Intelligenter Zähler

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Ein intelligenter Zähler, auch englisch Smart Meter genannt, ist ein Zähler für Energie, z. B. Strom oder Gas, der dem jeweiligen Anschlussnutzer den tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit anzeigt und in ein Kommunikationsnetz eingebunden ist. Solche intelligenten Zähler sind schon seit den 1990er Jahren vor allem für Großkunden in Betrieb, werden aber seit ungefähr 2010 auch für Privathaushalte angeboten. Modellabhängig können intelligente Zähler die erhobenen Daten automatisch an das Energieversorgungsunternehmen übertragen, was diesem eine intelligente Netz- und Ressourcensteuerung ermöglichen soll.

Intelligente Zähler sind mit den dafür nötigen Übertragungsvorgängen und damit verbundenen Diensten in intelligenten Stromnetzen (englisch Smart Grid) zusammengefasst. Neben intelligenten Stromzählern gibt es auch intelligente Zähler für den Gas-, Wasser- und Wärmeverbrauch.

Intelligenter Stromzähler

Terminologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den englischen Begriff Smart Meter gibt es keine einheitliche deutsche Übersetzung. Die unterschiedlichen deutschen Begriffe bezeichnen nach dem Gesetz jeweils Geräte unterschiedlicher Generationen mit unterschiedlichem Funktionsumfang.

Aktuell verfügbare digitale Zähler mit oder ohne Kommunikationsmodul werden als „moderne Zähler“ oder „EDL21/EDL40-Zähler“ bezeichnet.[1] Sie sollen in Zukunft von Smart Metern nach einer eigens vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik entwickelten Architektur abgelöst werden. Diese bezeichnet man als „Intelligente Messsysteme“.[2] Ein Intelligentes Messsystem besteht aus einer „modernen Messeinrichtung“, die den physischen Stromfluss digital zählt, und einem „Smart Meter Gateway“, das Zählerwerte speichern, Daten verarbeiten und mit einem Netzwerk kommunizieren kann. Beide Einheiten können sich in einem Gerät befinden. Wird nur eine moderne Messeinrichtung im Haus verbaut, dann darf diese nicht in ein Kommunikationsnetzwerk – etwa das Internet – eingebunden werden. Sie kann aber mit einem separaten Smart Meter Gateway zu einem Intelligenten Messsystem aufgerüstet werden (§ 21c EnWG / § 2 Nr. MsbG-E).

Der Punkt zwischen Netz und Kundenanlage, an dem der Stromverbrauch gemessen wird, heißt „Messstelle“. Derjenige, der die Intelligenten Messsysteme installiert und betreibt, heißt daher „Messstellenbetreiber“. Das ist regelmäßig der lokale Stromverteilnetzbetreiber. Es gibt jedoch auch wettbewerbliche Messstellenbetreiber, die auf Wunsch des Kunden die Messeinrichtungen unabhängig vom Netzbetreiber zur Verfügung stellen.

Anwendungsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Versorger ist die Verwendung der Smart Meter interessant, um die Bereitstellung dem Verbrauch anzupassen. Fernauslesbare Zähler machen auch die jährliche Ablesung vor Ort überflüssig, da die Zählerdaten elektronisch vom Anbieter ausgelesen werden können. Außerdem können die Ablesungen und auch die Abrechnungen mehrerer Versorgungsnetze kombiniert werden. Der Einbau kommunikativer Zähler primär dann interessant, wenn für Strom- oder Gaszähler, wo zunehmend eine gesetzliche Verpflichtung besteht, sowieso eine entsprechende Infrastruktur geschaffen werden muss, sowie beim routinemäßigen Austausch alter Zähler.

Als optionaler Kundenservice wird hier zum Beispiel stundenweise Abrechnung möglich, was besser Tarifsysteme möglich macht. Für den Verbraucher ist auch interessant, dass die Geräte über eine Schnittstelle, etwa via Fernseher oder Computer, aktuelle Daten liefern. Damit kann der Verbrauch optimiert werden, sowohl durch Änderung des Nutzungsverhaltens, wie im Ausfindigmachen von Geräten mit besonders hohem Verbrauch.

Insgesamt können intelligente Zähler nicht nur wirtschaftlich interessant sein, sie dienen auch der nachhaltigeren Ressourcennutzung.

Elektrische Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prominentestes Beispiel sind die intelligenten Stromzähler, die in der Minimalversion die aktuelle Leistung, darüber hinaus auch den Verbrauch der letzten 24 Stunden, Woche, Monat, Jahr anzeigen und/oder mit einem Kommunikationsmodul ausgestattet sind.[3][4] Über dieses Modul kann dem Versorger der Zählerstand in verschiedenen Zeitrastern übermittelt werden und dem Kunden über ein Webportal visualisiert werden.

Erdgas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Erdgasbereich sind ähnliche Varianten wie für die Stromzähler möglich. Damit kann der aktuelle Gasverbrauch durch Versorger wie Kunden ausgelesen werden.[5]

Ebenfalls angedacht ist die Einführung von Zählern, die statt der üblichen Kubikmeter direkt den Verbrauch in Kilowattstunden angeben. Hierfür ist jedoch eine bidirektionale Kommunikation nötig, da sich die Gaszusammensetzung (Brennwert) ändern kann und dieser Wert in Echtzeit im Zähler (bzw. der Umrechnungselektronik) nachgepflegt werden müsste.

Fernwärme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernwärme ist ein weiteres Einsatzgebiet für intelligente Zähler.

Wasser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt auch Smart Meter für Nutz- und Trinkwasser. Diese zeigen den aktuellen Verbrauch, was bei Wasser – im Unterschied zu anderen Netzen – primär dazu dient, Wasserrohrbrüche oder nicht abgedrehte Wasserhähne schnell ausfindig machen zu können, also der Fehlfunktionsüberwachung.[6]

Technische Realisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stromzähler sind per se schon elektrische Messgeräte. Gas-, Fernwärme oder Wasserzähler kann man mit verschiedenen Methoden fernauslesbar gestalten. Mechanische Balgengaszähler[5] oder Flügelradzähler für Wasser kann man als elektromechnischem Ferraris-Zähler ebenfalls sehr einfach mit elektronischer Schnittstelle und integrierter Fernübertragungseinrichtung ausstatten. Rein mechanische Messgeräte oder ältere Zählwerke kann man um ein digitales Auslesegerät nachrüsten, welches mit einer optischen Texterkennung den Zählerstand ermittelt.[7]

Zur Datenfernübertragung stehen unter anderem folgende Möglichkeiten zu Verfügung:

Einführung intelligenter Zähler und Gesetzeslagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Intelligenter Stromzähler US-amerikanischer Bauart

Die Umsetzung des Smart-Metering-Ansatzes wird auf mehreren Ebenen gesetzlich bestimmt. Für die Mitgliedsländer der Europäischen Union sind dies die Richtlinien der EU sowie ihre nationalen Gesetze. Andere Staaten betreiben den Ansatz nach individuellen nationalstaatlichen Regelungen.

In Italien, Schweden, Kanada, den USA, der Türkei, Australien, Neuseeland und den Niederlanden wurden intelligente Zähler bereits in größerem Umfang installiert bzw. ihre Einführung beschlossen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Zählermärkte in all diesen Ländern für den Wettbewerb geöffnet sind – in Ländern wie Schweden etwa wurden elektronische Stromzähler von 2003 bis 2009 verpflichtend für alle Haushalte vom Netzbetreiber eingeführt.[8]

Europäische Union[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Europäische Union hat in der EU-Richtlinie 2006/32/EG zur Endenergieeffizienz und zu Energiedienstleistungen vom 5. April 2006 beschlossen, dass in allen Mitgliedsstaaten, soweit technisch machbar, finanziell vertretbar und im Vergleich zu den potentiellen Energieeinsparungen angemessen, alle Endkunden in den Bereichen Strom, Erdgas, Fernheizung und/oder -kühlung und Warmbrauchwasser individuelle Zähler zu wettbewerbsorientierten Preisen erhalten sollen, die den tatsächlichen Energieverbrauch des Endkunden und die tatsächliche Nutzungszeit anzeigen.

Eine der Grundlagen für Smart Metering ist die Europäische Richtlinie zu Energieeffizienz und Energiedienstleistungen (EDL 2006/32/EG) Artikel 13, in welcher es heißt: „Die Abrechnung auf der Grundlage des tatsächlichen Verbrauchs wird so häufig durchgeführt, dass die Kunden in der Lage sind, ihren eigenen Energieverbrauch zu steuern“.[9] Die Richtlinie richtete sich auf die Förderung des Einsatzes von mehrdirektionalen elektronischen Messeinrichtungen. Die Einbeziehung aller Beteiligten der Energieerzeugung, der Übertragung und des Verbrauchs soll eine optimale Nutzung der vorhandenen Ressourcen fördern. Ein weiteres Ziel war, den Verbrauchern zumindest vierteljährliche Energieverbrauchsdaten zur Verfügung stellen zu können, damit diese stärker ihren eigenen Verbrauch kontrollieren und steuern können.

Zweite und deutlich detailliertere Grundlage ist die Europäische Energiebinnenmarktrichtlinie 2009/72/EG, in der der Aufbau von Smart Metering Infrastrukturen in den Mitgliedstaaten vorgesehen ist.[10] Hierzu heißt es in Anhang I Nr. 2: „Die Mitgliedstaaten gewährleisten, dass intelligente Messsysteme eingeführt werden, durch die die aktive Beteiligung der Verbraucher am Stromversorgungsmarkt unterstützt wird. Die Einführung dieser Messsysteme kann einer wirtschaftlichen Bewertung unterliegen, bei der alle langfristigen Kosten und Vorteile für den Markt und die einzelnen Verbraucher geprüft werden sowie untersucht wird, welche Art des intelligenten Messens wirtschaftlich vertretbar und kostengünstig ist und in welchem zeitlichen Rahmen die Einführung praktisch möglich ist. (…) Wird die Einführung intelligenter Zähler positiv bewertet, so werden mindestens 80 % der Verbraucher bis 2020 mit intelligenten Messsystemen ausgestattet.“

Die EU-Kommission veröffentlichte im Juni 2014 einen Report zum Stand der Arbeiten am Aufbau von Smart-Meter-Infrastrukturen in Europa.[11] Demnach haben sich 16 Mitgliedstaaten für einen Rollout von 80 % Smart Metern bis 2020 entschieden (Österreich, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Polen, Rumänien, Spanien, Schweden und Großbritannien).[12] Hier wird bis 2020 eine durchschnittliche Durchdringungsrate mit Smart Metern von 95 % erwartet.[13] Dagegen planen drei Mitgliedstaaten nur einen selektiven Rollout (Deutschland, Lettland, Slowakei). Deutschland strebt eine Ausstattung von nur etwa 15 % der Anschlüsse bis zum Jahr 2029 an.[14] Drei Mitgliedstaaten wollen keinen Rollout durchführen (Belgien, Litauen und Tschechien). Bei den restlichen Mitgliedstaaten lagen die Kosten-Nutzen-Analysen entweder noch nicht vor oder waren unschlüssig.[15]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland ist der Einbau von heute bereits verfügbaren intelligenten Energiezählern ("EDL21-Zähler") nach dem EnWG inzwischen Pflicht: Für die Einführung der nächsten Generation der vom BSI zertifizierten Intelligenten Messsysteme sind dagegen erst noch die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen zu erlassen, die die Bundesregierung für die Jahre 2015/2016 angekündigt hat.[16]

Messstellenbetreiber haben bereits heute nach den Anforderungen des § 21c EnWG

  • in Gebäuden, die neu an das Energieversorgungsnetz angeschlossen werden oder einer größeren Renovierung […] unterzogen werden,
  • bei Letztverbrauchern mit einem Jahresverbrauch größer 6 000 Kilowattstunden,
  • bei Anlagenbetreibern nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder dem Kraft-Wärme-Koppelungsgesetz bei Neuanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 7 Kilowatt jeweils Messsysteme einzubauen, die den Anforderungen nach §§ 21d und 21e EnWG genügen, soweit dies technisch möglich ist,
  • in allen übrigen Gebäuden

Messsysteme einzubauen, die den Anforderungen nach § 21d und § 21e EnWG genügen, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich vertretbar ist.

Seit 2005 ist das Zählwesen in Deutschland liberalisiert, die Messung wurde im September 2008 für den Wettbewerb geöffnet.

Grundlage für den Aufbau der Smart-Metering-Infrastruktur nach den Vorgaben des BSI in Deutschland ist die „Kosten-Nutzen-Analyse für einen flächendeckenden Einsatz intelligenter Zähler“.[17] Sie erfolgte nach Vorgaben der EU aufgrund Richtlinie 2009/72/EG und Empfehlung 2012/148/EU im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums durch Ernst & Young.[18] Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass für die gesamte Volkswirtschaft der größte Nutzen entstünde, wenn jeder Haushalt ab einem jährlichen Stromverbrauch von 3.000 kWh oder mehr mit einem Intelligenten Messsystem ausgestattet würde.[19] Das wäre jeder deutsche Durchschnittshaushalt (jährlicher Verbrauch etwa 3.500 kWh). Solch ein volkswirtschaftlich optimaler Rollout wird von den Autoren aber nicht empfohlen. Es sei nicht zu erwarten, dass in Durchschnittshaushalten die Kosten für BSI-konforme Intelligente Messsysteme von entsprechenden Einsparungen gedeckt seien.[20] Damit sei erst ab einem Jahresverbrauch von 6.000 kWh zu rechnen.[21] Einzelne Kundengruppen mit unter 6.000 kWh Jahresverbrauch, die dennoch besonderen Nutzen aus den Intelligenten Messsystemen ziehen könnten, sollten besser marktlich erschlossen werden.[22]

Das Bundeswirtschaftsministerium legte im Februar 2015 die „7 Eckpunkte für das anstehende Verordnungspaket Intelligente Netze“ vor.[23] Danach sollen die bereits geltenden gesetzlichen Vorgaben nicht ausgeweitet werden. Erst ab dem Jahr 2021 sollen Kunden mit 6.000 bis 10.000 kWh Jahresverbrauch mit einem Intelligenten Messsystem ausgestattet werden. Dies wären die obersten 10 Prozent der deutschen Haushalte.[24] Zugleich soll eine Preisobergrenze von maximal 100 Euro pro Jahr im Vergleich zu heute etwa 16 Euro jährliche Kosten für einen mechanischen Zähler gelten. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 28,81 Cent pro kWh entspräche dies ab 2021 bei den verbrauchsstärksten 10 % der Haushalte einen Anstieg der monatlichen Stromrechnung von 144 Euro auf 151 Euro. Eine Einbaupflicht bei Neubauten und Renovierungen soll es nicht mehr geben.

Daneben sollen EEG- und KWK-Anlagen ab einer Größe von 7 kW Leistung über intelligente Messsysteme angebunden werden. Hierbei soll weniger eine Nutzung im Haushalt als die sichere und einheitliche Einbindung der Anlagen in das Energiesystem im Vordergrund stehen.[25] In vielen EEG-Anlagen genutzte Kommunikationstechnologien hatten zuletzt Sicherheitslücken aufgewiesen.[26]

Deutsche Gesetzeslage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland bestehen bereits vereinzelte Regelungen zu Intelligenten Zählern in den §§ 21c – 21i EnWG. Die genaue Ausgestaltung sollte in einem Paket von Verordnungen erfolgen. Stattdessen wurde im September 2015 ein Entwurf für ein „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ vorgelegt.[27] Am 4. November 2015 hat das Bundeskabinett den vorgelegten Regierungsentwurf beschlossen. Der darin enthaltene Entwurf für ein Messstellenbetriebsgesetz soll die alten Bestimmungen ablösen. Am 23. Juni 2016 hat der Bundestag der geänderten Fassung des Gesetzentwurfes zugestimmt, der Bundesrat hat das Gesetz am 8. Juli 2016 passieren lassen. Zum Inkrafttreten des Gesetzes bedarf es noch der Ausfertigung durch den Bundespräsidenten und der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt.

In Deutschland wird in § 21c EnWG der Einbau intelligenter Zähler („Messeinrichtungen […], die dem jeweiligen Anschlussnutzer den tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit widerspiegeln“) für Neubauten und grundsanierte Gebäude[28] seit dem 1. Januar 2010 (ursprünglich in § 21b Abs. 3a und 3b EnWG) vorgeschrieben. Spätestens seit dem 30. Dezember 2010 müssen gemäß § 40 Abs. 3 EnWG dem Endverbraucher zusätzlich Tarife angeboten werden, die einen Anreiz zur Energieeinsparungen (hier Elektrizität) oder eine Steuerung des Energieverbrauchs zum Ziel haben. Dies „sind insbesondere lastvariable oder tageszeitabhängige Tarife“, meist werden sie als Zwei-Tarif-Modell (HT/NT) angeboten. Lieferanten sind zugleich verpflichtet, immer auch einen maximal datensparsamen Tarif anzubieten, der sich auf die einmalige Übermittlung des Gesamtstromverbrauchs im Abrechnungszeitraum beschränkt (§ 40 Abs. 5 Satz 2 EnWG).

Eine weitere gesetzliche Grundlage für die Umsetzung des Smart-Metering-Ansatzes liegt in der Messzugangsverordnung (MessZV). Diese Verordnung regelt im liberalisierten Energiemarkt die Voraussetzungen und Bedingungen des Messstellenbetriebs und der Messung von Energie. Diese soll nach Artikel 5 des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende abgeschafft werden, die Materie geht im Entwurf für ein Messstellenbetriebsgesetz (MsbG-E) auf.

Aufgrund der hohen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit im Bereich Intelligente Messsysteme werden zukünftig in Deutschland nur solche Intelligenten Messsysteme zugelassen, die den Anforderungen eines vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erarbeiteten Schutzprofils und entsprechenden technischen Richtlinien genügen (§ 21e EnWG / § 19ff. MsbG-E). Das Schutzprofil BSI-CC-PP-0073 entspricht dem Sicherheitsstandard Common Criteria EAL4+ AVA_VAN 5 und ALC_FNR.2.[29] Hierauf basieren die weiteren Vorgaben der Technischen Richtlinie BSI TR-03109.[30] Nach Angaben des BSI wurden zum Schutzprofil und zu den technischen Richtlinien bereits insgesamt 3400 Kommentare aus Fachkreisen eingereicht.[31] Der Entwurf einer Messsystemverordnung, die die technischen Vorgaben für verbindlich erklärt, hatte 2013 das EU-Notifizierungsverfahren passiert.[32] Deren Bestimmungen finden sich jetzt in den §§ 19 bis 28 des Entwurfs für ein Messstellenbetriebsgesetz.[33]

Gemäß Anhang 1 Nr. 2 der EU-Energiebinnenmarktrichtlinie müssen die Mitgliedstaaten 80 % der Verbraucher mit Smart Metern ausstatten, wenn sie nach Durchführung einer Kosten-Nutzen-Analyse zu dem Ergebnis kommen, dass der Nutzen die Kosten eines solchen Rollouts übersteigt. Die wirtschaftliche Bewertung hat das Bundeswirtschaftsministerium in Form der im Juli 2013 vorgelegten Kosten-Nutzen-Analyse („KNA“) von Ernst & Young durchgeführt.[34]

Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2015 legte die Bundesregierung das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende vor.[35] Demnach sollen Haushalte und andere Verbraucher ab 6000 kWh/a Stromverbrauch verpflichtend mit einem intelligenten Stromzähler ausgestattet werden (zum Vergleich: Durchschnittsverbrauch eines 3-Personen-Haushalts: 3500 kWh/a. Ein Verbrauch von 6.000 kWh/a entspricht einer monatlichen Stromrechnung von 145 Euro). Auch Erneuerbare-Energien- und KWK-Anlagen sollen ab 7 kW Leistung verpflichtend mit intelligenten Zählern ausgerüstet werden, um Anspruch auf Leistungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zu haben. Für Datenschutz und -sicherheit wurde ein umfangreiches Regelwerk vorgelegt.

Die in der Verbändeanhörung eingereichten Stellungnahmen gingen auseinander. Einige Branchenverbände und Verbraucherschützer kritisierten, dass der Datenschutz teilweise ungenügend, teilweise zu streng sei und den hohen Kosten nur geringer Nutzen gegenüberstehe.[36] Andere Branchenverbände begrüßten den Entwurf und kritisierten das langsame Tempo.[37] Teilweise wird kritisiert, dass die zu erwartenden Kosten auf die Verbraucher abgewälzt werden sollen, da sie über Kostenstufen mit zu erwartenden Einsparungen verrechnet werden. Andere fordern, dass die Initialkosten für die IT-Investitionen stattdessen über Sonderfinanzierungstöpfe auf alle Verbraucher umgelegt werden sollten.[38] Wiederum andere sähen darin eine Verzerrung des Wettbewerbs.[39] Ausschließlich um die Herstellungskosten über hohe Stückzahlen zu senken, würde der Einbau auch für geringe Erzeuger nach EEG vorgeschrieben. Die Kosten der Smart Meter verteuerten die Stromerzeugung mit kleinen EE-Anlagen.[40]

Die manchmal behauptete Möglichkeit der Verwertung von Daten durch Dritte.[41] ist nach dem Gesetzesentwurf explizit verboten, § 65 MsbG-E. Die Möglichkeit der Verwertung der Daten durch Dritte ist auch nicht Teil der Kosten-Nutzen-Berechnungen der Gutachter des Bundeswirtschaftsministeriums gewesen.[42] Über die Nutzung seiner Daten soll der Kunde gemäß § 65 MsbG-E selbst entscheiden.

Pilotprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeit werden deutschlandweit intelligente Zähler in Pilotprojekten bei Energieversorgern getestet, z. B. bei acteno[43], E.ON[44], EnBW[45], Vattenfall[46] und auch RWE.[47] Yello Strom[48] und Discovergy, sowie die star.Energiewerke[49] bieten als bisher einzige Anbieter diesen Zähler deutschlandweit an.

2008 haben die Stadtwerke Haßfurt GmbH in Haßfurt mit der bundesweit ersten Markteinführung von digitalen Zählern der EVB Energy Solutions GmbH begonnen.[50] Die Einführung von 10.000 Smart Meter wurde Ende 2010 fertiggestellt.

Messstellenbetreiber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Messstelle ist es nach § 21b EnWG möglich, dass Messeinrichtungen in der Energiewirtschaft (zum Beispiel Stromzähler, Gaszähler) von unabhängigen dritten Messstellenbetreibern eingebaut und betrieben werden können. Dieses Recht hatte vor der Einführung nur der Verteilnetzbetreiber. Das politische Ziel ist es, einen freien Markt für diese Dienstleistung zu schaffen, der im Interesse des Kunden zu sinkenden Messentgelten führen soll. Der Messstellenbetreiber hat mit dem Netzbetreiber einen Messstellenbetreibervertrag zu schließen, in welchem unter anderem Folgendes geregelt ist:

  • Beschreibung der Prozesse beim Zählerwechsel (zum Beispiel Fristen, Inbetriebnahme);
  • Anforderungen an den Messstellenbetreiber (unter anderem Anmeldung beim Eichamt, Beherrschung der Technologie bei der Zählermontage);
  • technische Anforderungen an die Messeinrichtung.

Die am 8. November 2012 in Kraft getretene Managementprämienverordnung (MaPrV) besagte, dass Betreiber von Anlagen zur Erzeugung von regenerativer Energie aus solarer Strahlungsenergie und Windenergie zum Erhalt der erhöhten Managementprämie ab 1. Januar 2013 die Anlagen mit einer Fernsteuerbarkeit ausrüsten müssen (§ 3 MaPrV). Dies dient der besseren Integration von fluktuierenden Energieträgern in den Markt.[51] Laut Managementprämienverordnung „[…] muss die Abrufung der Ist-Einspeisung und die ferngesteuerte Reduzierung der Einspeiseleistung nach Absatz 1 über das Messsystem erfolgen […]“ (§ 3 MaPrV Abs. 3). Damit kümmert sich der Messstellenbetreiber um einen weiteren Bereich.

Für den Aufbau und Betrieb der Messeinrichtung erhält der Messstellenbetreiber ein Monatsentgelt. Dieses kann er entweder direkt vom Kunden oder, wenn so vereinbart, von dessen Energielieferanten erheben. Die Zahlung des Messentgelts an den Netzbetreiber entfällt bei Beauftragung eines Messstellenbetreibers. Ein Messdienstleister ist ein Subunternehmer des Messstellenbetreibers und übernimmt Teile dessen Aufgabenspektrums. Der Messdienstleister tritt unter dem Namen des Messstellenbetreibers auf, besitzt jedoch nicht den Zähler.

Datenschutzmodell im Entwurf für ein Messstellenbetriebsgesetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das deutsche Modell zum Datenschutz sieht vor, dass die kontinuierliche Übermittlung von Verbrauchsdaten erst bei bedarfsmäßig höheren Verbrauchern durchgeführt wird. Verbrauchsdaten werden 15-minütig im Gerät gespeichert, § 55 MsbG-E. Nur zu bestimmten gesetzlich definierten Zwecken wird den Akteuren des Energiesystems Zugang zu einzelnen dort gespeicherten Daten gewährt, §§ 60ff. MsbG-E. Der Kunde muss dagegen alle seine Daten immer einsehen können, § 61 MsbG-E. Der Kunde kann darüber hinaus selbst entscheiden, wem er Zugang zu seinen Daten gewährt, § 65 Nr. 1 MsbG-E.

Auf welche personenbezogenen Daten standardmäßig Lieferanten und Netzbetreiber Zugriff haben, ist in § 60 Abs. 3 MsbG-E beschrieben. Die Zugriffsrechte unterscheiden sich je nach dem jährlichen Stromverbrauch des Kunden. Dabei gelten für Kunden mit weniger als 10.000 kWh Stromverbrauch strengere Vorschriften, weil hierunter auch Haushaltskunden fallen können. Es wird im Gesetz davon ausgegangen, dass es kaum Haushaltskunden mit mehr als 10.000 kWh Jahresverbrauch gibt. Ein Jahresverbrauch von 10.000 kWh entspräche in etwa einer Wohnung mit Elektroheizung, einem Einfamilienhaus mit Wärmepumpenheizung oder einem 10-Personen-Haushalt.[52]

Bei Kunden unter 10.000 kWh Jahresverbrauch (entspricht einer monatlichen Stromrechnung unter 250 Euro) dürfen Netzbetreiber und Lieferant nur einmal im Jahr sogenannte Jahresarbeitswerte abfragen. Das ist ein Wert, nämlich der Gesamtverbrauch eines Jahres. Zugriff auf die 15-Minutenwerte oder andere Daten erhalten sie nicht. Die Daten werden über einen verschlüsselten und integritätsgesicherten Kanal übertragen, § 50 Abs. 1 sowie Erläuterungen zu § 2 Nr. 26 MsbG-E. Sie müssen schnellstmöglich pseudonymisiert oder anonymisiert werden, § 52 Abs. 3 MsbG-E. Sie müssen gelöscht werden, sobald eine Speicherung nicht mehr erforderlich ist, § 66 Abs. 3 MsbG-E. Das gilt für alle Kundengruppen. Zusätzlich können Haushaltskunden immer gemäß § 40 Abs. 5 EnWG einen datensparsamen Tarif wählen. Dabei wird laut Gesetz „die Datenaufzeichnung und -übermittlung auf die Mitteilung der innerhalb eines bestimmten Zeitraums verbrauchten Gesamtstrommenge begrenzt“.

Bei Kunden mit mehr als 10.000 kWh Jahresstromverbrauch (entspricht monatlicher Stromrechnung von mehr als 250 Euro) werden täglich die 15-Minutenwerte des Vortages an den Lieferanten und an den Netzbetreiber versandt, § 60 Abs. 3 MsbG-E. Sollte es sich um einen Haushaltskunden handeln, so scheint unklar, ob auch er den datensparsamen Tarif nach § 40 Abs. 5 EnWG wählen kann, so dass „die Datenaufzeichnung und -übermittlung auf die Mitteilung der innerhalb eines bestimmten Zeitraums verbrauchten Gesamtstrommenge begrenzt bleibt.“

Bei Kunden mit mehr als 20.000 kWh (entspricht monatlicher Stromrechnung von mehr als 500 Euro) werden ebenfalls 15-Minutenwerte übersandt. Zusätzlich kann der Netzbetreiber nur bei diesen Zählpunkten und bei EEG-, KWK- und §14a-Anlagen sogenannte Netzzustandsdaten abfragen, § 56 MsbG-E. Netzzustandsdaten sind gemäß § 2 Nr. 16 MsbG-E Spannungs- und Stromwerte und Phasenwinkel.

Im Gesetzesentwurf sind in den §§ 66 bis 70 MsbG-E abschließend die Zwecke aufgeführt, für die Netzbetreiber, Lieferant und Bilanzkreisverantwortlicher die vom Intelligenten Messsystem bereitgestellten Daten nutzen dürfen. Sie dürfen Sie nutzen, um im Wesentlichen korrekte Abrechnungen zu erstellen, den Ausbau ihres Netzes zu planen, mit Teilnehmern an gesetzlichen Flexibilitätsmechanismen zu interagieren und Einspeiseprognosen für Erneuerbare Energien zu erstellen. Die Daten müssen gelöscht werden, sobald sie für diese Zwecke nicht mehr benötigt werden (jeweils Absatz 3 der einzelnen Vorschriften). Eine Nutzung der Daten zu anderen Zwecken ohne Einwilligung des Kunden ist verboten, § 70 MsbG-E. Außerdem dürfen die Daten nicht nach anderen Vorschriften – etwa von der Polizei oder anderen Stellen – beschlagnahmt werden, § 49 Abs. 1 MsBG-E.

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeder Netzbetreiber hat bis Ende 2015 10 %, bis Ende 2017 mindestens 70 %, und bis Ende 2019 mindestens 95 % aller an dessen Netz angeschlossenen Zählpunkte als – gemäß § 7 Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz (ElWOG 2010) und der Intelligente Messgeräte-Anforderungsverordung (IMA-VO 2011) – entsprechende Zähler auszustatten.[53] Grundlage für diese Vorgabe bildet die von der Netzregulierungsbehörde e-Control in Auftrag gegebene Studie zur Analyse der Kosten-Nutzen einer österreichweiten Einführung von Smart Metering.[54]

Wegen der Datenschutzbedenken wurde 2013 die gesetzliche Möglichkeit geschaffen, den Einbau eines Smartmeters abzulehnen (Opt-out-Möglichkeit). Dabei wurde davon ausgegangen, dass die Zahl der Verweigerer unter 5 % bleiben würde, anderenfalls werden die gesetzlichen Rahmenbedinungen angepasst.[55]

Erste Ansätze gibt es auch im Wasser- und Gasnetz, so bieten einige örtliche Versorger schon die Option an, intelligente Zähler freiwillig einbauen zu lassen.[6][5] Rechtliche Rahmenbedingungen dazu wurden noch keine erarbeitet.

Vorteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein intelligenter Zähler meldet zumindest den jährlichen Verbrauch an den Versorger, dadurch entfällt die jährliche Ablesung, weiterhin kann der Versorger eine kurzfristigere (zum Beispiel monatliche) Rechnungsstellung gemäß dem tatsächlichen Verbrauch vornehmen und Tarifänderungen schneller berücksichtigen. Der Kunde kann durch intelligenten Stromverbrauch, z. B. durch Lastverschiebung in Nebenzeiten mit günstigeren Tarifen, finanzielle Vorteile erhalten.[56]

Durch kurzfristigere Ableseintervalle ist die Kopplung des Endkundentarifs an die Entwicklung des Börsenstrompreises möglich. Verbraucherschützer kritisieren die bislang fehlende Weitergabe gesunkener Börsenpreise an die Verbraucher.[57] In Schweden bezogen im Jahr 2014 dagegen bereits 42 Prozent der Haushaltskunden einen solchen variablen Tarif.[58] In Deutschland bietet dagegen bislang erst ein Anbieter einen bundesweiten Tarif mit monatlicher Preisanpassung an.[59] In Großbritannien bietet der Versorger British Gas Smart-Meter-Kunden einen Tarif, bei dem sonntags der Strom umsonst ist.[60] Der texanische Versorger TXU Energy verschenkt ebenfalls in windreichen Nächten seinen Strom..[61]

Eine von der Deutschen Energie-Agentur (dena) gemeinsam mit einem Beraterteam von Deloitte, der TU Dortmund und der Jacobs University Bremen durchgeführte Studie untersuchte 2014 u. a. die Kosten und Einflussfaktoren des Rollouts von intelligenten Zählern und intelligenten Messsystemen. In der dena-Smart-Meter-Studie werden zwei Szenarien betrachtetet:[62] die Fortschreibung des aktuell gültigen Rechtsrahmens und eine auf dem vom BMWi empfohlenen „Rolloutszenario Plus“ aufbauende Analyse.[63] Die Kosten für die Ausstattung von einer Million Messpunkten liegen nach den Berechnungen der dena zwar zwischen 467 bis 837 Millionen Euro, die Einführung von Smart Metern kann aber bis 2030 die für den Netzausbau notwendigen Investitionen um bis zu 36 Prozent reduzieren.[64]

Die Verteilernetzstudie des BMWi kommt zu dem Ergebnis, dass durch die Kommunikation und Regelung von EEG-Anlagen im Zusammenspiel mit regelbaren Ortsnetztransformatoren der notwendige Ausbau der Verteilnetze mindestens von 131.000 km auf 57.000 km gesenkt werden kann. Die Kosten für den durch die Netzentgelte finanzierten Verteilnetzausbau würden so von 1,8 Mrd. Euro auf 1,4 Mrd. Euro jährlich gesenkt.[65] Technisch können die Geräte auch weitere im Haushalt anfallende Verbrauchswerte wie Heizwärme oder Gasverbrauch etc. über das Smart Meter Gateway übermitteln, so dass eine separate Ablesung im Haus mit entsprechenden Kosten überflüssig wird.[66]

Durch den Einsatz Intelligenter Messsysteme können die Prognose-, Abrechnungs- und Bilanzierungsprozesse des Energiesystems effizienter gestaltet werden.[67] Diese basieren heute immer noch vielfach auf Schätzungen, sogenannten Standardlast- und Standardeinspeiseprofilen. Die Kosten für deren Ungenauigkeit dafür tragen alle Kunden über die Netzentgelte.

Bereits durch das Angebot zweier Tarife und Zähler --- einen für die Tagesstunden, einen für die Nacht --- werden Verschiebungen der Lastspitzen im privaten Verbrauch möglich. Verzichtet man auf die komplexe Infrastruktur für Smartmeter, könnten Einsparungen an die Kunden weitergegeben werden. Zugleich ändert sich jedoch mit zunehmender Einspeisung aus Erneuerbaren Energien die Preisstruktur im Großhandel. Anders als früher sind nicht mehr die Nachtstunden die Stunden niedriger Preise, sondern die schlechter planbaren Stunden mit hoher Einspeisung aus Wind und Sonne[68] bei geringer Nachfrage, vor allem am Wochenende.

Nachteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbraucher und Verbraucherorganisationen[69][70][71][72][73] kritisieren die Einführung der neuen Zählertechnologie massiv.

  • In den Preisvergleichen der Behörden wurden nur die Einsparungen beim Energiepreis berücksichtigt und den teureren Messkosten gegenübergestellt. Dies wurde als ausgeglichen bilanziert dargestellt. Bei den Betrachtungen wurde jedoch vergessen, dass im neuen Markt nach flächendeckender Einführung Spitzenlastenergie dem Kunden für gewisse Tarifzeiten angeboten werden wird, die um ein Mehrfaches teuer ist.
  • Es kommt zur Benachteiligung von ganzen Bevölkerungsgruppen, die eher den sozial schwachen Schichten zugeordnet werden.
  • Hinzu kommt, dass diese intelligenten Zähler mittels "Fernabschaltung per Computer" die Versorgung unterbrechen können. Es wird erwartet, dass die Möglichkeit auch missbräuchlich durch Dritte eingesetzt werden wird.
  • Anhand von Verbrauchsdaten können die Lebensgewohnheiten analysiert werden.
  • Die neue Zählwerkstechnologie wurde unterstützt durch Lobbyingorganisationen nur eingeführt, um der Elektronikindustrie und Telekommunikationsindustrie mit überteuerten Produkten gesetzlich verordnete Absatzmärkte zu bieten.
  • Es wird empfohlen, die Einführung der Intelligenten Zähler zu verschieben, bis diese in außereuropäischen Ländern eingeführt sind und die Preise etwa auf dem Niveau der derzeitigen billigen Zählwerke sind.

Kostensteigerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young erarbeitete Kosten-Nutzen-Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass sich mit intelligenten Zählern in Durchschnittshaushalten keine Kosten einsparen lassen. Danach übertreffen die Kosten die möglichen Einsparungen erheblich. Eine Einbauverpflichtung wird als unzumutbar bewertet.[74]

Australische Verbraucher und Verbraucherorganisationen kritisieren, dass mit Einführung des Smart Metering die Stromkosten massiv steigen. Insbesondere ärmere, ältere Personen und Familien sind benachteiligt, da sie den Tagesverlauf komplett umstellen müssen, um den Strombezug in den Zeiten niedriger Strompreise – z. B. der Wasch- und Geschirrspülmaschine – zu verlegen.[75] Der Strompreis am Tag ist dann z. B. viermal so hoch wie in der Nacht. Die Umstellung des Tagesablaufs und damit des Strombezugs ist bei Jüngeren und Kinderlosen wesentlich leichter, und somit ist das System eine neue Form der sozialen Ungerechtigkeit gegenüber Familien und Älteren. In Deutschland sind aufgrund der hohen Solareinspeisung dagegen die Preise regelmäßig am Sonntagnachmittag am niedrigsten, teilweise sogar negativ.[76]

Laut Publikation der österreichischen Konsumentenorganisation können durch die Einführung des Systems maximal 23 Euro pro Haushalt laut Angabe des Regulators eingespart werden, wobei die Schätzungen der Energieversorger nur 12 Euro angeben; demgegenüber stehen Kosten für das Smart-Meter-System in Höhe von 200 bis 300 Euro.[77] In einer anderen Studie werden die zusätzlichen Kosten mit 43 Euro je Messstelle durch den Verband der österreichischen Elektrizitätsversorger angegeben und angeführt, dass nach rein wirtschaftlichen Kriterien die Einführung keinen Sinn ergibt.[78]

Datenschutzfragen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beispiel einer Tages-Lastkurve eines Haushalts.

Der Datenschutz spielt eine wichtige Rolle beim Einsatz von Smart Metern, weil grundsätzlich die feingranulare Aufzeichnung von Stromverbrauchsdaten Rückschlüsse auf den Lebensablauf von Bürgern ermöglichen kann. Die Diskussionen drehen sich daher neben Aspekten der Verschlüsselung regelmäßig darum wie granular Verbrauchsdaten gespeichert werden, wo sie gespeichert werden und wer Zugang zu den Daten erhält. Dabei findet der Datenschutz je nach Land eine unterschiedliche Ausprägung. Auf der einen Seite des Spektrums steht der sehr strenge und detaillierte deutschen Ansatz (s. u.). Auf der anderen Seite steht der amerikanische Ansatz, bei dem hochauflösende Daten kontinuierlich an den Netzbetreiber gesendet und dort gespeichert werden. Erst im Zuge der Green Button Initiative beginnt in den USA ein Teil der Netzbetreiber den Bürgern überhaupt Zugang zu Ihren Stromverbrauchsdaten zu gewähren.[79]

Der Schutz der Privatsphäre ist fraglich – es besteht das Risiko, dass der Kunde zum „gläsernen Kunden“ wird, sofern Verbrauchsprofile an den Stromlieferanten übertragen werden. Erfassung und missbräuchliche Auswertung der Verbrauchsdaten gestatten weitreichende Rückschlüsse über die Lebensgewohnheiten der Kunden. Aus den Lastkurven (rechtes Bild) lässt sich ablesen: Bewohner steht gegen 6:00 Uhr auf, duscht und frühstückt. Er geht aus dem Haus und kehrt gegen 18:00 Uhr zurück und kocht. Er wäscht und besitzt einen Wäschetrockner. Kurz vor Mitternacht löscht er das Licht. Die Anzahl der Personen im Haushalt folgt aus der Dusch- und Waschfrequenz. Genauere Aussagen ergeben sich aus der Korrelation mit dem Wasserverbrauch. Im Extremfall kann aus den Daten über den Stromverbrauch sogar das konsumierte Fernsehprogramm identifiziert werden. Der Stromverbrauch moderner Fernseher variiert mit der Bildhelligkeit. Ist die zeitliche Sequenz von Hell-Dunkel-Phasen eines Films bekannt, lässt sich diese Signatur mit der Verbrauchskurve korrelieren.[80] Um das Fernsehprogramm zu erkennen wurde ein zu Testzwecken generierter Film verwendet und ein Messintervall von 2 Sekunden verwendet.[81] In einer Studie wird festgestellt, dass dies jedoch nicht bei allen TV-Geräten durchführbar ist.[82]

Der Europäische Datenschutzbeauftragte wies im Juni 2012 auf Probleme hin. Die EU-Kommission solle prüfen, wie ein angemessenes Datenschutzniveau bei der Einführung intelligenter Messsysteme zu gewährleisten ist. Zuständig ist der EU-Kommissar für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft (seit 10. Februar 2010 Viviane Reding).

Aus diesem Grund sollen beispielsweise im deutschen Modell regelmäßig die detaillierten Verbrauchsdaten nicht an den Netzbetreiber übermittelt werden. Sie sollen wo möglich im Intelligenten Messsystem verbleiben. Eine Tarifierung, d.h. die Zuordnung von Stromverbrauchswerten zu Tarifstufen zwecks Erstellung einer Rechnung, soll vorrangig im Smart Meter Gateway erfolgen („dezentrale Tarifierung“).[83] Detaillierte Verbrauchsdaten müssen so das intelligente Messsystem - und damit das beim Anschlussnutzer verbaute Gerät - nicht verlassen. Die zur Erstellung einer Rechnung notwendigen Informationen werden stattdessen in den Smart Meter Gateway geladen. Als Beispiel: Ein Stromtarif bietet unterschiedliche Preise für unter der Woche verbrauchten Strom (teurer) und am Wochenende verbrauchten Strom (günstiger). In den Smart Meter Gateway wird die Anweisung geladen: „Zähle alle Verbräuche ab Montag 00:15 Uhr bis Samstag, 00:00 Uhr zur Tarifstufe 1 – unter der Woche. Zähle alle Verbräuche von Samstag, 00:15 bis Montag 00:00 zur Tarifstufe 2 – Wochenende.“ Am Ende des Monats übermittelt der Smart Meter Gateway dann allein zwei Informationen an den Netzbetreiber. Nämlich: „Während der Tarifstufe 1 – unter der Woche wurden zusammengerechnet XXX kWh Strom verbraucht. Während der Tarifstufe 2 – Wochenende wurden zusammengerechnet YYY kWh Strom verbraucht.“ Im Abrechnungsverfahren werden die zwei Verbrauchswerte zwei unterschiedlichen Preisstufen zugeordnet und es kann eine korrekte Rechnung gestellt werden. Ein Zugriff auf viertelstündlich genaue Verbrauchswerte durch den Netzbetreiber ist nicht notwendig.

Eine Übertragung detaillierter Verbrauchswerte erfolgt nur, wenn ein spezieller Tarif so häufig modifiziert wird, dass eine viertelstündliche Messung notwendig ist („Zählerstandsgangmessung“ / „Tarifanwendungsfall 7“).[84] Das wäre etwa der Fall, wenn der Tarif sich jeweils an den stündlich wechselnden Börsenstrompreis der EEX anpasst.

Aufgrund der höheren Genauigkeit steigt die Gefahr für einen Missbrauch von Verbraucher-bezogenen Daten. Hohe Genauigkeit ermöglicht zwar eine bessere Grundlage für dynamischen Lastausgleich im Smart Grid, allerdings erfolgt dies auf Kosten des Datenschutzes. Die Tendenz geht z. Zt. in Richtung Verkleinerung der Ablese-Intervalle, d.h. zu höherer Genauigkeit. Aus diesem Grund muss gemäß § 40 Abs. 5 Satz 2 EnWG immer ein Tarif angeboten werden, der sich auf die Übersendung nur eines Zählerwertes zur Stellung einer monatlichen Rechnung beschränkt. Eine dynamische Anpassung der Ablese-Intervalle könnte helfen, eine Balance zwischen Ablesegenauigkeit und Vermeidung des gläsernen Bürgers zu finden [85].

Ein Auslesen der gesammelten Daten durch den Verbraucher war nicht immer vorgesehen. In der neuen Architektur nach BSI-Schutzprofil muss der Nutzer seine Daten und ihre Verwendung immer einsehen können.[86]

Frage der möglichen Fernabschaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit intelligenten Zählern sind prinzipiell Fernschaltfunktionen möglich, mit denen einzelne Geräte des Verbrauchers vom Versorger geschaltet werden können.

Eine prinzipiellere Unterbrechung der Versorgung per Fernabschaltung ist bei manchen Geräten möglich, was etwa als Sanktionmaßnahme bei einem säumigen Zahler eingetzt werden könnte. In Deutschland beispielsweise werden jedoch nur intelligente Messsysteme (zusammengesetzt aus elektronischem Zähler und Smart Meter Gateway) ohne die Möglichkeit zur Komplettabschaltung eingesetzt. Der elektronische Zähler bietet technisch keine Möglichkeit, den Strom aus der Ferne zu unterbrechen, und die BSI-Spezifikation des Smart Meter Gateway sieht keine Möglichkeit vor, den kompletten Anschluss aus der Ferne zu schalten. Somit wird einerseits ein potentielles Sicherheitsrisiko vermieden, da Angreifern die technische Möglichkeit fehlt, eine möglicherweise großflächige, bösartige Abschaltung von Anschlüssen durchzuführen. Andererseits werden Stromunfälle vermieden, da bei der Wiedereinschaltung aus der Ferne nicht ausgeschlossen werden kann, dass niemand durch die wieder vorhandene Spannung geschädigt wird.

Von der Komplettschaltung des Anschlusses abzugrenzen ist die Möglichkeit, über den Zähler ein Steuersignal an Geräte des Anschlussnutzers zur Steuerung weiterzureichen (Lastmanager). Im Entwurf des Smart Meter Gateway ist hierfür die CLS-Schnittstelle vorgesehen, an die Verbraucher oder Erzeuger angeschlossen werden können. In diesem Fall kann dieses Gerät durch den Netzbetreiber oder andere Dienstleister gesteuert werden. Eine komplette Abschaltung des Strom-Anschlusses kann aber in keinem Fall erfolgen.

Versorgungssicherheit und Smart Meter als Angriffspunkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine weitere Problematik des intelligenten Stromnetzes ist die Gefährdung durch elektronische Angriffe bis hin zu einem Blackout[87][88], dem plötzlichen Stromausfall großer Stromnetze. (In dem Techno-Thriller Blackout – Morgen ist es zu spät beschreibt Marc Elsberg ein solches Scenario literarisch.) Während davon ausgegangen wird, das die zentralen Steuer- und Datenspeichersysteme der Versorger nach Stand der Technik geschützt sind, bilden die Smart Meter zusätzliche lokale Angriffspunkte in großer Zahl. Deren Sicherheit ist von der Qualität durch den Gerätehersteller abhängig.

2010 bestand bei noch eine geringe Sicherheit vor Hacker-Angriffen.[89][90] Die Intelligenten Messsysteme müssen heute über ein eigenes Sicherheitsmodul verfügen.[91]

In Österreich setzt sich der Verein Cyber Security Austria – Verein zur Förderung der IT Sicherheit Österreichs strategischer Infrastruktur besonders kritisch mit diesem Thema auseinander. Unter anderem wird eine Analyse Smart Metering – Auswirkungen auf die nationale Sicherheit[92] bereitgestellt, in der erhebliche Risiken festgestellt werden.

Monopolisierung und Trennung in Netzbetreiber und Lieferant[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein weiterer kritischer Punkt insbesondere der Vernetzung auch verschiedener Versorgungssysteme (Strom, Wasser, Wärme) durch intelligente Zähler ist die Frage der Monopolisierung seitens der Versorger. In der Stromversorgung wurde mit strengen gesetzlichen Vorgaben bezüglich der Trennung von Infrastrukturbereitsteller und Stromlieferant versucht, einen Anbieterwechsel leichter zu gestalten. Kommen weitere Netze dazu, sind auch dort entsprechende Maßnahmen nötig. Neben Kompatibilitätsproblemen und der Zunahme an Schnittstellen- und Ausgabetechnologien, die motivieren, die gesamte Versorgung bei einem einzigen Anbieter zu konzentrieren, wird auch die Frage der Weitergabe der Messdaten vom Netzbetreiber zum Lieferanten – und bei intelligentem Lastenmanagmant auch vom Lieferanten zum Endverbraucher – zum Thema: Mit den Smart-Meter-Systemen wird der Netzanbieter zunehmend zum Kommunikationsdienstleister im Sektor Infrastrukturversorgung und intelligentes Wohnen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kosten Nutzen Analyse für den flächendeckenden Einsatz intelligenter Zähler im Auftrag des BMWi, S. 35. Ernst & Young, abgerufen am 8. Juni 2015.
  2. BSI Schutzprofil für ein Smart Meter Gateway. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, abgerufen am 8. Juni 2015.
  3. (PDF; 38 kB) BNetzA: "Positionspapier zu den Anforderungen an Messeinrichtungen nach § 21b Abs. 3a und 3b EnWG", 23. Juni 2010
  4. VDE: Das modulare EDL-Konzept
  5. a b c Smart Metering > Allgemeines. Wiener Netz (abgerufen 15. Juli 2016).
  6. a b „Wasserwächter“ sorgt für Ihre Sicherheit! Intelligenter Wasserzähler ist zugleich "Wasserwächter"! Stadtwerke Gleisdor, feistritzwerke.at (abgerufen 15. Juli 2016).
  7. COMET – Optical Sensing AMR Module. xemtec.ch (PDF, 292 kB) – Beschreibung eines Nachrüstgerätes mit Darstellung der Montage.
  8. GEODE Report. Abgerufen am 18. Januar 2016.
  9. RICHTLINIE 2006/32/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 5. April 2006 über Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen und zur Aufhebung der Richtlinie 93/76/ EWG des Rates
  10. Richtlinie 2009/72/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009. Europäisches Parlament, abgerufen am 8. Juni 2015.
  11. Cost-benefit analyses & state of play of smart metering deployment in the EU-27, SWD(2014) 189 final. Abgerufen am 8. Juni 2015.
  12. SWD(2014) 189 final, S.8. Abgerufen am 8. Juni 2015.
  13. SWD(2014) 189 final, S.10. Abgerufen am 8. Juni 2015.
  14. 7 Eckpunkte für das „Verordnungspaket Intelligente Netze“, S. 5;. Ernst & Young, abgerufen am 8. Juni 2015.
  15. SWD(2014) 189 final, S.8. Abgerufen am 8. Juni 2015.
  16. Baustein für die Energiewende: 7 Eckpunkte für das „Verordnungspaket Intelligente Netze“. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 8. Juni 2015.
  17. Kosten-Nutzen-Analyse ("KNA") für einen flächendeckenden Einsatz intelligenter Zähler. Ernst & Young, abgerufen am 8. Juni 2015.
  18. Kosten-Nutzen-Analyse. Ernst & Young, S. 9 ff, abgerufen am 8. Juni 2015.
  19. Kosten-Nutzen-Analyse. Ernst & Young, S. 183 f, abgerufen am 8. Juni 2015.
  20. Kosten-Nutzen-Analyse. Ernst & Young, S. 184, abgerufen am 8. Juni 2015.
  21. Variantenrechnungen von in Diskussion befindlichen Rollout-Strategien – Ergänzungen zur KNA 2013, S. 7. Ernst & Young, abgerufen am 8. Juni 2015.
  22. Kosten-Nutzen-Analyse. Ernst & Young, S. 184, abgerufen am 8. Juni 2015.
  23. 7 Eckpunkte für das anstehende Verordnungspaket Intelligente Netze. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 8. Juni 2015.
  24. Kosten-Nutzen-Analyse Tabelle 18, S.105. Ernst & Young, abgerufen am 8. Juni 2015.
  25. 7 Eckpunkte für das anstehende Verordnungspaket Intelligente Netze, S. 7. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 8. Juni 2015.
  26. SCADA Strangelove: Too much Smart Grid in da Cloud. Abgerufen am 8. Juni 2015.
  27. Gesetzentwurf der Bundesregierung / Entwurf eines Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende. Abgerufen am 14. Januar 2016.
  28. „größeren Renovierung im Sinne der Richtlinie 2002/91/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2002 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (ABl. EG 2003 Nr. L 1 S. 65)“
  29. BSI Protection Profile for the Gateway of a Smart Metering System (Smart Meter Gateway PP) Version 1.3 (Final Release). Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, S. 8, abgerufen am 8. Juni 2015.
  30. Technische Richtlinie BSI TR-03109.
  31. Schutzprofil für ein Smart Meter Gateway (BSI-CC-PP-0073). Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, abgerufen am 8. Juni 2015.
  32. Deutsches Smart Metering Konzept passiert EU-Notifizierungsverfahren. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, abgerufen am 8. Juni 2015.
  33. Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende. Abgerufen am 14. Januar 2016.
  34. Kosten-Nutzen-Analyse von Ernst & Young
  35. BMWi: Digitalisierung Energiewende: BMWi eröffnet Konsultation zu intelligenten Messsystemen. vom 21. September 2015
  36. Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW „Stellungnahme zum Referentenentwurf zum Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“; BEE-Stellungnahme zum „Entwurf eines Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende“; vzbv: Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende greift in Verbrauchersouveränität ein
  37. Übersicht aller Stellunganhemn der Verbände: Bundesverband Neue Energiewirtschaft bne, Zentralverband der Elektroindustrie ZVEI, Bundesverband Informations- und Telekommunikationswirtschaft Bitkom, teilweise Bundesverband Energie- und Wasserwirtschaft BDEW. Abgerufen am 18. Januar 2016.
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  39. Bundesverband Neue Energiewirtschaft Stellungnahme zum Referentenentwurf Digitalisierungsgesetz, Ziffer § 7. Abgerufen am 18. Januar 2016.
  40. Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW „Stellungnahme zum Referentenentwurf zum Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“; BEE-Stellungnahme zum „Entwurf eines Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende“; vzbv: Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende greift in Verbrauchersouveränität ein
  41. Zeit online, 19. November 2013: Stromkunden sollen sich überwachen lassen – und dafür zahlen, aufgerufen 13. Dezember 2015
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  83. BSI TR-03109-1, Ziff. 4.2.2.2 TAF2: Zeitvariable Tarife (nach § 40 (5) EnWG)
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  85. Towards Energy-Awareness in Managing Wireless LAN Applications. IWSOS 2013: 7th International Workshop on Self-Organizing Systems. Abgerufen am 17. August 2014.
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  87. Tomi Engel: Dezentrale Messkonzepte statt „Smart“ Meter. 100 Millisekunden bis zum Blackout. www.sfv.de, 22. Juni 2016, abgerufen am 19. Juli 2016: „Das zeitgleiche Abschalten von 10 Millionen Stromzählern, also z.B. der gesamten Solarstromerzeugung im Sommer 2030, dauert auch nur 100 Millisekunden. Und dieser Vorgang läuft nicht nur super parallel, sondern auch noch bestens koordiniert; denn jeder Stromzähler stellt die gleiche, extrem präzise Uhrzeit bereit. Blackout. Bingo.“
  88. Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen Ausfalls der Stromversorgung (PDF; 2,9 MB)
  89. „Intelligente“ Stromzähler als Einfallstor für Hacker. in: Spiegel Online, 30. März 2010.
  90. Angriff der Killerbiene – Eine US-Studie offenbart eine gravierende Sicherheitslücke bei intelligenten Stromzählern: Die Kryptographie-Schlüssel des Datenprotokolls ZigBee lassen sich ohne Probleme abfangen – Angreifer könnten damit einen lokalen Blackout herbeiführen. In: Technology Review (deutsche Lizenzausgabe) vom 13. April 2010.
  91. BSI TR-03109-2. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, abgerufen am 8. Juni 2015.
  92. Forschungsarbeit Smart Metering - Auswirkungen auf die nationale Sicherheit. Österreich, Juli 2011