
ca. 400 mm²
ca. 73 mm²
1600 mm²
ca. 2320 mm²
Arbeitsspeicher

Hier wird es erstmalig auch CPU-Varianten unter dem Handelsnamen Xeon Max geben, die 64 GByte High Bandwidth Memory (HBM2e) integriert haben. Dieser HBM kann in unterschiedlichen Modi genutzt werden:

  • als einziger Hauptspeicher (dann in der maximalen Speichergröße stark begrenzt auf 64 GB)
  • als zusätzliche DRAM-Kanäle neben den 8 normalen Kanälen mit DIMM-Steckplätzen (dann sind weitere Eingriffe nötig, um dies für die Applikationen nutzbar zu machen)
  • als Cache vor den normalen 8 DRAM-Kanälen (den DIMM-Modulen)

Die Anzahl der DDR-Kanäle ist gegenüber der letzten Generation von 6 auf 8 gestiegen, es wird anstelle von DDR4 in der letzten Xeon-Generation nun DDR5-Speicher unterstützt, die maximale Taktfrequenz der DDR5-Kanäle liegt bei 4800 MHz, die aggregierte Speicherbandbreite je Sockel steigt damit auf 8 × 48,0 GB/s, zusammen 384 GB/s. In maximal der Hälfte der 8 DDR5-Kanäle können auch Optane PMem 300 series – persistent Memory-Module gesteckt werden. Es können Software Guard Extension (SGX) – Hauptspeicher Enklaven mit einer Größe von bis zu 512 GByte Größe genutzt werden.

Wegen der gestiegenen Anzahl von Speicherkanälen wird ein neuer Sockel E, der LGA4677 notwendig. Dies führt auch dazu, dass eine neue Server-Plattform Fox Creek Pass für diese CPU's genutzt werden muss, die bisherigen Server können also kein CPU-Upgrade erhalten. Als Chipsatz kommen neue C741 Codename Emmitsburg zum Einsatz, der mit einer DMI Generation 3 an die erste CPU angebunden ist.[2]

Je CPU werden 80 Lanes PCIe 5.0 herausgeführt. Diese sind auch in Mehrsockelsystemen verfügbar, so dass die Ein-/Ausgabebandbreite linear mit der Anzahl der Sockel steigt. Über die PCIe 5.0 Lanes kann das CXL 1.1 Protokoll genutzt werden, um externen Memory (persistent oder flüchtig) anzuschließen. Die Speicherhierarchie wird damit bei den Xeons komplex:

  1. CPU-Register
  2. 1st + 2nd-Level-Cache je Kern
  3. gemeinsamer 3rd-Level-Cache
  4. optional bei der MAX-Baureihe der HBM2e-DDR-Speicher, entweder als 4th-Level-Cache oder als Zusatz DDR-Kanäle
  5. die 8 Kanäle DDR5-Speicher, entweder flüchtig oder teilweise mit Optane persistenten Speicher, dann aber langsamer
  6. optional entfernter CXL-Speicher über CXL 1.1 – PCIe 5.0
  7. persistente NVMe-Geräte über PCIe 5.0
  8. langsamere Speichergeräte über Erweiterungsbusse wie SAS, SATA

Es stellt sich die Frage, ob alle diese Schichten nutzbringend von existierenden Anwendungen verwendet werden können.

Je CPU sind bis zu 4 UPI-Kanäle (UPI 2.0) mit 16 GT/s vorhanden, um Mehrsockelsysteme zu verbinden.

Es kommt bei der 4. Generation wieder eine Befehlssatzerweiterung hinzu: die Advanced Matrix Extension (AMX), die selbst eine Erweiterung der AVX-512-Rechenwerke sind.

Von Intel beworben werden eine Reihe von Hardware-Beschleuniger-Bausteinen in den CPUs:

  • die schon länger bekannte QAT – Quick Assist Technology (Kryptografie-Beschleuniger)
  • DLB – Dynamic Load Balancer
  • DSA – Data Streaming Accelerator
  • IAA – In-Memory Analytics Accelerator

Diese Schaltungen sind aber jeweils nicht in allen Modellen vorhanden bzw. in unterschiedlichen Anzahlen vorhanden. Der maximale Hauptspeicherausbau beträgt 4 TB RAM je Sockel bei der Verwendung von 256-GB-DIMM-Modulen und ist nicht mehr modellspezifisch.

Namenssystematik

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1. Stelle: Verkaufsklasse – Bronze (3), Silver (4), Gold (5, 6), Platinum (8), MAX (9)

2. Stelle: Generation (4)

3. + 4. Stelle: Modellnummer

Buchstabe:

  • H: Virtualisierung optimiert
  • P: IaaS optimiert
  • Q: Flüssigkeitskühlung
  • N: Netzwerkoptimiert
  • M: Media optimiert
  • S: Storage & Hyperconverged optimiert
  • T: Verlängerter Lebenszyklus
  • V: SaaS optimiert
  • U: Einsockelvariante
  • Y: Unterstützt Intel® Speed Select Technology – Performance Profile (Intel® SST-PP) 2.0
  • +:

Die unterschiedlichen Optimierungen bedeuten unterschiedliche Anzahlen von Beschleuniger-Schaltungen im Chip.

Produkt-
name
erhält-
lich
Chip-
Vari-
ante
UPI-
Links
max.
Sockel
Anzahl
Kerne
max.
Turbo-
takt
Basis-
takt
CacheTDP
Bronze 3408U Q1 2023MCC0181,90 GHz1,80 GHz22,5 MB125 W
Silver 4410T 22104,00 GHz2,70 GHz26,25 MB150 W
Silver 4410Y 123,90 GHz2,00 GHz30 MB
Silver 4416+ 2037,5 MB165 W
Gold 5411N 31241,90 GHz45 MB
Gold 5412U 02,10 GHz185 W
Gold 5415+ 3284,10 GHz2,90 GHz22,5 MB150 W
Gold 5416S 164,00 GHz2,00 GHz30 MB
Gold 5418N 243,80 GHz1,80 GHz45 MB165 W
Gold 5418Y ??2,00 GHz185 W
Gold 5420+ 2284,10 GHz52,5 MB205 W
Gold 5423N LCC?204,00 GHz2,10 GHz37,5 MB145 W
Gold 5433N 4,10 GHz2,30 GHz160 W
Gold 6403N Q3 2023MCC243,60 GHz1,90 GHz45 MB185 W
Gold 6414U Q1 2023XCC01323,40 GHz2,00 GHz60 MB250 W
Gold 6416H MCC34184,20 GHz2,20 GHz45 MB165 W
Gold 6418H 244,00 GHz2,10 GHz60 MB185 W
Gold 6421N 1323,60 GHz1,80 GHz
Gold 6423N Q3 2023??282,00 GHz52,5 MB195 W
Gold 6426Y Q1 202332164,10 GHz2,50 GHz37,5 MB185 W
Gold 6428N 323,80 GHz1,80 GHz60 MB
Gold 6430 XCC3,40 GHz2,10 GHz270 W
Gold 6433N Q3 2023MCC??3,60 GHz2,00 GHz205 W
Gold 6433NE
Gold 6434 Q1 20233284,10 GHz3,70 GHz22,5 MB195 W
Gold 6434H 4
Gold 6438M 2323,90 GHz2,20 GHz60 MB205 W
Gold 6438N 3,60 GHz2,00 GHz
Gold 6438Y+ 4,00 GHz
Gold 6442Y 242,60 GHz225 W
Gold 6443N Q3 2023??323,60 GHz2,00 GHz195 W
Gold 6444Y Q1 202332164,00 GHz3,60 GHz45 MB270 W
Gold 6448H 4324,10 GHz2,40 GHz60 MB250 W
Gold 6448Y 22,10 GHz225 W
Gold 6454S XCC43,40 GHz2,20 GHz270 W
Gold 6458Q MCC34,00 GHz3,10 GHz350 W
Platinum 8444H XCC48162,90 GHz45 MB270 W
Platinum 8450H 283,50 GHz2,00 GHz75 MB250 W
Platinum 8452Y 2363,20 GHz67,5 MB300 W
Platinum 8454H 8323,40 GHz2,10 GHz82,5 MB270 W
Platinum 8458P 32443,80 GHz2,70 GHz350 W
Platinum 8460H 48402,20 GHz105 MB330 W
Platinum 8460Y+ 23,70 GHz2,00 GHz300 W
Platinum 8461V 01482,20 GHz97,5 MB
Platinum 8462Y+ 32324,10 GHz2,80 GHz60 MB
Platinum 8468 4483,80 GHz2,10 GHz105 MB350 W
Platinum 8468H 8330 W
Platinum 8468V 322,40 GHz97,5 MB
Platinum 8470 4522,00 GHz105 MB350 W
Platinum 8470N 3,60 GHz1,70 GHz97,5 MB300 W
Platinum 8470Q 3,80 GHz2,10 GHz105 MB350 W
Platinum 8471N 13,60 GHz1,80 GHz97,5 MB300 W
Platinum 8480+ 2563,80 GHz2,00 GHz105 MB350 W
Platinum 8480C ???
Platinum 8490H XCC48603,50 GHz1,90 GHz112,5 MB
Max 9460 32322,70 GHz75 MB
Max 9462 402,20 GHz97,5 MB
Max 9468 4482,10 GHz105 MB
Max 9470 522,00 GHz
Max 9480 601,90 GHz112,5 MB

Chip – Baureihen

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  • 4. Generation Scalable Processors
  • Xeon W 34xx Workstation Processors

Einzelnachweise

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  1. ↑ 4th-gen-intel-xeon-scalable-sapphire-rapids. Serve The Home, abgerufen am 12. Januar 2023 (englisch).
  2. ↑ Chipsatz C741. Intel, abgerufen am 12. Januar 2023 (englisch).