Ionische Inseln (griechische Region)

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Region
Ionische Inseln
Περιφέρεια Ιόνιων νησιών
Kreta Albanien Mazedonien Bulgarien Türkei Nördliche Ägäis Südliche Ägäis Ionische Inseln Peloponnes Attika Athos Westgriechenland Epirus Thessalien Westmakedonien Zentralmakedonien Ostmakedonien und Thrakien MittelgriechenlandLage der Region Ionische Inseln innerhalb Griechenlands
Über dieses Bild
Basisdaten
Staat: Griechenland
Fläche: 2.307 km²
Einwohner: 207.855 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 92,32 Einwohner je km²
Hauptstadt: Korfu
Regionalbezirke: 5
Gemeinden: 7
NUTS-2-Code: EL62
Website: http://www.pin.gov.gr/
Logo der Verwaltungsregion Ionische Inseln

Die Ionischen Inseln (griechisch Iónia Nisiá Ιόνια Νησιά) sind eine der 13 Regionen (periféries περιφέρειες) von Griechenland. Sie besteht aus den nördlichen, vor der Westküste Griechenlands gelegenen Inseln der gleichnamigen Inselgruppe im Ionischen Meer, darunter auch die Diapontischen Inseln, die Inselgruppen der Strofades, Tilevoides und Echinaden.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel Geschichte der Ionischen Inseln

Bis 1797 gehörten die Inseln zur Republik Venedig. Dann wurden sie vom napoleonischen Frankreich erobert, für kurze Zeit durch eine russisch-türkische Flotte eingenommen und zum gemeinsamen Protektorat Russlands und des Osmanischen Reiches erklärt (bis 1807), bis sie wiederum von Frankreich besetzt wurden. 1809 übernahmen die Briten die Macht. Unter ihrem Protektorat wurde aus den Inseln zusammen mit Kythira und Andikythira die Republik der Ionischen Inseln gebildet. 1864 traten die Ionischen Inseln nach einer Abstimmung im Parlament dem griechischen Staat bei.

Gliederung[Bearbeiten]

Analog zu den anderen Gebieten des modernen Griechenland wurden die Ionischen Inseln 1864 in Präfekturen (Ez. gr. nomos νομός) und Provinzen (Ez. gr. eparchia εραπχία) gegliedert. 1866 wurde die Provinz Kythira Lakonien zugesprochen. Seit 1972 gehört Kythira zur Region Attika.

Die Einteilung in Präfekturen wechselte des Öfteren im Lauf der Geschichte; im Jahr 2010 bestand die Region aus den Präfekturen Korfu, Lefkada, Kefallinia sowie Zakynthos.

Anlässlich der Verwaltungsreform 2010 wurde die Gebietskörperschaft der Präfektur abgeschafft, und die Region erhielt mehr Kompetenzen zur Selbstverwaltung. An die Stelle der Präfekturen traten so genannte Regionalbezirke (Ez. gr. periferiaki enotita περιφερειακή ενότητα), die proportional zu ihrer Einwohnerzahl eine bestimmte Anzahl Abgeordneter in den 41-köpfigen Regionalrat entsenden, darüber hinaus aber keine politische Bedeutung mehr haben. Sie entsprechen den bisherigen Präfekturen Korfu, Lefkada und Zakynthos, einzig die ehemalige Präfektur Kefallinia gliedert sich in die Regionalbezirke (und Gemeinden) Kefalonia und Ithaka[2].

Gleichzeitig wurde die Zahl der Gemeinden der Ionischen Inseln durch Zusammenschlüsse von 39 auf 7 reduziert.

Regionalbezirk Einwohner[1] Sitze Gemeinden
Ithaka 3.231 1 Ithaka
Kefalonia 35.801 7 Kefalonia
Korfu 104.371 22 Korfu, Paxi
Lefkada 23.693 4 Lefkada, Meganisi
Zakynthos 40.759 7 Zakynthos

Bildung[Bearbeiten]

Mit der Ionischen Universität und der TEI Ionion Nison (FH) verfügt die Region über zwei höheren Bildungseinrichtungen. Bekannt sind die inseln jedoch für die zahlreichen Konservatorien, die in der Tradition der sogenannten Ionischen Schule stehen und wesentlich die musikalische Bildung im Land geprägt haben.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichen die Ionischen Inseln einen Index von 74.6 (EU-25:100) (2003)[3]. Die Arbeitslosenrate lag 2005 bei 8,5 %[4].

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  2. Griechisches Innenministerium: Rundschreiben Nr. 19 zur Durchführung der Wahlen vom 7. November 2010 für die Regionalen Behörden (gr. Εγκύκλιος υπ’ αριθμ. 19 για τη διενέργεια των εκλογών της 7ης Νοεμβρίου 2010 για την ανάδειξη ΤΩΝ ΠΕΡΙΦΕΡΕΙΑΚΩΝ ΑΡΧΩΝ), Athen, August 2010 (PDF online, 557 KB)
  3. Eurostat News Release 63/2006: Regional GDP per inhabitant in the EU 25 (GDP per inhabitant in 2003 ranged from 33% of the EU25 average in Lubelskie to 278% in Inner London (Version vom 12. März 2007 im Internet Archive))
  4. http://www.eds-destatis.de/en/downloads/sif/dn_06_01.pdf