Intentionstremor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Klassifikation nach ICD-10
G25.2 Sonstige näher bezeichnete Tremorformen –

Intentionstremor

ICD-10 online (WHO-Version 2016)

Der Intentionstremor, von lateinisch tremere „zittern“ und intendere „etwas anstreben“, ist eine Form eines Tremors bei Annäherung an ein Ziel. Der Hauptausschlag der Zitterbewegung erfolgt unmittelbar vor Erreichen des angestrebten Objektes.[1]

Ursache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Tremor ist Bestandteil der Charcot-Trias und Zeichen einer Schädigung des Kleinhirns, einer Läsion im Nucleus dentatus bzw. im oberen Kleinhirnstiel (Pedunculus cerebellaris superior). Am häufigsten liegt eine Multiple Sklerose zugrunde.[2]

Klinische Erscheinungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sichtbar ist der Intentionstremor leicht an den Händen, beispielsweise mit einem Finger-Nase-Versuch.[3] Die Frequenz liegt bei 2 bis 3 Ausschlägen pro Sekunde.

Differentialdiagnose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abzugrenzen ist der Ruhetremor beispielsweise beim Morbus Parkinson.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, 266., aktualisierte Auflage, de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-033997-0 Stichwort Tremor
  2. Lexikon Neurowissenschaft
  3. a b Eintrag zu Intentionstremor im Flexikon, einem Wiki der Firma DocCheck.
Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diesen Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!