Intermediate (Bereifung)

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Formel-1-Bolide mit montierten Intermediates (2014)

Intermediate ist die Bezeichnung für einen Rennreifen, der im Motorsport bei feuchter oder abtrocknender Strecke eingesetzt wird, wenn Regenreifen noch nicht oder nicht mehr benötigt werden, aber Slicks noch nicht zum Einsatz kommen können. Da in der Regel bei einem Rennfahrzeug mehrere dieser Reifen benötigt werden, wird meist der Plural Intermediates verwendet, im englischsprachigen Rennjargon häufig auch Inters.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übliche Intermediates besitzen im Gegensatz zu Regenreifen meist nur sehr wenige und nicht so tiefe Längs-, Diagonal- und Querrillen und damit mehr Positivprofil. Die Gummimischung gleicht der eines weichen bis sehr weichen Rennreifens. Oftmals wird das Profil bei Intermediates direkt vor Ort in die Lauffläche eines Trockenreifens (Slicks) mit speziellen Schneidewerkzeugen handgeschnitten. Intermediates ähneln bei den Rennreifen vom Fahrverhalten her noch am ehesten denen von sportlichen Straßenreifen; teilweise sind Serienreifen oder straßenzugelassene Sportreifen sogar von Intermediates abgeleitet oder inspiriert (z. B. Yokohama A 032 oder Bridgestone SO 02-PP).

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während in den meisten Rennserien Intermediates zugelassen sind, stellt der Monopolausrüster Hankook diesen Reifentyp bei der DTM nicht zur Verfügung. Dort müssen die Fahrer bei Mischbedingungen mit den gleichermaßen schlecht geeigneten Regenreifen oder Slicks zurechtkommen.

Michelin stattet in der Saison 2013 der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft sowie beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans die LMP1-Teams Audi und Toyota mit einem neuartigen Intermediate aus. Dieser vereint die weiche Reifenmischung der bekannten Regenreifen mit einer profillosen Oberfläche und kommt bei leicht feuchter Strecke zum Einsatz.