Iona-Nationalpark

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Parque Nacional de Iona

IUCN-Kategorie II – National Park

Das Schwarze Nashorn, eines der größten Tiere im Iona-Nationalpark

Das Schwarze Nashorn, eines der größten Tiere im Iona-Nationalpark

Lage Angola, Kreis Iona
Fläche 15.150 km²
WDPA-ID 347
Geographische Lage 16° 40′ S, 12° 20′ OKoordinaten: 16° 40′ 0″ S, 12° 20′ 0″ O
Markierung
Karte von Angola
Einrichtungsdatum 2. Oktober 1937
Verwaltung Direcção Nacional de Gestão do Ambiente, eine Abteilung des Ministério do Ambiente

Der Iona Nationalpark (auch Yona Nationalpark, port.: Parque Nacional de lona) ist ein Nationalpark in Angola. Er deckt den Großteil der Fläche der Gemeinde Iona ab. Er ist Teil des grenzüberschreitenden Parks Iona-Skelettküste.

Der Iona Nationalpark ist mit 15.150 km² der größte der sechs Nationalparks in Angola, noch vor dem Kameia-Nationalpark und dem bekannten Kissama-Nationalpark.[1]

Charakterisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Nationalpark ist durch seine verschiedenen Savannenlandschaften und zum Atlantik hin durch seine Dünenlandschaft gekennzeichnet, mit den hier häufig anzutreffenden, bis zu 1000 Jahre alten Welwitschien. Zu den wichtigsten Säugetieren im Park zählen u. a. Elefanten, Löwen, Schwarze Nashörner, Leoparden, Hyänen, Spießbock, Großer Kudu und Zebraarten. Auch das Nationaltier Angolas, die Palanca Negra Gigante, galt hier als heimisch, ist jedoch vermutlich hier bereits ausgestorben.[2]

Wie alle Nationalparks in Angola untersteht auch der Iona-Nationalpark der Direcção Nacional de Gestão do Ambiente (dt. etwa „Nationale Verwaltungsdirektion für Umweltfragen“), einer Abteilung innerhalb des Umweltministeriums (Ministério do Ambiente).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

UN-Karte des Nationalparks (port.)

Der Iona Nationalpark wurde von der Portugiesischen Kolonialverwaltung am 2. Oktober 1937 als geschützter Jagdbezirk (port.: Reserva de caça) gegründet und ist seit dem 26. Dezember 1964 als Nationalpark klassifiziert.

Im Verlauf des angolanischen Bürgerkriegs (1975–2002) erlitt der Park starke Vernachlässigung und einige Zerstörungen. Seit dem Friedensschluss 2002 und den folgenden Wiederaufbauprogrammen der Regierung sind Umweltschutz und damit auch die Nationalparks wieder im Fokus der Verantwortlichen.[1]

Im Herbst 2013 wurde das Personal und die Ausstattung des Parks deutlich erhöht, dazu wurden Weiterbildungsmaßnahmen in Kooperation mit Südafrika vereinbart, und die technische Ausrüstung des Personals mit leichten Allradfahrzeugen und Kommunikationsmitteln verbessert. Damit soll auch der Kampf gegen Wilderer deutlich wirkungsvoller werden.[3] Parallel wurde ein 10,5 Mio US-Dollar umfassendes und auf sechs Jahre angelegtes Programm zur Erneuerung von Anlagen und Zäune des Parks und zur Verbesserung seiner Verwaltung und Datenverarbeitung beschlossen, finanziert durch die Regierung Angolas, die Europäische Union, und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen. In der Folge sollen auch die bereits seit 2001 bestehenden touristischen Angebote des Parks an Bedeutung gewinnen.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Artikel vom 17. Mai 2014 über den Rückgang an Wilderei im Nationalpark Cameia mit der fortschreitenden Entwaffnung nach dem Bürgerkrieg, staatliche Nachrichtenagentur ANGOP, abgerufen am 29. Mai 2014.
  2. Profil des Nationalparks Iona auf der Website zu den Nationalparks Angolas, abgerufen am 29. Mai 2014.
  3. Artikel vom 26. September 2013 über materielle und personelle Verbesserungen im Nationalpark Iona, staatliche Nachrichtenagentur ANGOP, abgerufen am 29. Mai 2014.
  4. Artikel vom 2. September 2013 auf www.verangola.net, abgerufen am 29. Mai 2014.