Intrusion (Psychologie)

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Als Intrusion wird das Wiedererinnern und Wiedererleben von psychotraumatischen Ereignissen in der Psychotraumatologie verstanden. Intrusionen umfassen Bilder, Flashbacks und Albträume.

Sie können auch als ins Bewusstsein einschießende, aufdringliche Gedanken und Vorstellungen auftreten (englisch intrusive thoughts).[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Intrusionen gelten als Symptom der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), aber auch der Zwangsstörung. Intrusionen werden zumeist durch einen Schlüsselreiz ausgelöst („Trigger“). Häufig meiden an PTBS leidende Personen mit PTBS auslösende Situationen.[2]

Die betroffene Person kann das traumatische Ereignis so in vielen Einzelheiten wiedererleben. Das Wiedererleben kann Gedanken, Bilder und Wahrnehmungen umfassen. Kinder können das traumatische Geschehen dabei im Spiel reinszenieren. Dabei ist der Einfluss auf die Erinnerung nur sehr beschränkt. Die Intrusionen können eine Person überwältigen, und ein Ausblenden der Erinnerung ist häufig nicht ohne weiteres möglich. Häufig wechseln sich Intrusion und emotionale Dumpfheit ab.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hansruedi Ambühl: Psychotherapie der Zwangsstörungen. Georg Thieme Verlag, 2005, ISBN 3-13-109932-1, S. 55.
  2. M. Hautzinger (Hrsg.), G. C. Davison, J. M. Neale: Klinische Psychologie. Belz PVU, Weinheim 2002, ISBN 3-621-27458-8.
  3. Gernot Brauchle: Erklärungsmodelle zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Posttraumatischen Belastungsstörung. In: Journal für Psychologie. Band 19, Nr. 3, 1. Januar 2011, ISSN 2198-6959 (journal-fuer-psychologie.de [abgerufen am 1. Juni 2016]).