International Association of Athletics Federations

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International Association of Athletics Federations
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Gründungsjahr: 17. Juli 1912
Gründungsort: Stockholm
Vorsitzender: Sebastian Coe
Mitglieder (ca.): 214 Mitgliedsverbände
Verbandssitz: Monaco
Homepage: www.iaaf.org

Die International Association of Athletics Federations (IAAF, deutsch Weltleichtathletikverband) ist der Dachverband aller nationalen Sportverbände für Leichtathletik. Sie wurde 1912 auf ihrem Kongress in Stockholm von Delegierten aus 17 Ländern als International Amateur Athletics Federation gegründet. Der Sitz war zunächst in Stockholm, da das Büro in der Nähe des Präsidenten sein sollte.[1] 1946 wurde er nach London verlegt. Seit Oktober 1993 ist der Sitz in Monaco.

Der IAAF gehören derzeit 214 Mitgliedsverbände an. Amtierender Präsident der IAAF ist der Brite Sebastian Coe.

Aufgaben[Bearbeiten]

Das Aufgabengebiet der IAAF beinhaltet die Standardisierung von Methoden zur Zeitnehmung und von Rekorden. Die IAAF richtet auch zahlreiche internationale Leichtathletik-Wettbewerbe aus, darunter seit 1983 die Leichtathletik-Weltmeisterschaften. Darüber hinaus führt der IAAF die Listen der offiziellen Weltrekorde. Ab 1982 öffnete die IAAF ihre Statuten, um den Athleten Aufwandsentschädigungen für ihre Teilnahme an internationalen Wettbewerben zu erlauben. Folgerichtig strich der Verband bei einem Kongress im Jahr 2001 den Begriff Amateur aus seinem Namen und benannte sich um in International Association of Athletics Federations.

2012, im Jahr der 100-Jahr-Feierlichkeiten des Verbandes, wurde eine IAAF Hall of Fame eingerichtet. In diese werden nicht mehr aktive Athleten aufgenommen, die sich in ihrer Karriere durch besondere Leistungen hervorgetan haben. Die Aufnahme gilt als höchste Auszeichnung des Internationalen Leichtathletikverbandes.[2]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Die IAAF organisiert folgende Veranstaltungen:

Präsidenten[Bearbeiten]

Kontinentalverbände[Bearbeiten]

Kritik am Umgang mit Doping[Bearbeiten]

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF soll von hunderten Sportlern mit auffälligen Blutproben gewusst und trotzdem keine Konsequenzen daraus gezogen haben.[4] Bei diesem Versagen der Kontrollen des Blutdopings durch den IAAF sind neben Athleten aus Russland insbesondere auch Athleten aus Kenia unter Verdacht.[5]

Die Veröffentlichung einer Studie der Universität Tübingen, in denen die Forscher aus Umfragen darauf schlossen, dass etwa ein Drittel der 1800 Athleten in den zwölf Monaten vor den Wettkämpfen gegen Anti-Doping-Regeln verstoßen hatten, wurde laut den Forschern durch die IAAF verhindert.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: International Association of Athletics Federations – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Arnd Krüger: Forgotten Decisions: The IOC on the Eve of World War I. (PDF-Datei) Olympika: The International Journal of Olympic Studies 6 (1997), S. 85–98
  2. IAAF President’s Message bei iaaf.org (PDF-Datei, englisch; abgerufen am 22. September 2012).
  3. Sebastian Coe elected IAAF President. 19. August 2015, abgerufen am 19. August 2015 (englisch).
  4. Tagesspiegel.de: Doping in der Leichtathletik- Wie hunterte verdächtige Bluttests geheim gehalten werden
  5. Spiegel.de:Höchstleistungen bei WM: Kenias Athleten unter Verdacht
  6. http://www.spiegel.de/sport/sonst/doping-studie-forscher-werfen-iaaf-vertuschung-vor-a-1048341.html