Interpersonelle Stile

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Unter Interpersonellen Stilen versteht man in der Persönlichkeitspsychologie individuelle, stabile Tendenzen in der sozialen Interaktion.

Die Operationalisierung findet durch die Persönlichkeitsfaktoren Extraversion und Verträglichkeit (s. a. Big Five) statt. Im NEO-PI-R können die interpersonellen Stile auf die Facetten Herzlichkeit, Geselligkeit und Durchsetzungsfähigkeit des Faktors Extraversion eingegrenzt werden, während alle Unterfacetten der Verträglichkeit einfließen.

Zirkumplexmodell interpersoneller Stile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Interpersonelle Stile lassen sich gut durch zwei Dimensionen beschreiben, die auch mit Hilfe einer Faktorenanalyse bestätigt werden konnten. Wiggins hat 1988 aus den beiden Faktoren Dominanz und Liebe ein Zirkumplexmodell (Kreismodell) erstellt.[1]

In diesem Modell repräsentiert die vertikale Achse Dominanz (Durchsetzungsfähigkeit) und die horizontale Achse den Faktor Liebe. Das stark besetzte Wort Liebe ist hier etwas irreführend, kann aber am besten durch die Facetten Herzlichkeit/Geselligkeit (Extraversion) und den Faktor Verträglichkeit umschrieben werden. Das Zirkumplexmodell stellt also einen Teil der Big-Five in differenzierterer Form dar.

Die einzelnen Interpersonellen Stile werden somit durch die Lage im Kreismodell veranschaulicht, wobei die Winkel durch die jeweiligen Nähe (Korrelation) zu den beiden Faktoren bestimmt wird. Die einzelnen Stile sind (die Gradzahlen weichen empirisch etwas von den hier angegebenen ab):

  • Warmherzig-Verträglich (0°)
  • Gesellig-Extravertiert (45°)
  • Sicher-Dominant (90°)
  • Arrogant-Berechnend (135°)
  • Kaltherzig (180°)
  • Unnahbar-Introvertiert (225°)
  • Unsicher-Submissiv (270°)
  • Bescheiden-Vertrauensvoll (315°)

Erfassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfasst werden die interpersonellen Stile durch die Revised Interpersonal Adjective Scale (IAS-R).

Im Vergleich zu anderen Big-Five-Faktoren stimmen Selbst- und Bekanntenbericht gut überein, da sie leicht beobachtbar sind.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Asendorpf, J. (2011). Persönlichkeitspsychologie - für Bachelor, 2., überarb. und aktualisierte Aufl. Berlin; Heidelberg: Springer.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wiggins, J. S., Trapnell, P., & Phillips, N. (1988). Psychometric and geometric characteristics of the Revised Interpersonal Adjective Scales (IAS-R). Multivariate Behavioral Research, 23(4), 517-530. (PDF)