Internationales Filmfest Braunschweig

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Logo des Festivals

Das Internationale Filmfest Braunschweig (oder: Braunschweig International Filmfestival) fand erstmals 1987 statt und ist damit das älteste durchgehende Filmfestival Niedersachsens.[1] Jährlich zählt es rund 25.000 Besucher.

Jährlich Ende Oktober oder Anfang November zeigt das Publikumsfestival Kurz- und Langfilme aller Genres. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf aktuellen europäischen Produktionen und auf Filmmusik. Zu den Spielstätten gehören das C1 Cinema, das Universum-Kino und das Staatstheater Braunschweig. 2015 wurden 110 Langfilme in verschiedenen Reihen sowie etwa 160 Kurzfilme gezeigt.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1987 wurde das Filmfest von 20 Hochschulstudenten, Absolventen der Filmklasse und Mitgliedern der „Filmkoop“ gegründet. Grund war die Unzufriedenheit mit dem damaligen Angebot an Kinofilmen.[1]

Reihen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Reihe „Film & Musik“ stellt das Filmfest seit 2001 das Werk bekannter Filmkomponisten vor. In der „Music Master Class“ erklären die Komponisten ihre Arbeitsweise anhand ausgewählter Beispiele. Zur Reihe gehören Stummfilmkonzerte in Kooperation mit dem Staatsorchester Braunschweig, häufig musikalische Erstaufführungen. Gäste der Reihe waren unter anderem Edward Artemiev, Antoine Duhamel, Zbigniew Preisner, Craig Armstrong, Carl Davis und Michael Nyman.

In weiteren Reihen präsentiert das Filmfest internationale Arthouse-Filme im „Neuen internationalen Kino“, neue deutsche Produktionen in der Reihe „Neue deutsche Filme“, zahlreiche Kurzfilme, das Porträt eines Absolventen der Filmklasse der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) sowie ein Programm in Kooperation mit der französischen Partnerregion Niedersachsens, Haute-Normandie.

Hinzu kommt eine jährlich wechselnde Reihe mit Themen wie „Osteuropäische Science-Fiction-Filme“ oder „‚Can a Videogame Make you Cry‘ Film und Games – Eine Auseinandersetzung“, mit der das Filmfest 2008 die wachsende Konvergenz von Filmen und Videospielen untersuchte.

Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Internationalen Filmfest Braunschweig werden vier Preise im Wert von insgesamt 22.000 Euro vergeben:[3]

  1. Der europäische Schauspielpreis „Die Europa“, für einen Schauspieler/eine Schauspielerin, der/die sich durch herausragende künstlerische Leistungen um die europäische Filmkultur verdient gemacht hat. Die Auszeichnung, eine 30 cm hohe Statuette, wird seit 2007 vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisträger sind bisher:[3]
  2. Der Publikumspreis „Der Heinrich“, für Debüt- und Zweitwerke europäischer Regisseure und Regisseurinnen (Preisgeld 10.000 Euro).
  3. Der Kurzfilm-Musikpreis „Leo“, Preis für die beste Verbindung von Bild und Ton in einem Kurzfilm (Preisgeld 2000 Euro).
  4. Der undotierte deutsch-französische Jugend-Filmpreis „KINEMA“, für den besten deutsch- und französischsprachigen Debüt- bzw. Zweitfilm.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stefan Vockrodt, Hans Roland Nuß, Edgar Merkel: Von den 'lebenden Photographien' zum Multiplex. Braunschweigs Kinos 1896 bis heute. Zelter, Braunschweig 1997.
  • Internationales filmfest Braunschweig e. V.: Science/Fiction. Von der Leinwand ins Labor. Köhler & Lippmann Medien GmbH, Braunschweig 2007.
  • Internationales filmfest Braunschweig e. V., Volker Kufahl (Hrsg.): Can a video game make you cry? Film und Games – Eine Auseinandersetzung. Braunschweig 2009.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Selbstporträt, abgerufen am 6. Dezember 2015
  2. Braunschweig ist für sechs Tage Filmhauptstadt. auf ndr.de, abgerufen am 5. Dezember 2015
  3. a b Filmfest: Schauspielpreis „Die Europa“, abgerufen am 7. Februar 2015