Intershop Communications

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Intershop Communications AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE000A0EPUH1
Gründung 1992
Sitz Jena, Deutschland

Leitung

  • Jochen Wiechen
    (Vorstandsvorsitzender)
  • Axel Köhler
    (Vorstand für das operative Geschäft)
  • Christian Oecking
    (Aufsichtsratsvorsitzender)
  • Harald Schrimpf
    (Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)
  • Louis Velthuis
    (Mitglied des Aufsichtsrates)
Mitarbeiter 380 (Dezember 2015)[1]
Umsatz 42,77 Mio. Euro (2015)[1]
Branche E-Commerce-Software und -Dienstleistungen
Website www.intershop.de
Stand: 23. Juni 2016 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2016

Der JenTower in Jena beherbergt Intershop

Die Intershop Communications AG ist ein Unternehmen, das E-Commerce-Lösungen anbietet. Der Hauptsitz der Firma ist in Jena (Thüringen) im Jentower, dem ehemaligen Intershop Tower.

Hauptprodukt von Intershop ist derzeit die E-Commerce-Software Intershop Commerce Suite. Darüber hinaus bietet Intershop das Outsourcing des kompletten E-Commerce-Prozesses inklusive Fulfillment an. Ergänzt wird dieses Portfolio durch Beratungs- und Serviceleistungen. Intershop hat nach eigenen Angaben über 500 Großkunden in verschiedenen Branchen, darunter zum Beispiel Hewlett-Packard, Sun Microsystems, Plus, Würth, die Deutsche Telekom und die australische Telekom Telstra.

Neben dem Hauptstandort in Jena unterhält das Unternehmen Niederlassungen in Hamburg, Stuttgart, Frankfurt am Main, Nürnberg, San Francisco, Melbourne und Hong Kong. Die Aktie von Intershop ist in den Börsen-Indizes CDAX, PRIMEALL und TECHALLSHARE notiert.

Firmengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen ging aus der Jenaer NetConsult Communications GmbH hervor, einem Handelsunternehmen für PCs, das 1992 von Stephan Schambach, Karsten Schneider und Wilfried Beeck gegründet wurde. Die Firma vertrieb PCs an die umliegenden Gemeinden sowie Anwendungen von NeXTStep.

Zur CeBIT im Frühjahr 1994 wurde die erste Version der Intershop-Software vorgestellt. Sie wurde benannt nach den Intershop-Läden der früheren DDR. Das Versandhaus Otto und Hewlett-Packard wurden als strategische Partner gewonnen. Das erste elektronische Kaufhaus für Hardware ging online. 1995 ging die Software „Intershop“ online, das nach eigenen Angaben weltweit erste voll funktionierende E-Commerce-System. Ab 1996 expandierte Intershop und baute Niederlassungen in den USA und anderen Ländern auf.

Am 16. Juli 1998 erfolgte der Börsengang am Neuen Markt in Frankfurt mit einem Emissionskurs von umgerechnet 51,13 Euro. Zwei Jahre später, am 29. September 2000, wurde das Unternehmen erstmals an der NASDAQ in New York gelistet.[2] Zu diesem Zeitpunkt – auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase – beschäftigte das Unternehmen über 1200 Mitarbeiter. Den Höchstkurs erreichte die Aktie am 13. März 2000 bei 2105,37 Euro. Damit war Intershop 11,3 Milliarden Euro wert, etwa so viel wie das Industrieunternehmen ThyssenKrupp.

Die Notierung an der NASDAQ wurde am 17. Februar 2004 wieder eingestellt. Es folgte der Absturz auf das Allzeittief von 0,88 Euro pro Aktie am 8. Dezember 2005. Von diesen Tiefstständen erholte sich die Aktie wieder etwas.

Intershop galt jahrelang als einer der Gewinner des Neuen Marktes, geriet aber 2001 in die Krise. Im Juli 2003 gab der Unternehmensgründer Stephan Schambach den Vorstandsvorsitz ab.

Das Hamburger Unternehmen ePages, das ebenfalls von Wilfried Beeck gegründet wurde, übernahm die Rechte an der „Intershop 4“-Produktlinie.

Für das Geschäftsjahr 2008 erwirtschaftete das Unternehmen erstmals einen Gewinn. Nach einem Verlust von zwei Millionen Euro im Vorjahr betrug der Gewinn 1,5 Millionen Euro.[3] Das Bruttoergebnis stieg auch im 1. Halbjahr 2009 im Vorjahresvergleich um 17 Prozent auf sechs Millionen Euro, woraus sich eine Bruttomarge von 44 Prozent (Vorjahr: 37 Prozent) ergibt.[4]

Mitte April 2010 gab Intershop eine strategische Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Unternehmen GSI Commerce bekannt. Im Juni 2011 hatte der Internethandelskonzern eBay mit dem Einstieg bei GSI Commerce dessen Intershop-Anteile von rund 26,2 Prozent übernommen und wurde somit größter Einzelaktionär. Im Zuge der Abspaltung vom Mutterkonzern Ebay Inc. und der Aufteilung von Ebay Enterprise ist Ebay im Mai 2016 auch beim Shop-Software-Hersteller Intershop ausgestiegen: Die Beteiligung von 24,9 Prozent wurde an die Shareholder Value Management AG in Frankfurt verkauft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Geschäftsbericht 2015, abgerufen unter: [1]
  2. intershop.de: Datenblatt für Investoren (PDF; 52 kB), Stand: Mai 2012
  3. intershop.de: Intershop mit deutlichem Gewinn in erfolgreichstem Geschäftsjahr, 18. Februar 2009
  4. Intershop veröffentlicht Halbjahreszahlen 2009