Internorm

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Internorm
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Rechtsform GmbH
Gründung 1931
Sitz Traun / Oberösterreich

Leitung

  • Johann Pichler
  • Johann Habring
  • Helmuth Berger
  • Thomas Vondrak
Mitarbeiter 1.800 (2017)
Umsatz 322 Mio. EUR (2016)
Website www.internorm.com

Internorm ist eine Marke des österreichischen Fenster- und Türenherstellers „Internorm International GmbH“ mit Firmensitz in Traun. Das Unternehmen wird in der 3. Generation als Familienunternehmen geführt.

Internorm vertreibt seine Produkte über 10 Vertriebsniederlassungen und über mehr als 1.250 ausgewählte Vertriebspartner in 21 Ländern. 55 % des Umsatzes werden im Export erzielt. (Eigenauskunft, Stand Februar 2015)[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte des Fensterherstellers Internorm beginnt mit der Gründung einer Bau- und Konstruktionsschlosserei durch Eduard Klinger sen. im Jahr 1931 in Linz. In den darauf folgenden Jahren konnte Eduard Klinger sen. sein Unternehmen vom Ein-Mann-Betrieb zu einem mittelständischen Metallbau-Unternehmen ausbauen. Im Jahr 1963 erwarb Eduard Klinger sen. die Lizenz für den Bau von Kunststoff-Fenstern in Österreich. Zu dieser Zeit fand der Werkstoff Kunststoff in Österreich noch so gut wie keine Verwendung.[2]

Das Unternehmen begann im Jahr 1966 unter der Marke „Internorm“ Kunststofffenster zu erzeugen. Erster Produktionsort war der heutige Firmensitz Traun in Oberösterreich. Eduard Klinger sen. beteiligte im Jahr 1967 seine Kinder Eleonore, Eduard jun. und Helmut am Unternehmen. Unter der Leitung der zweiten Generation entwickelte sich Internorm zum österreichischen Marktführer am Fenstermarkt. Das rasche Wachstum des Unternehmens erforderte einen weiteren Produktionsstandort, den Internorm durch den Erwerb eines Fensterherstellers in Sarleinsbach im Jahr 1977 fand.[2]

Ein dritter Standort für die Produktion von Kunststofffenstern wurde 1980 in St. Andrä-Wördern in Niederösterreich eröffnet. 1993 wurde dieses Werk wieder geschlossen und der Vertrieb für Ost-Österreich neu organisiert. Die nach dem Firmengründer benannte Eduard Klinger Straße im örtlichen Industriegebiet erinnert noch heute an den damaligen Produktionsstandort.[3] Das damalige Werk ist heute Sitz vieler Kleinunternehmen und eines Bürozentrums.

Im Jahr 1997 zog sich die zweite Generation der Familie Klinger aus dem operativen Geschäft des Fensterherstellers Internorm zurück. Die Leitung des Unternehmens oblag nunmehr deren Kindern, Anette Klinger, Christian Klinger und Stephan Kubinger. 2001 wurde die 10-Millionen-Stück-Grenze an gefertigten und verkauften Internorm-Produkten überschritten. Erstmals produzierte Internorm auch ein Holz/Aluminium-Fenstersystem.[2]

2002 gründete Internorm das „Internationale Fensternetzwerk IFN“ als neue Dachgesellschaft für alle Unternehmensgesellschaften. Die Marke „Internorm“ wurde als eigenes Geschäftsfeld verselbständigt. Im Jahr 2006 beschäftigte das Familienunternehmen etwa 1.550 Mitarbeiter in drei Produktionswerken und zehn Landesvertriebsgesellschaften. Im Sommer 2007 wurde der erste Internorm Flagshipstore in Pasching eröffnet, im Jahr 2008 gründete Internorm eine Vertriebsniederlassung in London. 2009 konnte der Umsatz auf 282 Mio Euro gesteigert werden, die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 1.800.[2]

Im Juni 2010 wechselte die Geschäftsführung des Bereichs Internorm International von Silvio Spiess zum Eigentümer Christian Klinger und beim Haustürenerzeuger Topic (Sarleinsbach) im Jänner 2012 von Bernhard Bohusch zu Stephan Kubinger aus der Eigentümerfamilie.[4] Zudem führte Internorm 2012 das I-Tec System ein.[2]

Im Jahr 2014 erlitt das Unternehmen erstmals seit 18 Jahren einen Umsatzrückgang von 5 % auf 304 Millionen Euro. Die Nachfrage nach Fenstern sank um 7,7 %, der Sanierungsmarkt brach allgemein um mehr als zwölf Prozent ein. Die Exportquote lag weiterhin konstant bei 55 Prozent. Die Zahl der Vollzeitäquivalente ging ohne Kündigungen von 1.840 auf 1.797 zurück.[5]

2016 konnte mit einem Gesamtumsatz von 322 Mio. Euro ein Plus von fast 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2015: 307 Mio. Euro) erreicht werden.

Vertrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Internorm Vertriebspartner, Niederlassungen und Werke im Überblick.

Internorm ist mit eigenen Vertriebsniederlassungen[6] in den Absatzmärkten Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien, Frankreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Tschechien, Slowakei und Großbritannien tätig. Durch ein zweistufiges Vertriebssystem werden die österreichischen Produkte europaweit über mehr als 1000 Vertriebspartner in den genannten Märkten sowie in Luxemburg, Liechtenstein, Belgien, Rumänien, Polen, Dänemark, Niederlande Griechenland und Irland verkauft. Sämtliche Produkte werden in drei Werken, die sich alle in Österreich befinden, hergestellt.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiestlhaus: Passivhaus mit Fenstern und Türen von Internorm

Internorm produziert und vertreibt Fenster, Türen und passendes Zubehör. Bei Fenstern liegt der Schwerpunkt auf Kunststoff-Fenstern, Kunststoff/Aluminium-Fenstern und Holz/Aluminium-Fenstern. Im Bereich Türen stellt Internorm-Aluminium-Türen, Holz/Aluminium-Türen und eine Holz/Aluminium-Hebeschiebetüre her. Die Zubehörpalette umfasst Sonnenschutz, Insektenschutz, Gläser und Fenster- & Türengriffe.[7]

Das Produktportfolio wird in drei Designklassen vermarktet: Studio, Home und Ambiente.[8]

2012 brachte Internorm eine Serie von Technologien auf den Markt, die unter dem Namen I-tec als Zusatzprodukte vermarktet werden. Dazu zählen ein neuartiges Beschlagssystem mit unsichtbarer Verriegelung und höherer Sicherheit, ein in das Fenster integriertes Lüftungssystem, ein energieautarkes Beschattungssystem für Verbundfenster, sowie die patentierte Rundum-Verklebung des Fensterrahmens mit der Glasscheibe. Mit einer intelligenten Gebäudesteuerung lassen sich die Internorm-Produkte bequem per Tablett oder Smartphone steuern.[9]

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Standort Traun befindet sich die Unternehmenszentrale des internationalen Fensternetzwerks (IFN) und der „Internorm International GmbH“. Alle zentralen Bereiche, der Vorstand und die Verwaltung sind hier angesiedelt. Neben der Glasproduktion werden in Traun spezielle Kunststoff-Produkte wie Rund- und Schrägfenster sowie Verbundfenster, Kunststoff/Aluminium-Fenster, Aluminium-Fensterläden, und Aluminium-Haustüren gefertigt.

Das Werk in Sarleinsbach wurde 1977 eröffnet. Internorm ist mit rund 650 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in dieser Region. Mehr als 3.000 Einheiten an Kunststoff- und Kunststoff/Aluminium-Fenstern werden hier pro Tag gefertigt.

Im Fensterbetrieb Lannach werden Holz/Aluminium-Fenster, Holz/Aluminium-Hauseingangstüren und die Holz/Aluminium-Hebeschiebetüre hergestellt. An diesem Standort befindet sich auch die Internorm-Vertriebsniederlassung für die Region Süd.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Internorm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daten und Fakten – Internorm. In: internorm.com. 6. März 2015.
  2. a b c d e Chronologie. In: internorm.com. 6. März 2015.
  3. Heimatbuch St. Andrä-Wördern Band 1+2. Band 1: Geschichte; Band 2: Leben, Arbeit, Freizeit Gebundene Ausgabe – 2002
  4. Managerwechsel in IFN-Gruppe. In: nachrichten.at.
  5. Umsatzminus bei Internorm. In: ORF. 12. Februar 2015, abgerufen am 12. Februar 2015.
  6. Niederlassungen – Internorm. In: internorm.com. 9. März 2015.
  7. Internorm International GmbH, Ganglgutstraße 131, 4050 Traun, Österreich: Internorm Fenster, Türen, Sicherheit, photovoltaik Sonnenschutz. In: internorm.com. 12. März 2015.
  8. Produkte – Internorm. In: internorm.com. 17. März 2015.
  9. I-tec Innovationen – Internorm. In: internorm.com. 6. März 2015.

Koordinaten: 48° 12′ 33″ N, 14° 12′ 21″ O