Intransitivität (Grammatik)

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Intransitive Verben binden im Gegensatz zu transitiven Verben kein direktes Objekt (d. h. in Akkusativsprachen und in der Kasusterminologie wie etwa dem Deutschen kein Akkusativ­objekt).

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „existieren“
  • „schneien“
  • „essen“ dagegen ist ein transitives Verb: „Ich esse einen Fisch“ (Subjekt – Prädikat – Akkusativobjekt).

Grenzfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unakkusativische Verben sind intransitive Verben mit Merkmalen transitiver, worauf noch weiter unten eingegangen wird.

„Eigentlich“ intransitive Verben können (im Deutschen – anscheinend) auch mit Akkusativobjekt auftreten, eigentlich transitive ohne.

Zu intransitiven Verben existieren oft Substantive des gleichen Wortstamms oder Wortfeldes, mit denen sich ein Akkusativobjekt bilden lässt, allerdings nur zur Verstärkung des Verbs – siehe Etymologische Figur, Beispiel „einen Kampf kämpfen“.

Weitere solcher Fälle werden im Artikel Transitivität (Grammatik) im Abschnitt Transitive Verben und transitive Sätze diskutiert. Der Artikel stellt insgesamt die wissenschaftliche Unterscheidung zwischen transitiven und intransitiven Verben wesentlich ausführlicher dar.

Passiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Passivierung ist teilweise möglich (außer wenn ein unakkusativisches Verb vorliegt). Hierbei entsteht dann eine unpersönliche Konstruktion, das unpersönliche Passiv.

Partizip II[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Echte intransitive Verben können zwar ein sogenanntes Partizip II bilden, aber dieses kann nicht als Adjektiv-Attribut oder prädikativ verwendet werden, sondern dient nur zur Bildung der analytisch gebildeten Zeiten Perfekt, Plusquamperfekt und Futur II. Es handelt sich also eigentlich nicht um ein „Partizip“ (Mittelwort) mit eigenschaftswortähnlichen Eigenschaften (Flexion, Verneinbarkeit, Steigerungsfähigkeit). In diesem Fall findet gelegentlich der Ausdruck Supinum Verwendung.

Unakkusativische Verben können dagegen ein echtes Partizip II bilden, das sich, anders als bei den transitiven Verben, auf das Subjekt des aktivischen Satzes bezieht und so aktiven Charakter hat.

  • Er ist desertiert. (Perfekt)
  • Ein desertierter Soldat (attributiv; richtig)

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ergativsprachen[1] ist das Subjekt in Sätzen mit intransitivem Verb im Absolutiv, bei Sätzen mit transitivem Verb dagegen im Ergativ und das Objekt im Absolutiv.

Zu verschiedenen grammatischen Typen von intransitiven Verben siehe auch den Artikel unakkusativisches Verb.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: intransitives Verb – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Stolz: Ergativ für blutigste Anfänger. Universität Bremen, S. 1–12