International Astronautical Federation
| International Astronautical Federation (IAF) | |
|---|---|
| Gründung | 1951 |
| Gründer | Eugen Sänger |
| Sitz | Paris, Frankreich |
| Zweck | Raumfahrt |
| Vorsitz | Gabriella Arrigo |
| Geschäftsführung | Christian Feichtinger[1] |
| Mitglieder | 340 |
| Website | https://www.iafastro.org/ |
Die International Astronautical Federation (IAF) ist eine führende Interessenvertretung für die Raumfahrt mit 604 Mitgliedern aus 82 Ländern – darunter alle führenden Raumfahrtagenturen, Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Universitäten, Gesellschaften, Verbände, Institute und Museen weltweit.
Geschichte und Organisation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die IAF wurde 1951 mit Gründungspräsident Eugen Sänger (auch Eugen Sanger geschrieben) als eine Nichtregierungsorganisation gegründet.[2] Sie hat ihren Sitz in Paris.
Die IAF verstand sich früh als zukunftsträchtige, auf neue Technik gestützte Erweiterung der Aeronautik, Astronautik und der Astronomie. Ihre Mitglieder (zu Beginn aus etwa 15 Ländern) hatten aber auch die möglichen Nutzanwendungen für den Funkverkehr, die Geowissenschaften und die Navigation im Auge. Wenig später begann die Kooperation mit Teilbereichen der UNO und mit bald gegründeten astronautischen Organisationen wie COSPAR und Interkosmos.
Präsidenten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die IAF hatte eine Vielzahl von Präsidenten, angefangen mit Sänger.[3] Als zweiter Deutscher folgte von 2008 bis 2012 Berndt Feuerbacher.
Seit 2026 ist Gabriella Arrigo die Präsidentin des Verbands.
Kongresse und Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Organisation ist in den folgenden Veranstaltungen involviert:
- International Astronautical Congress (IAC) (jährlich)
- Space Workshop for Developing Nations, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen (jährlich)
- Ebenfalls Teilnahme am Unispace III Kongress im Rahmen der UN
Zusammen mit dem Committee on Space Research (COSPAR) und dem International Institute for Space Law (vgl. Weltraumrecht) nimmt die IAF einen jährlichen Überblick über Höhepunkte im Weltraum für die Vereinten Nationen vor.
Wettbewerbe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Manfred Lachs Space Law Moot Court Wettbewerb (auch Lachs Space Moot), ein internationaler Wettbewerb über Weltraumrecht, wird seit 1992 durch die IAF veranstaltet.[4]
World Space Award
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die IAF vergibt regelmäßig den World Space Award als Auszeichnung für herausragende Leistungen in Weltraumwissenschaft, Raumfahrttechnologie, Weltraummedizin, Weltraumrecht oder Raumfahrtmanagement. Die Preisträger bis 2025 sind:[5]
- 2013: Edward Stone, US-amerikanischer Weltraumforscher
- 2016: Juri Koptew, russischer Raumfahrtmanager
- 2017: Charles Bolden, US-amerikanischer Astronaut und NASA-Administrator
- 2019: Neil Armstrong, Michael Collins und Buzz Aldrin als Apollo-11-Besatzungsmitglieder
- 2020: Wu Weiren, Yu Dengyun und Sun Zezhou für ihren Beitrag zur Chang’e-4-Mondsonde
- 2021: das Team der japanischen Asteroidensonde Hayabusa 2
- 2022: das Entwicklerteam der chinesischen Marssonde Tianwen-1
- 2023: das Team des James-Webb-Weltraumteleskops;
der Unternehmer Elon Musk für seine Leistungen mit dem Raumfahrtunternehmen SpaceX - 2024: das Team der indischen Mondsonde Chandrayaan-3
- 2026: das Team der chinesischen Mondsonde Chang’e 6;
der Unternehmer Jeff Bezos für die Leistungen seines Raumfahrtunternehmens Blue Origin
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- IAF Offizielle Website. Abgerufen am 30. Mai 2026 (englisch).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Christian Feichtinger | Iaf. Abgerufen am 30. Mai 2026 (britisches Englisch).
- ↑ History and Missions. In: IAF. Abgerufen am 30. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Former Presidents. In: IAF. 2026, abgerufen am 30. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Manfred Lachs Space Law Moot Court Competition. In: ESA. Abgerufen am 30. Mai 2026 (englisch).
- ↑ IAF World Space Award. International Astronautical Federation, abgerufen am 15. Juni 2026.