Invercargill

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Invercargill City
Lage
Basisdaten
Staat Neuseeland
Region Southland
City Invercargill CityVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Fläche 389 km²
Einwohner 51.696 (2013)
Dichte 133 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 NZ-STL
Webauftritt www.icc.govt.nz (englisch)
Invercargill
Invercargill

Koordinaten: 46° 25′ S, 168° 21′ O

Die Innenstadt von Invercargill
Das historische Railway Hotel
Der Wasserturm, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt
Stadthalle von Invercargill

Invercargill (Māori: Waihopai)[1], offiziell Invercargill City genannt, ist eine Stadt und zugleich eigenständige Territorial Authority (Gebietskörperschaft) in der Southland Region im Süden der Südinsel von Neuseeland. Der Rat der Stadt wird Invercargill City Council genannt. Invercargill ist gleichzeitig Sitz des Southland Regional Council, dem Regionalrat der Southland Region.

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der damalige Gouverneur Neuseelands, Thomas Gore Browne, gab 1856 sein Einverständnis für die Gründung einer neuen Stadt an der Südküste der Südinsel. Er empfahl, die Stadt Invercargill zu nennen, deren Namen er aus einer Zusammensetzung des Wortes „Inver“ für den Zusammenfluss der beiden Flüsse Oreti River and Makarewa River und „Cargill“ zu Ehren von Captain William Cargill, dem damaligen Superintenden der Provinz Otago, bildete.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Invercargill liegt am südlichen Ende der Südinsel. Die Stadt verfügt über eine reine Landfläche von 389 km² und zählte zum Census im Jahr 2013 51.696 Einwohner.[3] Damit ist Invercargill flächenmäßig die siebtgrößte Stadt des Landes, stellt aber mit 132,9 Einwohner pro km² gleichzeitig die Stadt mit der viertgeringsten Bevölkerungsdichte dar.

Die Stadt wird im Westen, Norden und Osten vom Southland District umgeben. Die südliche Grenze bildet die Küstenlinie zur Foveauxstraße.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1856 begann der Chief Surveyor der Provinz Otago, John Turnbull Thomson, die geplante Stadt Invercargill im Süden zu errichten. Im Jahre 1861 eröffnete ein Krankenhaus, das Invercargill und die umliegende Region versorgen sollte. Im selben Jahr wurde die Provinz Southland aus der Provinz Otago ausgegliedert, Invercargill wurde der Hauptort von Southland. Ab 1862 besaß der Ort eine eigene Zeitung, die Invercargill Times.

Infolge des Goldrausches in Otago wuchs die Stadt und neue Eisenbahnlinien nach Winton und Bluff wurden begonnen zu errichten, aber nicht fertiggestellt. Nach dem Abschwung des Goldrausches verschuldete sich die neue Provinz Southland schnell und wurde 1870 wieder in Otago eingegliedert. 1871 wurden die ersten Wahlen in Invercargill abgehalten. Infolge durch die Regierung geförderter Einwanderung wuchs die Stadt zum Ende des 19. Jahrhunderts an und die Wirtschaft entwickelte sich. In dieser Zeit wurde auch der Wasserturm, der heute eines der bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt darstellt, gebaut. Zwischen 1891 und 1916 verdoppelte sich die Bevölkerungszahl. Das starke Wachstum sorgte für die Eingemeindung mehrerer Vororte und die Errichtung eines Straßenbahnsystems, das bis zu seiner Schließung 1952 das südlichste Straßenbahnnetz der Welt bildete. 1930 erhielt Invercargill den Stadtstatus.

Nach dem Zweiten Weltkrieg florierte die Stadt, die Bevölkerung stieg von 27.000 auf über 40.000 im Jahr 1971 an. Nachdem die Stadt mit 53.868 Einwohnern 1983 noch einen Höchststand verzeichnete, begann der Abschwung und die Einwohnerzahl fiel auf 46.311 im Jahr 2011. Gründe dafür waren die schlechten landwirtschaftlichen Erträge und fehlende Industrie. 2002 wurde die Zugverbindung nach Dunedin und Christchurch eingestellt. Seit 2006 steigt die Bevölkerung allerdings wieder an.[5]

Stadtteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Stadtteilen von Invercargill zählen jeweils von West nach Ost gelistet:[6]

Norden: Makarewa, Bay Road West, Grasmere, Waikiwi, Myross Bush

Westen: Oreti Beach, Otatara, Bushy Point, West Invercargill

Zentral: Gladstone-Avenal, Rosedale, Windsor, Waverley-Glengarry, Otakaro Park, Richmond, Hawthorndale, Crinan, Georgetown, Newfield-Rockdale, Appleby-Kew, Strathern, Heidelberg, Kingswell-Clifton, Tisbury

Osten und Süden: Myross Bush, Mill Road-Woodend, Greenhills, Bluff, Tiwai Point, Inlet-New River Estuary, Inlet-Bluff Harbour, Dog Island

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Invercargill ist nicht wie andere Städte und Distrikte Neuseelands in Wards unterteilt. Zwölf Councillors (Ratsmitglieder) bilden zusammen mit dem Mayor (Bürgermeister) den City Council (Stadtrat). Der Bürgermeister und die Ratsmitglieder werden alle drei Jahre neu gewählt.[7]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 51.696 Einwohnern der Stadt waren 2013 7524 Einwohner Māori-stämmig (14,6 %). Damit lebten 1,3 % der Māori-Bevölkerung des Landes in der Stadt.[3]

Bei der Frage nach der Zugehörigkeit einer ethnischen Gruppe in der Volkszählung 2013 gaben 88,1 % an, Europäer zu sein, 15,1 % gaben an, Māori-Wurzeln zu haben, 3,2 % kamen von den Inseln des pazifischen Raums und 3,0 % stammten aus Asien (Mehrfachnennungen waren möglich). 9,9 % der Bevölkerung gab an, in Übersee geboren zu sein und 3,0 % der Bevölkerung sprachen Māori, unter den Māori 15,0 %.[8] Das durchschnittliche Einkommen in der Bevölkerung lag 2013 bei 27.400 NZ$, gegenüber 28.500 NZ$ im Landesdurchschnitt.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrstechnisch angeschlossen ist Invercargill durch den New Zealand State Highway 1, der in Bluff an der Südküste beginnt, dann durch die Stadt führt und dann weiter nach Nordosten in Richtung Dunedin verläuft. Der State Highway 6 findet von Norden von Queenstown kommend seinen Endpunkt in der Stadt, ebenso der State Highway 99, der Te Anau mit Invercargill verbindet. Der State Highway 98 stellt lediglich eine Querverbindung her.[9]

Die Eisenbahnlinie South Island Main Trunk Railway verbindet Invercargill mit Dunedin und den nördlich liegenden Landesteilen der Südinsel. Über die Verbindung werden ausschließlich Güter transportiert, ebenso wie über den Naturhafen von Bluff, der zum Stadtgebiet von Invercargill gehört und über den die Stadt mit den anderen Häfen des Landes verbunden ist. Bis 2002 war besaß Invercargill mit dem Southerner nach Christchurch Schienenpersonenverkehr und war damit seit dem Ende des Personenverkehrs nach Bluff der südlichste Personenbahnhof der Welt. Von Bluff aus ist auch die Insel Stewart Island im Süden per Fährverbindung erreichbar. Der Flughafen westlich von Invercargill verbindet die Stadt mit allen Regionalflughäfen des Landes.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Invercargill ist eines der Zentren des neuseeländischen Sports und verfügt über mehrere Stadien. Neben dem Rugby Park Stadium, in dem die Auswahlmannschaft von Southland Rugby und gelegentlich auch die Highlanders aus Dunedin sowie die Fußballmannschaft Southland Spirit FC ihre Heimspiele bestreiten, befindet sich mit dem ILT Velodrome Neuseelands einzige Hallen-Radrennbahn des Landes.

Hinzu kommen ein Schwimmzentrum, Austragungsorte für Hockey und Cricket sowie das Stadium Southland, in dem vor allem das Netball-Team Southern Steel und der Basketball-Verein Southland Sharks auflaufen. Nachdem das Dach des Stadions am 18. September 2010 infolge eines Schneesturms einstürzte, wurden die Spiele der beiden Mannschaften vorerst in den Gebäudekomplex der nahgelegenen Radrennbahn verlegt.[10]

Südwestlich von Invercargill befindet sich die Automobilrennstrecke Teretonga Park, auf der in den 1960er- und 1970er-Jahren jährlich ein Rennen der international besetzten Tasman-Serie ausgetragen wurde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Invercargill unterhält eine Städtepartnerschaft:[11]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  •  Commons: Invercargill – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Homepage. Invercargill City Council, abgerufen am 23. Juli 2016 (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maorische Namen von Orten in Neuseeland, abgerufen am 2. Februar 2017
  2. Invercargill Heritage Trail. Invercargill City Council, abgerufen am 23. Juli 2016 (PDF 1,6 MB, englisch).
  3. a b 2013 Census QuickStats about a place: Invercargill City - Population and dwellings. Statistics New Zealand, abgerufen am 23. Juli 2016 (englisch).
  4. a b Invercargill City Council. In: Local Councils. Department of Internal Affairs, abgerufen am 23. Juli 2016 (englisch).
  5. Southland Places - Invercargill, abgerufen am 2. Februar 2017
  6. 2013 Census QuickStats about a place: Invercargill City - Suburbs. Statistics New Zealand, abgerufen am 23. Juli 2016 (englisch).
  7. Your Council. Invercargill City Council, abgerufen am 23. Juli 2016 (englisch).
  8. 2013 Census QuickStats about a place: Invercargill City - Cultural diversity. Statistics New Zealand, abgerufen am 23. Juli 2016 (englisch).
  9. Topo250 maps. Land Information New Zealand, abgerufen am 30. Juni 2016 (englisch).
  10. Stadium collapses in Southland. In: Stuff National. Fairfax Media, 18. September 2010, abgerufen am 23. Juli 2016 (englisch).
  11. a b Sister City. Invercargill City Council, abgerufen am 23. Juli 2016 (englisch).