Internationaler Tag des Ehrenamtes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Internationale Tag des Ehrenamtes (englisch International Volunteer Day for Economic and Social Development, IVD) ist ein jährlich am 5. Dezember abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Anerkennung und Förderung ehrenamtlichen Engagements. Er wurde 1985 von der UN mit Wirkung ab 1986 beschlossen. In Deutschland ersetzt er de facto den Tag des Ehrenamts, der früher am 2. Dezember begangen wurde. An diesem Tag wird auch der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an besonders engagierte Personen vergeben.

Staatliche Aufwertung in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland hat der damalige Bundespräsident Christian Wulff im Jahr 2011 den Tag des Ehrenamtes bewusst zu einer öffentlichen Aufwertung aller ehrenamtlichen Tätigkeiten zum Wohle der Gemeinschaft genutzt. Das Staatsoberhaupt zeichnete in seinem Amtssitz Schloss Bellevue in Berlin 28 Bürger mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus. Damit wurden Frauen und Männer aus allen Bundesländern für ihr „außerordentliches bürgerschaftliches Engagement“ geehrt.[1]

Breites Spektrum der Verdienste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesländer wirkten bei den Vorschlägen für die Ordensverleihungen mit, um ein möglichst breites Spektrum der zu würdigenden Verdienste zu erreichen. Unter den Ausgezeichneten waren nach amtlichen Angaben auch drei Mitbürger, die sich ehrenamtlich gegen Rechtsextremismus und Rassismus und für die Vielfalt in der Gesellschaft einsetzen. Die ausgezeichneten Frauen und Männer engagieren sich beispielsweise in der Bildungs-, Jugend- und Seniorenarbeit, im sozialen, kirchlichen und kulturellen Bereich oder haben sich Verdienste beim Tier- oder Naturschutz erworben. Das Alter der Ausgezeichneten lag zwischen 30 und 80 Jahren.

2018 hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Tradition mit der Auszeichnung von je 14 Männern und Frauen bei einer Feierstunde in Schloss Bellevue Berlin fortgesetzt. Er ehrte sie für ihr „herausragendes Engagement für die Gedenk- und Erinnerungskultur in Deutschland“ mit dem Bundesverdienstkreuz. Unter den Ordensträgern aus allen Bundesländern waren auch eine Französin und ein Mann aus Tschechien.[2]

Das Ehrenamt im Gesundheitswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Internationalen Tag des Ehrenamtes 2018 hat die Stiftung Deutsche Krebshilfe ausdrücklich die große Bedeutung ehrenamtlicher Mitarbeit im Gesundheitswesen hervorgehoben, ohne die gemeinnützige Organisationen ihre wichtige Arbeit nicht leisten könnten.[3] „Der persönliche Einsatz zahlreicher Menschen mit originellen Aktionen ist für eine Organisation wie die Deutsche Krebshilfe unverzichtbar“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der spendenfinanzierten Stiftung. Die Spendeneinnahmen aus ehrenamtlichen Benefiz-Aktionen seien eine wichtige Säule für die Arbeit der Deutschen Krebshilfe auf allen Gebieten der Krebsbekämpfung. Auch die Arbeit der zahlreichen Mediziner, Wissenschaftler und weiterer Fachvertreter ist ein wichtiger Stützpfeiler der Organisation. Im Kampf gegen die Volkskrankheit Krebs. „Ohne die Unterstützung der ehrenamtlich und unentgeltlich tätigen Sachverständigen wären die fachlich fundierten Förderentscheidungen der Deutschen Krebshilfe undenkbar“, betonte Nettekoven.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rede Bundespräsident am 5. Dezember 2011
  2. http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2018/11/181122-Ordensverleihung-Ehrenamt.html, Rede bei Festakt, 4. 12, 2018
  3. https://www.krebshilfe.de/informieren/presse/pressemitteilungen/aktuelle-meldungen/deutsche-krebshilfe-wuerdigt-freiwillige/, abgerufen 13. Dezember 2018

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]