Intelligent Light System

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Dieser Artikel beschreibt das adaptive Scheinwerfersystem für Fahrzeuge der Firma Mercedes-Benz. Unter gleichem Namen gibt es noch eine Vielzahl weiterer Produkte: das Multifunktionsscheinwerfersystem von American DJ, das intelligente Beleuchtungssystem auf LED-Basis von Digital Lumens, ein Lichtsystem für Filmkameras von Sony, ein Raumlichtmanagementsystem von Philips ebenso wie diverse adaptive Lichtsysteme anderer Hersteller

Intelligent Light System ist die Bezeichnung der Marke Mercedes-Benz für ihr adaptives Scheinwerfersystem, das sich den Wetter-, Licht- und Fahrbedingungen automatisch anpasst. Das System wird mittlerweile auch von anderen Herstellern verwendet.

Funktionsumfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Intelligent Light System ist in Verbindung mit Bi-Xenon-Scheinwerfern oder LED -Scheinwerfern erhältlich. Es basiert auf der statischen und dynamischen Kurvenlichtfunktion und bietet folgende Funktionen, die über die Jahre erweitert wurden:

1. Stufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Stufe des Intelligent Light System wurde im Juni 2006 in der modellgepflegten E-Klasse als Sonderausstattung eingeführt. Serienmäßig wurde es in dem CL-Coupé ab September 2006 verbaut. Im weiteren Verlauf war das System ab März 2007 in der C-Klasse und ab Oktober 2008 in der GLK-Klasse als Sonderausstattung erhältlich.

Es beinhaltet folgende Funktionen:

  • Zweistufiges Autobahnlicht: Es erhöht die Abblendlichtreichweite um etwa 50 Meter durch Erhöhung der Lampenleistung ab 90 km/h und Reichweiten-Erweiterung beider Scheinwerfer ab 110 km/h. „Autobahnlicht“, „adaptive Doppeldistanz-Xenonscheinwerfer“ „AFS 2“, „AFL Plus“ oder „Tri-Xenon“. Dabei wird die Leuchtweite der (Xenon-)Scheinwerfer je nach Fahrgeschwindigkeit unter Berücksichtigung von Lenkeinschlag und Rückmeldung des Regensensors variiert. Angeboten werden solche Scheinwerfer z. B. in Autos von Audi, BMW, Mercedes-Benz, Opel, Saab und Skoda. Produziert werden sie u. a. von Hella. Das Autobahnlicht kann über eine Anhebung der Scheinwerfer oder eine zusätzliche, zwischen Leuchtmittel und Linse eingebrachte Blende erzeugt werden. Gleichzeitig kann die Brennerspannung angehoben werden. Der Autohersteller kann die Lichtverteilung im Autobahnmodus im Stand durch ein Diagnoseprogramm überprüfen. Im Rahmen einer Hauptuntersuchung stehen solche herstellerspezifischen Diagnoseprogramme nicht zur Verfügung. Das in diesem Abschnitt beschriebene Autobahnlicht muss vom automatischen Einschalten des Abblendlichtes bei hohen Geschwindigkeiten (Lichtautomatik) unterschieden werden, welches z. B. bei VW ebenfalls Autobahnlicht genannt wird.
  • Landstraßenlicht: Es leuchtet abhängig von der Geschwindigkeit den rechten Fahrbahnrand heller und weiträumiger aus; der Sichtbereich wird um 10 Meter erweitert.
  • Erweitertes Nebellicht: Es leuchtet die innere Fahrbahnhälfte besser aus und reduziert die Eigenblendung durch Schwenken der linken Hauptscheinwerfereinheit um 8° nach außen sowie nach unten. Es wird mit dem Einschalten der Nebelschlussleuchte aktiviert.

2. Stufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Intelligent Light System der Mercedes A-Klasse von 2013

Die zweite Stufe wurde im März 2009 in der E-Klasse als Sonderausstattung angeboten. Ab Sommer 2009 wird das System auch in den überarbeiteten Modellen der S- und CL-Klasse angeboten.

Aufbauend auf dem oben genannten Funktionsumfang gibt es als Erweiterung:

  • Adaptiver Fernlichtassistent: Technik, die je nach Verkehrssituation zwischen Abblend- und Fernlicht umschaltet, wenn das System aktiv ist. Durch eine Kamera hinter der Windschutzscheibe wird die Umgebung auf Lichtquellen untersucht und somit sichergestellt, dass keine Blendung vom System ausgeht. Zusätzlich zur Aktivierung und Deaktivierung des Fernlichts stellt das System adaptiv die Leuchtweite im Abblendlicht ein: Die Leuchtweite der Scheinwerfer wird immer so gewählt, dass keine anderen Verkehrsteilnehmer geblendet werden – die Straße aber bestmöglich ausgeleuchtet wird. Dabei werden Leuchtweiten von bis zu 300m (Vergleich: einfaches Abblendlicht 65m) erreicht. Die Übergänge vom Abblendlicht auf Fernlicht und zurück erfolgen mit einem weichen Übergang. Das Auge des Fahrers soll sich dadurch besser an die neue Ausleuchtung gewöhnen.
  • Tagfahrlicht in LED-Technik.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]